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Streichen Sie alle To-Do-Listen

Das sagt jedenfalls einer, der sich mit mehr Effizienz im Büro auskennt. Und die Gründe, die er aufführt, sind tatsächlich ein paar Gedanken wert.

Von Clack-Team

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Vielleicht haben Sie sich unlängst über Kate Reddy amüsiert, die erfolgreiche Managerin, die atemlos zwischen den Kindern, der Karriere und dem Ehemann hin und her hetzt. Genau: «Don’t know how she does it» heisst der Streifen mit Sarah Jessica Parker.

Und vielleicht erinnern Sie sich noch daran, dass Parker alias Kate Reddy ihr Leben mit Hilfe von To-do-Listen zu organisieren versuchte, was sie aber dann, natürlich gegen Ende des Films, schliesslich aufgab.

Nun, genau diesen Ratschlag gibt auch Daniel Markowitz, Buchautor und Gründer der Unternehmensberatung  TimeBack Management, die sich vor allem mit einer effizienteren Gestaltung der Wertschöpfungskette, dem sogenannten Lean-Management beschäftigt. 

Das mag zwar auf den ersten Blick etwas merkwürdig klingen, gelten doch die Listen in hektischen Zeiten als eine Art Wunderwaffe. Doch die Gründe, die Markowitz in der Harvard Business Review für das Aus der dauernden «Nicht vergessen!»-Auflistungen darlegt, machen durchaus Sinn:

  • Mal angenommen, Ihre Liste ist, wie so oft, ellenlang. Wer kann schon entscheiden,  was als nächstes zu tun ist? Schliesslich ist bekannt, dass zuviele Möglichkeiten  höchstens zu Überforderung führen; gut möglich also, wahrscheinlich gar,  dass eher gelähmt als speditiv ist, wer die verwirrende Qual der Wahl hat.
  • Da gibt es To-Do’s, die sind nach drei Minuten erledigt. Andere nehmen viel, viel mehr Zeit in Anspruch. Und wofür dürften Sie sich wohl zunächst entscheiden? Genau, das kurze Ding, um endlich was streichen zu können, auf der Liste. Der Rest bleibt liegen und beweist höchstens, wie geduldig Papier tatsächlich ist.
  • Klar, was am Wichtigsten ist, kommt zuerst dran. Der Rest irgendwann einmal, bis es vielleicht auch zum Dringendsten geworden ist. Wie die Organisation des Kindergeburtstages, morgen. Was das Leben tatsächlich nicht unbedingt einfacher macht.
  • Ein paar Worte, hingekritzelt: Auf dem Papier sieht ja alles gleich aus. Gut möglich, dass sie weder genau wissen, wie lange etwas dauert, noch, wieviel Zeit Ihnen dafür noch zur Verfügung steht. Wie wollen Sie dann entscheiden, woran Sie arbeiten sollten?
  • Und im übrigen dürfte eine Liste die meisten Menschen auch nicht davor bewahren, zunächst die angenehmen To-Do’s zu erledigen. Und das müssen nicht unbedingt die Wichtigsten sind.

Aber was also tun, um die überbordernden Pflichten zwar ohne Listen, aber dennoch einigermassen im Griff zu haben? Schlicht und einfach in die Agenda eintragen, Tag für Tag und Stunde für Stunde, rät jedenfalls Markowitz. Und dabei nicht vergessen, etwas Zeit für Unvorhergesehenes frei lassen.

Wer weiss, vielleicht macht das tatsächlich produktiver? Versuchen Sie es doch mal und geben Sie uns dann bitte Bescheid. Merci.

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Kommentare

  • Widerspenstige

    Ich habe einen kleinen Trick gefunden, den ich irgendwo mal aufgeschnappt habe und für mich stimmt (alle Anderen lassen bitte die Finger davon, denn es könnte sie ‘unterfordern’…ähm)
    Also: für jeden Tag sich NUR EINE SACHE aufschreiben – ob kurz zu erledigen oder nicht, egal – und diese dann aber auch machen! Was längere Zeit in Anspruch nimmt als nur ein paar Minuten oder Stunden anfangs Woche eintragen und täglich nur 1 Stunde daran arbeiten. Aber das konsequent durchziehen – nicht länger, aber auch nicht kürzer und die Sache ist Ende Woche zum Abhaken erledigt.
    Wetten, dass…?! Probieren geht über Studieren, gell. wink

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