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Männer (s)in(d) Spitze

Mirjam Herms, Fashionista und Modebloggerin für «Chic & Schlau» bereichert unser Magazin ab heute wöchentlich um eine Modekolumne. Sie schwärmt, kitisiert und testet für Sie. Heute: Lingerie für Männer. Im Ernst!

Von Mirjam Herms

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An diesem ersten Beitrag werden Sie, liebe Leserin, nur indirekt Freude haben. Das australische Label Homme Mystere verkauft zwar Dessous und Spitzenunterwäsche, aber für einmal nicht für Sie, sondern für ihn. Dabei handelt es sich aber nicht um irgend eine verkorkste Fetisch-Seite, sondern um edle Ware für den gehobenen Geschmack.

Würden Sie Ihren Lover in Spitze packen?

Lustigerweise sind die Reaktionen aber überhaupt nicht einseitig. Viele Männer, sowie Frauen finden Gefallen an der sexy Lingerie und sind nicht abgeneigt, ihren Lover in Spitze zu packen. Meiner Meinung nach kann jeder Mann tragen, was ihm gefällt. Würde jedoch mein Freund mit so einem Body (siehe Bildstrecke) ankommen, würde ich wahrscheinlich umfallen vor Lachen. Aber das ist ja nicht grundsätzlich negativ – Lachen stimuliert den Beckenboden.

Wie gefällt Ihnen diese neuartige Unterwäsche für Männer? Auf der Website gibt es noch viele «Teile» mehr zu begutachten.

Mirjam Herms blogt zusammen mit Kollegin Marie Joelle für den Fashion- und Lifestyleblog «chic & schlau». Sie bewegen sich nahe der Modeszene und zeigen doch immer eine erfrischend andere Perspektive. Für unsere Leserinnen bringen sie Trends, Infos und ganz persönliche Erlebnisse.

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Kommentare

  • Roshan

    Ach… Ein Freddy mercury trug schon solche Wäsche und ich denke nicht, dass er sich dabei unmännlich fühlte. Zudem, dass ein relativ kleines australisches Label einen globalen Hit wie diesen aufbaute, spricht für sich und für die Umsatzzahlen. Der Rest ist dann Angelegenheit des Paares. So nebenbei auch: wenn eine Frau Männerwäsche trägt finden das viele cool und umgekehrt wird gekichert und gelästert usw.

  • Roshan

    BDSM?

  • Tomas

    Dass “viele Männer” gefallen an solcher Unterwäsche zeigen glaube ich nicht. Dass es einige tun hingegen schon, es gibt seit jeher Männer die heimlich Damenunterwäsche tragen.
    Denn genau das haben sie uns vorgesetzt: Kerle in Damenunterwäsche. Die Schnitte sind einfach eins zu eins weiblich, der ursprüngliche Bericht den die Autorin nur teilweise übernommen hat zeigte sogar so etwas wie BH’s, hier sieht man immerhin Strapse. Interessant wäre es, mit Lingeriestoffen etwas zu schaffen, dass sich an den Mann und sein Körper richtet, seine Anatomie berücksichtigt und betont – so wie es gute Lingerie für Frauen eben tut. Dafür fehlte den Designern entweder das Wissen, oder die Fantasie, oder Beides. Dabei würde es reichen sich jeden beliebigen Katalog von einem Schwulenversand zu besorgen. In Wirklichkeit ging es dem Label aber nur darum, ihre 15 Minuten Aufmerksamkeit zu erhaschen, und das ist ihnen offensichtlich in der auf homeopathische Werte verwässerten und nach jedem Blödsinn durstenden Medienwelt gelungen. Wie auch immer, ein normaler Mann müsste unter Drogen gesetzt werden, um sowas “freiwillig” anzuziehen, die Frage wie es die jeweilige Freundin findet würde sich erst gar nicht stellen.

  • The Damned

    Ja, natürlich: BDSM *huch*

  • Réda Philippe El Arbi

    Offenbar erarbeitet das Label damit genug Umsatz, um die Produktion am Laufen zu halten. Das heisst, es gibt weltweit Männer, die sowas kaufen. Nun, ob das nun für die Fasnacht, eine romantische Nacht oder als Geschenk für einen Intimfeind ist, ist ja egal. Es ist nichts Kurzfristiges, eher ein Nischenprodukt.

  • The Damned

    Also mir kommt da spontan die Sissification in den Sinn, eine Spielart aus dem BDSM-Bereich.

  • Tomas

    Nicht nur ihnen. Eine Bekannte von mir,eine Malerin, hält sich einen Haussklaven der in solchem Aufzug den Gästen die Türe aufmacht. Wer’s mag…

  • marie

    ne, oder?
    …ich gehe mal putzen.

  • Ylene

    Auch eine Form der Verhütung…. grin

  • The Damned

    Bemerkenswert, diese Malerin und ihr Haussklave. In Künstlerkreisen ist BDSM offenbar noch beliebt. Mir fällt da konkret die deutsche Buchautorin Kathrin Pasig ein, Trägerin des Ingeborg Bachmann-Preises. Nach der Preisverleihung gründete sie BDSM Berlin e. V. und schrieb zahlreiche Bücher zu selben Thema. Ja, wem’s gefällt, why not?

  • Roshan

    eben…. von der oben erwähnten Wäsche auf Sissification zu schliessen ist schon etwas voreilig. Sissification ist zudem zu aller erst ein Aspekt des Crossdressings und in dem Sinne wären die Träger eher gender queer als etwas anderes.

    der Ausdruck female domination , bzw dass Submission eine Inversion der Genderrollen sei, ist ja nur ein Hinweis auf ein in der überholten Genderdichotomie gefangenes Denken.

    BDSM etwas aus der Tabuzone zu holen ist sicher gut, nur war 50 shades of grey der denkbar doofste weg.

  • Roshan

    Tia… wenn es hier erwähnt wird, kann sicher nicht von Hype geredet werden, dazu fehlt dieser Plattform doch etwas die Reichweite.

    Immerhin hat das Label ein Distributionszentrum in der USA, was sich nur lohnt wenn entsprechende Umsatzzahlen vorliegen. Durch die gesammelte Einfuhr in die USA spart sich die Firma dann einiges an Geld. Somit ist es sicher nicht einfältig von einem Hit zu sprechen. Aber wie es so ist mit Hits, die kommen und gehen.

  • The Damned

    Richtig, Roshan, fifty shades of grey war ein saumässig doofer Weg, etwas unter die Masse mischen zu wollen, was sich nur den wenigsten in seiner ganzen Bandbreite erschliessen dürfte. Mit dem gender queer bin ich nicht ganz einverstanden, mit female domination aber schon viel mehr. Der Aspekt der sissification drängt sich sicher nur dem geübten Auge auf, eine naheliegende Assoziation also. Anderes mit diesem Fummel (sorry) zu assozieren, ist jedermann/frau frei gestellt.

  • Jorge

    Wir sollten uns wohl zuerst darüber einigen, was wir als “globalen Hit” gelten lassen. In diesem Zusammenhang davon zu reden ist etwas… nun ja… sagen wir mal einfältig.

    Nur weil es in den Medien auftauchte, muss man das Ganze doch nicht gleich wieder hypen.

  • Robert Bircher

    Ich stehe dazu, gerne solche Unterwäsche zu tragen (@Thomas: ohne Drogen und meine Frau weiss davon). Und ganz neu ist das Angebot von Homme Mystere auch nicht. Mit Bodyaware und Xdress gibt es bereits seit längerem ähnliche Anbieter. Wers nicht ganz so “extrem” möchte ist bei Manstore oder Olaf Benz auch gut bedient. Oder dann auch der Schweiz von Pfeffermintz.
    Traut euch wink

  • Eli

    Die binden sich beim Tragen sicher auch den Schwanz nach hinten. 🙁

  • Jorge

    Weiss jetzt nicht, was verstörender ist: Die Vorstellung, wie das nach hinten “gebunden” wird, dass das überhaupt nach hinten gebunden wird, oder aber, dass sie einen Trauersmiley hingemacht haben.

    ^^

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