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Neues aus der Spielekiste: Innovative und kreative Gaming-Ideen aus der Schweiz und dem Rest der Welt

Bei der Vielzahl an verschiedenen Spiele-Neuheiten fällt es dem geneigten Gamer manchmal schwer, den Überblick zu behalten. Wir haben uns für euch auf die Suche nach denen gemacht, die Talent, Kreativität und Spielspass zu Ihrer Berufung gemacht haben.

Von Texted

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Wir haben das Innovativste aus der Heimat erkundet, und testen die neuesten Spielideen aus dem Rest der Gamerwelt. Hierzuande ist die Szene zwar noch nicht so ausgereift und vebreitet, dafür wächst sie aber seit ein paar Jahren stetig an. Welche kreativen Projekte gibt es also unter den Games?

Das Team des Schweizer Spiels «Schlicht» gewann beim Zürich Game Festival «Ludicious» im Januar gleich mehrere Preise, und das zu Recht. Die Entwickler – Dominik Haas, Don Schmocker und Christian Schmidhalter – haben ein interessantes und einzigartiges Puzzlespiel für zwei Spieler entwickelt, das vielen Gamern bereits ans Herz gewachsen ist. Es besticht mit einfallsreichen Grafiken und einer originellen Idee

Einen Einblick in das Spiel bietet dieses Video:

Das bisher wohl berühmteste Schweizer Spiel ist «Landwirtschafts-Simulator». Farming-Simulator, wie es auf Englisch heisst, hat es auf wichtige Ranglisten geschafft und internationale Preise gewonnen. 2013 verkaufte es sich, nach Angaben des Publishers, über 2 Millionen Mal, und erfreut sich heute immer noch grosser Beliebtheit. Schwarmintelligenz Wikipedia lobt es als «das erfolgreichste Schweizer Computerspiel». Das Thema des Spiels ist kreativ und klug gewählt. Ziel ist es, zu einem erfolgreichen Landwirt aufzusteigen, indem die dafür erforderlichen Aufgaben wie Bewirtschaftung der Felder erfüllt werden.

Auch andere Schweizer Spiele erzielten internationale Erfolge. Zum Beispiel das beliebte Spiel «Orbital» (PocketGamer Silver Award; Denki Game of the Year), das bei der Präsentation des ersten iPad auf den Geräten vorinstalliert war. Das Puzzle- und Strategiespiel ist zwar schon etwas älter, macht aber noch immer süchtig. Es wurde von der Schweizer Bitforge AG hergestellt.

Ein Spiel zu entwickeln, kann Jahre dauern. Es gibt viele Aspekte, die bedacht werden müssen. Ein solcher Aspekt ist die Musik. Das Problem beim Erstellen eines Soundtracks für ein Spiel ist, dass sich die Szenen und Situationen je nach Handlungsverlauf ständig verändern und die Musik daher nicht gut – so wie das bei einem linearen Film der Fall wäre – im Vorfeld komponiert werden kann. Jeder Spielablauf verläuft anders, und es ist somit schwierig bis unmöglich, die Musik so anzupassen, dass sie genau auf die Bewegungsabläufe der Figuren und auf die Szenen passt. Was ist also die Lösung des Problems? Genau, Musik, die sich selbst schreibt.

Mit Hilfe von interaktiven Percussion-Programmen kann sich die Musik selbst helfen. Dazu lernt das Programm Musik-Theorie und wendet das Gelernte an, während das Spiel läuft. Die Musik passt sich also dem Geschehen im Spiel an und bringt so die passenden Emotionen zum Ausdruck. Ein Spiel, für das eine solche Software verwendet wurde, ist «Rise of the Tomb Raider».

Schon Mal daran gedacht, wie die Welt aussehen würde, wenn es einen Atomkrieg gegeben hätte? Darüber haben sich die Entwickler von Fallout 4 Gedanken gemacht und mit beneidenswerter Kreativität eine Welt geschaffen, in der der Spieler nun überleben muss. Die «Freunde», die der Spieler in dieser Welt noch hat, sind ein paar Tiere. Er muss seine eigenen Waffen herstellen und Siedlungen bauen. Dieses Post-Endzeitszenario klingt vielleicht etwas düster, erweist sich aber als ein wirklich kreatives Spiel.

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Ein etwas anderes Game ist «Her Story», mit einer ebenfalls einzigartigen Geschichte. Es ist ein Detektivspiel, bei dem der Spieler einen Fall lösen soll. Dabei hat er die Möglichkeit – stets auf der Suche nach der Wahrheit – Akten zu durchforsten, sich die Aussagen der Darsteller anzuhören und Videoaufnahmen anzusehen. Es ist ein unterhaltsames Spiel für alle, die Krimis mögen.

Blicken wir über jenseits der Alpen über den Grossen Teich. Für diejenigen, die Games und Glücksspiele mögen, gibt es ein innovatives Konzept. Games-Entwickler haben im letzten Jahr in den USA begonnen, eine neue Art von Casinospiel zu entwickeln, das sich eher wie ein Videospiel spielt. Vorreiter ist der Spieleentwickler GameCo, der den ersten Video-Glücksspielautomaten (VGM™) erschaffen hat. Der Automat wird u. a. Renn- und Kampfspiele anbieten. Es wird derzeit auch an einem Controller für die Automaten gearbeitet.

Im Casinobereich sind Unterhaltung und das Echt-Erlebnis immens wichtig. Das britische Casino 32Red hat für den Bereich der Live-Spiele etwas einfallen lassen und sich Playboy-Bunnies als Croupiers an die Spieltische geholt, ganz im Spirit des legendären Chicagoer Clubs. Die Casino Spiele bei 32Red waren vor einigen Jahren Vorreiter bei Live-Spielen, bei denen Spiele wie Poker und Blackjack live übertragen werden und in Echtzeit gespielt wird.

Fun und Fundraising verbindet eine weitere kreative Idee aus der Casinobranche – die Organisation Peace Fund Poker. Sie veranstaltet Pokerturniere für den guten Zweck und unterstützt damit soziale Programme. Um dafür zu werben, hat sie Prominente eingeladen, beim Live-Turnier mitzuspielen. Man kann entweder live gegen sie spielen oder sie finanziell unterstützen, was ihnen Spielchips während des Spiels zur Verfügung stellt. Da alles live abläuft, kann man auch zusehen, wie sich die Stars bei einem bedanken. Unter anderem machen American Pie-Schauspielerin Tara Reid sowie The Crow-Bai Ling, Rocky-Star Carl Weathers und Young Guns-Star Lou Diamond Phillips mit.

Um das nächste Spiel spielen zu können, muss man runter von der Spielecouch – und sich die Seele aus dem Leib tanzen. Bounden hat mehrere Preise für seinen innovativen Ansatz erhalten. Das Spiel des Studios Game Oven wurde mit Hilfe des niederländischen Staatsballetts geschaffen. Man spielt es mit einem Partner, wobei die Spieler das Handy jeweils an einem Ende festhalten. Dann muss man seine Arme und letztendlich seinen ganzen Körper bewegen.

Zum Abschluss kehren wir zurück in heimische Gefilde für das wohl innovativste Spiel: das Mixed-Reality-Game «Gbanga Famiglia», das vom Zürcher Studio Gbanga Millform Inc entwickelt wurde. Beim Spiel wird die gesamte Umgebung des Spielers – sogar die ganze Stadt – eingebunden. Beim Mafia-Spiel geht es darum, Restaurants, Cafes und Geschäfte in seiner Nachbarschaft einzunehmen. Das kann ein Spieler, indem er sich virtuelle Gegenstände an verschiedenen Orten aneignet. Diese Gegenstände können beispielsweiseein Gemälde oder ein Portemonnaie sein. Dieses Spiel kann auch fortlaufend gespielt werden: Man kann es an der Bushaltestelle oder im Café (weiter)spielen. Auch kann man mit anderen Spielern in Kontakt treten, und so entsteht ein interessantes und aussergewöhnliches MMO. Wer mafiösen Machenschaften den Arm des Gesetzes vorzieht, kann übrigens auch in die Rolle der Polizei schlüpfen.


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