Clack

Der esoterische Mutterwahn

Der Quotenmann fragt sich, warum sich einige Frauen nach der Geburt von emanzipierten, weltoffenen Personen in esoterische Muttertiere verwandeln – die ihren Nachwuchs am Liebsten bis zum Studium stillen würden.

Von Réda Philippe El Arbi

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Bei einigen meiner weiblichen Bekannten vollzieht sich durch die Geburt des ersten Kindes eine wundersame Verwandlung: Von unabhängigen emanzipierten, berufstätigen Frauen verwandeln sie sich in Übermütter, die ihre Kinder am Liebsten bis zur Lehrabschlussprüfung stillen würden.

Meist kündigt sich das esoterische neue Selbstverständnis dieser Mütter schon in der Schwangerschaftsphase an: möglichst keine medizinische Betreuung, Unterwassergeburten und immer wieder der Satz: Unsere Grosseltern und die Naturvölker hätten auch ohne den ganzen modernen Firlefanz Kinder auf die Welt gebracht.  Ja, stimmt schon. Aber mit einer Kindersterblichkeit von über dreissig Prozent. Vom Kindbettfieber ganz zu Schweigen, das ganze Armeen frischgebackener Mütter per Blutvergiftung aus dem Kreise ihrer Lieben riss.

Richtig romantisch wirds aber, wenns um die ersten paar Monate in der Entwicklung des Kindes geht. Da gibts offenbar nichts Besseres als Mutter und Muttermilch. Am liebsten wird der kleine Balg dauernd am Körper getragen. Wie früher… Nur: die Vorstellung, unsere Ahnmütter hätten innigere Beziehungen zu ihrem Nachwuchs gehabt, ist ein Mythos. Die mussten nämlich auf dem Feld, dem Hof oder sonstwo arbeiten und überliessen, wann immer möglich, die kleinen Schreihälse einer Amme oder ihrer Mutter, die sie mit Ziegenmilch oder Schleimbrei grosszog.

Durch die intensive Mutterbindung fallen dann die mit dem Partner im Vorfeld vereinbarten Betreuungspläne unter den Tisch. Die Mamis können ihre Kinder nicht mehr abgeben. Schliesslich soll das Kind gestillt werden, und das kann der Vater einfach nicht. Zudem ist der dauernde Körperkontakt zur Mutter viel wichtiger als alles Andere. Selbst Väter, die gerne ihr Arbeitspensum zurückschrauben, kommen kaum dazu, ihrer Partnerin einen Teil der Belastung abzunehmen, weil die fanatischen Mütter sie nie mit dem Kind alleine lassen.

Der eigene Job, der Gedanke, nach dem Mutterschaftsurlaub wieder arbeiten zu gehen, weicht plötzlich der heiligen Pflicht des Mutterseins. Und es gibt richtige Stillnazis da draussen: Frauen, die andere Frauen dafür verurteilen, weil sie ihr Kind nicht dauernd an den Nippeln wollen. Und das Abfüllen der Muttermilch in Schoppen ist böse, weil nicht natürlich.

Offenbar ist das ein Trend: Eine Bekannte bekam in einem Zürcher Spital den Tipp, doch während des Stillens auf ein Stück Holz oder Leder zu beissen, als ihre Brustwarzen so entzündet waren, dass sie vor Schmerz beim Stillen nur noch Heulen konnte.

Kurz, drei Generationen Frauen, die dafür gekämpft haben, nicht nur als Gebärmaschinen wahrgenommen zu werden, sind plötzlich obsolet. Was mich aber am Meisten nervt, ist, dass es für diese Mutterkühe kein Problem darstellt, ihr früheres Selbstverständnis als emanzipierte Frau mit ihrer neuen esoterisch/biologischen Reduziertheit als Übermütter unter einen Hut zu bringen. Und andere Mütter, die vielleicht ein wenig pragmatischer mit der Beziehung zu ihrem Nachwuchs umgehen, werden von oben herab bemitleidet oder verachtet.

Ich bin übrigens überzeugt, dass Kinder solcher Mütter mit 14 mit Rauchen beginnen und mit 28 ihren Lohn zum Therapeuten tragen.

Réda Philippe El Arbi ist Mitinhaber der Kommunikationsagentur SeinSchein, Autor, Geschichtenerzähler, Stadt-Blogger bei Züritipp/newsnet.ch, Haustiersitter und war kurze Zeit Herausgeber des Zürcher Satiremagazins «Hauptstadt».  Er schreibt, weil er nicht anders kann.

  

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Quotenmann


Kommentare

  • Sabrina

    Auf wirkliche Fragen gehen Sie ja leider nicht ein, aber hier noch eine kurze Anmerkung: Sie sind ETWAS naiv, wenn sie davon ausgehen, dass das teilen und liken des Artikels bedeutet, dass – gerade die Frauen – ihren Artikel gut finden. wink
    Wirklich herzig, dass Sie sich dadurch “bestätigt” fühlen.

  • Trash Ballerina

    Sexismus ist bitte was? Als Schreiberling sind sie gänzlich uninformiert. Sie können sich nicht einfach Definitionen so machen, wie es Ihnen gefällt, nur damit es in Ihr Selbstbild passt.

    Als vernünftiger Diskussionspartner sind sie ebenfalls komplett ungeeignet. Sie können nämlich nicht sachlich auf Beiträge eingehen und wenn Sie Ihnen scheinbar zu hoch sind, weil diese Ihre Unfähigkeit aufzeigen, werden Beiträge gänzlich ignoriert.

    Sehr interessant.

  • Réda Philippe El Arbi

    @Sabrina; smile Die Zugriffszahlen und die Streuung – und vor Allem die Art der Streuung – sagen also nichts aus? Die ganzen Verlage sind also völlige Idioten, wenn Sie Reichweite und Akzeptanz nach diesen Kriterien bewerten. Sie sind wohl ein wenig unflexibel, wenns um Argumente geht. Sie haben keine Argumente, keine Fakten, nicht mal gut formulierte Empfindungen, sondern nur ihre Wut. Sie wollen glauben, dass Ihre Sicht die einzig wahre ist und dass alle es so sehen. Und wenn jemand eine andere Sicht hat, prügeln Sie hilflos verbal drauflos. Das tut mir leid, das muss anstrengend und unbefriedigend sein.

    Aber ich werde Sie jetzt nicht mehr mit meinen sowieso unerheblichen Aussagen stören.

    Ach ja, wieso sind Sie eigentlich hier auf diesem Post, wenn er eh nur Sch**** ist? Ich verschwende meine Zeit nicht mit DIngen, die mir sowiseo gegen den Strich gehen.

    Einen schönen Abend noch.

  • Nora

    Ich habe auch geteilt – weil ich den Artikel so doof finde. Da hat Sabrina also recht.

    Sie schreiben, dass Sie es erzählen, so wie Sie es erleben. Aber das ist eben nicht aus erster Hand. Sie sind weder Frau, noch Mutter, noch Vater…schlussendlich haben Sie vom Thema Eltern und Mutterschaft also kaum bis gar keine Ahnung. Des Weiteren finde ich es schrecklich, wie Sie sich über die Kommentare der Mütter lustig machen. Das ist fast schlimmer als der Artikel an sich.

    Sie wünschen sich von den Müttern etwas Humor und erwähnen, wie der Artikel zu verstehen ist. Sicherlich gibt es die Überglucken, aber sogar diese können sehr glückliche Mütter sein. Und wenn andere Mütter sich so unter Druck gesetzt fühlen, ist das deren Problem. Ich musste auch oft genug erklären, dass der runde Rücken im Tuch gewollt und gut für das Kind sind, ich musste oft genug blöde Blicke hinnehmen, weil ich mir erlaubte, mein Kind in der Öffentlichkeit (mit Tuch verdeckt) zu stillen. Als Mutter muss man einfach tough sein – außerdem mischen sich nicht nur Mütter, sondern – wie Ihr Artikel zeigt – auch genügend andere Menschen ein.

    Die Mütter, die einen Kommentar posten, wünschen sich von Ihnen, dass Sie sich über die Hinweise und Einwände Gedanken machen. Das scheint zuviel verlangt zu sein?!

  • Rabenmutter

    Herrlich, dass das mal jemand auf den Punkt bringt! Ich bin dem Esoterik-Wahn entkommen und nun eine glücklichere und entspanntere Mutter. Und rate nun allen Freundinnen, den esoterik-schwatzenden Hebammen den Mund zu verbieten und statt blutender Brustwarzen Fläschchen zu geben. Unser technisierter Geburtsbrimbamborium ist ein grosser Segen – zumindest für die 30 Prozent, die es vor knapp 100 Jahren eh nicht überlebt hätten. Die anderen können gern in den Wald gehen und Mutter Erde anhecheln und röhren und mit den Zähnen die Nabelschnur durchbeissen. Ich bin froh, dass meine Kinder gesund sind und abgestillt…

  • Trash Ballerina

    Schade, dass es immer noch nur Schwarz oder Weiß gibt.

  • Nora

    Genau das habe ich auch gerade gedacht

  • Jenny

    Früher war alles schlecht, heute ist alles toll.
    Und wehe, da hat jemand eine andere Sicht der Dinge…

    Und ja, den Kampf und die Kitas finde ich tatsächlich überzogen, da jeder normal denkende Mensch weiß, dass Kinder bis zu einem bestimmten Alter eine Bezugsperson brauchen. Wer das abstreitet, hat entweder keine Ahnung oder will seinem schlechten Gewissen gut zureden. Die Notwendigkeit in einigen Situationen sei dahingestellt, die werde ich niemals abstreiten. Aber im Grunde ist das eine vollkommen neue Diskussionsrunde wert.

    Ernst nehmen kann ich sie übrigens jetzt noch weniger als zuvor. Wer als erwachsener Mensch in einer öffentlichen Diskussion mit “lol”, “ey” und “scheisse” um sich wirft, kann nicht damit rechnen, dass man ihn für voll nimmt.

  • Réda Philippe El Arbi

    @Jenny: Lesen sie Eva Herman? smile

    Nur weil Sie eine andere Sprache nutzen als ich, machen Ihre Aussagen nicht mehr Sinn. Also Frauen wieder zu Kinder und Herd?

    Ich kann gut damit leben. dass Menschen, die Kindertagesstätten für “überzogen” halten, mich nicht ernst nehmen. Würden Sie es tun, müsste ich mir Sorgen um meine Integrität machen.

    @Trash Ballerina: Es gibt sehr viele Grautöne, aber man muss sie bei anderen Menschen (Müttern) auch zu lassen. Jeder so wie’s passt. Wenn aber die eigenen Überzeugung dazu führt. dass man Frauen, die nicht so lange stillen oder zuhause bleiben wollen, als “schlechte Mütter” abwertet, dann gehts für mich zu weit. Mir gehts nicht um Stillen oder nicht. Mir gehts um Frauen. die anderen Frauen vorschreiben wollen, wie sich eine gute Mutter zu verhalten hat.

    nochmals @jenny: lol

  • Sabrina

    Liken oder teilen ist der einfachste Weg, um den Artikel mit seinen Facebook-Freunden zu teilen und darüber zu diskutieren. Was aber wie gesagt nicht zwangsläufig heisst, dass man den Artikel bzw. den Inhalt gut findet. Ich weiss von etlichen Personen, die den Artikel per “gefällt mir” mit ihren Freunden geteilt haben und sich über den Autor bzw. die Aussagen des Textes lustig gemacht haben.  Wie gesagt – naiv, so etwas für aussagekräftig zu halten.

    Ich selbst war mittlerweile ja nun schon einige Male hier, weil ich immer noch auf Antworten warte:
    Warum halten Sie IHRE Abwertung für besser als diejenige der “Übermütter”? Warum denken Sie ernsthaft, dass die “Abwertung” der Übermütter das Thema ihres Artikels wäre, obwohl Sie diese nur in gerade mal 2 Sätzen erwähnt haben und der Rest eine reine Abwertung von Stillen, Tragen, Geburtsform, … ist (Stichwort Themaverfehlung)?

    Aber vermutlich werde ich wohl keine Antworten von Ihnen bekommen, denn dann müssten Sie ja ernsthaft überlegen, wer hier der “Geisterfahrer” ist (oder aber Sie geben wieder nur irgendeine 0815-Antwort wie bisher). wink

     

  • Trash Ballerina

    Sie lassen selbst keine Grautöne zu. Und ihr Anliegen kommt in Ihrem Artikel leider viel zu kurz. Sie machen sich über eine Spezies von Mutter lustig – ohne es zu merken, wie arrogant und großkotzig sie daher kommen.
    Sie wollen, dass sich Mütter aufhören zu zerfleischen? Dann gehen Sie mit bestem Beispiel voran, statt Öl ins Feuer zu gießen und gegen eine Randgruppe von Müttern zu hetzen, die genauso wenig/viel sich an der Zerhackstückelei zwischen verschiedenen Müttertypen beteiligt, wie jede andere Gruppe von Müttern.

    Wichtig ist es doch, dass wir Frauen mit dem Weg, den wir gewählt haben, glücklich sind und das überträgt sich auch auf unsere Kinder.

  • Jenny

    Frauen, die andere Frauen abwerten sind doof.
    Aber Männer, die Frauen abwerten sind super. Ok, ich bin endgültig raus.
    Schönes, bälgerfreies Leben noch.

  • Réda Philippe El Arbi

    Liebe Sabrina, der Teil, den Sie als Abwertung interpretieren, geht um die Eingrenzung und Definition eines Muttertyps. Es ist die Form sprachlicher Skizzierung und Überzeichnung, um einen Sachverhalt oder eine Symbolfigur kenntlich zu machen. Und wir verfolgen sehr genau, wie die Bewetrungen und die Diskussionen auf den verschiedenen Kanälen (Twitter, G+ und FB), schliesslich verdiene ich mein Geld als Kommunikationsprofi. Hier, schauen Sie sich doch mal die Diskussion auf der FB-Site einer grossen deutschen Familienplattform an. Die gingen komischerweise auf den Inhalt ein und versuchten nicht einfach, den autor niederzuschreien.

    https://www.facebook.com/urbia

    Aber wirklich, Sie dürfen mich für einen Vollidioten halten, auch ohne ein stichhaltiges Argument gegen meine Aussage. Zu sagen, ich hätte nicht Recht, sondern Sie, ist leider noch kein Argument.

    Gute Nacht

  • Trash Ballerina

    Noch einmal: gehen Sie mit gutem Beispiel voran und ignorieren Sie nicht ständig Kommentare, die Ihnen nicht passen, nur weil sie keine 0/8/15 Antworten geben können.

  • Sabrina

    Sie brauchen also eine ganze Seite Text, um eine abwertende “Definition” eines Muttertyps aufzustellen, um dann in 2 Sätzen zu kritisieren, dass dieser Muttertyp andere Mütter abwertet? Kennen Sie das Sprichwort: “Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen”?

    Die “urbia”-Diskussion habe ich gesehen. Inhaltlich unterscheidet sich die Diskussion dort nicht von derjenigen hier. Mit dem Unterschied, dass Sie sich hier schon sehr früh an der Diskussion beteiligt haben und deshalb auch direkt angesprochen werden und dort nicht. Das sollten Sie als “Kommunikationsprofi” doch sofort erkennen.

    Wenn Sie die Diskussionen und Bewertungen so gut verfolgt haben, dann wissen Sie ja auch selbst, dass nicht jeder ihren Artikel mag bzw. gut findet, der ihn teilt. Also benutzen Sie das doch bitte nicht als “Argument”.

  • Réda Philippe El Arbi

    @Sabrina: Wenn jeder meinen Text mögen würde, hätte ich mein Ziel absolut verfehlt. Und trotzdem ist die Menge der Befürworter doppelt so gross, wie die Menge der Gegner des Textes. Und komischerweise verhält es sich mit den Hasskommentaren genau umgekehrt. Das sagt mir etwas über das Thema und über die Persoenen, die sich angegriffen fühlen. Was mich perplex macht, ist, dass ich schon über kontroverse religäse Themen viel härter geschrieben habe, aber weniger Wut und Hass und mehr Diskussion begegnet bin, als bei diesem Thema.

    Aber wie gesagt, die Leute haben mich gewarnt. Bei diesem Thema gehts ums Selbstbild eines gewissen Muttertyps. Und wenn die schon andere Mütter angreifen und abwerten, werden diese Mütter auch nicht über Humor, Selbstreflektion und Ironie verfügen, den es braucht, um meinen Text zu verstehen. Aber zum Glück ist es nur eine Minderheit der Leserinnen, die sich lautstark und voller Aggression zu Wort meldet.

    Die Tonalität unterscheidet sich auf Urbia schon. Nur vereinzelte persönliche Beleidigungen,, Frauen, die den Text nicht mögen, und das ohne Schimpfworte ausdrücken können.

  • Sabrina

    Und nur so aus persönlichem beruflichem Interesse: Wie beurteilen Sie es eigentlich, dass Sie ihr “Geld als Kommunikationsprofi” ausgerechnet als Chef einer jungen Kommunikationsagentur verdienen, welche das Mandat für die Kommunikations-Analyse und -Reorganisation eines der renommiertesten deutschen Wissenschaftsinstitute erhalten hat und das – rein zufällig natürlich – Arbeitgeber Ihrer Ehefrau in führender Position ist? Ein Schelm, wer Böses dabei denkt…. wink

    Aber vielleicht ein super Thema für Ihre nächste Kolumne? Gibt bestimmt jede Menge “like”s und wird massenhaft auf allen Kanälen geteilt.

    Ihnen auch eine gute Nacht!

  • Sabrina

    PS: Ich hoffe, Sie verfügen über genügend Humor, Selbstreflektion und Ironie, die es braucht, um meinen Text zu verstehen. wink

  • Cassy

    Wie sagte der Alte Fritz so treffend: „Jeder soll nach seiner Façon selig werden.“ Wenn Mütter diesen Weg gehen, ist das ihr gutes Recht. Wenn der Partner damit klar kommt, sowieso. Darüber kann man den Kopf schütteln, sollte aber Toleranz üben.

    Ganz anders sieht das aus, wenn Mütter meinen, den heiligen Gral der Mutterschaft gefunden zu haben, und ihre Einstellung mit aller Gewalt anderen aufzwingen wollen.  Denen kann ich nur sagen:

    „Es gibt keinen Weg, eine perfekte Mutter zu sein. Es gibt aber Millionen Wege, eine gute zu sein.“

    Jede Situation ist anders. Jede Familie. Jede Mutter. Und jedes Kind. So lange aus Babys zufriedene Menschen werden, ist es völlig egal, unter welchen Umständen das erreicht wurde. Die Aussage, eine Frau sei eine schlechte Mutter, weil sie anders agiert, als man selbst, ist an Arroganz und Dummheit kaum mehr zu übertreffen.

  • Katharina

    @cassy: “Die Aussage, eine Frau sei eine schlechte Mutter, weil sie anders agiert, als man selbst, ist an Arroganz und Dummheit kaum mehr zu übertreffen.”
    Richtig!
    Jetzt lies den vorliegenden Thread mal mit diesem Satz im Hinterkopf. Ist Dir aufgefallen, dass der Begriff “schlechte Mutter” bzw. “Rabenmutter” nur als *Selbstbezeichnung* gefallen ist, nicht aber als Fremdbezeichnung?
    Wieso bezeichnet sich eine Mutter selber so, bzw. weshalb fürchtet sie, so bezeichnet zu werden? Liegt das Problem, das dieser Bezeichnung zugrunde liegt, wirklich *ausserhalb* dieser Person? Bei den “Stillnazis” und “Muttertieren”? Wirklich? Ich bezweifle es! Denn wer den für sich richtigen Weg gefunden hat, ist meiner Meinung nach nicht mehr abhängig von den Meinungen anderer, sondern – im wahren Wortsinn – emanzipiert. Und das hat nichts mit Stillen oder nicht Stillen zu tun!

  • Trash Ballerina

    Alice Schwarzer predigt ja auch den konservativen Feminismus und ist nicht offen für Wandlungen – z. B. eben, dass die Frauen der heutigen Zeit nicht mehr beschützt werden müssen, sondern frei wählen können und dürfen sollten, was sie machen und WIE sie ihr Leben als lebenswert erachten. Und wenn es nun eben die Rolle des Muttertieres ist, warum nicht, wenn Frau GLÜCKLICH DABEI IST?!

  • Rabenmutter

    Also, ganz ehrlich: wenn ich die aufgeregten Diskussionen hier sehe – und die großenteils absolut persönlich beleidigten und komplett humorlosen Reaktionen, dann denke ich, daß der Artikel mehr Wahrheit trifft als es auf den ersten Blick zu erkennen ist.  Haben die Damen hier derart wenig Selbstbewusstsein, dass sie sofort einen Angriff auf ihr eigenenes Leben erkennen wollen?
    Ich finde den Begriff “Stillnazis” – eingebettet in einen ironischen Text – durchaus treffend. Frauen, die ihr eigenes Mutterkonzept zähnefletschend verteidigen und andere dabei ausgrenzen, dass einem dabei die Ohren schlackern. Wenn Bekannte, die nicht stillen wollen, angefeindet werden. Wenn Mütter andere Mütter beschimpfen, die berufstätig sind. Oder deren Kindern auf den Kopf tätscheln, ach, Du armes Krippenkind.  Wenn gut ausgebildete Frauen sich selbst zu besserwissenden Übermüttern stilisieren, und dabei die Lebenswege anderer (meist der working moms) kritisieren, dann ist das sehr oft ein bösartiger Tritt in den Allerwertesten.  Wenn heut jede Schwangerschaft inszeniert wird, als würde man dafür die Verleihung eines Nobelpreises erwarten, ist es lächerlich.  Toleranz ist für esoterische Mutterwahntiere ein Fremdwort. Sie blicken herablassend auf die weniger privilegierten Mütter, die ihre Kinder nicht so bildungsbewusst erziehen.  Sie machen sich nicht klar, daß ihr esoterischer Mutterwahn nur möglich ist, weil sie gut situiert sind und keine Risiken fürchten müssen. Wenn mir eine Supermutter erklärt, dass sie ihre Kinder nicht von Fremden erziehen lassen will, und Kindergärten u. ä. für schlecht hält – dann kann sie sich das nur als (deutsche) Beamtin leisten, deren Gatte für SUV und Häusschen buckelt – oder wo kann man nach 12 Jahren Abstinenz wieder ohne Nachteile in seinen Beruf zurück? Und dann sehe ich die gehetzten Nichtakademiker-Mütter, die keine Wahl haben, ihre Bälger in öffentlichen Erziehungsanstalten abstellen, schnell abstillen mussten, damit sie Büro- und wochenendlichen Kneipenjob irgendwie wuppen können.

    Ich finde, Alice SChwarzer ist eine egofixierte Nervensäge, und will mir von ihr nicht reinquatschen lassen. Aber: Wenn ich sehe, wie uns die esoterischen Superglucken wieder an den Herd zurückdrängen, muss ich der Emma recht geben.  Die “Stillnazis” können soviel stillen wie sie wollen, aber sie sollten andere damit nicht unter Druck setzen. Außerdem werden die Supermütter vielleicht mal ganz schön doof aus der Wäsche gucken, wenn der Ernährer die Nase voll hat und sich nach der nächsten Superfrau umsieht. Spätestens alleinerziehend kann man sich diesen Firlefanz nicht mehr leisten – der, wie der Artikel ganz richtig andeutet – eine Entwicklung unserer modernen Gesellschaft ist. Wie auch die behütete Kindheit eine Erfindung des vorigen Jahrhunderts ist.  Eine Erfindung des gehobenen Bürgertums, das sich eine ansonsten untätige und unwirtschaftliche Mutter leisten konnte.
    Wer sich das leisten kann, bitte.  Aber macht keine Religion ‘draus. Kinderkriegen – und Aufziehen ist so schwierig auch nicht.

  • Sabrina

    Im Grunde, rührt Ihr gesamtes Unverständnis und die damit verbundene Abwertung aus der Tatsache, dass Sie selbst keine Kinder haben. Da nützt nicht mal, dass Sie “eine Mutter haben”.
    Allein aus dieser Tatsache können Sie es einfach nicht nachvollziehen, was es auslöst, wenn plötzlich so ein kleiner Mensch die “Regie” im eigenen Leben übernimmt.
    Ja, selbst “gestandene Karrierefrauen und -männer” können da “schwach” werden. SIE können es sich nicht vorstellen, dass ein Job plötzlich eben “nur” noch ein Job sein kann. Diese Tatsache teilen Sie mit Alice Schwarzer.

    Sie haben einfach keine Erfahrung, sind auf diesem Gebiet komplett “inkompetent” und aus dieser Sicht muss es eigentlich gar nicht mehr verwundern, dass Sie solche Zeilen schreiben.

    Um es mit den Worten eines Papas zu sagen:
    “Meine Erfahrung ist, dass sich die Prioritäten mit Kindern vollständig verändern. Was mir früher wichtig war, ist heute Nebensache. Klar – arbeite ich immer noch gerne, doch mehr und mehr fällt es mir schwer mich einer Karriere zu widmen, die mich von meinen Kindern fernhält. (…)
    Meine Erfahrung ist die, dass sich Eltern mit kinderlosen Paaren über die Zeit fast schon zwangsläufig auseinanderleben. (…)
    Du kannst Dinge, die Du alleine erlebst, nur noch halb so sehr genießen. Ich war im vorigen Jahr alleine im Urlaub. Naja, alleine nicht aber ohne Familie eben. Das Wetter war toll, die Stimmung ausgelassen und trotzdem konnte ich den Urlaub nicht so genießen, wie es früher der Fall gewesen wäre. Es fehlte etwas – meine Familie. Es war niemand da, dem ich etwas zeigen konnte, das er noch nie gesehen hat, mit dem ich im Meer toben und gemeinsam Eis essen konnte. (…)
    Die Liebe zu den eigenen Kindern ist ein völlig neues Gefühl. Wenn Du glaubst Du weißt was Liebe ist, wirst Du überrascht sein wie gewaltig Vaterliebe sein wird.”
    http://www.papa-online.com/artikel/papawerden/2011/07/15-dinge-uber-das-vater-sein-die-dir-vorher-niemand-verrat/

  • Rabenmutter

    P.S.: wobei ich selbst vor langer Zeit oft genug anderen schlechtes Gewissen gemacht habe – möglicherweise bin ich ein rekonvertierter “Stillnazi” : “Waaaaaaas, Du willst nicht stillen? Waaaaaaaas, Ihr macht das und das und das mit Eurem Kind?” Ich bemühe mich mittlerweile mehr um Toleranz.  Verstosse auch langzeitstillende Mutterkühe nicht aus meinem Freundeskreis, genausowenig wie Nichtstillerinnen. Das ist anstrengend und verlangt den Dialog. Aber vielleicht auch die Fähigkeit zu latenter Selbstironie.

  • Katharina

    @Rabenmutter: “Wenn Bekannte, die nicht stillen wollen, angefeindet werden. Wenn Mütter andere Mütter beschimpfen, die berufstätig sind. Oder deren Kindern auf den Kopf tätscheln, ach, Du armes Krippenkind.”
    Aber Frauen, die länger als ein Jahr stillen, als “Mutterkühe” beschimpfen ist im Gegensatz dazu dann ok?
    Wie kann man Toleranz für sein eigenes Lebensmodell so vehement einfordern, auf der anderen Seite aber Eltern, die für ihre Familie etwas anderes wählen, so runtermachen? Ist Toleranz denn eine Einbahnstrasse?

  • Rabenmutter

    @katharina:  Ich fordere keine Toleranz ein, ich hoffe darauf, Mehr nicht. Ich fordere auch für mein Lebensmodell keine Toleranz mehr ein, freue mich auf positives Feedback und lasse mich durch Gezicke nicht mehr erschüttern. Und ich finde den Begriff “Mutterkuh” per se so lustig, dass ich ihn nicht als beschimpfend empfinde. Zumal ich sehr lange Zeit in diesem Stadium verbracht habe, und den Vergleich mit Milchvieh gar nicht so falsch finde bzw. fand – vielleicht fehlte mir beim Stillen stets der heilige Ernst? Wenn man an irgendwelchen elektrischen Pumpen das kostbare Gut in kleine Töpfchen füllte?!  Aber nun gut – wenn Ihnen die Gelassenheit fehlt, über Artikel wie diese milde zu lächeln und als Denkanstoß, und nicht als grundständige Lebenskritik verstehen, dann wird es keinen Dialog geben. Wenn Sie sich als “Mutterkuh, esoterisch” verunglimpft fühlen, dann fehlt vielleicht auch die Einsicht und das Verständnis, wie sich die “karrieregeile Rabenmutter” im Durchschnitt fühlt. Wenn Sie aufrichtig Toleranz aufbringen für jemanden, der sein Kind nach sechs Wochen in der Krippe abgibt und Stillen ablehnt, dann ist Toleranz keine Einbahnstrasse.  Hand auf’s Herz – haben Sie das?

  • Katharina

    @Rabenmutter: Ich bin selber “karrieregeil”, d.h. voll berufstätig, obwohl mein Mann und ich unser Kind zu 80% selber betreuen. Als meine ersten Freundinnen ihre Kinder hatten, war die Schweiz weit von einem Mutterschaftsurlaub entfernt und es war die Regel, dass nach 8 Wochen Mutterschutz die Kinder abgegeben werden mussten, wenn frau weiter arbeiten wollte. Nein, ich habe absolut kein Problem damit, wenn andere Eltern einen anderen Weg einschlagen, als den, für den wir uns entschieden haben.  Sie treffen ihre Entscheidungen – und wir unsere.
    Ich habe den Begriff “Rabenmutter” noch nie benutzt (ausser, als ich Ihr Buch bestellte wink ) und auch noch nie jemanden als schlechte Mutter betitelt. Grundsätzlich gehe ich davon aus, dass fast alle Eltern ihr Lebensmodell so gestalten, wie sie es für sich und ihre Familie für am Besten halten. In unserem Land haben wir nämlich das riesige Glück, dass das in den meisten Fällen möglich ist! Es ist doch fantastisch, dass wir hier alles können und nichts müssen (oder ämel fast).
    Wenn ich gefragt werde, erkläre ich auch gerne, weshalb wir – mein Mann und ich – uns für Stillen, Familienbett & Tragen entschieden haben (es sind durchwegs pragmatische und nicht etwa esoterische Gründe). Aber ich muss zugeben, dass es mich hässig macht, so uninformierte Polemiken zu lesen, die vor Unkenntnis der Materie nur so strotzen. Und da kann ich das Schulmeisterlen dann tatsächlich nicht immer lassen. In dem Punkt muss ich noch an mir arbeiten.
    Nein, den Begriff “Mutterkuh” finde ich auch nicht per se böse. Ich bin mir auch wie eine Kuh vorgekommen, wenn ich an der Melkmaschine hing. Aber in dem Zusammenhang, wie der Begriff hier verwendet wurde, *ist* er abwertend. Nur weil Schwarze sich selbst manchmal galgenhumorig als “Neger” bezeichnen, darf das nicht jeder und erst recht nicht immer. Und in einem Punkt bin ich ganz strikt sexistisch: Von einem kinderlosen Mann lasse ich mir nicht in meine Stillgewohnheiten reinreden. Meine Titten gehen mich etwas an und niemanden sonst!

  • Réda Philippe El Arbi

    @Sabrina: Wir haben das Mandat bekommen, weil ich den Chef kenn. Und wir habens auch wieder abgegeben, weils uns zuwenig Geld und zuviel Stress war. Was denken Sie, wie kriegen andere ihre Aufträge? Natürlich über Menschen, die man kennt. smile

    Gut, dass sie was gefunden haben, von dem Sie denken, es tue mir weh. Aber sorry, schon wieder daneben. Hm, sagen Sie doch einfach, ich sähe hässlich aus und sei dumm. Das trifft mich vielleicht in meiner Eitelkeit.

    Oder versuchen Sie was zum Text zu bringen.

  • Réda Philippe El Arbi

    Hm, ganz so falsch liege ich wohl auch aus Sicht der Frauen nicht, wenn sogar das Emma-Magazin von Schwarzer den Beitrag positiv bewertet:

    http://www.emma.de/

  • Katharina

    Ich verstehe es nicht. Ich verstehe es wirklich nicht. Attachment parenter weltweit rufen zu Toleranz, gegenseitiger Unterstützung und für die Verwirklichung der eigenen Vorstellungen von Elternschaft auf. Frauen wie Jamie Grumet – ihr erinnert euch, die Frau auf dem TIME-Cover – werden bedroht und mit Hähme überschüttet.
    Von eben den Leuten, die ihr vorwerfen, intolerant zu sein!
    Ich verstehe es nicht.
    Vielleicht könnte es mir jemand mal in einfachen Worten erklären?
    Lasst doch die Frauen stillen, die stillen wollen. Und die, die es nicht wollen, sollen es doch einfach sein lassen.

    Eltern tun das, was sie für das Beste für ihre Kinder, ihre Familie halten. Bis auf ein paar kranke Individuen ausnahmslos alle Eltern!

    Wieso nur fühlen sich manche durch das Lebensmodell anderer Leute so angegriffen, dass sie es für nötig halten, sie derart runterzumachen?

  • Katharina

    P.S. Man kann auch stillen, sein Kind ins Leben tragen, Windelfrei praktizieren, Familienbett und was einem als Familie sonst noch so alles liegt, ohne sein Gehirn an der Réception abzugeben, seine Individualität aufzugeben oder auch nur seine Berufstätigkeit aufzugeben. Bedürfnisorientierte Elternschaft ist auch nicht das Abgeben der Selbstbestimmung. Au contraire, sie vereinfacht vieles, auch und gerade im Bereich der Vereinbarkeit.

  • Réda Philippe El Arbi

    @Katherine: Vielleicht, weil jemand, der seine eigene Art der Mutterschaft über die anderer Mütter stellt, es nicht verträgt, wenn auch andere Lebenspläne funktionieren. Wenn Mütter nicht nur die Kinder zu ihrem Lebensmittelpunkt machen kann das für die babyzentrierten Mütter zur Bedrohung werden. Und dann kommt schnell der Vorwurf der “Rabenmutter”. Und das ist einer der freundlicheren Ausdrücke, die ich gehört hab.

  • Sabrina

    Seriöserweise werden Aufträge ausgeschrieben und dann an den am meisten geeigneten Bewerber vergeben. wink

    Dass die alternden Feministinnen der “Emma”-Redaktion den Beitrag ganz super finden, daran haben Sie doch nicht wirklich gezweifelt. Die Reaktionen der Userinnen und Leserinnen fallen da schon ganz anders aus (siehe “Emma” auf fb). Aber Ihr Narzissmus ist immer wieder erheiternd….

  • Katharina

    @Réda: Ich weiss nicht, wo sie verkehren, aber offenbar nicht in den selben Stillgruppen, wie ich wink
    Hier, aber auch in zahlreichen anderen Mütterforen begegnen mir immer nur jene, die mich und meinesgleichen als Nazis bezeichnen – und mich dann als Agressorin, weil ich mich gegen diese Bezeichnung wehre.
    Für eine fachliche bzw. wissenschaftliche Diskussion übers die verschiedenen Aspekte von Attachment Parenting bin ich immer zu haben – immerhin gibt es gute Gründe, weshalb manche Paare sich bewusst diesen Weg der Elternschaft entscheiden. Eine solche Diskussion wird aber praktisch verunmöglicht, wenn schon im Eröffnungsposting Godwin’s Law verletzt wird und klar herauskommt, dass da viele Vorurteile, aber kaum Fachwissen vorhanden sind.
    Fundierte Kritik ist immer willkommen und bringt einem fachlich, persönlich und als Eltern weiter. Nur: Ihr Artikel enthält soweit ich es überblicken kann nichts Derartiges.

    Egal… Lasst doch die “Natural Moms” in Ruhe, die tun niemandem was. Niemand muss sich durch deren Lebensmodell bedroht fühlen. Die tun das für sich und ihre Kinder, nicht für Euch und schon gar nicht, um Euch ein schlechtes Gewissen zu vermitteln. Jeder ist für sein eigenes Leben verantwortlich. Deshalb nochmal: Wenn jemand ein anderes Modell wählt, hat das nichts mit Euch zu tun. Wem der Schuh nicht passt, soll ihn nicht anziehen!

  • Katharina

    Nachtrag: Sie können schon nachvollziehen, dass wenn man jemanden gleich von Vornherein als “Wahnsinnig”, “Muttertier” und “Stillnazi” bezeichnet, dieser auf ähnlichem Niveau antwortet? Das ist die Sache mit dem Wald und dem Echo und so.

  • Sabrina

    Selbstverständlich geht es darum, denn Sie fragen sich ja, warum die Geburt des ersten Kindes viele Frauen derartig “verwandelt”. Sie haben kein Verständnis dafür, dass ehemals berufstätige und unabhängige Frauen, plötzlich nicht mehr nur SICH und ihr eigenes Leben sehen, sondern dass da eben ein kleiner Mensch so wichtig geworden ist.
    Insofern hat es weniger mit einem “esoterischen Selbstverständnis” zu tun, sondern viel mehr damit, dass nicht mehr nur die eigenen Bedürfnisse und Wünsche zählen, sondern dass die Bedürfnisse des KINDES in den Vordergrund rücken. Und ja, da gibt es Unterschiede zwischen den einzelnen Frauen und auch Eltern bzw. Familien.

    Sehen Sie, eine gesunde Partnerschaft zwischen zwei Erwachsenen findet (im Normalfall) auf einer, zumindest annähernd, gleichen Ebene statt. Die Beziehung zu einem Kind, insbesondere zu einem Baby, ist da ganz anders, denn es besteht eine vollkommene Abhängigkeit des Kindes von den Eltern und deren Entscheidungen, egal bei welcher Thematik, ob nun Stillen, Schlafen, was auch immer…

    Und da müssen nun alle Eltern die Entscheidung treffen, inwieweit und wie lange sie diesbezüglich ihre eigenen Bedürfnisse zurückstellen können und möchten. Wenn Sie mit Ihrem Göttibub spazieren gehen, dann können Sie sich komplett nach seinem Tempo richten und bei jedem Stein und jeder Schnecke stehen bleiben. Sie können auch komplett Ihr eigenes Tempo durchziehen und ihn mitziehen. Sie können mal schneller, mal langsamer gehen und sich dabei einmal mehr nach Ihrem, einmal mehr nach seinem Tempo richten. Sie können ihn auf den Arm nehmen und ein Stück tragen….

    Für Eltern stellt sich nun in jedem Bereich des täglichen Lebens immer wieder genau diese Frage: Inwieweit richte ich mich in dieser und jener Sache nun nach dem “Tempo” des Kindes und inwieweit richte ich mich nach meinem eigenen Tempo. Das hat übrigens auch was damit zu tun, was für ein “Typ” man ist.

    In einer Partnerschaft zwischen Erwachsenen, werden Sie in einem Fall, dass die Bedürfnisse der Partner miteinander kollidieren, einfach ausdiskutieren, wie es nun laufen soll. Vielleicht finden Sie einen Kompromiss oder einigen sich sonst auf irgendeine Weise. Jeder der beiden Partner ist aber in der Lage, seine eigenen Bedürfnisse zu artikulieren und notfalls auch durchzusetzen.

    Bei einem Baby ist das wie gesagt anders. Hier muss man “mit sich selbst streiten”, so in etwa als hätte man ein Engelchen und ein Teufelchen auf den Schultern. Gehe ich in dieser und jener Situation jetzt mehr nach dem “Tempo” des Kindes oder nicht?

    Und das sind eben Erfahrungen, die SIE einfach noch nicht so gemacht haben. Glauben Sie im Ernst, dass nicht viele “Langzeitstillmütter” irgendwann in der Stillzeit mal eine Krise haben und am liebsten sofort abstillen würden? Glauben Sie nicht, diese Mütter würden einfach gerne mal wieder nachts ein paar Stunden länger am Stück schlafen – von “durchschlafen” ganz zu schweigen?

    Aber bei Eltern geht es eben nicht mehr nur noch darum, was sie selbst wollen. Sie haben immer auch im Kopf, was für ihre Kinder gut – das Beste – ist. Der “Druck”, den Eltern und insbesondere Mütter haben, liegt einfach in diesem ständigen “innerlichen Abwägen” zwischen den eigenen Bedürfnissen, Wünschen, Interessen und denen des Kindes. Es sind auch nicht “die anderen Mütter”, die einer Mutter sagen, sie sei eine “Rabenmutter”, eine “schlechte Mutter”, …. Es ist das eigene Gefühl der Unzulänglichkeit, weil man doch an allen “Fronten” – im Beruf, bei den Kindern, beim Partner, … – “sein Bestes geben” möchte.

    Die “Hausfrauen” fühlen sich verletzt, weil sie im Beruf nicht “in der ersten Reihe” stehen. Die “Karrierefrauen” fühlen sich verletzt, weil sie zu wenig Zeit für Kinder und Familie und das ganze Drumherum haben.
    Die Ursache sind nicht “die anderen Frauen”. Ich persönlich habe noch NIE erlebt, das eine Frau einer anderen Frau etwas Abwertendes in dieser Richtung gesagt hätte.

    Die Ursache sehe ich persönlich eher in einer gewissen Mentalität unserer Zeit: Wir wollen uns heutzutage immer alle Türen und alle Möglichkeiten offenhalten. Aus Angst vor einer falschen Entscheidung, entscheiden wir uns lieber gar nicht. Wir möchten ALLES mitnehmen und bloss nichts verpassen.

  • Sabrina

    Fortsetzung:

    Ihr Artikel ist DESHALB so schlecht, weil er eben nur so einseitig ist. Haben Sie den “Konflikt der Frauen” nicht gänzlich erkannt oder warum haben Sie nur diese eine Seite dargestellt? Sie haben nur die eine Seite der Medaille gesehen und dargestellt und dann wundern Sie sich, warum Sie von einer “Welle der Entrüstung” überrollt werden.
    Sie haben einfach mal so ein paar “Beobachtungen” von den 4 Frauen aus ihrem Bekanntenkreis aufgeschrieben und anstatt sich auf Grund dieser Beobachtungen näher mit dem gesamten Problem zu befassen, schüren Sie den Konflikt noch, indem Sie ihre unausgereiften und unrecherchierten Gedanken unüberlegt veröffentlichen. Sie haben es sich zu einfach gemacht, Herr El Arbi. Schade…

  • Willow

    Mein erster Eindruck war,  der Blogger scheint eifersüchtig zu sein , die Mutterbrust evtl. teilen zu müssen,  die nach der Schwangerschaft dem jeweiligen Partner zu lange versagt bleibt?  Den schönsten Moment einer Vaterschaft beschrieb ein Vater zu `Schreckensherrschaft stillender Brüste` war der Tag, als seine Freundin ihre Milch verlor.  Schwangerschaft, Geburt und Fürsorge für das Kind bedeuten für Mütter aber viel Kraft, Nerven, Zeit, körperliche und psychische Veränderungen. Ich stelle mir das nicht einfach vor , dann auch sexy für den Partner zu sein und allem gerecht zu werden.  Ich kenne eigentlich keine fanatischen Mütter, nur häufig   gestresste, die zwischen Fürsorge und Berufstätigkeit ausgepowert sind.  Viele Mütter sind überfordert, leiden an Burn-out – , weil Doppelbelastung in Beruf und Familie sowie mangelnde Anerkennung ihrer Arbeit ihnen zu schaffen machen.  Dass sog. Übermütter , wie sie oben beschrieben werden,  andere Mütter bemitleiden oder verachten , ist natürlich zu kritisieren. Aber der obige Artikel scheint mir dennoch zu plump und äusserst lieblos geschrieben.

  • Katharina

    Praise the Lard for the judgementalists kann ich da nur sagen.

    Und @Katharina. wählen Sie doch bitte einen anderen Nick. Ich war vorher hier. ich hasse das. Kennen wir ja von anderen Orten schon, das Thema.

    Zum Artikel kann ich wenig sagen, da er anscheinend inzwischen verändert wurde, wenn ich Textzitate von Kommentaren anschaue. Aber auch in der nun vorliegenden anscheinend entschärften Art ist sein Ton unsachlich, herablassend und polemisch.

    Da wäre es vorteilhaft, die Blogosphäre, die Kommentare und die Kolumnen nicht mit der realen Welt zu verwechseln. In Kommentaren wird öfters als nicht dem Volkssport Nummer eins, eben dem Judgementalism, gefrönt. Oft gerade von jenen, die anderen Vorurteile vorwerfen… etwa wenn dann im Nebensatz die root of al evil, das SUV, erwähnt wird.

    Wenn beim Wort Judgemental der Richter (Judge) subtrahiert wird, bleibt nur mental übrig. Im Sinn des amerikanischen slangs zu verstehen.

    Diejenigen, die sich über übereifrige Dreinreder (‘Stillnazis’, ‘Egoistische Spitalgebärerinnen’ ‚nur eine Mutter, die natürlich im Schweisse ihres Angesichtes und stundenlanger Tortur ihr Kind geboren hat, ist eine wahre Mutter‘ etc. ad nauseam) aufregen, sollten vielleicht mehr den Mut aufbringen zu sagen: mind your own business or fuck off.

  • Rabenmutter

    @katharina 2. nick: tolle Anglizismen, bin beeindruckt, und danke für sachdienliche Hinweise zur korrekten Weltsicht. Aber…das heisst jetzt, dass alle anderen doof sind?
    “mind your own business or fuck off” – natürlich kann man sich das als Devise auf den Hut nähen. Jedoch verlangt Mutterschaft gehobene Kommunikations- und Kompromisfähigkeiten, es sei denn, man möchte das eigene Kind fern jeglicher Gesellschaft erziehen. Ich finde, ein solcher Satz torpediert jegliches Miteinander, und auf Dampfwalzenmentalität kann ich im privaten Umfeld gern verzichten. Denn ich sehe Familie nicht als Business an. 

  • Réda Philippe El Arbi

    @Sabrina: Hier gings ja nicht um die Liebe zum Kind, sondern um das fast schon religiöse Selbstverständnis gewisser Mütter und die daraus folgende Abwertung anderer Mütter. Und das Argument, “du hats ja keine Kinder, als hast du keine Ahnung” ist ein wenig einfach. Sonst müssten Ihnen alle Mütter und Väter zustimmen, da die ja Ihre Erfahrung des Kinderhabens teilen. Tun sie aber nicht.

    Sind das nun schlechte Eltern, haben die die tiefe emotionale EInsicht, die ein Kind ins Leben bringt nicht geschätzt oder nicht erfahren? Und genau darum hab ich das Wort “esoterisch” benutzt. Es kommt von Geheimwissen, etwas das nur fortgeschrittenen EIngeweihten zugänglich ist. Und genau da beginnt die Abwertung.

  • Katharina

    @Rabenmutter: Es gibt diverse Gründe, dass ich lieber in Amerika zuhause bin. Zum Beispiel Ihre Antwort. Anscheinend haben Sie null Ahnung über Amerika und den Dialekt, aber Sie urteilen sofort anhand von ein paar Signalwörtern. So hat etwa der Ausdruck ‘mind your own business’ überhaupt nichts mit Geschäft zu tun, sondern damit, was das Thema von Reda’s Kolumne ist; nämlich das ständige sich Einmischen in die Angelegenheiten anderer Leute von selbsternannten Gurus des ‘wahren Denkens’, was Sie ja in ihren eigenen Kommentaren hier erwähnten und zu recht kritisiert haben. Die typische Reaktion hier ist eben, dass , je nach Tonalität, denjenigen gesagt wird ‘buzz off’ oder ‘fuck off’. In Ihrer Kultur scheint diese Haltung als Modus des sich von solcher unstatthafter Einflussnahme Abgrenzens etwas verloren gegangen zu sein. Und die Tonalität dieses Threads bewegte mich eben zur etwas schärferen Redensart.

    “Jedoch verlangt Mutterschaft gehobene Kommunikations- und Kompromisfähigkeiten” ist zum Beispiel nichts weiter als Ihre condescending Meinung. So haben Sie den Spin zu den Signalwörtern überhaupt nicht erkannt, für eine Journalistin eigentlich enttäuschend. Wenn ich als Nicht-Journalistin es mit ein paar Buzzwords fertig bringe, Sie zu dieser Reaktion zu veranlassen, dann überlegen Sie sich doch, wie ein Profi das macht. Da fragt sich dann, wer ‘gehobene Kommunikationsfähigkeit’ hat. Und nein, eine Mutter darf gar keine Kompromisse eingehen, wenn ihr das Wohl ihres Kindes bedingungslos am Herzen liegt. Eine kompromisslose Mutter wie ich würde nämlich, wenn es sein muss, ihr eigenes Leben für dasjenige ihrer Kinder geben. Da treten Sie genau so als ‘Übermutter’ auf wie in dieser Kolumne kritisiert.

    Was Sie als gehobene Kommunikationskultur bezeichnen, kann eben auch als ‘lack of getting to the point’ gesehen werden. oder larifari in Ihrem Dialekt. Too much background noise without substance.

    Weiter fragt sich, was Sie als ‘fern jeglicher Gesellschaft’ sehen.  Ich vermute, dass Sie darunter das unter eine homogenisierte Gesellschaft zwingen verstehen, als das ich Ihre Kultur wahrnehme. Siehe etwa die vehementen Widerstände gegen freie Schulwahl in Ihrem Land.

    Und “Dampfwalzenmentalität” buche ich unter Ihren Stereotypen ab, gleich wie Anglizismen und ‘Hinweise zur korrekten Weltsicht’.

  • rabenmutter

    @katharina: ICh denke, worum es nach meiner Lesart in dem Artikel geht, ist die Gefahr, die sich hinter dem Phänomen der heiligen Mutterkuh mit esoterischer Gloriole verbirgt: Nämlich, dass dies auf viele junge Mütter und werdende Mütter starken Druck ausübt, sich etwa freiwillig Härten auszusetzen, die doch aber gar nicht zwangsweise zum Mutterdasein gehören. Wieso zwingen sich Mütter, mit blutenden Brustwarzen zu stillen, wenn es entspanntere Möglichkeiten gibt? Oder wenn sie vor körperlicher Erschöpfung kaum noch Stillen können? Ich weiss selbst, welchen Druck Hebammen gerne ausüben (kein Beissholz in dem Fall, aber Schmerz veratmen), ich habe Freundinnen in Depressionen abgleiten sehen, weil sie sich gewzungen haben, alles korrekt und mutterheilig zu befolgen. Und die dann daran gescheitert sind.  Das vielgepriesene Bondung/Rooming-in nach der Geburt: Eine schöne Sache, wenn alles gut läuft. Eine Katastrophe, wenn Frauen nach schweren Geburten die wertvolle Erholungszeit sich selbst vorenthalten, damit sie eine besonders enge Mutter-Kind-Bindung bekommen – in vielen Spitälern mittlerweile Normalität, dass man den Säugling gar nicht mehr abgeben DARF bzw. das er ständig der Mutter wieder vor die Nase gepackt wird, damit sie gefälligst ihre heilige Pflicht erfüllt. Wir berauben uns dadurch selbst unserer Möglichkeiten: Manche Frauen haben gar keine Probleme, die können nach 24 Stunden wieder Bergsteigen gehen. Aber es gibt solche, die brauchen sechs Wochen, vielleicht noch länger Ruhe.  Früher war es vollkommen gesellschaftlich anerkannt, sich zurückzuziehen. Heute machen das nur die Heulsusen und Warmduscherinnen. Die die Geburt nicht vernünftig hinbekommen haben, weil sie nicht ganz mit sich und den Schwingungen des Kosmos im Einklang waren.  Die einen Supermamas laufen nach 8 Wochen wieder über den Catwalk, die anderen stillen sich wund oder tragen sich buckelig. Als gäbe es eine Märtyrerkrone zu gewinnen für besonders aufopferunsvolle Mutterschaft. Wie der Pelikan sein eigen Fleisch zu nehmen, um die Brut zu nähren.  Diese Leidensbereitschaft, egal, in welcher Form, erzeugt unvorstellbaren Druck. Selbst die Kerle quatschen ihren Frauen ‘rein, und bekräftigen sie oft noch in ihrem freiwilligen Leiden. Schatz, die Hebamme sagt, du brauchst keine PDA. Wir schaffen das, Hasi, Muttermilch ist das Beste für das Kind. Das bisschen Schmerz kann jetzt doch nicht so schlimm sein. Das Kind braucht seine Mutter.
    Jeder nach seiner Facon, aber ich sehe es als meine heilige Mutterkuhpflicht an, werdende und Jungmütter vor diesem gesellschaftlichen Druck zu schützen. Das ist oft gar nicht so einfach.

    Und ich denke, dass auch nicht-Eltern, nicht-Väter über die Situation urteilen können – denn von außen gesehen sieht das manchmal ganz schön verrückt aus, was Mütter sich zumuten. Tun sie das gern, ist es gut, beugen sie sich gesellschaftlichem Druck, ist das nicht sehr emanzipiert.

  • Rabenmutter

    @katharinaagressiva
    Herzchen, ich bin a) keine Journalistin, lediglich Kommentatorin, auf Jungfernfahrt zudem – vielleicht ja auch mit doppeltem Nick? Mit der Journaille habe ich nichts am Hut, denn ich bin nicht darauf abgerichtet, auf “Buzzwords” hin “wuff” und Männchen zu machen.  Die Ambivalenzen des Ausdrucks ‘mind your own business’ sind mir auch bekannt, dazu muss ich nicht in Amerika leben – das Wortspiel mit “business” war ironisch, aber ich vermute, Sie wollen sich einfach über Ihre Mitmenschen ärgern. Doch wer vor lauter verbaler Aggresivität nicht geradeaus argumentieren kann, sollte sich in ein anderes Forum trollen oder eine Runde Joggen gehen.  “In Ihrer Kultur” – wissen Sie denn, welcher Kultur ich angehöre?  Abgesehen davon, wie Sie Kultur definieren – wenn es für Sie gleichbedeutend mit ” Nation” ist, kann Ihnen kaum geholfen werden.
    Wenn wir alle schreien, “kümmer Dich um Deinen eigenen Dreck”, brauchen wir nicht mehr miteinander zu reden.  Schlimm ist, dass Frauen das eigentlich vor allem untereinander tun. Gern auch, indem sie sich gegenseitig die Intelligenz absprechen. Oder ihr Kulturverständnis.
    Ich habe den obigen launigen Artikel zum Anlaß genommen, über Gefahren der weiblichen Selbstbestimmung nachzudenken.  Aber wtf ist Ihr Argument? Außer, durch den Äther zu schreien? Zu beleidigen, sich der Zweitverwendung ihres nom de guerre erwehren zu wollen? Oder Agressionen abbauen? Deutlich machen, dass Sie in einer besseren Welt mit besserer Diskussionskultur leben? Aber jetzt mal sine ira et studio: Wo drücken denn die Stilettos, dass so laut gebrüllt werden muss?

  • Marie

    Ich steig irgendwie nicht gant dahinter, warum sich alle hier so aufregen und anfeinden.
    Da kommt ein Typ daher, beschimpft auf derbste Art und Weise Frauen, die andere Frauen auf derbste Art und Weise beschimpfen. Dann wiederum beschimpfen die von den Frauen beschimpften Frauen die vom Autor beschimpften Frauen und jede meint, sich rechtfertigen zu müssen. Derweil lacht der Autor sich ins Fäustchen und freut sich seiner millionen Klicks.
    Merkt hier irgendwer, was eigentlich grad passiert? Der Typ hetzt Mütter gegeneinander auf und statt zu sagen “wir halten zusammen und jede darf ihr Ding machen”, hauen alle munter in die Kerbe rein und spülen einem hämisch grinsenden Autor Geld in die Taschen.
    Ich bitte euch. Macht die Augen auf, ignoriert den Typ und macht weiter das, was euch glücklich macht!

  • Katharina

    @Rabenmutter: Ich sehe den Druck auch. Nur sehe ich die Lösung nicht darin, übers Stillen und Tragen, oder Hausgeburten bzw. die Mütter, die das praktizieren, herzuziehen.
    Viel eher versuche ich, Mütter zu animieren, ihren eigenen Willen zu erkunden und ihre eigenen Entscheidungen zu treffen. Darüber nachzudenken: Was möchte ich, wie stelle ich, wie stellen wir als Paar und Elternschaft vor. Für die einen mag das eine hochtechnisierte Geburt in einem Universitätsspital sein – für die anderen eine Alleingeburt hinter einem Busch im Garten. Wer bin ich zu richten, welche Geburt nun die “Bessere” sei? Das kann doch nur die betreffende Frau, und nur sie alleine, wissen, was für sie besser ist?! Und weil jemand lieber Fleisch mag als Fisch, macht er ja noch lange nicht Fisch bzw. Fischesser schlecht oder übt Druck auf alle Fischesser aus, doch mal Fleisch zu probieren?
    Ja, die “Härten”, die kenne ich auch. Aber auch hier: Der Druck kommt meistens nicht von Aussen. Eine Stillberaterin lernt in ihrer Ausbildung, einer Frau solange bei der Lösung eventueller Probleme zu helfen, wie sie sagt “ich will stillen”. Wenn eine Frau sagt “ich will nicht mehr” wird das respektiert. Ich weiss, dass es in der Praxis Ausnahmen gibt – aber wir wollen doch nicht das Fehlverhalten einer Weniger der sich ethisch verhaltenden Mehrheit anlasten, oder? Die Arbeit, seinen Willen herauszufinden und auszudrücken, kann niemand einer Person abnehmen – egal in welchem Bereich! Diese Verantwortung kann man nicht abschieben. Und wenn man es trotzdem tut, muss sich im Nachhinein nicht beklagen, man hätte über seinen Kopf hinweg entschieden!
    Ja, die Spitäler. Das ist auch so eine Sache. Dort ist man eine Nummer und hat nach Schema F zu funktionieren und wehe, es gibt bei oder nach der Geburt “Komplikationen” oder etwas, wo es nicht ganz genau nach Schema läuft, da gerät man ganz schnell ein eine Maschinerie rein und verliert die Kontrolle.
    Die Mehrheit der “Natural Mamas” mit denen ich zu tun haben, haben beim ersten Kind etwas in die Richtung erlebt und suchen für ein zweites und drittes Kind nach einer Alternative, weil sie diese Entfremdung und Kontrollverlust nicht noch einmal erleben möchten. Der Wunsch nach Kontrolle über die eigenen körperlichen Vorgänge gehört – soweit ich es überblicken kann – für diese Frauen zur Hauptmotivation für eine Hausgeburt etc. und nicht etwa eine spirituell-esoterische Überzeugung.
    Sie müssen zugeben: Das Technische einer Spitalgeburt, die vielen Leute die da rumlatschen, das Licht, das Inox, das liegt nicht allen. Manchen macht es nichts aus und andere stört es so fest, dass sie davon so sehr abgelenkt werden, dass sie nicht mal mehr gebären können. Das hat dann schon so was Alien-Mässiges, wo man selber auf einem Tisch festgeschnallt wird und irgendwelche Fremde hinter Masken machen an einem rum, ohne dass man sich wehren kann. Da stehen einfach nicht alle drauf wink

    “Eine Katastrophe, wenn Frauen nach schweren Geburten die wertvolle Erholungszeit sich selbst vorenthalten, damit sie eine besonders enge Mutter-Kind-Bindung bekommen “
    Das wäre dann ich grin Also dazu kann ich nur so viel sagen: Der Druck, den ich bekommen habe, ging in die andere Richtung. Es hiess sowohl im Spital als auch von der Nachsorgehebamme, ich solle das nicht tun. Nur sagte meine *Biochemie*, ich MÜSSE es tun, es war wichtig für mich und mein Kind. In der Situation hätte ich mir gewünscht, nicht auch noch gegen Ärzte und andere Leute kämpfen zu müssen (das kostete nämlich auch noch Energie, die ich nicht hatte!), sondern Unterstützung zu bekommen. Es waren kleine, aber extrem energieaufwändige Sachen: Ich musste kämpfen, um einen einigermassen bequemen Stuhl auf die Neonat neben das Bettchen zu bekommen (“Frau X, gehen sie sich doch aufs Zimmer ausruhen, hier können sie eh nichts tun…”), dito eine Milchpumpe (“Frau X, das können sie doch besser im Liegen auf ihrem Zimmer”)… solche Sachen kosteten mich mehr Energie als der Wunsch, bei meinem Kind zu sein!  Zum Glück hatte ich da meinen Mann an der Seite, der an meiner Stelle auf den Tisch haute, wenn ich nicht mehr konnte.
    Was ich damit sagen will: Die Arbeit für ein Elternpaar, für sich selber herauszufinden was sie möchten, die kann ihnen niemand abnehmen. Die Aufgabe des Spitalpersonals (oder Geburtshauspersonals) ist es dann, ihnen bei der Umsetzung ihrer Wünsche zu helfen.

    Wie schon in einem früheren Posting geschrieben: Wir sind in der Schweiz sehr privilegiert, können in relativer Sicherheit zwischen vielen Möglichkeiten auswählen. Das beinhaltet natürlich die Pflicht, auswählen zu “müssen”. Und die kann uns niemand abnehmen, so wenig, wie die Konsequenzen. Letztere tragen wir sowieso selber, ob wir nun mit der Masse mitschwimmen oder nicht.

  • Katharina

    ?

  • Katharina

    nennen Sie mich nicht Herzchen. Schon das ist beleidigend, rabemutter.

  • Katharina

    Meine Meinung zum Artikel habe ich schon in einem Kommentar geschrieben. Mehr gibt es dazu und zur Diskussion nicht zu sagen.

  • rabenmutter

    Natürlich ist das provozierend bis sexistisch, der gewählte Terminus – ebenso wie Ihre vorherigen Beiträge.  Deren Sinn ich aber vor lauter verbaler Aggresivität ich gar nicht verstanden habe – auch nach mehrmaligem Durchlesen, wo jetzt eigentlich Ihre Position zum obigen Artikel ist.
    Meine Position, um das zusammenzufassen und zurückzuführen: Ich finde den Tenor des Artikels zumindest als Denkanstoss ganz gut, und sehe den Verfasser nicht als Angreifer auf weibliche Stillgewohnheiten.

  • Nathalie Sassine-Hauptmann

    Hoppla, das sind ja viele Kommentare. Da jemand den Nickname “Rabenmutter” benutzt, möchte ich etwas klarstellen. Ich kommentiere hier nur unter meinem richtigen Namen, nie unter Rabenmutter, weshalb Sie, Katharina (welche auch immer), mein Buch und nicht das der Kommentatorin “Rabenmutter” bestellt haben. Danke dafür.

    Der Nickname Rabenmutter wird sehr oft verwendet, vor allem bei solchen Themen. Hiermit ist die Verwechslung hoffentlich aus der Welt geschafft. Einen Kommentar zum Thema hatte natürlich trotzdem, wie immer: http://rabenmuetter.blogspot.ch/2012/09/ein-mann-uber-mutterkuhe-und-stillnazis.html

  • muddi

    rabeneltern sind im tierreich sehr vorbildliche eltern….
    dazu fällt mir nur ein, das wieder einer, der keine ahnung hat, was schreiben wollt!
    wohin uns die letzten erziehungsjahrzehnte gebracht haben sieht man ja…aber egal, wieso schöne, günstige und gesunde muttermilch dem baby geben wenn man doch so einen tollen fertig scheiss, der alle paar monate wieder zurückgerufen wird, gibt!
    sicherlich essen sie auch lieber analogkäse und analogschinken! oder sind sie etwa ein öko der nur bei den großen ökoläden einkauft? fairtraid am besten!
    schon klar, das ein toll umsorgtes kind, das von der eigenen mutter betuddelt wird auf jedenfall abrutschen wird, den unsere generation ist ja die beste! depressionen ist nicht das krankheitsbild nr.1 in deutschland, weil durch die abweisung und die prügel unserer autoritären eltern, haben wir gelernt im leben zu stehen und zu akzeptieren das es liebe nur im märchen von disney und hollywood gibt!
    entschuldigung, ich empfehle mal eine runde zu mutti an die brust um mal etwas liebe und wärme zu erfahren!

  • Oliver Flesch

    Weite so, Réda!

    Hab mir zu dem Thema auch ein paar Gedanken gemacht. Schau gern mal rein:

    http://oliver-flesch.com/2012/09/11/muttertier/

  • Katharina

    Naja wenn clack solch faschistischen Stuss wie denjenigen des Fleschen Oliver verlinken lässt, dann wissen wir wohl, was unter öffentlichem Gefäss zu verstehen ist…. populistische Niveaulosigkeit.

  • Oliver Flesch

    Bin in diesem Strang erstmals auf das Wort „Familienbett“ gestoßen.
    Ich glaub, ich muss brechen! Als ich ein kleines Kind war, nannte man das noch Inzest.

    Aber mal wieder im Ernst: Das wirkt sich bestimmt „großartig“ aufs Sexleben der Eltern aus. Aber egal, am Sex haben Muttertiere ja eh kein Interesse mehr. Und bald ist dann auch der Vater weg (WELCHER richtige Mann tut sich so einen Irrsinn an?!) und dann hat sie das Bett schön für sich und die Kinder allein.

    Ich wünsche den Familienbettdamen viel Spaß bei der Familienbettentwöhnung ihrer Kinder. Der Sohn einer alleinerziehenden Freundin schlief bis zum zwölften Lebensjahr in IHREM Bett!
    Ein Freund ist Psychologe. Der hat laufend mit Männern zu tun, die von ihren Müttern … Na, den Rest erspare ich uns.   

  • Oliver Flesch

    “Faschistisch”, Katharina? Bitch, please! Du weißt doch nicht einmal was das Wort bedeutet. wink

  • rabenmuttermitlogorrhoe

    Ganz ruhig, @Oliver Flesch, zwar finde ich “faschistisch” als BEschimpfung etwas pubertär (wie irgendwie aber leider auch “Stillnazi), aber da muss man ja nicht gleich schäumen, ich halte gern den Kübel hin, das ist ein mütterlicher Reflex – dass Sie nicht aufs Sofa brechen müssen. Sie machen aber ja genau das, was der obige Autor so schön karikiert – zwar für die “Gegenseite”, aber ebenso paranoid. Familienbett hat wirklich nichts mit Inzest zu tun – und solange man dieses ganzeFamilieschnarchtaufderselbenMatratze nicht praktiziert, bis die Kinder in die Pubertät kommen, isses doch keine grosse Nummer – hat sich eh erledigt, wenn die Blagen aus dem Säuglingsalter heraus sind und einem die Füsse gegen die Rippen hauen und die Feuchte Windel gegen das Gesicht drücken.
    Es ist auf jeden Fall ruhiger als heulende Kinder, die im Gitterbett randalieren. Aber auch das ist Geschmackssache.

    Und – echt, Sexleben beschränkt sich ja nicht unbedingt auf ein Bett – bei Langweilern vielleicht. Brauchen Sie sachdienliche Anleitungen zum Beischlaf ohne Bett?
    Ja, dass mit 12 irgendwann in der eigenen Koje geschlafen werden sollte, geschenkt, aber nicht alle Alleinerziehenden sind so, und von aussen kann man da immer gut klugscheissen.
    Und: Was ist ein RICHTIGER Mann? Das ist ja niedlich, wie Sie mit den Hufen stampfen.

  • Oliver Flesch

    Oh, ich bin ruhig, meine Liebe. Ja, mehr noch: Ich amüsiere mich köstlich.
    Und zum Provozieren müssten sie früher aufstehen, was Ihnen nicht gelingen wird, da ich gar nicht erst ins Bett gehe. wink

    Zum Inhalt: Was verstehen Sie an dem Satz “Aber mal wieder im Ernst” nicht? Dass F-Bett nicht automatisch Inzest bedeutet, ist mir bewusst. Das war nur eine kleine Provokation in Richtung Fräulein K. Sie war allerdings klug genug, nicht drauf einzugehen.

    In Sachen Kindererziehung brauche ich keine Nachhilfe; habe zwei tolle Jungs, die aus dem “Gröbsten raus sind”. Ganz ohne F-Bett, mit Schnuller, mit Windeln, ohne Waldorfschule, ja, man soll es nicht für möglich halten. wink

    Und was das Vögeln angeht – Ja, da erzählen sie mir gern etwas Neues. Bin gespannt!

    Oliver Flesch, Liebe, Sex & Partnerschaftsexperte für das Männermagazin FHM (ca. 2007 bis 2009) … wink

    PS Über eine Sache, das gebe ich gern zu, kann ich, im Gegensatz zu Ihnen, aber tatsächlich nicht lachen: Kindesmissbrauch von der Mutterseite. Eine schlimme Sache, die von den Medien totgeschwiegen wird. Traurig, dass Sie, als Frau, als Mutter, sich darüber lustig machen.

  • Réda Philippe El Arbi

    @Oliver: Nun, Sie scheinen etwas missverstanden zu haben. Im Post oben vertrete ich eine durchaus als feministisch zu verstehende Perspektive, für die ich auch von der Emma-Redaktion Lob einheimste (auf das ich wirklich stolz bin). Sie schreiben in ihrem Text von “untervögeltem” Haufen, was offensichtlich Schwachsinn ist, da die meisten, die mich angreifen, Mütter sind.

    Aber grundsätzlich war die Gefahr bei meinem Post offensichtlich nicht, von religiösen Müttern niedergemacht zu werden, sondern von jammernden, keulenschwingenenden Steinzeit-Antifeministen gelobt zu werden, die den Post nicht mal ansatzweise verstehen.

    Kurz: Antifeministischer Schwachsinn zeugt von Schwäche. Wer sich durch starke Frauen in seiner Männlichkeit bedroht fühlt, hat erstens ein Problem mit Frauen und zweitens ein Problem mit seiner Männlichkeit.

    Ich wünsche mir starke Frauen mit einem Gefühl für Autonomie, Selbstverantwortung, die ohne Schuldzuweisung oder Abwertung anderer durchs Leben gehen. Sie hingegen wünschen sie die 50er mit den Playboys und all dem Sch**** zurück. Ihre Texte zeugen von Angst vor dem anderen Geschlecht. Meine von kritischer Zuneigung. Sie sind ein Antifeminist. Ich ein kritischer Feminist.

  • rabenmuttermitlogorrhoe

    @platzhirschflesch
    Sie sind nicht ruhig – “bitch”, Fräulein” und “meine Liebe” sind Signalwörter, dass es Ihnen hier im schrillen Weibergeschrei gehörig auf den Sack geht – ich praktiziere ebendiese Methode auch gern, wenn mir das Messer in der Tasche aufgeht. Ich hasse Frühaufstehen und will mich nicht kloppen, schon gar nicht mit testosterongelenkten Alphatierchen, die sich ein bisschen über naive Muttis lustigmachen, weil das richtige Männer eben so tun.
    Zurück zum Thema: Nun, in diesem Thread gibt es einige, die das Familienbett “praktizieren”. Und es gibt einige, die das ablehnen. Mein argumentatives Ziel wäre, sich beiderseits nicht komplett über andere Lebensformen lustig zu machen. Deswegen schweige ich nicht, wobei ich selbstverständlich deutlich klüger bin als Sie und daher an diesem Ort gern symbolisch nachgebe. 
    Herzlichen Glückwunsch zum Nachwuchs, woher wusste ich, dass die kerligen Kommentare nur ein Vater von Söhnen ausprechen kann? Mädchenväter sind m. E. deutlich reflektierter.
    Ich finde es nicht schlimm, wenn das partnerschaftliche Lotterlager für eine Weile Tobewiese ist.  Egal, wie rigide man ist, die Blagen stehen dort eh ständig vor der Bettkante. Zahnweh, Alpträume etc.pp.  Einzig: Ich bin bestürzt, Sie brauchen Nachhilfe? Alternative eins ist der Ortswechsel, um einen coitus interruptus continuans zu vermeiden, Alternative zwei ist die Verkehrszeitregulierung – irgendwann müssen die Kinder ja in schule oder Kindergarten. Und ich bin mir sicher, wenn Sie Partnerschaftsexperte beim FHM sind, dann sind Ihnen pragmatische Erwägungen wie diese noch nie durch die Hallen Ihres Hirns gegeistert, weil Sie sowas auch nicht in der Cosmopolitan abschreiben können. Aber fragen Sie mich gern, wenn Sie Rat brauchen.  Und plagiieren Sie mich nicht, wenn Sie in Ihrem feuchten Hochglanztraum diese Glosse bestücken mit allem, was der richtige Mann gern hören möchte.
    Über Kindesmissbrauch kann ich auch nicht lachen, aber nicht alle zwöfljährigen pennen in Mutters Bett. Machen Sie mir nicht den Moralapostel, das ist ähnlcih albern, wie andere als faschistisch zu bezeichnen.  Jetzt haben Sie ihren Namen lanciert, ich werde pflichtschuldigst googeln und Sie haben dann einen Click mehr.
    Aber: Was wollten Sie beitragen, ausser Öl ins Feuer giessen? Reda beispringen? Was Sie hier praktizieren, ist eher eine rhetorische Blutgrätsche.

  • Réda Philippe El Arbi

    @Oliver: PS: Sexkolumnist bei FHM ist in etwa dasselbe wie 1. Wagenreiniger bei Ferrari. Man schreibt über DInge, die in einem Leben vorkommen, das man gerne hätte, und auf die man so reagieren würde, wie wenn man cool wär.

    Wenn Sie Sexkolumnist bei der Emma gewesen wären, hätten Sie meinen Respekt. Dann hätten Sie es vielleicht geschafft, sich als Mann zu positionieren, ohne weinerlich und voller Groll auf die Frauen zu schreiben. Bei FHM gehts eigentlich nur ums männliche Ego. Und wer das noch braucht, hat kein Selbstbewusstsein.

    So, genug.

  • Réda Philippe El Arbi

    @Sabrina: Dies ist eine Kolumne. Sie hat weder den Anspruch, objektiv zu sein, noch irgendwem gerecht zu werden. Hier kann ich meine ganz persönlichen Erfahrungen aus meiner ganz persönlichen Perspektive beleuchten. Hier setze ich mich auch den Kommentaren aus, argumentiere mit, lasse mich beschimpfen und lenke manchmal ein. Hier veröffentliche ich nicht nur, hier gebe ich mich auch ein Stück weit preis.

  • Katharina

    Naja, ich fühle mich gerne geehrt, als Bitch bezeichnet zu werden. sagt ja nur, dass meine Katzenkrallen scharf sind und ich die wetzen kann. Das Fräulein gebe ich nur meiner Lebenspartnerin, wenn wir’s mal etwas auf dominant submissiv machen möchten.

    rabenmutter – alphamaennchen? also bitte.

    und ich bleibe dabei, diesen Trottel als faschistisch zu bezeichnen, denn seine Glosse ist im Duktus praktisch gleich wie der Film Jud Suess.

    und Oli, kaufen sie sich doch ein fleshlight, um ihrem Namen gerecht zu werden. Die Insurgenten Vaginas werden es Ihnen danken:

    http://www.facebook.com/pages/La-Vagina-Insurgente/161028613919198

  • Oliver Flesch

    Ach, Gottchen, SIE sind ja süß! Es wird ja immer lustiger hier. Das mussten Sie jetzt schreiben, weil „Clack“ ein Frauenmagazin ist und sie sich nicht mit „jammernden, keulenschwingenenden Steinzeit-Antifeministen“ gemein machen dürfen, schon klar.
    DAS zeugt wahrlich von Stärke. Genau wie ihre unoriginellen Beschimpfungen, eher arm, mein Bester. 

    „Emma“-Lob? Dass ich nicht lache.
    1. Emma IST Steinzeitfeminismus. Das ist längst kein Geheimwissen mehr. Sie irren im Übrigen: Ich bin kein Antifeminist. Mit „Alphamädchen“ und Co. habe ich überhaupt keine Probleme. Mit Schwarzer schon. Sie hat ihre Verdienste, keine Frage, heute wirkt sie nur noch aus der Zeit gefallen.   

    2. Lesen Sie sich gern die Kommentare bei EMMA durch. Und dann erzählen Sie mir noch mal, dass Sie von Emma-Seite Lob bekamen. Ich mein: Dass EMMA nicht auf „Muttertiere“ kann, liegt in der Natur der Sache. (EMMA kann noch nicht einmal auf Kinder.) Und doch bekommen Sie in jedem zweiten Kommentar auf die Fresse. Aber mal so richtig. Na, wissen Sie ja selbst, Sie haben es ja gelesen.

    Ich stopp jetzt, ein Satz hat mir gezeigt, dass es keinen Zweck hat mit Ihnen zu diskutieren. Dieser hier: „Sie scheiben in ihrem Text von “untervögeltem” Haufen, was offensichtlich Schwachsinn ist, da die meisten, die mich angreifen, Mütter sind.“
    Ach, so! Weil eine Frau vor drei Jahren einmal ein Kind gebar, kann sie heute NICHT untervögelt sein?! LOGISCH! Wissen Sie was? Sie sind mir einfach zu blöd. Schreiben Sie was sie wollen. Ich werde es nicht mehr lesen.

    Und nun lasse ich Sie mit ihrem Portal und Ihren Problemen gern allein. wink

    Bestes aus Berlin

    Oliver Flesch

  • Réda Philippe El Arbi

    @Oliver: Ihr “ach Gottchen, Sie sind ja süss” outet Sie irgendwie als homophob. smile Also doch Zweifel and der eigenen Männlichkeit? 😀

    Mir hat bereits der führende Antifeminist der Schweiz mit Klage gedroht, weil ich ihn blossgestellt hab. Und das lange, bevor ich hier eine Kolumne hatte.

    Und ihre Rhetorik ist in etwa das, was ich auf der Site von “Sons of Perseus” finde. Ich bin übrigens stolz auf das Lob der Emma-Redaktion, die Kommentare tu ich mir nicht an, die hier reichen mir.

    Und es ist etwas anderes, von Müttern auf die Fresse zu kriegen, die sich von mir angegriffen fühlen. Damit kann ich leben. Aber Lob aus einer Ecke zu erhalten, die ich zutiefst verachte, das tut schon weh.

    Und dies schreib ich nicht für Sie, sondern für die wenigen Männer, die die Kolumne lesen und ein etwas anderes Bild der Männlicheit haben als Sie.

  • Réda Philippe El Arbi

    Zwischendurch mal was zum Lachen:
    http://www.20min.ch/news/mittelland/story/18566350

  • rabenmuttermitlogorrhoe

    @katharina
    dochdoch, alphamännchen ist schon richtig, ich finde das Konzept in diesem Punkt vollkommen passend, denn dieses archaische Geröhre, bei dem es eigentlich nur ritualisierte Fortpflanzungsrhetorik geht, gehört ins Tierreich oder ins FHM. Wobei ich solche alphamännchen nicht lausen möchte. Leider wurden diese alphamännchen in der intellektuellen Evolution übersprungen und sie optieren für die rote Liste des WWF.
    Spass beiseite.
    @réda: steinzeitfeministinnen hin-oder her. Es geht, denke ich, auch ein wenig um das schwache Echo des kritischen Feminismus – der ist zu kompliziert, zu ausgefranst, zu ambivalent. Hier unterhalten sich vermutlich zu 90Prozent – das ist ein schwieriges Thema – gut ausgebildete AkademikerInnen, die es sich leisten können, eine dezidierte Meinung zu haben. Lautes Keulenschwingen à la Emma (gern ohne Schwarzer) ist dennoch notwendig, denn in den weniger privilegierteren Bereichen unserer Gesellschaft sind FRAUEN NACH WIE VOR AUF STEINZEITKEULEN ANGEWIESEN. Wir haben hier Luxusprobleme.  Stillen oder nicht, Familienbett oder nicht.  Pah, Firlefanz. Denn wir haben die Wahl, sind gut ausgebildet, selbstbewusst, ignorant genug, um den Mitmenschen FUCK OF sagen zu können. Ich kenne Frauen, die trauen sich nicht, gegen die Erziehungsmaximen ihrer Schwiegermütter zu rebellieren. Haben Angst vor gesellschaftlichem Druck und wirtschaftlicehr Not.  Frauen, die sklavisch die Anweisungen anderer befolgen. Wenn man denen sagt, nimm ein Beissholz beim Stillen, wenn’s wehtut – sind die nicht in der Lage, nein zu sagen. Wenn der Ehemann nach der Geburt wieder Sex möchte, nehmen sie ein Beissholz, dass es nicht wehtut – weil der im FHM gelesen hat, dass ihm das zusteht, was er will, weil er sonst seine Alte guten Gewissens gegen eine Neue austauschen darf. Für den kritischen Feminismus, den Réda hier propagiert, sind die gar nicht reif.
    @resch natürlich, natürlich, die alphamädchen sind viel cooler. denken die, aber die sind auch noch jung und reden viel und gern über sex.  die müssen noch erst auf die welt kommen. Oder ein paar Kinder auf die Welt bringen, dann mutieren die auch zu betamädchen und jammern. Das Schöne ist: Ich weiss, dass Sie hier weiterlesen werden, ein narzistisches Ego tut das ganz sicher.

  • Katharina

    Las vaginas insurgentes hat MIR die Augen geöffnet, Rabenmutter. Ich bin ja privilegiert und wie Sie sagen, könnte mir anhand meines Status so vieles an meinem Hinterteil vorbeischwirren. auch diese ganze Diskussion hier, die sich mehr oder weniger an den Eitelkeiten der Beitragenden reibt. An meiner, an Ihrer, an Reda‘s usw.

    Aber meine Lebenspartnerin kommt genau aus der gleichen Ecke des Planeten wie vaginas insurgentes. Wenn Sie sagen: “Ich kenne Frauen, die trauen sich nicht, gegen die Erziehungsmaximen ihrer Schwiegermütter zu rebellieren. Haben Angst vor gesellschaftlichem Druck und wirtschaftlicher Not“, dann sprechen sie ja genau das an, was ich meinte. nämlich, dass der Schritt zum unabhängigen Denken bei Frau selbst anfängt. Und das fängt oft damit an, die eigene Angst zu überwinden. Selbst wenn das ein etwas ranziges fuck off ist.

    Meine persönliche Wahrnehmung ist eigentlich eher die, dass die Frauen Lateinamerikas bedeutend authentischer sind, bedeutend weniger „sklavisch die Anweisungen anderer befolgend“ als was ich im affluenten Westen (Europa und USA) wahrnehme. Sie gehen auch mit dem Machismo, soweit der nicht mit den Katastrophen der militaristischen (und leider oft verdeckt usa-gesponsorten) Gewalt verbunden ist, recht souverän um. Hat auch damit zu tun, dass die Familienrollen oft so sind, dass gegen aussen der Familienvater den capo gibt, aber innerhalb der Familie die Mama meist das letzte sagen hat. Naja. ich gleite etwas ab, denn ich habe sehr grossen Respekt vor jenen Kulturen, die meist einen respektvollen Umgang haben, den ich bei uns sehr vermisse.

    Zum Berliner fleischli ist eigentlich jedes Wort Verschwendung.

    Zum Familienbett kann ich nur sagen, dass es halt unheimlich praktisch ist. Unsere Kleinen fühlen sich wohl und wenn ich in der Nacht sie schoppen muss, ist es halt praktisch wenn ich mein Gschirr, nach einem etwas müden umdrehen, ausploppen kann, sie das erhalten, was sie in dem Moment brauchen und dann weiter in der Wärme und Geborgenheit weiter schnullern. kein quengeln, nada. Sie werden dann, wenn sie es wollen, klar signalisieren, wenn sie in ihrem eigenen Zimmer und Bett schlafen wollen. Kinder können sich meist ganz klar kommunizieren, wenn wir das Herz haben, ihnen zuzuhören.

    P.S: ich mag das Etikett Steinzeitfeminimsus überhaupt nicht,  Hinter dem Feminismus stehen Generationen von Frauen, die sich unter Einsatz ihres Lebens dafür eingesetzt haben, was inzwischen erreicht wurde. das gilt es zu ehren.

    sicher gibt es welche, die etwas verkrustet an absoluten Schemata festhalten, das kann aber auch von orthodoxen Gewerkschaftlern, Ueberkapitalisten und anderen orthodoxen gesagt werden.

    Ich finde etwa, dass Alice Schwarzer einen inneren Wandel durchgemacht hat, der sehr wohl mit dem Wandel der Frauenbewegung zu tun hat. In dem Sinn finde ich sie ehrlich. was mich an ihr stört, ist ihre Unehrlichkeit der Thematik der LGBT gegenüber.

    Aber LGBT ist ein Thema, das den Rahmen dieses Artikels sprengt. Aber es weist auf die Feindseligkeit zwischen LGBT Leuten und Feminismus hin.

  • rabenmuttermitlogorrhoe

    @katharina
    da sind wir jetzt an einem interessanten Punkt. Ich gebe Ihnen recht, die Veränderung muss von den Frauen selbst ausgehen.  Jedoch bedarf es, so denke ich, einer Armada von Kampfschweinen und Keulenschwingerinnen – Sie haben recht, dass der Steinzeitfeminismus ein blöder Begriff ist – die die Hemmschwellen für die Frauen in weniger privilegierten Situationen niedrig tritt. Eine Art von Handreichung, Weg freitrampeln. Alice Schwarzer und ihr Hofstaat, die Emma, ist in diesem Sinne kein wegbereitendes Trampeltier mehr, da sie mittlerweile meiner Meinung nach sehr oft zu einem “Heul nicht, bist selbst schuld” übergegangen ist – ich empfinde sie da als ungerecht.
    Uns schnüren noch immer viele Gesetze den Atem ab, und als Reaktion auf die “Steinzeitfeministen” drängen selbsternannte Maskulisten auf die Bühne. Auf einmal ist es wieder chic, Chauvi-Sprüche zu lancieren und die ganz knallharte Seite den Mädels zu zeigen, die da angeblich drauf stehen.  Ein Besuch bei einem Schützenfest in der Provinz lehrt das Fürchten ebenso, sollte allen empfohlen werden, die denken, daß die Emanzipation doch endlich fertig ist und man die Steinzeitfeministinnen einmotten kann .
    Hierzulande (D) etwa hat sich die Situation von Alleinerziehenden in den letzten Jahren kontinuierlich verschlechtert, und Gesetze zwingen diese Mütter schnell wieder in die volle Berufstätigkeit zurück (Stillen bis zum sechsten Lebensjahr ist da kaum möglich), die höchstens in Schwerstarbeit zu leisten ist mit mehreren Kindern. Gleichzeitig bekommen – an sich begrüssenswert – die Väter mehr Rechte (Besuchs, Umgangs- Aufenthaltsbestimmungsrecht), aber keine Pflichten. Gruselveranstaltungen wie “Väteraufbruch” suggerieren der Bevölkerung, dass alle Frauen, speziell Mütter, gewissenlose Schlampen sind und es in der Republik von Abermillionen von Vätern wimmelt, die sich gern Vollzeit um ihr Kind kümmern würden, aber nicht dürfen Die Eidgenossinnen haben es da sicher nicht besser, da kenne ich mich nicht aus.
    Aber das tangiert eigentlich auch schon ein neues Thema.

  • rabenmuttermitlogorrhoe

    @Sabrina: Das ist doch jetzt wirklich etwas albern. Wenn ich in so einem Forum lese, erwarte ich keine wissenschaftlichen Beiträge und Doktorarbeiten.  Einen Denkanstoß, mehr nicht – das müssen Sie ja nicht als persönlichen Angriff auf Ihre Lebensmaxime werten.

  • Sabrina

    @Réda Philippe El Arbi: Wenn das so ist, dann entschuldige ich mich natürlich vielmals bei Ihnen. Ich hatte wohl einfach zu hohe Erwartungen und war irgendwie davon ausgegangen, dass man sich als Autor gewisse Mindeststandards setzt, sozusagen einen gewissen Anspruch an sein eigenes Werk stellt.

  • Réda Philippe El Arbi

    Sabrina: Für ein paar persönliche Gedanken hat das ganze auf jeden Fall genügend Impact. Offenbar hab ich was getroffen. Sonst schreien die Leute mich nämlich nicht (virtuell) an, sondern zucken mit den Schultern und klicken weiter 😀

  • Henni

    Faszinierende Kommentare.
    Zu dem Artikel möchte ich mich gar nicht mehr groß äußern, dass er größtenteils Unsinn ist, wurde genug thematisiert.
    Ich wollte nur ein paar persönliche Erfahrungen abgeben, da ich mich seit langer Zeit intensiv mit den Themen Stillen, arbeiten, Familienbett etc. auseinandersetze.

    Fakt 1: Die bisher gröbsten Angriffe gegenüber Flaschenmüttern gingen bisher immer von Männern aus (Frau sei ja egoistisch, dem Kind sowas vorzuenthalten etc.).
    Fakt 2: Die bisher gröbsten Angriffe gegenüber LSZ und Familienbett gingen bisher immer von Männern aus (Kinder sind nachher alle psychisch krank, Drogenabhängig und weiß der Teufel was).

    Ich kenne einige Frauen, die der Autor wohl auch als Eso-Mutterkühe skizziert hätte.
    Was mich wundert, ist der Kommentar, dass diese Frauen das alles als Magie sehen und endlich einsehen sollten, dass Kinder kriegen was völlig natürliches und nichts spirituelles sei.
    Dabei ist doch, meiner Erfahrung nach, genau das Gegenteil der Fall.
    Diese von ihnen skizzierten Eso-Mütter sehen das gebären, stillen, rumtragen eben als völlig natürlich an. Sie wundern sich, warum man überhaupt darüber diskutiert.
    Wenn man 2 Brüste hat, aus denen völlig umsonst und wohltemperiert Milch kommt, warum nicht stillen?
    Wenn es mein Wunsch ist, möglich viel Zeit mit den Kindern zu verbringen, warum dann nicht für eine auf die Lebensdauer betrachtet doch sehr kurze Zeit “Heimchen am Herd” spielen?
    Wenn Millionen Frauen Kinder kriegen, warum soll man es nicht auch schaffen?
    Lustigerweise habe ich persönlich von “diesen” Frauen noch NIE ein anschuldigendes Wort gegenüber Müttern, die nicht stillen können, gehört.
    Dafür aber schon leider allzu viele unqualifizierte und vor Falschheit strotzende Kommentare übers Langzeitstillen.

    Die Frage ist: Machen sich die Frauen wirklich gegenseitig runter?
    Oder tun sie es nicht von selber? Aus sich selbst heraus?
    Angegriffen fühlen kann man sich nur dann, wenn man von seiner eigenen Entscheidung nicht vollständig überzeugt ist.
    Wenn man sich vollkommen eins ist mit der eigenen Entscheidung, wie man lebt, dann kann einem alles andere egal sein. Dann ist man nicht beleidigt. Man ist höchstens immer und immer und immer wieder im Erklärzwang, so sehr, dass man die ganzen Fakten zu Stillen, Tragen, Familienbett im Schlaf runterbeten kann.

    Beleidigt sind die, die in Wirklichkeit nicht zu ihrer Entscheidung stehen.
    Die, die eigentlich auch wieder arbeiten wollen, aber sich nicht trauen, weil sie sonst als Rabenmutter gelten.
    Die, die lieber beim Kind bleiben wollen, aber aus finanziellen Gründen nicht können.
    Oder Frauen, die aus Zwang stillen, sich damit aber unwohl fühlen.
    Gut ist das, was man für sich und sein Kind für am Besten hält.

    Als Frau wendet man sich mit der Geburt eines Kindes um 180% und gerade diese “Eso-Tanten” lassen ihr Leben eben von Intuition, Hormonen und Gefühlen leiten, anstatt vom gesellschaftlichen Diktat. Und ja, diese “Tanten” wirken auf mich äußerst glücklich! Komisch…
    Ich kenne auch Frauen, die das Gegenteil dieser “Eso-Mütter” sind.
    Traurigerweise sind diese Frauen allesamt sehr unglücklich in ihrer Rolle. Mag nun Zufall sein, dass es in meinem Bekanntenkreis nun sich genau so zugetragen hat.
    Aber sicher ist, dass eben genau diese Frauen nicht auf ihr Herz gehört haben.
    Die Geburten waren jeweils sehr anstrengend und die Kinder danach erstmal “weggenommen”.
    Stillen hat nicht geklappt (“Man darf nur alle 4h füttern!”), Familienbett abgelehnt (obwohl als einfacher empfunden), weil die Familie einem eingeredet hat, dass das Kind ja sonst viel zu verwöhnt würde und NIE WIEDER aus dem Elternbett raus käme. Lauter Unsinn halt… gerade junge Mütter lassen sich davon schnell verunsichern (weswegen diese “Eso-Tanten” wohl eher die Spätgebärenden sind).

    Und noch was: Was für ein krankes Bild haben sie eigentlich von Emanzipation?
    Bin ich wirklich als Frau NUR dann emanzipiert, wenn ich mein Kind möglichst früh abstille und in Frembetreuung gebe, um der Wirtschaft meinen Nutzen zu erweisen?
    Ist Emanzipation nicht Gleichberechtigung?
    Ich habe das RECHT dazu, arbeiten zu gehen. Nicht die PFLICHT!
    Leider wird dies immer wieder verwechselt und führt tausende Frauen in Depressionen und Burn-Out.
    Wir sind in erster Linie Menschen und kein Wirtschaftskapital.
    Der Mensch sollte so handeln, dass er und seine Umgebung glücklich ist.
    Und wenn mein Herz mir sagt, dass mein Kind mich 3 Jahre lang braucht, dann sollte ich als Frau verdammt noch mal das Recht haben, dies zu befolgen. Arbeiten kann ich danach noch lang genug.
    Mögen viele nicht verstehen, hat was mit Liebe zu tun.

  • Sabrina

    @ rabenmuttermitlogorrhoe: Ich erwarte sicher keine wissenschaftlichen Beiträge. Aber ich erwarte eigentlich, dass jemand auch wirklich “was zu sagen hat”.

    @ Réda Philippe El Arbi: Ein Hundehaufen an der richtigen Stelle hat auch genügend “Impact” – er trifft nämlich recht gut. Und ja, die Leute schreien dann auf. Trotzdem bleibt es einfach ein Hundehaufen. wink Was ich damit sagen will: Schade, dass wenn das Ihr einziger Anspruch an sich selbst und Ihre Texte ist.

  • Gitte

    Also soll ich jetzt Aptamil Folgemilch kaufen oder nicht?

  • Marie

    Das Problem heutzutage ist einfach, dass viele Mütter kein Vertrauen in sich selbst haben. Vielleicht haben sie nicht gelernt, was es heißt, eine gute Mutter zu sein, weil eben dieses Vorbild fehlte. Vielleicht sind sie auch schlichtweg überfordert mit dem Überangebot an Tipps und Tricks für die perfekte Kindererziehung.
    Mit all der Erziehungsberatung, Trageberatung, Ernährungsberatung, Stillberatung, Namensberatung, Schlafberatung, Förderberatung, Bertreuungsberatung, Hautpflegeberatung, Motorikberatung, Homöopathieberatung und Partnerberatung wird einer Mutter ja ohnehin jegliche Kompetenz abgesprochen: du kannst das nicht, lass dich mal lieber beraten.
    Frauen, die dieses Vertrauen in sich und in ihr Können haben, lächeln über diesen Text (aus dem der Autor ja doch einiges an Brisanz genommen hat, stelle ich fest). Eben weil sie schlichtweg wissen, dass sie das Beste für sich und ihre Kinder tun. Weil sie wissen, dass genau dazu auch mal Fehler gehören. Weil sie wissen, wo ihre Grenzen sind, was sie glücklich macht und ihnen guttut. Und eben nicht meinen, sich dafür rechtfertigen zu müssen.

  • Heidi

    DANKE, vielen DANK für diesen Artikel. Ich sehe es genau SO oder fast so. Kinder sind wichtig, Kinder sind toll und seine Liebsten sind einem heilig, aber man ist noch Mensch und nicht nur Euter und teilweise übertreiben manche heutzutage (oder schon immer) maßlos mit dem Stillen etc. und kommen immer mit dem Spruch :“Früher….!” Sowas hasse ich wirklich. Früher? Früher hatten Frauen keine Zeit ein Kind so lange zu stillen und bei den edleren Damen haben es sowieso die Ammen getan. Sie versuchen nur ihren widernatürlichen Drank zu stillen irgendwie erklären, denn ja ich finde es nicht gut und ich bin asbolut dagegen sein Kind jahrelang zu stillen.
    Und es ist egoistisch, es ist ziemlich egoistisch, aber Mütter denken immer, dass SIE die einzig wichtige Person in dem Leben ihres Kindes ist , aber was ist denn mit dem Vater? Ja…. der ist doch eigtl. egal, der hat ja schon beim Zeugen geholfen- reicht ja schon… Sehen diese merkwürdigen Gestalten es wohl so?… Und die Frauen , die sich angesprochen fühlen- finde ich lustig. Anstatt darüber zu schreien, dass man euch hier niedertrampelt, solltet ihr viellt. erst einmal euer Verhalten reflektieren.

  • Heidi

    Sehr , sehr guter Kommentar. Sehe ich absolut genau so. Vor allem frage ich welcher diesen Schnickschnack mitmacht? Langzeitstillen, Familienbett…. finde ich alles unnötig.
    Ich würde diese “Möchtegerns” nicht als Supermütter bezeichnen.Weil dies sind sie in meinen Augen defintiv nicht. Eine Supermutter geht arbeiten, kocht, putzt UND kümmert sich mit ihrem liebenden Mann um die Kinder. Zu Hause hocken und das Kind stillen, könnte theoretisch gesehen jeder machen, aber manche WOLLEN es auch nicht. Da man seinen Beruf nicht einfach so gelernt bzw. studiert hat, sondern weil es einem Spaß macht und bereichert.
    Ich kenne zum Glück niemanden der so in einem Wahn steht, alle die ich kenne lieben ihre Kinder über alles, ABER sie lieben auch ihren Partner, ihre sonstige Freizeit und das Leben.

  • Henni

    @Heidi: Danke, du hast meinen Tag gerettet 😀

    @Marie: Tendenziell gebe ich dir recht, als dass viele Frauen nicht den Mut haben, sich selbst zu vertrauen.
    Aber man darf dabei nicht vergessen, dass Dinge wie Tragen und Stillen nicht intuitiv gemacht werden können.
    Stillen ist eine Sache, die tatsächlich “gelernt” werden muss (wobei da Intuition hilfreich ist, aber nicht ausreichend). Genauso wie das Binden eines Tragetuches.
    Früher wurden – nahezu – alle Kinder gestillt.
    Wenn Frau ein Kind bekam hatte sie eine Horde von erfahrenen Müttern um sich herum, die ihre Kinder 1-2 Jahre lang erfolgreich gestillt haben.
    Anfang des 20. Jahrhunderts wurden dann leider immer mehr Lügen verbreitet, dann kam die grausame Nazipädagogik und damit zwangsläufig auch die Pulvermilch.
    Die Leute, bspw. meine Mutter, wollten Stillen, konnten aber nicht, weil die Unterstützung mehr als Mangelhaft war.
    Heutzutage haben Mütter, die stillen wollen, das Glück(!), dass es Stillgruppen und -beratungen gibt, die die Aufgabe ersetzen, die früher von der Familie erfüllt wurde.
    Anstatt alle Institutionen, die Müttern helfen, zu verteufeln, sollte man sowas wie Stillberatungen besser fördern. Solange, bis es überflüssig wird, weil das Wissen wieder durch Familie und Freunde weitergegeben werden kann.
    Ohne Stillberatung oder Trageberatung gucken die Leute halt im Internet und DANN sind sie wirklich schnell überfordert, weil von überall andere Informationen kommen und man erstmal zwischen gut und schlecht filtern muss. Bei einer Beratung hat man eine ausgebildete Person. Und bei Stillgruppen zudem noch andere Mütter, ein bisschen Sozialkontakt hat ja auch noch niemandem geschadet.

    Ich stimme dir aber vor allem da zu, dass die Leute, die rein nach ihrem Herzen und Verstand handeln, sich auch nicht beleidigt fühlen. Denn sie machen es ja so, wie sie es für gut und richtig halten wink
    Aber manche benötigen eben etwas Unterstützung von außen, um überhaupt zu lernen, auf die Intuition zu hören.
    Ich kenne leider Leute, die besitzen weder eine Intuition, noch die Einsicht, sich mal zu informieren. Bei manchen wäre es eben nicht verkehrt… leider.

  • Andrea Mordasini, Bern

    Ich kann weder mit dem reisserischen Bericht noch mit den teils sehr aggressiven Kommentaren noch dem sinnlossen Mütterbashing etwas Positives abgewinnen. Journalisten, welche dermassen beleidigend schreiben, mit diskriminierenden Begriffen wie Bälger, Stillnazis und Gebärmaschinen um sich werfen müssen und meinen, eine Frau wäre nach Schwangerschaft und Geburt noch dieselbe wie vorher, kann ich nicht ersnt nehmen. Und ich gehöre übrigens nicht zu den Langzeitstillerinnen! In meinem Umfeld hats sehr viele Mütter und mindestens soviele verschiedene Erziehungsstile und Lebensmodelle. Doch das friedliche Zusammenleben funktioniert wunderbar – ganz einfach weil wir uns und unsere Ansichten respektieren und tolerieren. Und solange die Kinder möglichst bedürfnisorientiert und natürlich gewaltfrei erzogen und mit viel Liebe, Wärme, Nähe, Geborgenheit, Zuwendung, Zuneigung und Sicherheit durchs Leben hindurch begleitet werden, ist doch alles bestens – egal ob und wie lange gestillt wurde! Mit etwas mehr Mit- und Füreinander statt Gegeneinander, “Leben und leben lassen” und weniger Vorurteilen, dafür etwas mehr Rücksicht, Toleranz, Respekt, Verständnis, Akzeptanz, Lockerheit und gesundem Menschenverstand wäre das Zusammenleben – vor allem jenes unter uns Müttern – noch viel harmonischer und gemütlicher smile. Und solche diffamierenden Artikel und damit verbundenen Diskussionen würden restlos überflüssig und schon gar nicht veröffentlicht… wink

  • Christina

    Aha…. eine abwertend geschriebene Meinung mehr auf der Welt, die keinen interessiert wink Akzeptanz ist das Zauberwort.

  • mira

    Redda, wo wohnen Sie? Ich hab doch nun schon einige Mütter kennen gelernt, aber sowas ist mir noch nie untergekommen.
    Stillen/Tragen/Famlienbett hat nichts mit Unabhänigkeit der Frau zu tun, das sage ich als Alleinernährerin der Familie, zu 100% emanzipiert, und meilenweit vom Herd entfernt.  Es sind einfach normale Handlungsweisen, welche das Aufziehen der Kinder immens erleichtern. Wenn es klappt. Und wenn nicht: jeder weiss, dass die Natur nicht perfekt ist, also seien wir dankbar, dass es Alternativen gibt. Und hören wir auf, über andere abzustänkern.
    Zum Stillen: wenn Mama nicht da ist, dann kriegt Kind Milch aus der Flasche. Wo ist das Problem?
    Zum Tragen: Kann Mama, Papa, Oma, Tante, Tagesmutter, etc sein.
    Familienbett: Wer mehr Schlaf hat, der hat auch mehr Lust auf andere Aktivitäten.

    Bin gespannt auf ihren Folgeartikel!

  • Tom

    Stillen hatte unterwegs praktische Aspekte. Die Innigkeit zwischen Mutter und Kind beim Stillen konnte ich als Vater mit Schoppen nicht reproduzieren. Den Kindern (bisher 3) gefiel es und ohne vollumfängliche Zuneigung und ehrliche Auseinandersetzung miteinander im Erziehen/Leben gehts auch mit Stillen nicht geradeaus. Warum soll ich mich übertrieben mit “früher” abgleichen, wenn wir den Luxus haben eigene Wege zu beschreiten?

  • lilith

    na ja, meiner meinung nach keine gute idee, sich als mann dermassen abwertend (mutterkühe!?) über uns stillende, die das stillen sogar geniessen, frauen zu äussern! sorry, aber der autor würde wahrscheinlich die geburt nicht überleben… ist schon besser, dass die uns frauen vorbehalten ist!

  • I <3 stillen

    So viel Mist auf einem Haufen hab ich ja noch nie gelesen raspberry

  • Réda Philippe El Arbi

    Naja, offenbar leben Sie auf einem anderen Planeten. Die Abwertung findet eben sehr oft durch Mütter statt, die ein religiöses Selbstverständnis in der Mutterolle haben.  Da ist meine Kolumne nur ein Nadelstich dagegen smile

  • Jacqueline

    Hallo Marie, vielleicht komme ich bereits zu spät zur diskussion. egal.ich wollte nur dazu sagen. Von allen Kommentare die ich gelesen haben,weiss ich von den wenigsten vorum es wirklich geht.

    Danke das du nicht so unnötig komplizierte akademische Ausdrücke gebraucht hast um auf den Punkt zu kommen. Aber du hast den Nagel auf den Kopf getroffen.

    Der einer schreibt um Geld zu verdiennen und die anderen ärgern sich grün und blau darüber = reden am Thema vorbei.

    Clever Mr. El Arbi. Auch wenn nicht alle meiner Meinung sind!! Oder wede ich jetzt auch mit Angriffe bombadiert weil ich eine andere Ansicht habe.? Es lebe die Freiheit der Gedanken solange sie nicht die anderen Schaden.

  • Aigul

    dabei sind The Monsters & Bonaparte, Steff la Cheffe, Stahlberger, Boob und viele andere. Herausgebracht wurde die Compilation von Greis und Guy

  • Corderito

    : Oder sich auch definitiv dageegn entscheidet – und auch das muss akzeptiert werden! Natfcrlich. War vielleicht etwas missverste4ndlich formuliert, aber so gemeint.Allerdings denke ich, dass eine lesbische Pfarrerin, ein schwuler Pfarrer oder auch transsexuelle Pfarrer_innen – soweit ich weidf, gibt es da ja inzwischen auch einen Fall – schon wegen ihrer eigenen seelischen Gesundheit nicht gerade darauf bestehen werden, ausrechnet in einer solchen Gemeinde ein Pfarramt fcbernehmen zu wollen.  Nele

  • Shane

    Haben gerade e4hnliche Probleme mit 1&1 drhaugemccht.8 behobene Stf6rungen in ca. 7 Wochen. Durchschnittlich waren wir jedes Mal 3 Tage offline und zuse4tzlich auch ohne Telefon. Oder man kann auch sagen wir waren alle paar Tage mal ein paar Stunden wieder erreichbar. Natfcrlich gerne mal Nachts, wenn man seine notwendigen Anrufe sowieso nicht erledigen kann.Und Schuld war immer die Telekom. Komisch nur, das bei den Nachbarn mit Telekomanschluss alles funktionierte.  Januarsonne

  • Etrain

    Hmmm, ganz nett.So eine Umschaltung hab ich mit einem Teleswitch auch mal gebaut. Das Senderchen sieht stark nach Telefunken (bzw. Transradio) aus.Mal eine aredne Frage Wie le4uft denn eigentlich die Signalzuffchrung? Und wie lang ist die Strecke? Hab hier auf Fotos so eine Yagiantenne gesehen, nach WLAN sieht das aber nicht aus.Grudf

  • Birgit

    SEEEHR GUUUT. Ein Artikel, der überfällig ist. Väter ! wehrt Euch gegen solche Übermütter und kämpft für den Euch zugedachten Platz an der Seite Eures Kindes!!! Die Kinder brauchen Euch als Ausgleich zu so einer Supermutti und können sich gegen die Vereinnahmung dieser liebestollen Mütter leider nicht wehren. Deshalb seid unnachgiebig und nehmt auch Elternzeit – auch gegen den Willen der Partnerin. Kämpft für den Erhalt der Paarbeziehung und erinnert die Übermutti immer immer wieder daran, daß sie auch noch Frau und ist zudem noch sehr begehrenswert für Euch ist. Außerdem Bitte! macht ihr immer wieder klar, daß sie sich nicht für den Nachwuchs aufopfern soll, sondern eigene Projekte unabhängig vom Kind haben soll, sei es Arbeit oder Hobby etc. Sonst kommt die Bitterkeit irgendwann, weil das Kind einem nicht die Erfüllung gibt, die man sich ersehnt hat und die Beziehung zum Mann ist dann leider schon tot. Leider sind Frauen oft so, daß sie all das vernachlässigen, sobald ein Kind geboren wird. Also liebe Mütter: hört auf Eure Partner und vergesst die Rolle der “guten Mutter”. Eine mittelmäßig gute Mutter ist wahrscheinlich viel besser fürs Kind, für den Partner und die Paarbeziehung!!!
    Liebe Grüße,
    Birgit

  • Daniela

    So einen menge an Menschlichen Schwachsinn habe ich ja lange nicht mehr auf einen Haufen gehört.
    Man könnte fast meinen er ist neidisch auf uns Frauen nur weil er nicht Stillen kann!
    Oder aber seine Frau hat ihn abgeschossen weil er so ein Verkackter Narzistischer Zipfelschwinger ist.
    SORRY! für die Ausdrucksweise, aber wer sich in dieser Art und Weise äußert….da fehlen mir die Worte.

    Ich denke einfach er ist Eifersüchtig auf die Nähe die Mütter ihren Kindern geben, warscheinlich weil er selbst nie zu Mami ins Bettchen kuscheln durfte und ihm hat es ja auch nix geschadet (meint er wenigstens) HAHAHAHA 😀 ….und ihm auch beigebracht wurde das man vom Mastrubieren Blind und Dumm wird….
    Naja, vllt stimmt es ja bei manchen….lach wink

    Denn sie Onaniern Geistig und davon werd ma bled…….(Hans Söllner)

  • Daniela

    …erstaunt Kopfschüttel….
    Und das von einer Frau….oder so was in der Art….
    Armes Deutschland!

  • endloop

    Der Autor hat völlig recht, diese Übermütter drängen sich mit einem nahezu narzistisch aufdringlichem Selbstverständnis Ihrer Umgebung auf und maßen sich an, andere Frauen ob Ihrer anderen Vorgehensweise der Aufzucht Ihrer Nachkommen zu verurteilen. Liebe Stillnazis – behlatet Eure Weisheiten und eure Selbstgerechtigkeit für euch und belastet niemanden damit – guter Tip gegen geistige Diarrhoe – Telefonseelsorge!!!!!!!!!

  • Silvia

    Ich kann die Antwort von Andrea nur unterstützten. Die Schreibweise des Authors ist extrem primitiv und zeugt von seinen persönlichen Problemen andere zu akzeptieren. Ich bin mir außerdem sicher, dass es wesentlich mehr Mütter gibt, die heimlich lange stillen , weil sie im Gegensatz zu den sog. “kultivierten” Müttern, die keinerlei Intuition im Umgang mit Kleinkindern besitzen, einfach nur das Beste für ihr Kind wollen, als “Stillnazis”,  die andere aufklären wollen. Meine Erfahrung ist, dass die Stillablehner wesentlich lauter schreien als die Stillmütter. Nochmal die Botschaft an Alle: Mehr Toleranz bitte! Es ist Privatsache, ob und wie lange man stillt!!!

  • barbara

    Ich empfinde mich als emanzipierte Frau. Mein Mann war Hausmann und ich ging nach 4 Monaten nach der Geburt arbeiten. Er hat mir die Tochter jeweils zur Arbeit gebracht, damit ich sie weiter stillen konnte. 1. Fand (finde) ich das Stillen als das Natürlichste der Welt. Praktisch jedes Säugetier säugt das Kind solange bis es feste Nahrung zu sich nehmen kann (weiss die Biologin im Haus sicher noch besser als ich). Warum soll ich dann Nestlé Kohle in den Rachen schmeissen wenn ich die optimale Nahrung selber produzieren kann, jederzeit und immer in der richtigen Temperatur? 2. Ist Muttermilch gut als Prophylaxe für vieles (Vitamin D-Mangel, Vorbeugung vor Allergien etc.). Ja: auch ich habe das Kind an mich geklebt, weil ich wusste, diese innigen 4 Monaten sind bald vorbei und das Kind wird nur noch nach Feierabend und am Wochenende eine Rolle spielen: ich habe meine Akkus geladen, soviel ich konnte. Heute ist die Tochter 21 Jahre alt. Sie raucht nicht. Ich habe sie nach der Scheidung zum Therapeuten gebracht um vor zu beugen, falls ich zu heftig auf sie eingewirkt haben sollte: sie wurde nach 5 Sitzungen als gesundes normales Kind wahrgenommen. Hatte vor einem Jahre eine Krise, ging in die Seelsorge und hat sich wieder auf sich eingenordet. Sie wird in 3 Monaten ausziehen und ins Ausland (zu ihrem Vater) gehen um eine weitere Ausbildung zu machen. Ich würde sagen: sie hat sich ganz normal entwickelt. Egal ob wegen oder trotz der 10-monatigen Stillzeit.

  • Reda El Arbi

    Es geht nicht in erster Linie ums Stillen. Es geht um die Abwertung, die Übermütter den nicht Stillenden angedeihen lassen. Und 10 Monate stillen find ich jetzt nicht übermässig. Bis zum 4. Lebensjahr, wie’s in der Leche Liga oft vorkommt, aber schon.

  • daniela p.

    oft? wie oft ist oft? was heisst “in (!) der leche liga”? in briefmarkensammlerclubs wird auch überdurchschnittlich viel zeit mit briefmarkensammlen verbracht. diese clubs sind für normalsammler aber wichtig.
    sehr wenige menschen stillen länger als ein jahr. und diese bezeichnen sich kaum als übermütter

  • fkoe

    Wer einen solch tendenziösen, von keinerlei Kenntnis getrübten, fast polemischen Artikel über das Stillen schreibt, zeigt, dass er von moderner Gleichberechtigung soviel Ahnung hat wie die “Kuh vom Kreppelbacken”. Wenn diese Gesellschaft es nicht schafft, berufstätigen und nicht berufstätigen Müttern das Stillen ohne Stress zu ermöglichen, und sie sogar noch auf die künstliche Säuglingsnahrung verweist dann hat sie ihre Zukunftschance zur einzig echten gesunden Ernährung ihrer Säuglinge nicht begriffen. Sie frönt dem Kapital wie schon an vielen anderen Eckpunkten unseres Lebens und merkt nicht, dass sie ausgebeutet wird. Stillen “Ja bitte!” künstliche Babyernährung “Nein-Danke”

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