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«Verspiele deine Zeit!»: Der Traum vom Profi-Gamer

Es ist wohl der Traum eines jeden Hobby-Zockers: Einfach den ganzen Tag Computer spielen zu können und damit auch noch sein Geld zu verdienen. Doch was braucht es, um diesen Traum Wirklichkeit werden zu lassen? Wie viele Opfer muss man bringen, und wie gut muss man wirklich sein?

Von Texted

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Nerd-Klischee und Nerd-Kult

Früher hatte man einen kauzig-bebrillten Nerd vor Augen, wenn man an jemanden dachte, der seine Wachzeit hauptsächlich in einem dunklen Kämmerlein vor seinem flimmernden Bildschirm damit verbrachte, Computer zu spielen. Einen nicht besonders sozial versierten Jungen, der seine Zeit lieber mit virtuellen Figuren beim Rollenspiel verbringt, als sich mit echten Freunden auf dem Fußballplatz zu kloppen

Doch die Zeiten sind vorbei. Nerds sind sogar irgendwie cool geworden, und deren Brillen sowieso. Ambitionierte Gamer schließen sich inzwischen sogar in Hausgemeinschaften zusammen, um sich die besten Trainingsbedingungen zu sichern; sie reisen um die Welt, um an den großen Turnieren teilzunehmen, und gehen dort vor Abertausenden von Fans in großen Arenen ihrer Leidenschaft nach. Besonders in Asien und den USA werden die Besten der Besten wie Popstars verehrt und gefeiert. Und auch Europa zieht langsam nach. Auch für die Wettindustrie sind diese eSports Events inzwischen sehr lukrativ geworden. Schaut man sich bei Anbietern wie bet365 die Wettquoten einmal genauer an, dann begreift man schnell, dass das Gaming sich längst zu einem riesigen Industriezweig entwickelt hat.

Wo und wie fängt man an?

Um sich tatsächlich den Lebensunterhalt als eSportler verdienen zu können oder gar damit reich zu werden, muss man schon zur absoluten Spitze in seiner Kategorie gehören. Und um zur absoluten Spitze gehören zu können, muss man natürlich jede Menge trainieren. Allerdings wird man fürs Trainieren nicht bezahlt, und hier beginnt auch schon der kleine Teufelskreis. Und daran scheitert es auch bei vielen, weil viele es sich nicht leisten können, den ganzen Tag als Spielzeit einzuplanen, sondern stattdessen einer geregelten Arbeit nachgehen, um ihre Rechnungen bezahlen zu können. Oft ist es so, dass die Spieler schon in ganz jungen Jahren anfangen zu spielen haben, während sie noch bei den Eltern wohnen und zur Schule gehen (bzw. diese schwänzen), um spielen zu können. Viele der besten Profi-Gamer der Welt sind gerade erst Anfang zwanzig oder gar jünger.

Falls man nun aber schon von zu Hause ausgezogen ist und einem Job nachgeht, sollte man sich dem Gamerprojekt langsam nähern, in jeder freien Minute an sich arbeiten und etwas Geld anzusparen, um zu den größeren Turnieren fahren und den nächsten Schritt gehen zu können. Wenn man es schafft, sich mit seinem Team für die ganz großen Events zu qualifizieren, kann unter Umständen auch schon ein Turniersieg ausreichen, um ausgesorgt zu haben. Hier sind riesige Preisgelder immer mehr an der Tagesordnung. Beim letztjährigen The International Turnier sackte sich das vierköpfige Siegerteam Evil Geniuses unglaubliche 6.634.661 Dollar ein.

Falls du dich nun ernsthaft herausgefordert fühlst, solltest du keine weitere Zeit verschwenden und dich direkt an deinen PC setzen. Falls du noch weitere Tipps gebrauchen kannst, lohnt es sich auch, hier einen Blick reinzuwerfen.

Bild-Quelle: “The International 2014” by Jakob Wells. Licensed under CC BY 2.0 via Commons – https://commons.wikimedia.org/wiki/File:The_International_2014.jpg#/media/File:The_International_2014.jpg


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