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Zeichne mir ein Model

Die Modeindustrie und Esstörungen gehen seit Jahren Hand in Hand. Eine neue Kampagne zeigt, wo das Problem liegt.

Von Clack-Team

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Richtlinien, Gesetze, guter Wille. Bisher half alles nichts. Nachdem letzte Woche auch noch bekannt wurde, dass Modelscouts junge Mädchen vor einer schwedischen Klinik abfangen, die essgestörte Menschen behandelt, wird man das Gefühl nicht los, dass der Kampf für normale Körper in der Mode nach dem Prinzip «Ein Schritt vor, zwei Schritte zurück» läuft.

«Star Models», eine brasilianische Model-Agentur, will das nun mit einer neuen Kampagne ändern. Diese zeigt eine typische Mode-Skizze, wie sie ein Designer anfertigen würde. Daneben steht das eigentliche Model. Erschreckend dabei ist der geringe Unterschied in den Proportionen der beiden Frauen: Ultradünn, knochig. Der darunter stehende Claim «Du bist keine Skizze.» ist schon fast überflüssig.

Die Agentur hält also die Designer für verantwortlich, die überhaupt für solch unrealistische Körpermasse entwerfen. Bisher hat keiner von ihnen die Kampagne kommentiert.

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Mode News


Kommentare

  • marie

    Kleider fallen am idealsten an Kleiderbügel. Das Zynische ist , dass Models nichts anderes sind als wandelnde Kleiderbügel sind.
    Da sich die Designermode dermassen etabliert hat, wird mittlerweile für die Massen produziert, im Vergleich als die Designermode individuell für Kundinnen angefertigt wurde.
    Ratsamer wäre für Konumentinnen sich vermehrt mit dem “eigenen” Stil auseinander zu setzen als mit Mode, da die Mode Trends unterliegt, die meistens der Realität des individuellen Körpers nicht zulässt. Wird aber wohl noch ein weiter Weg sein und wir sollten unsere Auffassung von Schönheitsideal sowie unsere Auffassung von Ästhetik überdenken.

  • Jorge

    Um dem Hunger in der Welt entgegenzuwirken, ist solch ein Modediktat sicher äusserst hilfreich.

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