Clack

«Gleich» ist nicht «gleichwertig»

Der Unterschied zwischen «Gleichheit» und «Gleichwertigkeit» fordert Toleranz. Und Toleranz beginnt da, wo's weh tut – alles andere ist moralisches Onanieren.

Von Réda Philippe El Arbi

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Es erstaunt mich immer wieder, dass in unserer superindividualisierten Welt die Begriffe «Gleichheit» und «Gleichwertigkeit» verwechselt werden. Gerade jetzt wieder, nach der feministischen Rede von Emma Watson vor der UN: Leicht frustrierte Männer pochen auf den biologischen Unterschied und meinen, wenn frau gleich Karriere machen will, müsse sie sich auch gleich verhalten. Sprich: Auf Kinder verzichten und sich Attribute wie Rücksichtslosigkeit, Wettbewerbsdenken und Egoismus zulegen, die in gewissen steinzeitlichen Kreisen wohl noch als karrierefördernd gelten. Aber zurück zur Gleichheit.

Wir sind nicht gleich. Das will auch niemand erntshaft. Den letzten Versuch mit der «Gleichheit» aller Menschen hat mit dem Kommunismus ziemlich abgekackt. Frauen sind anders als Männer, Inder anders als Chinesen, Europäer anders als Amerikaner. Ich bin anders als du. Das ist Fakt. Sagt aber eigentlich überhaupt nichts aus. Wir müssen keinesfalls gleich sein, um gleichwertig zu sein. Das heisst, unsere Arbeit, unsere Würde und unser gesellschaftliche Anerkennung sollten von der gleichen Warte aus gemessen werden.

Das Gegenteil von «Gleichwertig» ist nicht «ungleich» sondern «elitär». Und da machen sich linke, aufgeschlossene Menschen genauso schuldig wie neoliberale Sozialdarwinisten. Da gibts Leute, die «Gleichheit» fordern, aber sich und ihr Umfeld als intellektuelle Elite sehen, als Speerspitze irgendeines Ideals. Während der Sozialdarwinist brutal fordert, dass man weniger Leistunsgfähige untergehen lassen muss, behandelt der elitäre Gutmensch weniger Gebildete oder weniger Kreative wie geistig Behinderte. Lustig ist auch, wie stark man sich oft von Anderen abgrenzen muss, sei es optisch oder sozial, um dann im gleichen Zuge von Gleichheit zu schwadronieren.

«Gleichwertigkeit» hat ihren Ursprung nicht im Vergleich, sondern im Anerkennen, dass jeder Mensch, ohne Ansehen des Geschlechts, der Rasse, der sexuellen Orientierung, der sozialen Herkunft, des Einkommens, der Religion oder der fehlenden Religionszugehörigkeit, den gleichen Status in der modernen Zivilgesellschaft hat. Ihr seht, wir können uns überall unterscheiden und doch gleichwertig sein. Der Trick liegt darin, auf die Dinge zu achten, die uns verbinden, und nicht auf die, die uns unterscheiden.

Das erfordert Toleranz. Gleichwertigkeit ist ohne Toleranz nicht denkbar. Und Toleranz ist es nicht dann, wenn man jemanden nicht verurteilt, weils einem sowieso egal ist. Toleranz beginnt da, wo es weh tut. Wenn man anderen die gleichen Grundrechte einräumt, obwohl man ihre Einstellung widerlich, veraltet oder unmoralisch findet. Toleranz, die mich keine Überwindung kostet, ist billige Selbstdarstellung. Das heisst nicht, dass man andere nicht angreifen darf für ihre Andersartigkeit. Es heisst aber, dass man ihnen trotzdem den gleichen Wert in Würde und Existenz zugesteht. Gesellschaftlich umgesetzt sollte das bedeuten, dass ich für die gleiche Arbeitsleistung den gleichen Lohn bekomme, für die gleiche Straftat unter den gleichen Voraussetzungen dieselbe Strafe erhalte (und nicht je nach Pass, den ich zufällig habe) und dass ich in meinen Grundrechten nicht eingeschränkt werde, auch wenn ich gerade nicht so bin, wie die meisten Anderen.

Zur Zeit herrscht in Politik und Gesellschaft ein Ton vor, der dem «Feind» oft die grundsätzlichen Rechte abspricht. Es ist nicht mehr eine Bestrebung von Gleichwertigen, gemeinsam eine vielseitige Gesellschaft zu bilden, sondern ein Kampf von «Wir» gegen «Sie». Das kennen wir, das gibt uns Sicherheit und macht uns wichtig und die anderen unwert.

Und das ist niemals ein Lösungsweg.

Réda Philippe El Arbi ist Co-Chefredaktor bei clack.ch, Autor, Geschichtenerzähler, Stadt-Blogger bei Züritipp/newsnet.ch, Haustiersitter und Mann aus den üblichen Gründen. Er versucht, hier seine männliche Sicht der alltäglichen und der wichtigen Dinge zu vermitteln.

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Kommentare

  • Reto B.

    Nun ja, wenn es um die Finanzen geht, dann wird schnell ersichtlich, dass nicht unbedingt für Leistung bezahlt wird. Oder erklären sie mir mal, weshalb Leute vor dem Coop St. Annahof Zürich Takeaway für ein Fläschchen Cola ca. 4 Franken zahlen, wenn es innendrin, einen Stock tiefer das gleiche Fläschchen für 1.30 gibt. Schlussendlich ist der Markt genauso pervers wie die Käufer.

  • Tomas

    sp, es erinnert mich auf eine Diskussion mit einigen Landschaftsfotografen. Die haben mich ohnehin etwas reserviert angeschaut, nachdem ich meinen Vortrag mit dem Klassiker eröffnet habe, nämlich dass zu Landschaftsfotografen diejenigen werden, die es nicht schaffen sich eine nackte Frau zu organisieren.

    Anyway. Ich habe die armen Leute völlig verstört als ihnen klar geworden war, dass der Wert einer Fotografie für mich nicht in der Anstrengung liegt, die für ihr entstehen nötig war. Sie verlangten bei jedem Bild zu wissen, wieviel kg Ausrüstung und bei welcher Witterung der Fotograf wie weit und wie hoch schleppen musste um es zu schiessen bis ich ihnen sagte, dass es überhaupt keine Rolle spielt, weil auf den gleichen Berg vielleicht eine Seilbahn führt, und dass das gleiche Bild eine ganze Ladung japanischer Pauschaltouristen machen könnte, wenn es gerade in dem Moment anwesend wäre.

    Am Ende entscheidet nur das Ergebnis. Es spielt keine Rolle, ob jemand für ein Ergebnis stinkige Container leeren musste oder beim Nachdenken über philosophische Fragen Kaffee trinken durfte. Das Ergebnis alleine und die Nachfrage danach bestimmt den Wert.

    Oder sind sie bereit, für einen und denselben Produkt mehr zu zahlen, weil derjenige der es hergestellt hat dümmer als andere war und es umständlicher produzierte als nötig? Eben.

    Das Leben ist fies, oder? wink

    Als ich unter Kommunisten studierte, sagte man uns bei den Vorträgen aus politischen Ökonomie dass es in Ordnung ist wenn wir später halb so viel verdienen als ein Arbeiter, denn unser Beruf ist für uns bereits eine Belohnung genug und der Arme muss ja viel härter schaffen grin
    Naja, wir wissen inzwischen, wie die Sache mit dem Kommunismus ausgegangen ist.

  • Sportpapi

    @tomas: Eben. Gleichwertigkeit braucht einen Massstab. Häufig ist es der Markt, der entscheidet. Und es ist nicht immer nur fair. Und nicht immer den Anstrengungen entsprechend.
    Wie gesagt, die Diskussionen um Gleichwertigkeit, Chancengleichheit etc. sind nicht so simpel, schlagwortartig zu führen. Alles andere ist moralisches Onanieren… grin

  • Reda El Arbi

    @Sportpapi: Sobald wirs da umgesetzt haben wos einfach messbar ist, statistisch nachweisbar, lass ich mich gerne auf eine Diskussion ein. Solange nachweisbar noch Benachteiligungen auf Grund des Geschlechts, der Rasse, der sexuellen Orientierung, der sozialen Herkunft, des Einkommens, der Religion oder der fehlenden Religionszugehörigkeit stattfinden, ist eine Diskussion, ob Diskriminierung wegen fehlenden Talents auch dazugehört, zynisch.

  • Tomas

    SP: ich frage mich gerade, was ist so schwer zu verstehen an “Gleiche Ausbildung, gleiche Aufgaben – gleicher Lohn”.

    Um was genau geht es ihnen? Dass es ungerecht ist, wenn nicht alle Menschen gleiche Talente haben? Es ist noch viel schlimmer, manche davon sind hässlich, haben Mundgeruch und sterben früh an irgendeine widerliche Krankheit, während andere in eine reiche Familie, mit dem IQ von 176 hineingeboren werden und mit einem perfektem Gensatz ausgestattet den Sechser im Lotto knacken.

    Ich will sie nicht beim onanieren stören, aber was genau war schon der Punkt?

  • Sportpapi

    Das nachweisbar wirst du sicher auch noch gleich nachweisen, oder? Erwiesene Diskriminierung in der Schweiz. Und ich werde dich sofort in jenen Gebieten in deinem Kampf unterstützen.

  • Pipi

    Finde die Überlegungen zwar ehrbar, aber wenig ausgegoren. Wer für die gleiche Arbeitsleistung den gleichen Lohn fordert, müsste bspw kritisieren, dass eine Banksachbearbeiterin doppelt so viel Lohn erhält wie die Sachbearbeiterin, die dieselbe (!) Arbeit für die Spitex macht. Wer solche (riesigen) Lohnunterschiede akzeptiert und verteidigt, aber viel kleinere Lohnunterschiede (bspw zwischen Frau und Mann, zwischen In- und Ausländer) kritisiert, zeigt, dass es nicht wirklich um Gleichwärtigkeit geht, sondern um Klientelpolitik.

  • Sportpapi

    Wenn Gleichwertigkeit heisst, vor dem Gesetz (oder was auch immer) sind alle Menschen gleich, dann stimmt das alles. Ansonsten wird es umgehend schwierig, so bald es um die praktische Umsetzung geht, weil “wert” eben verschiedene Dimensionen umfasst. Schauen wir doch mal das aufgeführte Beispiel an: Gleiche Arbeitsleistung, gleicher Lohn? Was bedeutet denn das? Gleicher Output, gleicher Lohn? Gleicher Einsatz, gleiche Anstrengung = gleicher Lohn? Und wie passen dann ungleiche Fähigkeiten ins Konzept? Soooo einfach ist das ja dann doch nicht, oder?

  • Reda El Arbi

    Fange wir doch ganz einfach an: Gleiche Ausbildung, gleiche Aufgaben – gleicher Lohn.

  • irene

    toleranz aber erfordert intelligenz und hat die jeder? oder könnte einfach respekt diese funktion von toleranz übernehmen¿

  • Tomas

    Ja, das ist ein Ansatz den ich so stehen lassen kann.
    Wobei, ich kann anstellen /heiraten, zum Bier einladen/ wen ich will, und sogar wenn ich alle für gleichwertig halte, nehme ich am Ende die konkrete Person, die ich eben toll und nicht widerlich finde.
    Ich muss mit ihr schliesslich schaffen /Bier saufen/ und bin definitiv kein Masochist.

  • The Damned

    Und die Leistung? Ein Beispiel: 10 AussendienstmitarbeiterInnen, gleich alt, gleich lange Berufserfahrung, gleiche Ausbildung, gleiches Alter, etc., alle völlig kongruent, Männlein (5) wie Weiblein (5). Sie arbeiten mit dem gleichen Grundlohn, auf derselben Provisionsbasis- verkaufen aber mit unterschiedlichem Erfolg… Die individuell erbrachte Leistung wird nirgendwo ausgewiesen. Und genau da liegt des Pudels Kern!

  • Reda El Arbi

    Respekt ist ein Bestandteil der Toleranz smile

  • Reda El Arbi

    Solange es kein Grundrecht gibt, das beinhaltet, mit dir ein Bier saufen zu gehen, bist du auf der sicheren Seite smile

  • Reda El Arbi

    @The Damned: Solange sie unter denselben Bedingungen beurteilt werden, sind sie gleichwertig. Also gleicher Grundlohn und gleicher Messstandard bei der Leistung.

    Bei Aussendienstmitarbeitern und bei allen, die anhand der persönlichen Verkaufszahlen gemessen werden, ist das kein Problem.

  • Toerpe Zwerg

    Gleiche Ausbildung, gleiche Aufgaben, gleicher Lohn? Sicher nicht. Wenn ich 7 Kolumnisten für 100 Zeilen / Woche anheuere und sie gleich platziere auf meiner Plattform und die eine regelmässig doppelt so viele Leser erreicht als der Andere, dann will ich das in der Honorierung abbilden können. In der Umkehrung heisst das nämlich, dass ich entweder die mit der grösseren Reichweite verliere oder den mit der kleineren Reichweite würde feuern müssen.

    Der Text ist aber gut. Danke hierfür.

  • Toerpe Zwerg

    OK Reda, gekreuzt, wir sind uns einig.

  • Sportpapi

    Ok. Dann ist also der begabtere, schnellere, flinkere Kolumnist mehr wert, als der andere, der sich aber viel mehr anstrengt? Weil der Leser schliesslich die Texte – unterschiedlich bewertet…
    Und ist denn nun der Müllmann, der hart arbeitet, mehr wert als der Journalist, der seine Texte bequem im Büro schreibt?

  • Tomas

    sp: omfg, wirklich jetzt?

  • Sportpapi

    @tomas: Wirklich jetzt was? Ich weise einzig noch einmal auf die Schwierigkeiten von gleicher Lohn für gleiche Arbeit, oder gleiche Leistung, oder gleiche Anstrengung hin. Gleichwertigkeit tönt schön, ist aber nicht wirklich alltagstauglich. Nicht ohne eine Idee, was denn genau damit gemeint sein könnte.

  • Reto B.

    Das bringts in etwa auf den Punkt SP. Wenn es das System der Zukunft ist, dann wird mit dem Generationenwechsel wohl auch ein Wechsel der Vorurteile einhergehen. Nun ist es aber so, dass man dem durchaus auch nachhelfen kann. Wie zum Beispiel bei der Energiewende. Brechstange ansetzen. Hier wäre es dann: Frauenquoten etc. Obs nützt, bö? Ich meine in den USA ist die Sklaverei schon lange abgeschafft, aber die Unterschiede Schwarz-Weiss sind doch nocht da. Weil man dem Rassist eben nicht per Gesetz vorschreiben kann, nicht mehr rassistisch zu sein. Man kann ihm vorschreiben, nicht mehr rassistisch zu handeln, sofern nachweisbar.

  • Sportpapi

    Genau. Ungefähr darauf wollte ich auch hinaus. Habe es nur etwas Komplizierter und Grundsätzlicher formuliert.

  • Schandmaul

    Danke, Reda, dass Sie sich dieses kleinen/grossen Unterschieds philosophisch angenommen haben, war echt nötig, dass das mal jemand tut! Was mich an der momentanen Debatte am meisten stört, ist dass sich dauernd irgendeine Tussi (die vermutlich Angst um ihre von Hollywood diktierte Zwangs-Sexiness hat) mit der Ungleichheit für ihren Feminismus entschuldigt (aktuell gerade ihre Clack Kollegin, die ihren Feminismus “gesteht” als wäre es eine Crack-Sucht). Ich glaube ich wäre auch Feministin, wenn es nicht so viel Anlass dazu gäbe – es ist doch einfach die Zugehörigkeit zur grössten meiner Interessengruppen, die damit zum Ausdruck kommt. Man braucht das nicht zu werten: wenn Mitgliedern dieser Gruppe routinemässig die Genitalien verstümmelt werden ist das ja wohl ein Grund sich zu äusssern, oder nicht? Und umgekehrt hat mich auch keiner gefragt, ob ich mich als Schweizerin mit den Lobotomierten (beiden Geschlechts) von der SVP auseinandersetzen will, da habe ich auch keine Wahl…..

  • Tomas

    Wenn die beiden Tippsen wirklich absolut gleich qualifiziert sind, warum tut die schlechter bezahlte sich nicht um den besser bezahlten Job bemühen? Wie war das schon wieder mit der Dummheit?

    Es ist nicht verboten, für eine Stelle mehr Lohn anzubieten, vielleicht weil man mit der gleichen Arbeit mehr Werte produziert, oder weil man auch noch andere als rein fachliche Qualitäten bieten muss.

  • Reda El Arbi

    Gleiche Voraussetzungen. Wir wollen nicht den freien Markt abschaffen. Wir finden es einfach Scheisse, wenn in der gleichen Bude einer für die gleiche Arbeit bei gleicher Ausbildung mehr verdient, weil er einen Schwanz hat.

    Andere Frage: Sollten Frauen, die sexy aussehen, durchwegs besser bezahlt werden? Oder Dunkelhaarige, weil ja jeder weiss, dass Blondinen dümmer sind?

    Sie sehen den Unterschied?

  • Sportpapi

    Und weil wir das alle Scheisse finden, haben wir einen Gesetz zugestimmt, das solche Diskriminierung verbietet. Und kommen Sie mir jetzt nicht damit, dass halt solche Verfehlungen kaum nachweisbar sind. Immerhin ist es ja offenbar auch möglich, genauestens Statistik über die Differenzen zu führen.
    (Nebenbei wundere ich mich immer wieder über die vulgäre Sprache. Dient das irgendwie dazu, besonders taff zu erscheinen?)

  • Sportpapi

    @tomas: Der Punkt ist: (Chancen-) Gleichheit oder gleicher Lohn für gleiche Arbeit, oder wer gleich viel leistet ist gleich viel wert etc. tönt immer gut, ist aber, wenn es konkret werden soll, praktisch nicht umsetzbar. Weil das “gleich” eine Frage der Perspektive ist.

  • Tomas

    SP: Gott im Himmel, das ist doch was ich von Anfang an schreibe grin
    Ich habe kein Problem damit, alle Menschen als gleichwertig zu sehen. Nur, im Gegensatz zu Redas Meinung, es tut überhaupt nicht weh, weil ich nie auf die Idee kommen würde mit Menschen zu verkehren die ich ganz einfach nicht mag. Sie sind mir völlig gleichwertig egal.

    Als Arbeitgeber wähle ich von den letzten fünf gleich qualifizierten Anwärtern an einen Job diejenige Person, die mir letzten Endes am meisten loyal und angenehm im Umgang scheint. Warum sollte ich jemandem Vortritt geben, der mich anwidert, wenn ich stattdessen jemanden haben kann, den ich mag? Und weil es ausser den Arbeitgeber auch die Kunden so sehen, kann es halt vorkommen dass eine angenehme Persönlichkeit bei gleichen Ausbildung, gleicher Qualifikation und gleichen Aufgaben dennoch für die Firma wertvoller wird und entsprechend mehr verdienen wird. Daran wird sich nie etwas ändern.

  • Tomas

    Reda, ihre Frage kann man beantworten wie es Radio Jerewan zu handhaben pflegte: es kommt darauf an.

    Wenn es ein Job ist wie eine Hostess beim Autosalon oder Basler Schmuck- und Uhrenmesse, dann ja, sicher. Das weiss ich genau, ich kenne einige Girls die da mitmachen. Dann gibt es noch eine ganze Reihe anderer Berufe, bei denen eine gutaussehende Frau sicher besser abschneidet bzw. überhaupt den Job erst bekommt, als eine unansehnliche – teuere Kleiderboutiquen und Kosmetikverkäuferinnen seien da nur ein Beispiel von vielen.

    Ich habe aber noch einen umgekehrten Beispiel parat: einmal habe ich versucht, einem bekannten Model ein Job zu vermitteln – sie ist eine gelernte Bauzeichnerin und ich kannte den Architekten, der verzweifelt genau nach dieser Berufsgattung suchte. Als ich ihm nichts böses ahnend sagte, dass sie ausser ihrer beruflichen Qualifikation noch sehr angenehme und nette Person sei und ausserdem auch noch wunderschön ist und für mich mehrere male gemodelt hat, schaute er etwas grimmig drein und meinte, dann wird wohl nichts daraus, das würde wohl zu viel Unruhe in sein Geschäft bringen wink

  • Sportpapi

    @Tomas: Ein Feld nach oben und du merkst, dass ich das auch von Anfang an geschrieben habe (und ich war sogar zuerst…). Vielleicht in anderen Worten.

  • marie

    guter beitrag. toleranz ist eine sache und sicherlich wünschenswert, aber wie sieht es mit vorurteilen aus? diese zu erkennen und allenfalls abzubauen, wenn es andere schädigt, ist m.e. ausschlaggebender.

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