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Freundschaft oder Sex? Ist das die richtige Frage?

Können Frauen und Männer wirklich Freunde sein? Das wird ständig gefragt. Nur: Vielleicht ist das die falsche Frage.

Von Clack-Team

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Die Freundschaft zwischen den Geschlechtern ist ein Garant für Gesprächsstoff. Nicht nur an einem Weiberabend.  Nicht nur in Hollywood, wo das Thema in allen Varianten durchgespielt worden ist. Gestern auch hier auf Clack. Und unlängst  ist sie auch Thema an Universitäten: Gerade eben haben Wissenschafter der Univeristät von Wisconsin die platonische Beziehung von 400 Männern und Frauen im alter zwischen 18 bis 52 unter die Lupe genommen. Das Ergebniss ihrer Studie beantwortet nicht etwa die alte Frage, ob Frauen und Männer miteinander können, ohne das Sex ins Spiel kommt. Sie stellt eine neue Frage: Sollen Männer und Frauen das überhaupt probieren?

«Die Anziehung zwischen den Geschlechtern ist eine Tatsache, die auch eine langjährige Freundschaft nicht aus dem Weg räumen kann», so lautet das Fazit von Studienleiterin und Psychologie -Professorin April Bleske-Rechek. Die meisten Zweiergespanne, die befragt wurden, hätten einen gewissen Grad an körperlicher Faszination nicht abgestritten. War die Anziehung nur einseitig, formulierte sie meist der Mann. Harry und Sally seien also keine Ausnahmen – irgendwann werde die Sex-Frage gestellt. Und das nicht ohne Folgen.

Nachteil Anziehung

Diese Schlussfolgerung zieht die Wissenschafterin aus zwei Studien: In der ersten wurden Männer und Frauen anonym und getrennt befragt. Während Frauen das Thema Anziehung meist herunterspielten, gaben Männer oft zu Protokoll, ihre Freundin durchaus begehrenswert zu finden. In der zweiten Studie wurden ausgewählte Probanden des ersten Samples beauftragt, Vor- und Nachteile dieser Freundschaften aufzulisten und anzugeben, wie glücklich sie mit ihrem Liebesleben waren. Resultat: Egal welchen Alters, listeten die Befragten mehr Vor- als Nachteile auf. Zu den Nachteilen gehörte oft die Anziehung. Und ebenfalls in jeder Altersgruppe galt: Je attraktiver die Freundin eingeschätzt wurde, desto unzufrieden äusserten sich die Befragten über ihr Liebesleben.

Ruiniert die Freundschaft zwischen den Geschlechtern  also das Liebesleben? Oder ist es umgekehrt: Je schlechter das Liebesleben, desto eher findet man die Freundin oder den Freund attraktiv? Die Studie beantwortet diese Frage nicht. Gottlob: Sonst gäbe es ja keinen Gesprächsstoff mehr für den nächsten Weiberabend.

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Beziehung Psychologie