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Und wovor haben Sie Angst?

Die meisten Frauen jedenfalls fürchten sich im Büro vor kritischen und offenen Diskussionen. Und gehen ihnen entsprechend aus dem Weg, wenns nur irgendwie geht. Kommt Ihnen das irgendwie bekannt vor?

Von Clack-Team

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Beschweren Sie sich lieber bei ihren Freundinnen oder ihrem Mann, wenn es nicht gut läuft, im Job? Dann sind sie in guter Gesellschaft. Denn durchschnittlich bis zu fünf Tage lang jammern weibliche Mitarbeiterinnen irgendwo über die schwierigen Umstände  – bis sie sich dann doch noch entscheiden, unliebsame Themen vor Ort, also im Büro, anzusprechen.

Das zeigt eine gemeinsame Untersuchung vom Karriere-Experten und Buchautor Joseph Grenny und Cynthia Good, selbst CEO und Herausgeberin der Frauen-Businesswebsite little pink book. Befragt wurden insgesamt 845 Frauen aus der Geschäftswelt, herausgekommen ist sozusagen eine Hitliste der  grössten Ängste:

  • Verhandlungen und Diskussionen um die Arbeitsbelastung, das flösst am meisten Furcht ein. Wann ist es zuviel, wann überhaupt noch machbar?  Und statt laut und deutlich auf die Bremse zu stehen, haben rund 20 Prozent der befragten Frauen schon mal gekündigt, weil es einfach zu viel wurde.
  • Fast genauso schwer fällt es, die Arbeit anderer zu kritisieren. Zu gross ist die Befürchtung, deren Gefühle zu verletzten oder gar eine gute Beziehung aufs Spiel zu setzen.
  • Der Klassiker kommt an dritter Stelle: Um mehr Lohn zu verhandeln, das liegt der grossen weiblichen Mehrheit überhaupt nicht.
  • Erstaunlich, allerdings nur auf den ersten Blick, steht auch der offene Diskurs darüber, von den anderen Frauen im Büro keinen Support zu bekommen, sehr weit oben auf der Angst-Liste.

Insgesamt haben ganze 87 Prozent der befragten Frauen Furcht vor den entsprechenden Diskussionen; manche gar mit der Konsequenz, Betriebe, in denen ein ehrlicher und kontroverser Diskurs zur Unternehmenskultur gehört, zu meiden. Und nur 13 Prozent trauen sich gemäss der Untersuchung, unumwunden die wunden Punkte anzusprechen. Ob sie mehr Lohn bekommen, ist zwar unklar  – ihre berufliche Befriedigung und Produktivität, die steigt jedenfalls. 

So wenig die Resultate vielleicht erstaunen mögen – sie führen uns einmal mehr deutlich ein typisches weibliches Manko am Arbeitsplatz vor Augen: Den Mut, den Mund aufzumachen, erst recht, wenn es heikel wird. Vielleicht helfen diese Tips.

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