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«The Lady» ist zurück

Aung San Suu Kyi ist eine Ikone der Demokratie, nicht nur im repressiven Burma. Nun glaubt die Friedensnobelpreisträgerin an einen Durchbruch.

Von Nathalie Sassine-Hauptmann

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Was aussieht, wie eine Szene aus einem kitschigen Musical, ist in Tat und Wahrheit die Kandidatur der burmesischen Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi. Deren Partei, die gerade erst letzten November zugelassen wurde, erhofft sich vieles von ihrer Gallionsfigur. Nach insgesamt fast 20 Jahren Hausarrest und Gefängnis soll sie Demokratie in ein Land bringen, das seit 1962 nichts anderes kennt als Diktaturen und Profiteure. Doch wie die erste Kandidatin für die Wahlen im April auf ihrem Balkon in Rangun beteuert, stehe ihr Land „am Rande des Durchbruchs zur Demokratie“. Sie freue sich auf eine Zeit, in der Burma „die Grenzen seiner Demokratisierung ausweiten“ werde, sagte Suu Kyi ausserdem in einer am Mittwoch bei einer Preisverleihung der Asia Society in New York veröffentlichten Videobotschaft. Mit Hilfe aus dem Ausland könne Burma den schwierigen Weg zur Demokratie weitergehen.

Was vor einem Jahr noch vollkommen unvorstellbar war, scheint seit letztem Wochenende möglich.  Ein Berater der burmesischen Präsidentschaft hatte der 66-jährigen Friedensnobelpreisträgerin überraschend ein «angemessenes» Regierungsamt in Aussicht gestellt. Was das genau heisst, konnte man jedoch nicht erfahren.

Bis zu den Wahlen kann man sich die faszinierende Geschichte der «Lady» im Kino sehen. Luc Besson verfilmte Aung San Suu Kyis Leben, ihren Kampf für die Demokratie und ihre tragische Ehe. Eine außerordentliche Liebesgeschichte zwischen ihrem verstorbenen Ehemann Michael Aris und einer Frau, die ihr persönliches Glück für ihr Volk opfert.

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Kommentare

  • Widerspenstige

    Wundervoll! Ich bewundere Aung San Suu Kyi und ihren unermüdlichen Kampf für Menschenrechte und Demokratie seit ich davon erfahren habe. Sie ist eine dieser charismatischen Persönlichkeiten, welche das persönliche Glück für ihr Volk opfern. Suu Kyi darf sich auf dieselbe Stufe stellen wie grosse Vorbilder eines Mahatma Gandhi. Sie hat meinen vollsten Respekt und Hochachtung und ich gehe vor ihr auf die Knie! Wer sich in der asiatischen Kultur auskennt, weiss, dass das nichts aussergewöhnliches ist, jedoch nur höchsten Würdenträgern, alten Menschen und Mönchen zuteil wird. Lange haben die Burmesen darauf gewartet, dass Aung San Suu Kyi frei ist und sich den Wahlen stellen kann. Chapeau!!

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