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Mama kauft sich ein Mädchen

Immer mehr Frauen entschliessen sich für ein Kind mit Wunschgeschlecht – für eine Tochter. Die sogenannten Sex-Selection-Therapien sind mittlerweile alleine in den USA ein 100-Millionen-Business.

Von Marie Dové

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Die einen warten immer noch ganz altmodisch bis zur Geburt des Kindes, um absolute Sicherheit über dessen Geschlecht zu haben. Andere hingegen geben neuerdings sehr viel Geld aus, um gleich selbst bestimmen zu können, obs ein Junge wird oder ein Mädchen.

Gender Selection oder Sex Selection nennt sich dieser befremdliche Trend, dem das Onlinemagazin «Slate» Mitte September einen umfangreichen, auf grosse öffentliche Resonanz gestossenen Recherchebeitrag widmete. Gemäss «Slate» ist Gender Selection in den USA bereits ein Big Business: Fertilitätskliniken würden pro Jahr 100 Millionen Dollar umsetzen mit Babys mit Wunschgeschlecht. Auf 4000 bis 6000 Fälle wird die Zahl der entsprechenden Eingriffe gezählt.

Hinter der Gender Selection steht die Preimplantation Genetic Diagnosis (PGD) – eine Methode, die ursprünglich entwickelt wurde zur Früherkennung genetischer Defekte an im Reagenzglas gezeugten Föten. Mit einem Laser wird der Chromosomen-Code der sechs bis acht Zellen grossen Embryonen gescannt und so auch das Geschlecht erkannt. Der Mutter werden dann nur Föten mit dem genehmen implantiert; die Fehlerquote dieser Therapie liegt bei unter einem Prozent.

Dieser Wunsch nach einer Tochter

In den meisten Ländern ist die Wahl des Geschlechts eines Kindes gesetzlich nur erlaubt, um eine genetisch bedingte, an das Geschlecht gebundene schwere Erkrankung zu verhindern. Dies gilt auch in der Schweiz. Zudem ist es in vielen Ländern ausdrücklich verboten, das Geschlecht eines Kindes zu bestimmen, nur weil die Eltern lieber einen Jungen oder ein Mädchen hätten. Die grosse Ausnahme aber sind die USA. (Lesen Sie auch: «Kinder? Niemals – Vorerst!»)

Zwar gibt es keine gesicherte, offizielle Statistik, wie viele Mädchen und wie viele Knaben mittels Sex Selection künstlich befruchtet werden. Gemäss «Slate» geben jedoch die wichtigsten amerikanischen Fertilitätskliniken übereinstimmend an, dass die grosse Mehrheit der Sex-Selection-Kundinnen ein Mädchen wünschten, in 80 Prozent der Fälle nämlich.

Dies entspricht in etwa auch dem Ergebnis einer Studie des Magazins «Reproductive Biomedicine Online» aus dem Jahr 2009, wonach weisse amerikanische Mittelschichtspaare, die ein Kind erwarten, in 70 von 100 Fällen sich ein Mädchen wünschten. Im Internet sind mehrere Websites zu finden (etwa In-gender.com oder Genderdreaming.com), wo sich Frauen über Sex-Selection-Therapien austauschen und sich gegenseitig in ihrem Wunsch nach einer Tochter versichern.

«Gender Tourism»

Während in Ländern wie China oder Indien Eltern auch heute noch mit allen Mitteln versuchen, Söhne zu bekommen, und deshalb Mädchen immer noch massenhaft abgetrieben werden, gilt in den USA die umgekehrte Präferenz, Töchter sind gefragt. Dies hat gemäss Experten auch damit zu tun, dass Mädchen heute als sozialer, erfolgreicher und weniger problembehaftet gelten als Knaben. (Lesen Sie auch: «Das Ende des Mannes»)

Die Paare, die für ein im Reagenzglas befruchtetes Kind mit Wunschgeschlecht bis zu 20’000 Dollar Therapiekosten zahlen, sind in der Mehrheit um die 30, gut gebildet und gut verdienend, und haben meistens schon eines oder mehrere Kinder.

Die Mädchenmacher in den amerikanischen Fruchtbarkeitskliniken erfreuen sich einer internationalen Klientel. So berichtete «Daily Mail» vor kurzem von einem «Gender Tourism» von Grossbritannien in die USA: Britische Mamas würden sich in den Vereinigten Staaten Kinder mit Wunschgeschlecht machen lassen. «Daily Mail» berichtet von «Dutzenden von Fällen» – um einen Massentourismus kann es sich somit (noch) nicht handeln.

Psychische Folgeschäden bei Sex-Selection-Kinder?

Indes: Gender Selection ist auch in den USA nicht unumstritten. Die einflussreiche American Society for Reproductive Medicine etwa kritisiert das Geschäft mit dem Wunschgeschlecht deutlich: An sich gesunde, fruchtbare Frauen würden sich einem nicht ungefährlichen Eingriff aussetzen. Und die Fertilitätsspezialisten würden angesichts des neuen lukrativen Marktes ihre eigentliche Aufgabe vergessen: die Unfruchtbarkeit von Paaren zu therapieren. (Lesen Sie auch: «Sex aus Verzweiflung»)

Schliesslich befürchtet die American Society for Reproductive Medicine auch negative Folgen für die mittels Sex Selection gezeugten Kinder selbst. Deren Eltern nämlich würden sie mit aller Wahrscheinlichkeit gemäss engstirniger Geschlechterstereotypen erziehen und das könne zu psychologischen Folgeschäden führen.

In der Tat: Was tun, wenn ein mit Gender Selection gezeugtes Mädchen plötzlich Fussball spielen will oder sich ein Baumhaus baut? An die Fertilitätsklinik zurückgeben kann man das Kind wohl nicht. (Lesen Sie auch: «Oh Mann, hast du es gut»)

Was meinen Sie?

Links:

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Gender In vitro Trend


Kommentare

  • Rosmarie

    Tolles Bild!

  • Katharina

    „Was meinen Sie?“

    Was ich meine ist, dass Sie hier absolut totalen Stuss erzählen, der rein medizinisch nicht stimmt. Orientieren Sie sich etwa über die FDA Regulationen, unter denen Gender Selection erlaubt ist. Technisch ist es so, dass In Vitro Fertilisation männliche Zygoten aufgrund des Verfahrens begünstigt. Es heisst zudem nicht ‘Therapie’. Schon diese Wortwahl ist ausgesprochen unsachlich. Weiter sollten Sie sich über die Preise besser orientieren. die sind im Bereich 80’000 USD.

    Summa Summarum ein Stücke Journalismus der untersten, dümmlichsten und billigsten Sorte, die sich nicht einmal bemüht, ordentlich die medizinischen Fakten zusammenzuschustern.

    „Deren Eltern nämlich würden sie mit aller Wahrscheinlichkeit gemäss engstirniger Geschlechterstereotypen erziehen und das könne zu psychologischen Folgeschäden führen.“ ist eine nicht substanziierbare Annahme, die nur Ihre eigenen „engstirniger Geschlechterstereotypen“ entlarvt.

    Grüsse aus Kalifornien von einer lesbischen Mutter (via IVF).

  • Clack-Redaktion

    Mit einem einzigen Klick auf die angeführten Quellen kann man sich der Richtigkeit der Darstellung versichern. Die Redaktion behält sich vor, in Zukunft unsachgemässe, die Autorinnen und Autoren von Clack beschimpfende Kommentare zu löschen und die entsprechenden User zu sperren.

  • Anna

    Tatsächlich wird in den USA derzeit intensiv eine Debatte geführt über Sex Selection – gut, dass Clack dieses Thema aufgreift. Ein interessanter Beitrag war vor einigen Tagen auf Jezebel zu lesen, gibt einen guten Überblick und ergänzt den Clack-Beitrag. Hier: http://jezebel.com/5938799/were-obsessed-with-sex-selection-for-the-wrong-reasons

  • Nicolaus Busch

    Es erscheint doch einigermassen offensichtlich, dass Menschen, die bereits vor der Geburt eine klare Festlegung auf “m” oder “f” vornehmen, die klassische Dichotomie der Geschlechter verinnerlicht haben und eine eindeutige Vorstellung nicht nur vom Sex, sondern auch vom Gender ihres Kindes haben. Wem es egal ist, ob sein Sohn auch mal ein Kleid trägt oder seine Tochter Bauarbeiterin wird, der wird niemals vor der Geburt zu solchen Massnahmen greifen. Von daher ist die Annahme “engstirniger Geschlechterstereotypen” alles andere als abwegig oder unsubstantiierbar.

  • Katharina

    Ein Paar Kolumnen machen keine intensive Debatte. Sorry. Die findet nämlich nicht statt. das waren ein paar wenige blips diesseits des Ereignishorizontes.

  • Katharina

    Dann sollten Sie vielleicht zumindest die medizinischen Fakten sachgemäss darstellen. Was mich am ganzen Spin ihres Artikels stört ist die gezielte Empörung darauf, dass wir in Kalifornien ein mehr oder weniger unreguliertes Umfeld im Bereich der Reproduktionstechnologien haben und keines der dystopischen Horrorszenarien eingetreten ist.

    Umschreiben Sie zum Beispiel engstirnige Geschlechterstereotypen. Ich kann dazu behauten, dass gerade Plattformen wie Clack genderstereotypen mit ihren Inhalten befeuern. Natürlich habe ich die links angeklickt und nachgelesen.

    Der Lead in behauptet zb dass gender selection zu mehr Mädchen führe, dazu gibt es keine statistischen Belege.  Auch bei der Aussage es handle sich um ein Geschäftsvolumen von 100 Mio USD habe ich meine Zweifel. Da kann wirklich gefragt werden was nun sachlich bzw. unsachlich sei. Mit Belegen meine ich nicht den Verweis auf andere Opinion-Ed Artikel.

  • Realxena

    Die Natur gibt uns, was wir kriegen sollen. Soll es also ein Mädchen oder ein Junge sein, so ist das von der Natur entschieden und so soll es auch bleiben. Ich kriege immer mehr den Eindruck von den Amerikanern, dass sie alles kontrollieren und steuern möchten. Da sind Filme wie Gattaca, Die Insel, The Surrogades, nicht mehr weit von der Realität entfernt. Die Chinesen haben das Problem mit der Ein-Kind-Politik, was zur Folge hat, dass sie sich immer meist nur Jungs wünschen und am Ende keine Mädchen mehr haben und somit keine Frauen zum Familien gründen. Kinder kriegen nun mal immer noch die Frauen, aber vielleicht wird das auch mal vorbei sein und die Amis finden eine Alternative.

  • Pixel

    An die Redaktion: sicher, einen User unter genannten Bedingungen zu sperren macht Sinn. Bloß hat Katharina keine verletzt. Wenn allerdings kritische Anmerkungen bereits als Beschimpfung geltend gemacht werden, ist das eher ein Armutszeugnis für die Redaktion betreffend des Umgangs mit Social Media. Einfach mal Zack und löschen, was nicht in den Kram passt? Denken wird sich aber schon noch jeder dürfen, was er will, oder?

  • Rapunzel

    @Pixel
    vielleicht hast Du den Kommentar von Katharina nicht gelesen, aber da beleidigt sie die Autorin persönlich. Von dem her, es ist der Clack Redaktion gutes Recht Leute aus deren Wohnzimmer zu schmeissen die kein Benehmen haben. Wenn sie persönlich und beleidigend werden will, dann doch auf deren Blog und nicht hier.

  • Rolf

    Solange nur das Geschlecht ausgewählt wird… Angst macht mir was als Nächstes kommt.

  • Felix

    Na dann Prost! Da in gewissen Gebieten in Asien den männlichen Nachkommen Vorrang gegeben wird, würde sich das weltweit ja wieder ausgleichen… Mal sehen, wie sich die Heiratsmigration entwickeln wird grin

  • Kassandra

    Ich denke, dass die Natur schon sehr bald so zurückschlägt, dass wir ganz andere Sorgen haben: In China fehlen bereits 180 Millionen, in Indien 100 Millionen Frauen, weil die Mädchden gezielt abgetrieben oder nach der Geburt ermordet werden. Gesellschaften mit Männerüberschuss sind besonders aggressiv, das ist erforscht. Dass der Iran eine A-Bombe will/hat ist geradezu klassisch. Und die Frauenphobie der Männer westl. Staaten deutet auf Unmännlichkeit hin.  Alles ist aus dem Ruder: Das Wetter, das Meer, die Menschen…
    Glück hat, wer schon über 70 ist!!

  • tosca

    Nur blöd, dass asiatische Männer in den Augen europäischer Frauen eher androgyn anmuten. Grücklicherweise geht der Trend hin zur Androgynität. Sonst wär’s wohl bald ganz vorbei mit der Fortpflanzung.

  • Nicolas Pidoula

    Abscheulich.

  • Felix

    @tosca: Naja, die Frage ist, wer sich bei wem mit welcher Vorstellung durchsetzt – oder durchkämpft. Wenn in Asien tausende von Männern “übrig” sind, birgt das m.E. ein nicht unbeträchtliches Konfliktpotential – unabhängig davon, welchem Schönheitsideal wir im Westen nun gerade nachhängen. Aber vielleicht drängt sich (wieder einmal) ein Matriarchat durch, mit all den vielen Frauen hier im Westen… wink

  • Katharina

    Den Wunsch, das Geschlecht seines Kindes zu steuern, gibt es schon seit Tausenden von Jahren und weltweit.
    Das einzige, was sich in letzter Zeit geändert hat, ist die Machbarkeit.
    Da gehören klare Regeln her und zwar weltweit gültige!

  • Ali

    “Und die Frauenphobie der Männer westl. Staaten deutet” nicht etwa auf Unmännlichkeit hin, sondern auf eine reale Einschätzung der gesellschaftlichen Lage: Die hiesigen Frauen möchten die Rundum-Versorgung, die sie zu Zeiten der patriarchalen Ehe genossen haben, aber ohne entsprechende Gegenleistung. Transkontinentaler Tausch macht’s möglich, dass jede(r) wieder das hat, was sie/er braucht: die westliche Frau einen Macho, der ihr den Hengst macht, die nichtwestl. Frau einen Partner, der sie nicht unterdrückt und ihr Raum zur Entwicklung gibt und der westliche Mann eine Frau, bei der er sicher ist, dass es sich nicht um eine Krypto-Lesbe handelt.  wink

  • Willy Busch

    Nicht alles, was wissenschaftlich möglich ist, ist auch sinnvoll.
    Das ganze geht für mich schon in Richtung “Psycho-Sekten”, Gruppenabhängigkeit
    bis zur Gehirnwäsche.

  • Rosmarie Thoma

    Falsch! Mega abscheulich!

  • Susann

    Söhne sind (und das ist wissenschaftlich recht gut belegt) in der westlichen Welt die schlechtere Invesititon. Ich kenne keinen Mann, der sein berufliches Pensum reduziert hat, um sich um seine gebrechlichen Eltern zu kümmern.
    Ausserdem scharen sich unsere Familien doch auffällig häufig um die mütterliche Linie. A daughter is a daugher for life; a son is a son till he finds a wife.
    Ich kann es Eltern nicht verübeln, dass sie neben Söhnen eben auch eine Tochter wollen.

  • Martin

    Wie krank ist das denn?

  • Olivia

    Vielleicht sollten die Eltern des Sohnes einfach mal anders denken. Und die Schwiegertochter in die Familie aufnehmen anstatt zu denken, sie nehme den Sohn weg. Wäre dieser Gedanke präsent, dann gäbe es nicht so viele Konflikte zwischen Schwiegermutter und – tochter, dann würden sich die Familien nicht nur um die mütterliche Linie scharen.

  • Sportpapi

    Kommt dazu, dass es nicht nur Paare sind, die so entscheiden. Ist da immer ein Vater dabei?

  • Sander

    Nun, kommende Generationen von Männern wirds freuen. Ihre Chancen auf den Partnermarkt erhöhen sich.

  • Ruedi Strickler

    @Ali: Rundumversorgung sehe ich anders: Allein in d.kleinen CH leisten d.Frauen 5,6 MILLIARDEN Std.Gratisarbeit!! Männer 2,4! Sie argumentieren wie ein verwöhntes Bubeli, wenn Sie sagen, (Ehe-)Frauen bringen keine Gegenleistung. Warum vergammeln die meisten Männer ohne Frauen?!? Warum sucht jeder Mann krankhaft nach einer Frau, wenn sie doch so himmeltraurig miese Menschen sind?!
    Und wenn Sie sagen, dass in nicht-westlichen Gesellschaften d.Männer Partner für Frauen sind, dann krieg ich einen Lachkrampf… In d.islamistischen Ländern ist jeder Hund besser dran als d.Frauen…
    Alles, was in Händen von Männern ist, muss in einer Generation wieder kaputt gemacht werden, durch Krieg, durch Zusammenbruch wegen Uebertreibung. Und das seit tausenden Jahren…

  • Storch

    Ja diese Natur, immer so unberechenbar. Zum Glück hilft da der Fortschritt. Und denkt dran, auch für die Kinder: Möglichst wenig Natur, da hat’s Bakterien und sonst so ekliges Zeugs…

  • Zwillingspapa

    Nur zu. Dann gibt es mehr Auswahl für meine Buben! smile

  • bitta

    schön, diese Klischees. Ich als Frau habe zwei Jungs und bin einfach nur froh, dass es kein Mädchen wurde. Und eigentlich müsste man doch froh sein, dass die Ami-Weiber Mädchen wollen, das wirkt der Unsitte entgegen, dass in Indien und China Mädchen nicht erwünscht sind.

  • bitta

    nicht wirklich, wenn man sich so ansieht, was da heranwächst.. dann lieber ohne

  • bitta

    @ Ali: lustig, in meiner kleinen Schweizer Welt machen die Frauen den Haushalt, verdienen ihr eigenes Geld, passen auf die Kinder auf UND auf den Mann dazu, der bloss im Büro arbeitet und dann zu Hause keinen Finger rührt. Hier will keine rundumversorgt werden, denn gottseidank ist heute jede Frau in der Lage, sich selbst zu versorgen. Und genau das passt den Herren Schweizern wohl nicht, dass sie nicht mehr Gott und Richter über die Frau und ihre Geldquelle spielen können.. also lieber fix eine mittellose Asiatin her, gell..

  • Dario

    Was ich wirklich traurig finde an dieser Sache, ist, dass die pränatale Diagnostik durch solchen Quatsch eine schlechte Reputation bekommt. Denn eigentlich ist diese etwas vom Genialsten, was die Naturwissenschaft der letzten paar Jahrzehnte hervorgebracht hat. Ich bin selber aufgrund eines spontanen Gendefektes auf beiden Augen blind. Das Risiko, dass ein zukünftiges Kind dies erben würde, beträgt 50% und ist damit definitiv zu hoch für mich und meine Partnerin. Obwohl ich im Alltag gut zurechtkomme, will ich, dass es meine Kinder einmal einfacher haben. Für Menschen wie mich ist es deshalb sehr wichtig, dass es eine gesellschaftliche Akzeptanz für die pränatale Diagnostik gibt. Solche sex-selections gefährden dies.

  • Petter

    @Rapunzel: Wo bitte ist die Beleidigung/Beschimpfung? Etwa “Journalismus der untersten, dümmlichsten und billigsten Sorte”? Falls das eine Beleidigung sein sollte, dann ist Kritik wohl verboten. Willkommen im Zensurland…
    Journalisten sind immer bereit, andere Leute sofort und ohne Unterlass anzugreifen, zu kritisieren und zu schubladisieren. Werden Journalisten resp. deren Erzeugnisse selbst kritisiert, so sind sie sofort zutiefst beleidigt. Wunderbar beim Blick zu sehen und je länger je mehr auch bei anderen Onlinemedien. Social Media führt halt dazu, dass herauskommt, dass Journalisten die Weisheit auch nicht mit dem Löffel gegessen haben…

  • juri kolar

    menschen die sich solche gedanken machen, sollte verboten werden auf irgendeine “ART” zu kindern zu kommen.
    Kinder sind ein Wunder , ein Geschöpf GOTTES, ein Geschenk GOTTES. sie geben dem Leben SInn. Kinder sind keine ware noch irgend ein produkt das man sich aussuchen kann, nach farbe, design, geschlecht, leisungsfähigkeit etc. mann kann auch im bastelladen irgend etwas zusammen basteln nach seinem genre ( Nicht gendre) dabei muss niemand leiden. auch beim umtauschen oder entsorgen gibts keine probleme.

  • Beat

    Mädchen die Fussball spielen, “dräckled” und Baumhäuser bauen? Wie cool ist dass denn! Ich nehm gleich zwei.

  • AnnaElisa

    Lieber Dario
    Bedenkst du mit deiner Aussage auch, dass du nicht leben würdest, hätten das deine Eltern getan?

  • Reto

    Genauso wie man Unternehmen bestrafen will, welche sich im Ausland das erlauben was im eigenen Land verboten ist, genau so sollten diese Leute bestraft werden, welche sich im Ausland das beschafften was im eigenen Land verboten ist.

  • *sigh*

    Die Familie “schart sich” auffällig um die mütterliche Linie weil diese Linie zwangsläufigt stimmt, und nichts weiter.
    Schon mal was vom Kuckuckskind gehört?

  • Peter Mak

    Sie schreiben absoluten Quatsch. Gott hat keine Meinung, oder hat er ihnen schon einmal gesagt was sie tun sollen? Es sind die Eltern die ein Kind ERSCHAFFEN, und die Entscheidung ob sie ein Kind machen liegt bei ihnen. Weiter wird indirekt über die Partnerwahl schon seit viel länger als es Affen gibt die Art des Kindes bestimmt. Wieso sollen wir uns nicht weiterentwickeln? Glauben sie wirklich das zufällige Kinder besser sind als Wunschkinder? Klar hat alles seine Grenzen, aber erst dort wo die Gefahr besteht, dass das Wunschkind unglücklicher sein könnte als das Zufallskind.

  • Nicole

    Stimmt.

  • Nicole

    Ich finde das krank! Müssen wir uns denn immer und überall in die Natur einmischen? Bin nicht gegen pränatale Diagnostik, sofern sie Sinn macht (bei schweren Erbkrankheiten etc.). Aber diese Art der Selektion macht für mich absolut keinen Sinn!

  • Jonas

    ich verstehe einfach nicht warum man umbedingt ein mädchen oder ein jungen haben will, das kommt doch garnicht drauf an, ein Kind ist ein Kind.
    Mädchen dir Fussballspielen und dräcklen, ist doch völlig normal, ich hätte auch kein Problem damit wen mein Sohn mit Puppen spielen würde.
    Ich habe als Pfadfinder mehr als ein Mädchen gesehn welches noch so manchen Buben in den schatten gestellt hat.
    Und das man versucht zu beeinflussen ob junge oder mädchen, ist gefährlich, und kann wen es zu heufig gemacht wird zu sozialenproblemen führen. Ich glaube nicht das sich etwa 50000 bis 100000 Chinesen freuen werden, wen sie feststellen, das sie keine Freundin oder Frau finden werden weil es garnicht genug davon gibt…

  • Columbo

    Schon die Headline verweist auf die allgegenwaertige Verlogenheit und Doppelmoral: Mammi darf sich also ein Maedchen kaufen; aber wenn Vater ein Girl auch nur mietet, ist der Teufel los smile

  • Daniel

    Verstösst meiner Ansicht gegen die Ethik und die Natur. Gehört unbedingt weltweit verboten. In Indien und China ist es ein Gesellschaftliches Problem. Bei uns ein Modeproblem. Kinder sind keine Ware, die man mal schnell in der richtigen Ausführung und Farbe bestellt. Aber leider ist es ein Spiegelbild der Gesellschaft.

  • Daniel

    Sie haben 2 Knaben, wir haben 3 Mädchen und sind alle Glücklich. Da hat die Natur doch volle Arbeit geleistet und benötigt den Eingriff der Menschen nicht?

  • Columbo

    Jawoll – was gegen Daniel’s Ansicht von “richtig” verstoesst, muss verboten werden, weltweit, sofort!

  • Matthieu

    Der Mensch will ALLES bestimmen – und ist gleichzeitig mit dem was er hat unzufrieden. Das Leben wird so nur komplizierter. Für mich sind solche Methoden moralisch unvertretbar, sowie auch die Pränataldiagnostik sehr grosse Fragezeichen aufwirft—> 90% bis 95% der Babys mit der Diagnose Downsyndrom werden abgetrieben. Grund? Es ist kein Wunschkind. Meine Schlussvolgerung: so wie es eine Diskriminierung eines Geschlechtes wäre, wenn das andere Geschlecht bevorzugt würde (man stelle sich vor, wenn Frau und Herr Schweizer mehrheitlich nur Buben möchten), so ist es auch eine ausgeprägte Ungerechtigkeit und Diskriminierung, dass über 90% aller Baby mit Downsyndrom abgetrieben werden.

  • Matthieu

    @ Peter Mak: Was hat das wohl mit Weiterentwicklung zu tun? Man kann die Frage auch umdrehen: Sind Menschen glücklicher wenn sie ALLES selber bestimmen können? Ich denke unsere Gesellschaft zeigt das Gegenteil: Viel Reichtum, viel Selbstbestimmung aber auch eine ausserordentliche Selbstmordrate.
    Und Ja, ich finde, es entsteht Gefahr, nämlich dass Verschiedenartikeit immer weniger Platz in der Gesellschaft hat.

  • Beat

    Offenbar werden in den USA mit verwerflichen Methoden die Mädchen nachproduziert die in China mit noch verwerflicheren Methoden gemordet werden. Werden also die Chinesischen Männer in Zukunft zur Brautschau in die USA reisen? Internetplattformen zur Pattnersuche werden unter solchen Umständen noch ungeahnte Bedeutung erlangen.
    In anderen Bereichen wird die Produktion nach China verlagert, ncht umgekehrt. Verirrungen der menschlichen Zivilisation bis zur absoluten Perversion.

  • Helvetia

    Von Natur aus ist es ja ziemlich im Gleichgewicht, normalerweise kämen etwas mehr Knaben als Mädchen auf die Welt. In unserer Nachbarschaft hatte damals ein Paar auch 4 Mädchen, die anderen Nachbarn dafür 4 Buben… Es ist ja eine himmelschreiende Ungerechtigkeit; in Indien gibts schon ganze Dörfer, wo eine Generation Mädchen fehlt und alle jungen Männer werden keine Partnerin finden. Doch leider werden die Mädchen dadurch dort nicht wertvoller, noch immer sind die Brautpreise oft so horrend, dass ganze Familien verarmen. Ergo = Mädchen vor Geburt lieber abtreiben 🙁

  • Oliver Flesch

    Nun ja. Hat alles zwei Seiten. Ich stelle mir gerade ein männerhassendes Lesbenpärchen vor, das einen Jungen großziehen „muss“.
    Albtraum.

  • Michael

    Wir leben in einer Zeit, in der ein Teil der Menschheit eine gefährliche Anspruchshaltung gegenüber fast allem entwickeln; eine Haltung die besagt, ich möchte dies und ich möchte das und wenns dann möglich ist, wirds gemacht und mit dem entsprechenden “Produkt” wird Geld gemacht. Es ist also wieder einmal Nachfrage und Angebot, die darüber bestimmen, was gemacht wird und was nicht. Ich finde es ziemlich erbärmllich, dass die Menschheit die Tendenz hat, nur noch nach solch undifferenzierten Rezepten zu funktionieren. Ich wünsche den Menschen viel mehr eine Haltung von Dankbarkeit und auch einer gewissen Demut dem Leben und dem, was geschieht gegenüber. Und ich glaube, dass eine solche Haltung nur diejenigen einnehmen können, die wirklich zufrieden sind mit sich und neugierig in die Welt hinausschauen und nicht mit der Erwartung, dies oder das müsse jetzt geschehen. Schöne heile Welt !

  • Mannomann

    Na, wenn das um sich greift, werden bald viel mehr Mädchen als Jungen geboren. Letztere werden dann gesuchte “Mangelware”, erstere “Ramsch-Artikel”. Aber es gibt einen Ausweg:  Die Mädchen sollen sich einen Inder suchen. Da sind die Verhältnisse nämlich aus den gleichen Gründen umgekehrt!

  • Ch. Amstutz

    Wir leben in einer sehr materialistischen Welt. Kein Wunder, dass wir immer grössere Wunschlisten haben.
    Vielleicht einfach mal in sich selbst hineinschauen. Wer weiss, welche Probleme dahinter stecken könnten, wenn es dann nur ein Mädchen sein darf… die armen Kinder… für was die alles hinhalten müssen!

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