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Der Busen-Komplex

Sie wurde besungen, seit der Mensch kommunizieren kann, und erforscht, seit er denkt. Dennoch bleibt die kulturelle Obsession mit der weiblichen Brust ein Rätsel. Eine Auswahl der verrücktesten Busen-Theorien.

Von Nicole Althaus

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Biologisch gesehen  sind die Mammae nichts weiter als eine Ansammlung von Fett und Bindegewebe mit Milchdrüsen zur Ernährung der Menschenkinder. Und doch sieht der Mensch in ihnen unendlich viel mehr als das Äquivalent eines Euters. Die Brüste, der Busen, die Titten wurden besungen, seit der Mensch aufrecht geht. Über die unterschiedlichen Formen und Grössen wurde gerätselt, seit er denkt. Und  seit er der Natur mit Wissenschaft beizukommen versucht, hat der Mensch versucht das Faszinosum Brust auf einleuchtende Fakten zu reduzieren. Das ist ihm natürlich nicht gelungen. Dafür aber geben einige  Studienresultate sehr viel mehr preis über den Forscher als den Forschungsgegenstand. Die internet-Site Alternet hat einige der absurdesten Studien zusammentgetragen. (Lesen Sie auch: «Brüste im Schnee»)

Arme Männer bevorzugen grosse Brüste. Frauen mit D-Cups und mehr locken offenbar Männer an, die nicht auf Rosen gebettet sind. Zumindest behauptet das die Zeitschrift «Psychology Today». In einer Studie will sie den Link zwischen dem Konto eines Mannes und seiner Präferenz für grosse oder kleine Brüste gefunden haben. Anhand von animierten Frauenfiguren mussten sich die Männer aus verschiedenen soziökonomischen Schichten entscheiden, welche Busen sie am attraktivsten fanden. Je dicker das Portemonnaie des Mannes, desto kleiner durfte der Busen der Frau sein. Die Fettreserven grosser Brüste symbolisieren, so die Wissenschafter, den Zugang zu Ressourcen. Hmm. (Lesen Sie auch: «Sex oder Liebe, Busen oder Status»)

Hungrige Männer bevorzugen grosse Brüste. Doch irgendwie befriedigte die Wissenschafter diese Antwort auf die ach so quälende Frage, warum die einen viel Holz vor der Hütte brauchen und ander mit fast gar keinem auskommen, noch nicht. Deshalb liessen sie die Probanden hungern. Und siehe da: Männer mit leerem Magen, lechzten nach einer grösseren Oberweite als solche, die eben eine nette Mahlzeit verdauten. Die Studienleiter schlossen daraus, dass Männer grosse Brüste als traditionell weiblich empfänden. Aha.   

Männer, die kleine Brüste mögen, wollen eine unterwürfige Partnerin. Daraus schliesst der doktorierte Psychologe Stuart Fischoff geistesgegenwärtig, dass Männer, die kleine Brüste bevorzugen und also auf «traditionell Weibliches» verzichten, eine Partnerin suchen, die sie nicht bedroht. Mit etwas Empathie kann auch frau darin eine stimmige Schlussfolgerung erkennen: Wer das Undenkbare, nämlich kleine Brüste, attraktiv findet, tut das bloss, weil er sich sicher sein kann, dass er die Flachbrüstige nicht an die Konkurrenz verliert, die ja mehr Holz vor der Hütte braucht. Dann hat Fischoff nochmals kurz nachgedacht – und ihm ist tatsächlich noch eine andere Erklärung für das Unfassbare eingefallen: Vielleicht, schreibt er, hätten diese Männer allerdings auch einfach sehr lebendige Erinnerungen an das erste Mädchen, will heissen: an die knospenden Brüste des ersten Màdchens, in das sie sich verliebt hätten. Und was sie damals sexy fanden, bestimme auch, was sie heute zu erregen vermöge. Klar. (Lesen Sie auch: «Unsre lieben Kleinen»)

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Kommentare

  • Reto B.

    Och ich bin da relativ anspruchslos… sobald eine Frau oben ohne dasteht, habe ich keine grossen Ansprüche mehr an Form und Grösse. Brüste sind grundsätzlich was tolles.

    Hinsichtlich tröstenden Brüsten… die sehen genauso aus wie die von meiner Frau. Weiter ins Detail gehe ich jetzt nicht und verweise auf obigen Satz.

  • marie

    okke. aber:
    http://www.deutsche-liebeslyrik.de/lied/h_l_einheitsueb_1980.htm
    weshalb noch studien, wenn selbst das at dieses thema abdeckt? und das noch besser, als jeder forscher! wink
    (ne, nicht immer. schleppen sie die dinger mal bei über 30 grad…)

  • Alain

    Ein grösserer Schwachsinn hab ich seit langer Zeit nicht mehr gelesen. Die Geschmäcker sind wohl verschieden, die einen stehen auf kleine Brüste die anderen auf grosse. Ich mag eher kleine Brüste, möchte aber gar-keine unterwürfige Frau und meine Geldbörse ist eher klein (Mit der müsste ja ich ja eher auf grosse stehen). Darum sag ich ja der Artikel ist absoluter Dünnpfiff und gehört ins Klo.

  • Tomas

    http://www.metacafe.com/watch/9077184/cameron_diaz_boobs_grabbing_video/

    Was bleibt einer armen Frau übrig, wenn die Kerle sogar gebrauchte Kondome mitnehmen?

  • marie

    manchmal frage ich mich schon, mit was menschen ihr geld verdienen – hier mal wieder bewiesen: studien, die die menschheit nicht braucht. das geld, die zeit und die effizienz absolut in den sand gesetzt. das hätte man mir geben können, damit ich endlich meine ausbildung angehen kann. oder spielen dabei die grösse meiner brüste eine rolle?

  • Réda Philippe El Arbi

    Hm, am Anfang des Monats stehe ich eher auf kleine Brüste. Wenn dann der Lohn gegen Ende des Monats schon etwas geschwunden ist, dann mehr und mehr auf grosse. Vor dem Mittagessen, wenn ich hungrig bin, sind aber immer grosse Brüste im Fokus, wohingegen nach dem Essen, aufs Völlegefühl bei Kaffee, eher kleinen Brüsten der Vorrang gegeben wird. Völlig stimmig, diese Studie. smile

  • marie

    ach deshalb immer dieses auf und ab bei euch männern. ich dachte immer es läge an des fussballresultaten und an federers leistung. wink

  • The Damned

    Grosse Glocken sind göttlich- trotzdem geht es mir gut und hungrig bin ich auch nur kurz vor den Mahlzeiten. Diese Studien sind für d’ Füx.

  • Reto B.

    Ach marie, streu doch noch Salz in die Wunden… jetzt brauch ich dringend ein paar Brüste, um mich aufzumuntern.

  • marie

    wir müssen zuerst eine studie abwarten, wie es im falle des tröstens aussieht. bis dahin müssen sie es aushalten.
    warum trösten? gc hat doch gewonnen und den siegeszug von yb damit gebrochen. darob stellt sich mir aber einfach die fage, wie die tröstende brust in meinem fall aussehen müsste. *grübelstudierstudier* …ich gehe mal schoggi holen.

  • Reto B.

    GC? Ich bin doch nicht Fan von Niederhasli… ;-D

  • marie

    die frage aber bleibt unbeantwortet.
    wie sehen denn tröstende brüste aus? ist silikon tröstender als acht? sehr gross? gross? klein? sehr klein? usw… wahrlich eine frage die beschäftigt. und macht es unterschiede wenn es sich um sportresultate handelt? oder aber liebeskummer? wie sieht es bei krankheit aus? macht es einen unterschied ob harmlos oder schwer? usw… da gäbe es durchaus zu forschen. und vor allem forschungsgelder und ruhm! grin
    niederhasli *LOL*

  • marie

    ich meinte echt und nicht acht. acht brüste überfordern grundsätzlich alle männer wink …und so viele verdient jetzt kein mann.

  • Lia

    Und jetzt bitte noch den entsprechenden Gegenartikeln zu Penissen oder männlichen Gesässen. Hm, gibt es nicht? Frauen machen keinen Hype daraus? Richtig. Weil sie definitiv andere Anforderungen an einen Lebenspartner haben als die Grösse/Form eines Körperteils.

  • Tomas
  • Reto B.

    Och die Anforderungen der Männer an die Lebenspartnerin sind schon auch vielseitiger. Die Anforderungen an die HeuteNacht-Partnerin weniger…

  • Owley

    Die Theorien passen völlig: Ich habe kein Geld und Hunger. Ademessi.

  • Chris

    Könnte echt passen. Genügend Geld und kleine Brüste … passt! wink

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