Clack

Widerstand gegen «Herr Professorin»

Die Uni Leipzig entschied sich für eine radikale Sprachfeminisierung. Jetzt formiert sich maskuliner Widerstand.

Von Marie Dové

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Die Universität Leipzig will das generische Femininum einführen; Clack berichtete darüber. In der Grundordnung der Universität stehen zukünftig statt «Professor/Professorin» oder «Rektor/Rektorin» nur die Wörter «Rektorin» oder «Professorin», die Männer sind mitgemeint.

Die Ankündigung dieser Neuerung hat breites Aufsehen erregt, in der deutschsprachigen Presse wird allenthalben über die «Frau Professorin» aus Leipzig diskutiert.

Juristen wollen männlich bleiben

Indes: Nicht jeder männliche Mitarbeiter will es sich gefallen lassen, dass man auf ihn zukünftig als Frau Bezug nimmt. Der Dekan der juristischen Fakultät zumindest veröffentlichte jetzt eine entsprechende Erklärung: «Wir werden dem Beschluss nicht folgen. Kein männlicher Student der Juristenfakultät Leipzig muss damit rechnen, künftig mit Studentin angesprochen zu werden.» Zusätzlich forden auf Facebook Studierende auf einer eigens eingerichteten  Seite den Rücktritt der verantwortlichen Rektorin Beate Schücking.

In einem Interview mit der «Süddeutschen Zeitung» verteidigte die Rektorin unbeirrt ihren Entscheid: «Wir waren nüchtern.»

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Feminismus News Sprache


Kommentare

  • marie

    wie gesagt: easy peasy, wird sich ohnehin nicht durchsetzen.
    aber die reaktionen in den medien sind unglaublich witzig! *lol*

  • The Damned

    Es ist nicht das erste- und wird auch nicht das letzte Mal gewesen sein, dass Mann dem unkontrolliert ins Kraut schiessenden Radikal-Feminismus die Stirne bietet. Bei Daimler hat kürzlich der Blogbeitrag einer Frau, die sich lobend über das interne Diversity-Programm geäussert hat, zu einem wahren Entrüstungssturm von Männern geführt, die ihrer Entrüstung online sogar mit vollem Namen (!) Luft verschafft haben:

    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/wut-auf-frauenfoerderung-macho-12117438.html

    Offiziell war natürlich alles in bester Ordnung und alle haben sich an dem Programm mit vollem Elan beteiligt. Bis halt eben dieser Blogbeitrag kam.

  • Katharina

    Manche mögen wohl die eigene Medizin nicht schlucken wink

    Es macht einfach keinen Spass, nur mitgemeint zu sein. Und grob-unhöflich ist es auch!

  • Katharina

    Zur Information: Das mit dem “Herr Professorin” ist eine Ente, die von Spiegel Online in die Welt gesetzt und danach zum journalistischen Selbstläufer wurde.
    Bitte Fakten selber prüfen!

    http://fsrpowi.de/?p=1172

    http://www.zv.uni-leipzig.de/service/presse/pressemeldungen.html?ifab_modus=detail&ifab_id=4994

  • Katharina

    Irgendwie erschreckend, dass die Schweizer Journaille da auch mitmacht. Wozu sollen wir eigentlich noch Euren Lohn bezahlen, wenn Ihr sowieso nur bei anderen copypasted statt zu recherchieren?

    http://www.bildblog.de/49640/mein-lieber-frau-gesangsverein/

  • Katharina

    Natürlich wird “es” sich nicht durchsetzen, wenn “es” frei erfunden wurde.
    Soooo witzig finde ich indes die Reaktionen der Medien nicht: Spiegel Online hält versehentlich einen Witz der leipziger Studentenzeitschrift für die Wahrheit und kolportiert den Witz als Fakt. Und die versammelte Weltpresse schreibt bei Spiegel Online ab, ohne auch nur eine Sekunde zu hinterfragen, ob das auch stimmt.
    Ich finde das nicht “unglaublich witzig”, sondern unglaublich bedenklich!

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