Clack

Wenn Männer den Mut verlieren

Immer noch viel zu oft spielt das vermeintlich starke Geschlecht den Helden. – Aber nicht bei Clack! Hier können Männer aufrichtig sein. Und Frauen etwas lernen. Eine (unvollständige) Liste maskuliner Kümmernisse.

Von Michael Marti

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Männer verlässt der Mut, wenn Frauen bereits am ersten Abend nach ihrem Sternzeichen fragen.

Männer verlässt der Mut, wenn sie im Kino, in der Airport-Abflughalle oder im Bett zum ersten Mal fühlen, dass sie nicht alleine sind. Sondern einsam. Und Männer verlässt der Mut, wenn sie morgens beim Duschen im Hodensack eine Verknotung ertasten.

Männer brechen ein, wenn sie irgendwann bemerken, wie sie in Sitzungen reden und reden, aber keiner ihnen zuhört. Nieder schlägt sie, wenn sie ihren Job verlieren. Oder ihr Haupthaar, das ihnen genauso das halbe Leben bedeutet hat und für das sie von der Mutter und allen folgenden Frauen die grössten Komplimente erhalten haben.

Patchouli, Foulards und Schamhaare

Männer verlässt der Mut, wenn sie verzichten sollten. Auf den vierten Caipirinha. Auf ein Kompliment. Auf eine Gelegenheit. Auf eine Frau. Einen Fick. Eine Geliebte. Oder eben auf die Ehe. Und immer wieder auf das, worauf Männer so stolz sein können: den Zynismus, die Pointe.

Männer verlässt der Mut, wenn Frauen im Sommer ihr Décolleté mit einem Foulard verbarrikadieren. Wenn ihnen im öffentlichen Raum eine Wolke Patchouli in die Nase sticht. Oder wenn eine Frau, die ihnen früher ein Geheimnis war, heimlich den Elektrorasierapparat benutzt, um sich damit die Schamhaare zu trimmen.

Weshalb, fragen sich Männer, denen der Mut sinkt, muss alles zu Ende gehen? Ein Sonntagnachmittag, ein Gedicht von Heine, eine Zugfahrt? Ein Sonnenuntergang, ein Fussballspiel, die Fernsehserie «Rom»? Die Kindheit? Weshalb sogar Männerfreundschaften?

Männer verlässt der Mut, wenn sie von der einen Frage nicht mehr loskommen: Gehöre ich zu den Siegern? Oder den Verlierern? Und wenn sie zu ahnen beginnen, wie viel Mut selbst Mutlosigkeit abverlangt.

Notorisch fehlt es Männern an Mut, sich keine Kriegs- und Pornofilme anzusehen sowie auf die Wörter «ficken» und «Fotze» zu verzichten, wenigstens in der Gegenwart von Frauen und Kindern.

Männer verlässt der Mut, wenn sie sich sagen müssen: «Frauen sind auch nicht besser.»

Tod’s, Apple, H&M

Männer haben nicht den Mut, Nein zu sagen. Nein zu Gesichtscrèmes. Nein zu Zigarren, Schuhen von Tod’s, dem iPhone von Apple. Nein zum Privatfernsehen und Privatradio. Nein zu allen Light-Getränken. Nein zu so genannter Designermode von H&M.

Männer verlässt der Mut, wenn Frauen nur schon einen der drei folgenden Sätze aussprechen:
«Ich komme, Schatz. Ich ziehe mich nur noch schnell um.»
«Ich liebe dich auch so.»
«Wir müssen darüber reden.»

Und ja, es ist wahr: Männer werden dann mutlos, wenn ihnen die Frau, die sie doch mehr lieben als alle anderen Frauen, ins Ohr flüstert: «Ich möchte ein Kind von dir.»

Begehren, Verleugnen, Vergessen

Männer verlässt der Mut, wenn sich Männer für sie interessieren; vor allem wenn diese schöner und klüger sind als sie selbst. Oder dann, wenn Frauen, ganz egal wie schön und klug, in ihnen nicht den Mann sehen. Denn wenn Männer nicht mehr glauben können, dass eine Frau sie begehrt, hat sie der letzte Mut verlassen. Wenn sie vergessen haben, wie fremde Nacktheit sich anfühlt. Und wenn sie Horoskope zu lesen beginnen und ihren Aszendenten kennen.

Oder wenn ihnen vor dem Rotlicht der Motor abstirbt und sie im Rückspiegel erkennen, dass der Hintermann, der hupt, eine Frau ist.

Männer verlässt der Mut, wenn Frauen sagen: «Männer sind so.»

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Kommentare

  • alam

    Schön, dass der Mut Sie nicht verlassen hat, diesen Artikel zu veröffentlichen, obwohl sie wahrscheinlich genau wussten, dass sie von einigen Geschlechtsgenossen dafür verprügelt werden.

  • The Damned

    Na, marie: Dieser ach so moderne, rezeptive, neue Mann- das ist doch nur noch ein Staubfänger in den Bücherregalen der Genderbibliothek wink Mich hat neulich eine Frau, die ich im Internet kennen gelernt habe, schon fast schockiert gefragt, ob ich denn auch männlich sei! Und das nur, weil ich ihr geschrieben habe, dass ich Wert auf eine gepflegte Erscheinung lege.

  • marie

    das ist alles andere als modern. das ist einfach zutiefst menschlich und deshalb zeitlos. nur schade, dass man solches praktisch nur zum lesen bekommt. …und viele meinen, dass man jemandem mit materiellen dingen füttern muss, um das zu erhalten was man braucht.
    ich wünschte mir mehr davon – bleibt wohl wunschdenken.

  • The Damned

    Ich frage mich wirklich, in welchem sozialen Milieu Sie verkehren, marie. Bar Fly? Irgendwo zwischen Feierabend und Alpenrock House..?! Die Bar als Ersatzwohnzimmer? Ewige Studenten-WG? Oder wirkt Ihr (verkorkstes) Männerbild wie eine selbsterfüllende Prophezeiung?

  • Annette

    Ein schöner und kluger Beitrag, besten Dank! Ich lese gerne Männerbeiträge auf Clack, gerade weil die ewigen Frauenthemen dann irgendwann doch langweilen. Also, mehr davon!

  • marie

    hab mal laut rausgelacht herr the damned. grin sie sind putzig! sie werfen mir verknorztes männerbild vor? sie, der frauen ü40 als furchtbar empfindet? wollen wir das als erwachsene wirklich ernst nehmen? nicht doch.
    was ist bar fly? und ne, ich bin alles andere als wg konform, um gottes willen. wohnen nicht, aber habe einen nebenjob in einer bar wink
    …das ist hier mal ein herrenblog, und das mann/frau ding fände ich hier deplatziert. eine beziehung ist nicht selbstverständlich, the damned. das muss genügen als antwort. vllt gibt es ja mal einen beitrag darüber und dann werde ich mich gerne äussern.

  • The Damned

    Folltreffer, Frau: Wusst’ ich’s doch: Getroffene Hunde bellen wink Hinweis: Barfly ist ein Film, dessen Drehbuch (Genitiv, wie gepflegt!) seinerzeit Henry Chinaski aka Charles Bukowski geschrieben hat, Sie wissen schon: Das ist der Schrifsteller, den man auch einen wilden Hemingway genannt hat. Einsame Säufer, das verhunzte Leben, Aussenseitertum, Ficken, Dr. Nazi, Schreie vom Balkon, Gedichte die einer schrieb, bevor im 8. Stockwerk aus dem Fenster sprang… so Zeug halt eben. Mein Verhältnis zu Ü40-Frauen halte ich übrigens für absolut angemessen grin

  • marie

    oh, ein resümee eines reifen mannes wink wie sagte oscar wilde so schön? “die jugend ist an der jugend verschwendet”. herr marti, alles wird gut. und sie dürfen sich ruhig ein 5. caipi gönnen und sich den ausschnitt mit dem verhüllenden foulards auch so vorstellen. einer der schönsten form des begehrens ist die sehnsucht danach…

  • Michael Marti

    Ich fand das eigentlich nicht so speziell mutig. – Und nicht erwartet habe ich so viel Prügel von meinen Geschlechtsgenossen. Das finde ich wirklich erstaunlich.

  • Michael Marti

    Ach! Dass man mir für einmal Reife zugesteht…

  • Carsten Müller

    Warum verabredet Ihr beiden Hühner Euch nicht mal zu einem Kaffee?

  • marie

    hab ich auch nicht erwartet, aber erstaunt hat es mich auch nicht.

  • Fred Brando

    So än schwulä Seich!! Bezeichnenderweise finden gerade Frauen das “Reif” oder”klug”. Du solltest vielleicht Make-Up Berater werden.

  • Clara Ott

    Michael, wie großartig.

    Und nun frage ich mich, wieso ich immer mutige Männer verlasse.

  • marie

    das schweigen der männer? wink

  • Lilly

    Ihre Aussage verwirt mich. Weil Frauen es reif und klug finden, wenn ein Mann ehrlich zu seinen Schwächen steht, ist das schwul? Oder haben Männer Ihrer Ansicht nach keine Schwächen, bzw. nur die schwulen? Erklären Sie mir das doch mal.

  • Thomas Marti (nicht verwandt!)

    Ich weiss ja nicht, aber irgendwie ist der Mann, der hier beschrieben wird ein Weichei und hat mit dem Leben schon abgeschlossen. Sind es nicht die täglichen Hindernisse oder Problemchen, die einem zu dem werden lassen, wer wir sind?

  • Susanne

    Ich finde diesen Mann grossartig. Vor allem auch, was seine sprachlichen Fähigkeiten anbelangt. Diese sind so anders als die der Kritiker…

  • Benno

    tja männer sind auch nur menschen. was für eine erkenntnis wink

  • marie

    als frau in ähnlichem alter bin ich froh über diese einsicht in die welt des schweigens. sicherlich nur ein aspekt, und abgeschlossen hat er definitiv nicht. der text vermittelt zumindest mir einen anflug von sehnsucht. m.e. eine der schönsten gefühlsregungen überhaupt.

  • Carsten Müller

    Wieder so ein typischer Sommerschal-Träger-Quatsch: Liebe Frauen liebt mich, weil ich ein Waschlappen bin. Und alle, die meiner Interpretation männlicher Mutlosigkeit widersprechen sind primitive Stammtischrüpel.  Vielleicht sollte er sich mal wieder ein “Ei mein Kleiner” bei Mami abholen. Hat mir mit 5 auch geholfen. wink

  • Carsten Müller

    Verwechseln Sie mal bitte nicht sprachliche Fähigkeiten mit Ihrer Begeisterung für das Geschriebene.

  • yellow snow

    Liest sich,wie eine Reihe von Vorurteilen,die man über Männer haben kann.
    Wenn DAS der Geist der Zeit ist – da kann einen wirklich der Mut verlassen.
    Schon die Kriterien sind zum Haare raufen!

  • Fred Brando

    Wenn eine Memme über Schwächen der Männer jammert und Frauen das “klug” und “reif” finden, sagt das eigentlich schon alles. Ihr seid keine Männer, der Schreiberling nicht und die zustimmenden Damen auch nicht.

  • Susanne

    Schon nur dieses eine Wort: «Kümmernisse» – ist doch wundervoll! Herr Müller, merken sie das nicht, sie Trampel!?

  • Carsten Müller

    Ihre Begeisterung für Kümmernisse in allen Ehren, aber lassen Sie bitte Ihre Ausdrucksweise nicht verkümmern.

  • marie

    her marti, nennet man das jetzt böcklikrieg (männliches pendant zum zickenkrieg) oder eierschaukeln? hier mosern männer am mann rum! grin

  • Gabor Müller

    Welcome to real life. Wie bei den Mädels. Habt Ihr Euch das nicht immer gewünscht? ;D

  • marie

    hm… ihr habt also auch eine mens? wink ähm… wünsche sind so eine sache, so viele frauen, so viele wünsche. ich wünschTE mir vor äonen lichtjahre mal, dass das schweigen der männer aufhört. nach gaaaaanz vielen lenzen, habe ich diesen wunsch begraben. jetzt bin ich beinahe wunschlos glücklich. grin

  • Tomas

    Das liegt vermutlich an der Wortwahl. Die aufgelisteten Beispiele sind vielleicht nervig oder lästig, sie können die Stimmung vermiesen oder zu anderen, ausgleichenden oder ablenkenden Tätigkeiten animieren, aber egal wie ich mich anstrenge, das für uns Männer leicht verdächtiges Wort “Mut” will nicht wirklich relevant werden. Just my five cents, sie haben es wohl anders.

  • Gregor Radt

    @Lilly: Über Schwächen reden ist das eine. Öffentlich in einem Frauenmagazin rumzuheulen, um damit letzendlich die Anzahl der Seitenbesucher aufrechtzuerhalten, das andere.

  • The Damned

    Ein weiser Blick mit viel Feingefühl und noch viel mehr Selbstironie: Nur reife Männer können über sich selber lächeln wink

  • Gabor Müller

    Das macht mir Angst. Mal ehrlich: Fühlt man sich ab einem gewissen Mannesalter “verdammt” und artet späte Selbstreflexion in die oben beschriebene Mutlosigkeit aus???

  • marie

    mir macht das keine angst. mehr davon!

  • The Damned

    Lächeln Sie mal, Gabor wink

  • Tomas

    Interessant. Habe den Text gelesen und es als schön empfunden, um mir zum Schluss schliesslich bewusst zu werden, dass es mit mir überhaupt nichts gemeinsam hat. Was genau bei mir zu einem Mutverlust führen würde verrate ich nicht, vermutlich fehlt mir der Mut dazu.

  • Carsten Müller

    Mediale Vorstellung und Wirklichkeit driften doch schon seit einer gefühlten Ewigkeit auseinander. Dank Internet kann sich heute jeder die Nachrichten gezielt aufrufen, die ihn auch wirklich interessieren. Aus diesem Grund versucht jede Zeitung und jedes Magazin mit möglichst provokativen Themen die Verkäufe, bzw. clicks zu erhöhen, denn im Endeffekt sind es alles auch nur betriebswirtschaftlich geführte Unternehmen, wo am Ende die Kasse stimmen muss. Volksaufklärung braucht es doch gar nicht mehr, bzw. würde eh auf taube Ohren stossen, sonst wäre das Dschungelcamp nicht so erfolgreich.

  • Tomas

    Wahrscheinlich definieren sie “Mut” anders, für mich ist es etwas aktives. Was sie beschrieben haben ist passiv. Mut heisst, aktiv Angst überwinden. Situationen finden statt, wir sind ein Teil davon. Das alleine hat noch mit Mut überhaupt nichts zu tun, erst allenfalls wie wir in der Situation handeln. Was genau sie an dieser Feststellung als bashing bezeichnen oder was da weh tun soll erschliesst sich mir nicht. Ich empfand den Text als schön geschrieben, poetisch, aber – mit Verlaub – etwas zu sehr an den Haaren gezogen und inhaltlos.

  • The Damned

    Na ja, da haben sie wohl recht: Wir konsumieren Naturkatastrophen, Wirtschaftskrisen, Genozide, Verkehrsunfälle, Kriege und das Dschungelcamp langsam aus ein und demselben Grund heraus: Um uns abzulenken, um uns zu zerstreuen, obwohl das alles, auf unser eigenes Leben bezogen, gar keinen Sinn mehr ergibt. Neil Postman hatte recht, als er 1981 schrieb, dass wir uns (eines Tages) alle zu Tode amüsieren (werden):

    “(…) Wir beschäftigen uns mit Bruchstücken von Ereignissen aus aller Welt, weil wir über eine Vielzahl von Medien verfügen, die sich ihrer Form nach zum Austausch bruchstückhafter Botschaften eignen (…)

    Bestimmte Formen von Medien begünstigen ganz bestimmte Inhalte und vermögen dadurch eine Kultur ganz entscheidend zu prägen (…)

    Die Nachrichten entlocken uns eine Vielfalt von Meinungen, mit denen wir nur eines tun können- sie wiederum als Stoff für weitere Nachrichten anbieten, mit denen wir ebenfalls nichts anfangen können.”

  • The Damned

    @Carsten Müller: Noch ein alter Blockbeitrag zu diesem Thema von mir im Freitag:

    http://www.freitag.de/autoren/thx1138/der-mediendiskurs-der-zukunft

  • The Damned

    Also ich finde Ihren Text (formal) ausgesprochen gut, Herr Marti, vor allem weil er so selbstironisch daher kommt. Entweder ist die Zeit nicht reif genug für männliche Selbstironie- oder die Leserschaft goutiert die Männerhäme (und das damit einhergehende Geschlechterbild) in den Medien langsam nicht mehr. Hier die deutschen Click-Charts zu Onlineartikeln im Verlaufe der Sexismus-“Debatte”:
    http://blog.zdf.de/hyperland/2013/02/hyperland-charts-januar-sexismus-neger-und-der-todesstern/
    Driften mediale Vorstellung und die Wirklichkeit, wie sie die Leser empfinden, langsam auseinander? Entscheiden Sie selbst!

  • marie

    in der tat, mut ist immer aktiv. und er hat nur versucht, mit einem literarisch verfassten text, männer zu ermutigen, aufrichtig zu sein. ihm schien mutlosigkeit ein thema zu sein. weil es mut braucht, aufrichtig zu sein. dabei fielen ausdrücke wie weichei, kosmetikberater usw… also scheint aufrichtigkeit kein thema zu sein und das tut weh.
    über die qualität des textes kann man diskutieren – aber da ich “nicht schreiben kann”, äussere ich mich selten bis gar nie darüber.

  • Tomas

    Um aufrichtig zu sein braucht es manchmal Mut, OK, das kann ich unterschreiben.
    Aber wie kommen sie darauf, dass hier die Aufrichtigkeit thematisiert wird? Wo? Ich habe den Text ihnen zuliebe nochmals gelesen marie, und beim besten willen bleibt es für mich eine hübsche Anhäufung von poetisch tönendem Unsinn.
    Meine Theorie lautet, dass der Autor sich über Leser wie sie lustig gemacht hat, nach dem Motto “schreibe sinnfreies so, dass es keiner merkt”. Naja, dann schon lieber einen Morgenstern smile

  • marie

    das fettgedruckte unterhalb des titels. tomas, ich pflege alles zu lesen. in einem buch vor- sowie nachwort, inkl. widmungen.
    ich glaube nicht dass hr marti sich mit diesem text über leserInnen wie mich lustig macht. er macht das sonst noch gerne, aber diesmal nicht.
    und ich habe nichts gegen schöne poetische anhäufungen. der alltag kann durchaus mit kleinigkeiten bereichert werden. gott sei dank!

  • marie

    mutlosigkeit anzusprechen braucht mut, da man sich damit eine verletzliche seite zeigt. und “dampfwalzen” fühlen sich förmlich eingeladen, da mal drüber zu bashen. auch dieses phänomen scheintzeitlos zu sein. ich hoffe herr marti, sie werden uns trotzdem weiterhin ab und zu solche einblicke gewähren, sie tun nämlich gut. aber empfehlen tue ich ihnen das gegenteil: tun sie es nicht!

  • Tomas

    Oh Gott… Also sie meinen, weil Herr Marti uns versichert, dass er nun aufrichtig gesteht, ihm machen Frauen mit Foulards Angst, ist jetzt der Artikel über Aufrichtigkeit?
    Bin ich jetzt mutig, wenn ich ihnen ganz aufrichtig gestehe, dass ich macadamia Glace lieber habe als Vanille? Beim Anblick von Vanilleglace bin ich nämlich voll mutlos, im Fall.

    Ich geb’s auf.
    “Frauen sind so” wink

  • Tomas

    Ich verstehe immer noch nicht, was die Beispiele mit Mut oder Mutlosigkeit zu tun haben sollen. Klären sie mich doch bitte auf. Mut wird allgemein als Überwindung von Angst bezeichnet, oder?
    Heisst es also, dass bei Herrn Marti Frauen mit Foulards Angstzustände auslösen? Oder dass er Angst hat, wenn die Freundin seinen Rasierapparat benutzt? Das mit dem Hodenkrebs, OK, das kann ich nachvollziehen. Aber sonst? Hallo?

  • marie

    mut aufzubringen für: neue ungewohnte situationen, die ungewissheit bedeuten? die einem vom gewohnten weg abbringen? situationen, die einem mit verzicht einer liebgewonnenen situation alternativlos konfrontieren? der verlust vom momentanen glück für unabsehbare zeit, das u.u. nicht mehr wiederkehrt? usw… und jetzt könnten wir anfangen, uns über die mutlosigkeit auszutauschen – so, als ob wir ihre fotos betrachten würden. manN könnte durchaus aus dem text schöpfen, und wie. aber wie geschrieben: sich verletzlich zeigen, ist für viele eine einladung zu bashen. schade, für den text, für herrn marti, für die zeit usw… mir tut das richtig weh.
    (das “Hallo?” am schluss hätten sie sich ruhig sparen können – danke!)

  • marie

    sie sind ein zyniker und hochsensibel, aber nur wenn es um sie geht.
    und typisch mann: sie walzen noch gerne platt, was ihnen nicht passt wink

  • adrian

    das der Mann von heute auch Gefühle zeigt und sensibel ist, ist doch nichts neues. Aber bei einigen hier aufgeführten Punkten frage ich mich schon ein wenig, teilweise total banales Zeug… hört sich nach Midlife-Crisis an…

  • F.-J. Hay

    News :
    Michael ist kein Mann , sondern ein Fräulein ,
    welches mit den Folgen ihres abgebrochenen
    Philosophiestudiums mehrere Probleme hat .
    Ein nicht unwichtiges Detail des bisherigen Lebens
    bei ihr ,
    ist das Scheitern ” Glaube und Vernunft ”  nicht als Brücke zu sehn !
    Diese Nichtbeachtung explizit einer Fuzzy-Logik führt dann
    ( seltsamerweise )  zur seelischen Selbstauslöschung.

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