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Zankapfel Hausarbeit

Sie putzt, er entspannt - das steigert die Wahrscheinlichkeit, dass ein Paar zusammenbleibt. Eine norwegische Studie bringt an den Tag, was wir nur bedingt hören wollten.

Von Clack-Team

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Lässt sich anhand der Aufteilung der Haus- und Familienarbeit herausfinden, ob ein Paar über längere Zeit zusammenbleibt oder sich trennt? Ja,  sagen norwegische Forscher, die eine entsprechende Langzeitstudie machten.  Sie kommen zum Schluss: Paare, die teilen, trennen sich eher.

Am stabilsten waren die Beziehungen, bei denen die Frau den Grossteil der Hausarbeit übernimmt.  Die Verteilung mit umgekehrten Geschlechterrollen half nicht. Je mehr ein Mann im Haus macht, desto höher ist die Scheidungsrate, erklärt der Forscher Thomas Hansen auf «spiegel.de». Gedeutet wird dies folgendermassen: Die Aufteilung der Arbeit weise eher darauf hin, wie traditionell ein Paar funktioniere. Je traditioneller, desto höher werde auch der Wert der Ehe eingestuft und eine Scheidung sei keine Option.

Macht Hausarbeit Väter also doch nicht glücklich, wie andere Studien suggerierten? Glücklich macht sie vor allem die Beteiligung an der Kindererziehung. Das belegt auch die norwegische Studie: Bei sieben von zehn der befragten Paare, wurde diese zwischen Männer und Frauen gleichmässig aufgeteilt und 95 Prozent aller Paare waren damit zufrieden. Das zeigt einerseits, dass Norwegen diesbezüglich ein gutes Stück weiter ist als die Schweiz, aber auch, dass Hausarbeit und Kinderbetreuung nach wie vor zwei verschiedene Dinge sind.

Das gilt auch für die Ausweichmögllichkeiten- Sind keine Kinder im Spiel, sind getrennte Wohnungen eine Alternative, die wir wirklich kürzlich vorstellten unter dem Titel: «Weniger Putzen, besserer Sex». Mit den Kindern steigt zwar die Zufriedenheit, angesagt ist dann aber eher: Mehr Putzen und weniger Sex.

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