Clack

«Ich wär ein schrecklicher Mann»

Meret malt sich aus, wie es wär, ein Teilzeitprinz zu sein – voller Testosteron und als aufdringlicher Macho. Und warum sie dann doch lieber ein Mädchen bleibt.

Von Meret Steiger

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Zuerst mal: Ich bin wirklich unheimlich gerne Frau. Eigentlich immer, ausser so einmal im Monat. Wir wollen jetzt nicht in die blutigen Details gehen, ihr wisst, was ich meine. Ich mag Schminke, Schuhe und rosa Drinks, und keiner nimmt mir das übel. Wenn ich wollte, dürfte ich sogar (Gott bewahre!) ungestraft «Twilight» gut finden. Ich darf Tussi sein, was ich wahnsinnig gerne bin. Ich mag meinen Kükenstatus, eine Art weiblicher Welpenschutz, der mich vor vielen Dingen bewahrt. Ist ja wirklich alles ok. Aber manchmal, manchmal wäre ich schon ganz gerne ein Mann.

Als Mann würde ich schon gut eine halbe Stunde später aufstehen. Meine Outfits würden sich immer auf Jeans & T-Shirt beschränken, die Haare hätte ich so kurz, dass es kein Frisieren braucht, und das Make-Up erübrigt sich sowieso. Nicht, dass ich jetzt als Frau nicht ohne Make-Up aus dem Haus gehen würde. Nein, ich finde mich ja auch ungeschminkt ganz nett, aber ich fühle mich einfach sicherer. Und sexier. Und überhaupt.

Anyway, jedenfalls könnte ich später aufstehen und würde nur schon darum eh besser aussehen. Dann würde ich aus Prinzip im Stehen pinkeln. Einfach weil ich es KANN! Ich würde mir dicke Muckis antrainieren und mir dann jeden Mittag ein riiieeeesen Schnitzel mit Pommes einverleiben. Und Coupe zum Dessert, vielleicht ohne Schirmchen. Schirmchen sind etwas unmännlich. Apropos: Meine Männlichkeit wäre mir übrigens sehr wichtig. Bart muss her! Brusthaare, yeah! Und vielleicht so ein bisschen Bikerlook.

Wenn ich in den Ausgang gehen würde, dann wäre ich endlos dreist. Ich würde allen Mädchen an den Hintern fassen und so charmante Sprüche wie «Du, ich, auf meinem Teppich?» und «Waren deine Eltern Diebe? Die haben die Sterne für deine Augen geklaut. Äh. Baby, wart!» loslassen. Ich würde alles anbaggern, was Brüste hat. Ganz ehrlich, wäre ich ein Mann, ich würde mich nicht daten wollen. Ich wäre eine wandelnde Testosteronschleuder. Mit One-Night-Stands und so, ohne jede Reue. Ich wäre wohl der Typ Mann, der nach einem Blowjob fragt, ob er gut war. Kein Scherz.

In meiner Freizeit würde ich nur gamen und mit meinen Kumpels Bier trinken und über Mädels lästern. Ich glaube, Fussball fände ich vermutlich sogar als Mann immer noch doof. Jedenfalls würde ich ganz bestimmt nicht alleine mit anderen behaarten Testosteronen in der Sauna sitzen, auch wenn dieses Bedürfnis anscheinend besteht. Dann lieber mit ein paar hübschen, verschwitzten Damen. Jesses, ich wäre ein Weiberheld. Und ich würde (darf ich das als Frau in einer Kolumne überhaupt sagen?) mir als allererstes Mal einen runterholen. Einfach so aus Neugier, wie sich das so anfühlt.

Ich wäre ein schrecklicher Mann. Ich will mir gar nicht begegnen. Und gottseidank sind Männer nicht so. Jedenfalls nicht alle. 

Aber gibt es auch Dinge, bei denen es Männer wirklich nicht gerade eben leicht haben. Vor allem heute. Ein Mann sollte ja nicht nur lieber Vater, bester Freund und perfekter Liebhaber sein, sondern auch gerne noch Mech, Tröster, Stylingberater, Fitnesstrainer und Koch. Alles zusammen. Frauen kommen mit gut Aussehen einfach schon ziemlich weit. Eine Frau kassiert in ihrem ganzen Leben vielleicht 10 Körbe, ein Mann hat das mit 14 Jahren schon zusammen.  Als Frau will ich zwar nach dem Ausgang nicht alleine nach Hause, aber meine Chance,  verprügelt zu werden, ist ungefähr Tausend mal kleiner als bei einem jungen Mann. Dafür müssen Männer keine Kinder gebären, was ein nicht zu verachtender Vorteil ist. Wobei ich mir das Mitansehen auch reichlich traumatisch vorstelle …

Da ich mein Geschlecht aber nicht ausgesucht habe und jetzt als Muttis und Vattis kleines Mädchen mein Dasein friste, sollte ich damit wohl einfach glücklich sein. Und jetzt gehe ich mit ein paar Freundinnen Schuhe shoppen (golden und prinzessinnenwürdig) und danach Cüpli trinken. Mädelsnachmittag!

Meret Steiger, 21, Autorin, ist sowohl Mädchen als auch neugieriger Mensch, und arbeitet zur Zeit bei Fernsehsender Tele Züri als Inputerin. Wenn sie nicht gerade in der Badewanne sitzt, ihre Schuhe zählt oder George Clooney anhimmelt, richtet sie ihren scharfen Blick und ihren Sinn für Humor auf die kleinen Alltäglichkeiten, mit denen sie sich herumschlagen muss.

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Teilzeitprinzessin


Kommentare

  • Elke

    genial!

  • @RaGl

    Mhmmm…. also wenn du als frau nur halb so männlich daher kommst wie du hier schreibst dürftest du halbwegs glücklich sein in deinem leben…. wenn du dann noch aufhörst jedesmal den fehler bei dir zu suchen (egal bei was) dann hast du es geschafft! Also, go for it!

    ach ja, und das mit den körben…. spannend….. drum können wir auch nicht flechten =)

  • Tomas

    Jaja, wenn schon Frau, dann nur jung und hübsch smile

  • Sandra

    Eine sehr schöne Kolumne. Ich glaube, die beste bis jetzt. Wunderbar.

  • Diana

    *lol* Du bist einfach genial, Meret, danke für diesen Lacher der Woche 😀

  • Karin

    Grossartig!

  • Dave

    Ich finde es mal etwas bedenklich, wie oberflächlich und klischeehaft du “argumentierst”. Meiner Meinung nach solltest du vielleicht einmal dein Männerbild überdenken.

  • Réda Philippe El Arbi

    Für alle, die sich noch daran erinnern können: Nina Hagen

    http://www.youtube.com/watch?v=5nRbS1zoyqA

  • Philippe Wampfler

    Habe die Diskussion zu diesem Blogpost noch zusammengefasst und meine Kritik ausformuliert: http://philippe-wampfler.com/2012/11/30/klischees-geschlechter-und-gewalt/

  • Meret

    Du verstehst den Text völlig falsch. Wie ich ja auch schreibe, sind Männer nicht so. Oder jedenfalls nicht alle.

    Aber ICH, würde mich so verhalten, WENN ich ein Mann wäre. Das ist ein sehr, sehr wesentlicher Unterschied.

  • Meret

    10 Körbe pro Monat? Früchtekörbe? Körbe voller Blumen und Pralinen?

  • nico

    bonjour tristesse. wenig inspirierte dreigroschenkolumne. weshalb steht da nirgends geschrieben, wie sie zu dieser grotesken überzeugung gelangen?

  • esther grass

    ich hab so gelacht, du hast echt witzig geschrieben.

  • The Damned

    Mehr junge Frauen bitte! Schluss mit diesem Ü40-Geflenne! Ich bin zwar absolut nicht mit allem einverstanden, aber ich lese viel lieber Kolumnen von jungen- als von erw. Amazonen, die hinter jeder Ecke eine Diskriminierung, das Patriarchat oder sonstwas wittern.

  • Reto B.

    Irgendwas sagt mir, dass Meret mit 40 auch anfängt zu flennen. Mal ganz ehrlich, das mit dem Prinzesschen ist dann vorbei, dafür kommt dann das mit den 10 Körben pro Monat, wenn man nicht an seinem Profil abseits von Schminke Handtaschen und Schuhen gearbeitet hat, oder eh schon vergeben ist.

  • Réda Philippe El Arbi

    Das wirklich HIntergründige an dieser Kolumne sind die Kommentare, die sie hier und auf Facebook beiden Geschlechtern entlockt: Männer schimpfen während Frauen sich köstlich amüsieren. 😀

    Was sagt uns das? Irgendwas wurde getroffen 😀

  • Réda Philippe El Arbi

    Philippw, wenn du behauptest, das Leben sei für Frauen nicht anders als für Männer, outest du dich hier als völliger Ignorant. Leb erst mal eine WOche als Frau, und dann red mit.

  • Philippe Wampfler

    Dann bin ich ja froh, dass ich das nicht behaupte.

  • Klartext

    Diese Kolumne könnte auch viel kürzer formuliert werden:
    Männer, vergesst Gleichberechtigung, betrachtet Frauen nur noch als Sexobjekte und begrapscht sie bei jeder Gelegenheit, darauf stehe ich. Zum Glück sind nicht alle Männer so, dass sagt mein schlechtes Gewissen, trotzdem finde ich diese am geilsten. Ich gehe mich jetzt jedenfalls wieder aufbrezeln, damit mir der nächste Macho an den Hintern fasst und mich nachher flachlegt.

    Schon unglaublich, dass solch undifferenziertes Tussigelaber noch als Kolumne bezeichnet wird.

  • tina

    mag vielleicht daran liegen, dass männer in dem text recht übel dargestellt werden und der text reichlich teeniegirlmässig daher kommt, sich also frauen kaum angesprochen fühlen

  • tina

    wenn man sich also als frau clichéemässig verhält ist das makellos bis begehrenswert, wenn männer das tun sind sie idioten.
    wenn nur in einem nebensatz erwähnt wird, dass nicht alle männer so sind wie hier mit vielen vielen sätzen dargestellt, haben eben die vielen vielen sätze mehr gewicht.
    braucht denn eine frau immer einen männlichen, in die jahre gekommenen “habe ich alles schon gesehen”-fürsprecher, der sich vor sie wirft wie der landmann vor den mörgeli….

  • The Damned

    Diese Kolumne erinnert übrigens ziemlich stark an diese hier im Cicero:

    http://www.cicero.de/salon/schluss-mit-dem-quotengejammere/52610

    Nur wurde die Cicero-Kolumne von einem Mann (!) geschrieben, mit den für Kenner der Geschlechterszene bekannten Konsequenzen: Der Autor wurde (qua Geschlecht?) mit einem “Shitstorm” der Empörung überzogen.

  • The Damned

    Ich denke nicht, dass die gute Kolumnistin mit 40 anfangen wird zu flennen, wie ihre neurotisch-feministischen, weissen Mittelklasse-Ü40-Mütter, die, sofern publizistisch tätig und geisteswissenschaftlich gebildet, plötzlich überhaupt nicht mehr klar kommen mit ihrem Leben und damit beginnen, alle Schuld für ihr ganz persönliches Versagen und die Nichterfüllung ihrer völlig übertriebenen Ansprüche den Männern in die Schuhe zu schieben. Alles andere über weibliche Privilegien, eingebildete und reale, lässt sich in der weiter oben von mir verlinkten Kolumne von Konstantin Sakkas im Cicero nach lesen, die der hier Vorliegenden übrigens zum Verwechseln ähnlich sieht…

  • Monika W.

    haha, selten so gelacht, denn Sie, Herr El Arabi, haben bestimmt schon mal eine Woche als Frau gelebt, was Sie natürlich mehr als qualifiziert, hier mitzureden, gell ;D

  • mira

    Meret, ich glaube so ein Mann würde zu Ihnen passen wink Kitsch zu Kitsch und Klischee zu Klischee…

  • Tomas

    Stimmt nicht ganz, Herr Arbi. Ich bin ein Mann, und fühle mich nicht nur amüsiert, sondern darüber hinaus auch noch bestätigt.

  • Réda Philippe El Arbi

    Liebe Monika, es geht doch nicht ums Mitreden, es geht darum, dass es niemals gleich sein wird, ob wir als Mann oder als Frau leben. In meinem engen Freundeskreis hat es aber Menschen, die ihr halbes Leben als Mann lebten und nun als Frau. Ich denke, da bekommt man ein wenig Einblick, wie die Unterschiede empfunden werden.

  • Réda Philippe El Arbi

    @Klartext: Wie wärs mit dem Nickname “Dummschwätz”?

  • Réda Philippe El Arbi

    Wenn Sie jetzt noch explizit erklären würden, was Kitsch und KLischee miteinander zu tun haben, ausser einem “K” am Anfang ….

  • Réda Philippe El Arbi

    @Klartext: Einen Buchstaben nach dem anderen, Dann Zusammensetzen. Und dann den Inhalt erfassen. Gar nicht so schwer, ich versprechs.

  • Réda Philippe El Arbi

    @Tina: Was für ein Mann wären Sie denn gerne?

  • Réda Philippe El Arbi

    Tina, sind SIe eifersüchtig? Ich bin Merets Redaktor, also werd ich sie, wie auch meine männlichen Schreiber, vor Idioten und idiotischen Anwürfen verteidigen.
    Wenn Sie es blöd finden, wenn man sich für Andere einsetzt, sagt das mehr über Sie als über mich. Tut mir wirklich leid für Sie.

  • Meret

    “Wäre ich ein Mann, ich würde mich nicht daten wollen”.

    Mehr muss ich dazu nicht sagen. Wenn sie der Meinung sind, sie müssten einen Text kaum richtig lesen um danach darüber zu stänkern, then go for it. Ich lasse mir jedenfalls nicht anhängen, auf einen Typ Mann zu stehen den ich hier eindeutig verurteile.

  • Meleana

    Erstaunlich wie viele absolut humorfreie Menschen sich die Mühe machen, eine Kolumne zu lesen, ohne den Hauch einer Chance zu haben, den Inhalt auch zu verstehen. Und ihren Frust darüber lassen sie dann in ihren Kommentaren aus.

  • Klartext

    @Meret: Wieso schreiben sie denn so begeistert von so einem Mann? Diese Beschreibung entspringt doch ohne Zweifel ihrer sexuellen Fantasie.

  • mira

    @Réda Philippe El Arbi
    Beides passt zu der Meret, bzw der Art und Weise wie sie sich hier präsentiert …. smile

  • Meret

    Meine sexuellen Fantasien gehen sie gar nichts an – und im übrigen auch sonst niemanden, daher würde ich die auch ganz bestimmt nicht in einer Kolumne breitschlagen.

    Ich wiederhole mich sehr ungerne, aber hier, nochmals: “Ganz ehrlich, wäre ich ein Mann, ich würde mich nicht daten wollen.”. Es kann keine Rede davon sein, dass ich von einem Mann so begeistert wäre. Ich lasse mich in diesem Text darüber aus, wie daneben ich mich als Mann verhalten würde. Definitv nicht wünschenswert.

    Ich nehme an, sie haben sich auch nach meinem letzten Kommentar nicht die Mühe gemacht, den Text überhaupt zu lesen.

  • Diana

    @Klartext: Sie haben den Text entweder nicht gelesen oder nicht verstanden, so oder so, bitte zurück auf Feld eins, vielleicht wird der Text dann etwas klarer wink

  • Lance Vance

    Das Potenzial der Verärgerung in der Kolumne steckt leider im klischeehaften Verhalten der Männer. Tagtäglich sehen wir Männer einige sehr anziehende Frauen und wir täten zweifelsohne nichts lieber als jede einzelne anzusprechen. In den meisten Fällen halten uns Zweifel, Verklemmtheit, Anstand oder die Illusion anders und besser zu sein als die “normalen” Männer davon ab. Der Stein des Anstosses liegt darin, das Männer sich nach dem lesen der Kolumnen fragen: Für was der ganze Aufwand nett und anständig zu sein wenn die Frauen immer noch so klischeehafte Vorstellungen von uns haben?
    Da es aber auch zum Mann-sein Klischee gehört, stark und selbstsicher, sich durch nichts und niemanden einreden lassen wie er sein soll.
    Einzige Ausnahme: Die potenzielle oder aktuelle Frau im Leben wink.

    Moral der Geschichte: Geschlechtsspezifische Attribute über die Verhaltensweise eines Menschen sollten zumindest im 21 Jahrhunderts nicht übermässig gefördert werden XD

  • tina

    hatten wir nicht schon genug clichée? neid vorwerfen und mitleid heucheln ist nicht nötig. kritik aushalten sollte man als blogger vielleicht schon ein bisschen

  • tina

    will man hier wirklich leute beschäftigen, die ihre leser bei jeder anflugsweisen kritik mit der riesen keule zu beleidigen versuchen? und das auch noch auf gelangweiltem internetjunkie niveau

  • tina

    ich habe eine antwort geliefert, warum die kommentare so ausfallen. ist gern geschehen, keine ursache. ob ich gern ein mann wäre steht hier nicht zur debatte. ich möchte jedenfalls weder ein mann wie hier geschildert sein, noch ein prinzässli, und überhaupt finde ich es nicht besonders erstrebenswert, clichées nachzueifern

  • Damn, babe!

    Darf ich raten, scheintext: Du bist weiblich, über Vierzig… So unterirdisch ‘argumentieren’ kann nur eine Bitterfotze (Maria Sveland, ich halte mich mit diesem Wort punktgenau an die politisch korrekte, feministische Ausdrucksweise): You’re out, babe.. get the f… away!

  • Meret

    Tina findet es also nicht erstrebenswert Klischees nachzueifern. Das ist ok. Hat sich Tina aber vielleicht schonmal überlegt, dass ich diesen Klischees nicht verkrampft nacheifere sondern einfach GERNE so bin? Meine Güte. Darf ich jetzt kein Rosa mehr mögen, bloss weil es einem Klischee entspricht? MUSS ich den zwangsläufig gegen alle Klischees sein, nur aus Prinzip? Was für eine absurde Vorstellung von freier Entfaltung.

  • Schreiberling

    Ein und denselben Blog, den man notabene nicht mal mag, mehrmals und gehässig zu kommentieren und dann anderen “gelangweiltes Internetjunkie niveau” vorwerfen finde ich jetzt etwas gewagt.

  • Nico

    Was ich schade finde:  der Mann, den Sie da beschreiben, verdient sich ja mühelos das Prädikat “Arschloch”. WARUM meinen Sie, dass Sie als Mann ein Arschloch wären? Empfinden Sie sich aktuell als das weibliche Gegenstück zu diesem Mann? Eigentlich doch wohl nicht, Sie schreiben doch, dass Sie gerne Frau sind und sich wohlfühlen in Ihrer Haut.
    Kurz: ich verstehe nicht, wo Sie mit diesem Text hin wollten. Wollten Sie uns nur mitteilen, dass es eine Art Mann gibt, die Sie ärgerlich finden? Das hätten wir wohl auch vorher gewusst …

  • papa moustache

    Liebe Meret, ich habe in deinem Alter auch schon mal einen Text für eine FDP-Kolumne geschrieben, von der sich die Partei in der nächsten Ausgabe formell distanziert hat..)))))
    Diese Kommentare sind ein Kompliment an dich, nur wer Belangloses kommuniziert kann nicht provozieren wink

  • tina

    selbstverständlich kritisiere ich texte die ich nicht mag, warum denn nicht, schliesslich hat es hier eine kommentar funktion. alsob gewisse blogger nicht auch über weltwochetexter runterziehen würden. oder so. ist doch normal, nur muss sich der zeitungsjournalist nicht mit kommentaren herumschlagen. wobei müssen müsst ihr ja auch nicht, ich würde sogar empfehlen das nicht zu tun, es lässt die texte eher schlechter wirken

  • tina

    der störende haken am prinzässlitum ist sicher nicht, die farbe rosa zu mögen. ausserdem darf sowieso jeder wie er/sie will, nur gut finden müssen das die anderen ja nicht. kleines beispiel am rande: prinzässli, die das gerne zelebrieren, mögen das eine oder andere mal dazu führen, dass (andere?) frauen weniger ernst genommen werden als ihnen lieb ist

  • Jorge

    Das diskriminierendste an diesem Text ist doch, dass Meret davon ausgeht, automatisch ein gutaussehender Mann zu werden, der ein Date nach dem anderen bekommt.

    Bei Frauen mag es ja genügend, einigermassen schlank und blond zu sein – yay, alle wollen meine Freunde sein – aber bei dem gebeutelten Geschlecht muss man schon tätowiert/in einer Band oder genetisch enorm gesegnet sein um das so durchziehen zu können.

    Fazit: Wenn du einen Tag lang ein Mann wärst, kannst du lange schreiben, du würdest Dich nicht daten wollen… nur wärst du damit nicht der/die Einzige wink

  • Anotherone

    +1

  • Philippe Wampfler

    Danke für diesen Kommentar. Ich hatte eigentlich bei Clack auch andere Erwartungen vor einigen Jahren…

  • Michaela

    Merets Gedankenexperiment habe ich auch schon ausprobiert. Es endete jedes Mal in der – nicht leicht zu schluckenden, geschweige denn leicht zu publizierenden – Feststellung, dass sich an meinem Leben nicht grossartig was änderte, würde ich morgen plötzlich als Mann erwachen. Warum? Weil das, was mich und mein Leben ausmacht, nur sehr bedingt von meinem Geschlecht abhängt. Nichts, was ich tue, denke oder gern habe, mache, denke oder habe ich gern, WEIL ich eine Frau bin. (Es sei denn, man schenkt den Geschlechtshormone=Persönlichkeit-Gruselgeschichten Glauben, was ich nicht tue.) Also würde ich auch nichts anderes denken, tun oder gern haben, nur weil ich ein Mann wäre.

    Es ist sicherlich leichter, Klischees zu reproduzieren, als aus der Norm zu fallen. Denn der Fall ist oftmals schmerzhaft. Weniger weil das Leben ausserhalb dieser Norm nicht behagt, sondern weil man allzu schnell mit zahlreichen folgeschweren, aber falschen Folgerungen abgestraft wird. Zu wenig Geschlecht-sein, heisst asexuell sein, Feministinnen sind alle hässlich und wer sich Gedanken über all das macht, hat keine Freude am Leben. Keine Freude hatte ich an diesem Text, ja ich habe nicht ein einziges Mal gelacht, was allerdings nicht bedeutet, dass ich nicht lachen kann. Aber ab Texten, die derart klischiert Bestehendes reproduzieren und damit die Norm noch etwas enger um die Hälse derjenigen schnüren, die ihr nicht entsprechen, darüber kann ich nicht lachen (was wohl nicht zuletzt auch daran liegt, dass ich an Clack mal andere Erwartungen hegte, als an irgendein Klatschheft). Dabei wäre das Gedankenexperiment so lohnenswert.

  • Meret

    Ich darf also nicht so sein wie ich bin, bloss weil es einem Klischee entspricht? Was für eine grossartige Interpretation von freier Entfaltung.  Nirgends sage ich, dass ich nichts davon als Frau tun würde. Mir ist auch klar, dass sich nicht viel tun würde, würde man mein “ich” in einen Männerkörper stecken. Die Frage ist, ob ich anders wäre, wenn ich als Mann geboren wäre – und selbst das ist rein hypothetisch.

  • Meret

    Natürlich gehe ich davon aus. Gibt auch mehr für eine Kolumne her. Was genau daran diskriminierend sein soll ist mir schleierhaft.
    Und mit “blond und einigermassen schlank” meinst du ja wohl mein weibliches ich. Lass dir gesagt sein: Weder bin ich schlank, noch war ich immer blond. Und werde auch nicht immer blond bleiben.

  • Meret

    Im übrigen ist mir (und meinen durchaus gewählten Freunden) völlig wurscht wer asexuell ist oder eben nicht. Ich halte es nicht für nötig, Leute nach ihrer Sexualität zu definieren, nur schon weil es mich einfach gar nicht interessiert. Schwul? Go for it! Asexuell? Go for it! Hetero? Auch gut! Jeder wie es ihm behagt. Und woher die behauptung mit den hässlichen Feministinnen stammt weiss ich nicht – von mir jedenfalls nicht.

  • Meret

    Du schiebst also auf mich ab, dass du nicht ernst genommen wirst? Oh well.

    Ich kann, Prinzässlitum hin oder her, mich durchaus so benehmen, dass man mich ernst nimmt. Daran kanns also nicht liegen.

  • schon wieder Jorge

    Komplimente waren noch nie meine Stärke… aber ich gelobe Besserung:

    Du siehst auf dem Foto zum anbeissen aus. Versteh einfach bitte, dass hässliche Menschen wie ich, es sich gar nicht recht vorstellen können, wie es ist, irgendwohin zu kommen und von allen “gewollt” zu werden. “Geile” Leute können dagegen nicht nachvollziehen wie es ist, sich um Freunde, Bekannte, o.ä bemühen zu müssen.
    Doch ich schweife schon wieder ab: Auf dem Foto siehst du wirklich sehr gut aus.

    So… doch noch geschafft smile

    Gruss und schöne Feiertage

  • Meret

    Mein Kommentar war auch nicht böse gemeint. Ich wollte nur andeuten, dass ich durchaus weiss, was es heisst, nicht zu den “geilen” zu gehören. Mir fällt es sehr schwer zu glauben, dass das jetzt so sein soll, aber danke vielmals smile

    Gleichfalls smile

  • Meret

    Vielen Dank Marie smile

  • marie

    @meret
    mit clichées zu spielen ist eine kunst. sie sind anf. 20 und spielen gerne damit – ich finde sie machen das gut. lassen sie sich nicht dreinreden und machen sie weiter so.
    auch wenn ich nicht immer mit ihnen einig bin, machen sie das ganz sympathisch.
    ihre marie

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