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«Sprich mit einem Model»

Im 5. Schritt auf dem Weg zum Superbabe empfiehlt Mode-Bloggerin Mirjam Herms, sich seinen Unsicherheiten zu stellen: Begegne einem Menschen, der Dich einschüchtert!

Von Mirjam Herms

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Es gibt genug Menschen, die uns immer ein bisschen einschüchtern. Bei uns Frauen sind das zum Beispiel oft Models. Wir haben Vorurteile, verstehen ihre Intentionen teilweise nicht und sind deshalb unfreundlich oder abweisend. Der fünfte Schritt vom Superbabes-Programm ist eine eindeutige Aufgabe: «Sprich mit einem Menschen, der dich einschüchtert oder den Du nicht ganz verstehst»

Was uns das bringt? Erstens verlieren wir so jede Menge Unsicherheiten und zweitens ist es nicht attraktiv, wenn wir andere Menschen verurteilen. Ein offener Charakter steht uns allen gut!

Tamara ist 22 Jahre jung, studiert, bloggt und arbeitet als Model. In der Schweiz hat sie sich schon einen Namen gemacht, da sie einst zur schönsten Schweizer Studentin gewählt wurde. Ich sehe sie übrigens fast bei jedem Kinobesuch in der Werbung für einen Spa. Tamara habe ich schon nach der ersten Begegnung gern bekommen, weil sie einfach ein lustiges und liebenswertes Mädel ist. Für die Superbabes-Reihe habe ich sie nun interviewt. Ich wünsche Euch eine gute Unterhaltung!

Liebe Tamara, Du hast Dir ja die letzen Superbabes Artikel bereits angesehen. Du hast zwar den Traumkörper von vielen Mädels, aber fühlst Du dich auch wohl in deiner Haut? Und musst Du dich oft für deinen Körper rechtfertigen? 
Ich fühle mich sehr wohl! Ich hab seit Jahren das gleiche Gewicht und habe das Glück, dass ich normal essen kann und nicht zunehme. Das wollen die meisten Menschen aber nicht hören. Wenn ich sage, dass ich halt gute Gene hab, verdrehen die meisten Leute die Augen. Am liebsten hätten sie es, wenn ich erzählen würde, dass ich nichts esse und mich immer noch zu dick fühle. Ich war kürzlich zum Beispiel an einem Fest und mir wurde übel vom Hauptgang. Mein Magen hat irgendwas nicht ertragen und ich sass nur noch da und musste tief durchatmen. Ich wusste, dass ich jetzt nicht aufs Klo kann, weil sonst alle hinter meinem Rücken meinen: “Oh schau das Model musste sich übergeben”.

Wie ist das, wenn Du mit anderen Models zusammen bist? Das Aussehen ist dann wahrscheinlich ein grosses Thema?
Extrem! Die Gespräche drehen sich 90% um die Masse, wie man noch ein bisschen abnehmen kann und wann man endlich perfekt ist. Das Schönheitsideal ist schon völlig am Arsch. Das merke ich täglich wieder.

Und wieso genau modelst du dann?
Es macht mir richtig viel Spass. Für mich ist das wie ein Hobby. Ich liebe tolle Fotoshootings und würde keine Erfahrung missen wollen.

Ich nehme mal an, dass Du von Freundinnen viele Komplimente bekommst. Es wird dir bestimmt auch oft gesagt, dass man deinen Körper beneidet. Wie gehst Du damit um?
Ich bedanke mich natürlich erst einmal. Es stimmt aber, dass viele auch zu mir kommen und über ihre Probleme klagen. Ich finde es wahnsinnig wichtig, dass man sich wohl fühlt im eigenen Körper. Jeder Mensch hat einen anderen Körperbau und ich sollte nicht das Vorbild sein für eine Frau, die ganz anders gebaut ist. Wenn jemand aber extrem unzufrieden ist, rate ich ganz einfach, dass sich die Person ein Buch über Ernährung kaufen soll und so ein bisschen abnimmt.
Was mich extrem nervt, ist aber das Schubladen-Denken. Viele stecken mich in die “Model – Ernährungsfreak – Smoothie Junkie – Wasser mit Zitrone” Schublade obwohl ich das überhaupt nicht bin. Das kann ich nicht ausstehen.

Was machst Du, wenn Du dich auch mal unwohl fühlst?
Ich mach was kaputt (lacht). Nein ernsthaft… Meistens schminke ich mich dann ein bisschen. Das wirkt sehr beruhigend und ich fühle mich nachher schon besser. Eine Freundin von mir wurde bei einem Casting mal beschimpft. Jemand hat gesagt, dass ihr Gesicht hässlich sei. Sie hat sich nachher eine Weile lang sehr schlecht gefühlt. Gemeinsam mit einer anderen Freundin hat sie dann eine Liste gemacht von Dingen, die sie an ihrem Körper liebt und sie hat sich diese Liste jeden Tag angesehen. Das hat ihr sehr geholfen.

Du hast ja schon erwähnt, dass das Schönheitsideal ziemlich schräg ist heutzutage. Wir werden täglich von Magazinen beeinflusst und sehen laufend nur perfekte Körper und Gesichter. Hast Du uns zum Schluss noch ein Tipp, wie man damit umgehen kann?
Es klingt vielleicht 0815. Aber man sollte versuchen den eigenen Körper zu akzeptieren und zu lieben. Ausserdem sollte man sich nicht immer auf die “schlechten” Punkte konzentrieren. Wenn man zum Beispiel die eigene Nase nicht mag, sollte man nicht permanent daran denken. Sondern sich bewusst sein, dass man zum Beispiel die eigenen Beine sehr liebt.

Mirjam Herms blogt zusammen mit Kollegin Marie Joelle für den Fashion- und Lifestyleblog «chic & schlau». Sie bewegen sich nahe der Modeszene und zeigen doch immer eine erfrischend andere Perspektive. Für unsere Leserinnen bringen sie Trends, Infos und ganz persönliche Erlebnisse.

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Kommentare

  • mira

    Ich finde die Idee, mit denjenigen Leuten, die einen einschüchtern, zu reden, eine sehr gute Idee. Ich persönlich würde es sogar noch etwas umformulieren: Rede mit den Leuten, welche ein (heimliches) Vorbild für Dich darstellen. Nur so kann man erfahren, was das Geheimnis dieser Leute ist und ob sie wirklich authentisch sind, oder nur leere Hülsen darstellen. In dem Sinne finde ich das Interview super.
    Ich selber habe Models nie als Vorbild angesehen (auch nicht mit 15 oder 20). Mir haben immer Wissenschaftlerinnen, teils Geschäftsfrauen und auch Künstlerinnen imponiert. Frauen, die sich mit ihrem speziellen Können in der Öffentlichkeit exponieren. Auch wenn ich als junge Frau diesbezüglich eher schüchtern war, habe ich mir doch sehr viel von solchen Frauen abgeschaut und irgendwann begriffen, dass auch die nur mit Wasser kochen… Aber sowas begreift man eben erst, wenn man mit den Leuten redet!

  • mira

    @Tomas
    Ich habe dazu einmal eine wunderschöne Tanzaufführung gesehen. In der Aufführung ging es genau um die verschiedenen Lebensabschnitte einer Frau: vom lebendigen Mädchen, zur jungen Frau, die sich hübsch macht und einen Mann sucht. Von der sorgenden, aber auch energischen Mutter, zur liebevollen und nachsichtigen Grossmutter bis zur alten, gebückten Frau. Die Tänzerin hatte das super umgesetzt.
    Allerdings ist das alles super klischeehaft und die serielle Monogamie wirbelt da einiges durcheinander… Einen Grund für Stutenbissigkeit würde ich aber nicht da suchen, sondern eher in der genellen Schwierigkeit, sich in andere Menschen zu versetzen, gekoppelt mit einem undefinierten Gefühl der Unzufriedenheit mit dem eigenen Leben.

  • Tomas

    mira: vielleicht haben wir die gleiche Tanzaufführung gesehen, oder aber ist dieses Thema wohl in der Tanzbranche nicht so einzigartig. 
    Zu einem Klischee wird aber etwas nicht von ungefähr. Ich mag gerade deswegen Klischees so gern – weil immer darin etwas steckt, was man nicht mehr hinterfragt und wenn man es dann dennoch tut, ergibt sich häufig Überraschendes.
    Am spannendsten finde ich gerade Frauen, die mit Klischees bewusst und authentisch umgehen können. Aber das ist jetzt nicht das Thema.

  • Lilly

    Ich hoffe nicht, dass ein Model das “einschüchterndste Wesen” für eine erwachsene Frau ist.. Da gäbe es zB Topmanagerinnen, Politikerinnen usw, die uns Frauen hoffentlich mehr beeindrucken als ein Model, das nur schön ist (viel mehr kommt in diesem Interview mit Tamara leider nicht raus)..

  • Eliane

    Menschen, die besser aussehen als ich, sollten mich einschüchtern? Da habe ich also schon noch etwas höhere Ansprüche in meinem Leben.

  • marie

    liebe lilly, liebe eliane!
    …schliesse mich ihnen beiden an, obwohl ich davon ausgehe, dass tamara noch sehr jung ist und kaum lebenserfahrung aufweist. und es ist eine fage der zeit/stunden, dass uns unsere haltung diesbezüglich als stutenbissigkeit ausgelegt werden wird wink

  • Tomas

    Ihnen auch einen guten Morgen marie.

    Wenn eine junge Frau eine Serie darüber schreibt, was alles anderen jungen Frauen sich als Superbabe zu fühlen helfen könnte, sind Kommentare von Frauen Ü40 die ihr Oberflächlichkeit vorwerfen ein bisschen am Thema vorbei.
    Junge Frauen haben nun mal das Bedürfnis sich schön und begehrenswert zu fühlen. Auch wenn man später zu einem anderen Wesen wird, bei dem die Prioritäten zwangsweise anders aussehen werden, sollte man vielleicht an sich selbst in diesem Lebensabschnitt denken und ihnen die Freude lassen. Sonst wirkt es tatsächlich wie von ihnen beschrieben.

    Disclaimer: dies ist kein wie auch immer gearteter Kreuzzug.

  • marie

    doch kreuzritter tomas, denn ganz klar: ich habe geschrieben, dass ich vermute, dass es an mangelnder lebenserfahrung (aufgrund der tatsache, dass tamara ja sehr jung ist und es daher völlig legitim ist, da es in der natur der sache liegt) fehlt. und sie den dummen, hässlichen, dicken, frustrierten frauen (sprich xanthippen femis) frauen ja genau das absprechen mit ü40, nämlich lebenenserfahrung.
    aber was soll’s, tomas, jedem tierchen sein pläsierchen. sie scheinen ein mann zu sein, der den “weiblichen augenaufschlag” schätzt und widerspruch nicht akzeptiert. nun, es herrscht ja artenvielfalt und sie können aus diesem fundus das fischen, was ihnen ja gefällt. also alles im lot und es wird noch sehr lange so bleiben, sie müssen ergo keine angst haben, dass es sich irgendwie verändern wird. derweil schüttle ich nur den kopf darob und bin froh, da nicht mehr mitzumachen. es erleichtert einem das leben ungemein – denn es ist echt abtörnend wink
    forohes schaffen tommy.

  • marie

    übrigens: q.e.d. wink

  • Lilly

    😀 ich hab mich gerade ob thoma’s kommentar amüsiert. Ich bin bei weitem nicht Ü40, nicht mal Ü30. Es gibt, lieber thomas, tatsächlich auch frauen knapp vor 30, die zwar wert auf ihr äusseres legen, aber in deren leben sich nicht alles nur um äusserlichkeiten dreht. und, die beeindruckter von einer frau sind, die sich nicht nur durchs modelsein auszeichnet.

    Aber nochmals zum interview: beim lesen dieses interviews habe ich mich ziemlich gefragt, was das soll. Das interview ist “härzig”, wie wir bernerinnen sagen würden, aber wenig gehaltvoll, nichts überraschendes und leider eher in eine teenie-zeitschrift passend..

  • Tomas

    Sie haben meinen Kommentar auf sich bezogen, oder?
    Nun, der hier ist ebenfalls nicht auf sie bezogen:

    Was mir immer wieder ein Erstaunen bereitet ist folgendes:
    Eine Frau durchläuft im Leben mehrere Wesensstadien, die voneinander unterschiedlicher kaum sein können. Das ist meine Meinung nach auch das, was die männliche Faszination an euch Frauen eigentlich mitbegründet, und mitunter auch der Hauptgrund warum ich mehrheitlich Frauen fotografiere und nicht Männer. Frauen sind vielseitiger, widersprüchlicher,  unfassbarer und dadurch auch interessanter und inspirierender. So weit, so gut.

    Warum haben Frauen selber aber ein solches Problem damit? Ich meine, das ist nicht ein Randphänomen das nur jede zwanzigste betrifft, sondern es trifft ausnahmslos jede einzelne von euch, hundert Prozent. Es müsste doch irgendwie zu dem eigenen Selbstverständnis gehören, zu einem Universalwissen, dass man als Frau eben solche teilweise völlig konträre Lebenszyklen durchläuft, dass nicht nur das Äussere, sondern auch die eigene Prioritäten sich ziemlich verändern. Warum halten sie (nicht sie marie, Frauen allgemein) es für nötig, einer Zwanzigjährigen leicht enerviert erklären zu müssen, dass es schon gut sei wenn es für sie jetzt wichtig ist, als schön wahrgenommen zu werden, aber “wenn sie mehr Erfahrungen haben wird” merkt sie dann selber wie überflüssig das sei. Erinnern sie (nicht sie, marie) sich nicht mehr wie aufregend es war, als junge Frau von den Männern begehrt zu werden?

    Mein Gefühl bei den meisten Themen die hier und anderswo kontrovers diskutiert werden ist schon lange der, dass die Kontroversen hauptsächlich durch die verschiedenen mentalen und körperlichen Entwicklungsstadien der Frauen hervorgerufen werden. So werden zu einer und derselben Frage je nach der Perspektive diametral unterschiedliche Antworten kommen. Und vielleicht liegt es auch daran, dass gegenüber früheren Jahrzehnten die Frauen heute mit dieser Tatsache mehr Mühe haben, die Zyklen sind irgendwie durch etwas veränderte Lebensumstände durcheinander geraten. Eine Vierzigjährige die ihren Mann verjagt und allenfalls einen neuen Partner sucht “hat eben bereits die Erfahrungen gemacht”, eigentlich will sie gar nicht nur auf ihre Schönheit reduziert werden, aber sie merkt dass uns Männer zumindest beim kennenlernen kaum etwas anderes interessiert. Plötzlich wird man wie in der eigenen Entwicklung zurückgeworfen. Anstatt sagen zu dürfen, jetzt kommt es auf etwas anderes an, merkt sie dass es eben je nach Lebensumständen nicht stimmt. Ist es das, was die Frauen untereinander so hässig macht?

  • Tomas

    Das mit dem Alter ist etwas arg vereinfacht, ich weiss. Aber ich glaube dass erkennbar ist, was genau gemeint war.

  • marie

    allgemeingültige erfahrung aller frauen, aber nur selten bewusst:
    Die Schönheit ist nichts als das Versprechen des Glücks. Stendhal
    …das ist die hölle, der wir ausgesetzt sind, und sie wird immer wie krasser!
    tja, und das von einer, die nicht mal weiterdenken kann wink

  • marie

    und ja, ich habs auf mich bezogen – ich bin ü40, sie wissen, weit über das verfallsdatum, das gammelfleisch, die beschädigte ware. wird ja noch gerne von vielen männern so um die 50 auch gerne so gesehen.
    grin

  • mira

    @Thomas
    Ja, vielleicht smile Bei mir war es eine indian-contemporary dance production.

    Klischees entstehen, weil die Mehrzahl der Leute sich so verhält. Insofern finde ich Klischees nicht sehr spannend. Überraschend wird es für mich erst, wenn man jemanden für 08/15 hält und man dann auf einmal eine spannende Abweichung entdeckt. In obigem Zusammenhang war Klischee aber vielleicht das falsche Wort. Ich wollte sagen, dass es einem Lebensentwurf entspricht, den viele Frauen eben nicht mehr haben: die Partnersuche kehrt immer wieder oder es fehlen die Kinder.

    Männer haben übrigens auch typische Phasen. Auf den wissbegierigen Jungen folgt der sportliche und freie Jungmann. Abgelöst wird dieser vom verantwortungsvollen und hartarbeitenden Vater (mit Bauchansatz). Der kluge und liebe Grossvater, der endlich Zeit hat, wird später zum Greis.

  • mira

    @Tomas
    Was bei den Männern die Sehnsucht nach dem Motorad ist (das Motorrad ist jetzt einfach ein Beispiel), könnte bei den Frauen eine (verborgene) Sehnsucht nach der jugendlichen Schönheit und Naivität sein. Eine Träumerei also, etwas, das der Vergangenheit angehört, dem man aber nachtrauert. Eine mögliche Ursache für die Stutenbissigkeit?
    Ich denke, es gibt viele Konstanten bei Frauen: das berühmte Klischee Nr. 1: Frau will wahrgenommen und geliebt werden. Klischee Nr 2: Frau möchte gefallen (nicht nur äusserlich, auch verhaltenstechnisch).

  • Tomas

    mira: und bei mir war es die Nederlands dans theatre, in Choreographie von Jiri Kilian, es hat “Falling Angels” geheissen.

    Die Männerphasen gibt es sehr wohl, klar. Ich sehe da aber dennoch einen wie ich meine wesentlichen Unterschied. Ich habe das Gefühl, dass bei Frauen die Metamorphosen viel inniger passieren, es erinnert mich an irgendein Insekt das sich von innen heraus komplett verwandelt. Plötzlich verpuppt es sich und es schlüpft etwas völlig neues heraus, mit neuen Einstellungen – deshalb eben dann auch das bashen derjenigen, die sich gerade in einem anderen Stadium befinden, wie wenn es die frühere Lebensphase völlig ausradiert hätte.

    Bei uns Männern sind es eher Einwirkungen von Aussen, veränderte Lebensumstände die uns eher widerwillig zu Anpassungen zwingen, was denen aber im Grunde nie ganz gelingt. Wir bleiben ein Leben lang Kindsköpfe und auch wenn ich zum Beispiel bereits alles andere als wirklich jung bin, habe ich nicht das Gefühl, auf irgendetwas was Spass macht wirklich verzichten zu müssen oder wollen. Wir finden bis in das Greisenalter Frauen heiss, auch wenn der Körper dann mal wohl erst mit einer Viagraüberdosis überhaupt etwas davon merken wird. Wir wissen, dass wir mitunter lächerlich wirken, wenn wir uns mit Bierbauch im AHV Alter eine Harley oder einen Sportwagen anschaffen müssen, aber hey, das kann doch kein Grund sein es nicht zu tun. Und vielleicht deshalb finden sie selten – mit der Ausnahme von Beispielen wie Reda in seiner femininen Phase oder irgendwelchen Schwulenblogs über Styling – Beispiele, in denen die Männer dermassen über andere Männer lästern würden, wie es sonst untereinander Frauen tun.

  • marie

    “Am spannendsten finde ich gerade Frauen, die mit Klischees bewusst und authentisch umgehen können.”
    hab’s lange so gehabt, heute selten mehr. nichts dagegen tomas, aber aus eigener erfahrung, wird das einem gehörig ausgetrieben. wink

  • mira

    @Tomas
    Könnte es sein, dass Sie die Verwandlung von Frauen so intensiv wahrnehmen, weil Sie sie von aussen sehen? Und weil sie sich mehr im Aussehen äussern, als bei Männern? Ich selber wundere mich in letzter Zeit immer wieder über die Männer in meinem Umfeld, da bei vielen signifikante Kurswechsel stattgefunden haben. Dass kann durch Kinder bedingt sein, muss aber erstaunlicherweise nicht einmal sein. Auf Nachfrage kommt dann “ja, man wird halt älter und vernünftiger”, oder “warum sollte ich mich noch wie ein 20ig Jähriger benehmen, darauf hab ich keinen Bock mehr” oder ähnliches. Im Gegenzug zu ihrer Beobachtung werden Motorräder zur Geburt des Kindes verkauft (zu hohes Risiko). Vielleicht ist das von Ihnen beschriebene Verhalten schon eine nächste Phase: die Midlife-Crisis… Die hab ich nämlich in meiner Aufzählung vergessen smile
    Diese Verwandlungen bedeuten aber nicht, dass Männer auf einmal keine Freude an schönen Frauen oder technischen Spielzeugen Freue hätten smile gewisse Dinge bleiben ein Leben lang konstant. Das ist auch bei uns Frauen so wink

  • Tomas

    mira: das Motorrad wird vielleicht verkauft, aber in der Seele bleibt eine Sehnsucht, die dann und wann wieder ausbricht. Das Innere bleibt bei uns glaube ich konstanter, auch wenn man sich aussen mal den Umständen kurzfristig beugen muss grin
    Frauen verbrennen die Brücken hinter sich bei jeder Häutung, so mein Eindruck von Aussen. Welche Konstanten bei den Frauen die Häutungen überstehen würde mich eigentlich wirklich interessieren.
    Und ja, sie haben Recht, dass das Äussere bei Frauen gnadenloser eine Vorgabe darstellt, und dass es nur in sehr seltenen Fällen eine mal schafft es zu ignorieren. Da haben es die Männer wohl etwas einfacher.

    marie: ich glaube, dass es mit der Kunst zusammenhält, sich über sich selbst lustig machen zu können. Vielleicht können das Männer besser?

  • Jorge

    So einfach ist das gar nicht, liebe Frau Herms.

    Als ich neulich ein Schweizer-Model gefragt habe, wie sie für ihre Traumfigur sorgt und was sie am liebsten zu Hause trägt, schrie sie mich an und fragte wie ich in ihre Wohnung gekommen sei.

     

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