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Gewinn fürs Hirn

Mutter werden ist gut fürs Gehirn, das zumindest besagt eine Studie, die der Alltagserfahrung widerspricht.

Von Seraina Mohr

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Den grauen Zellen bekommt eine Geburt. Zu dieser überraschenden Erkenntnis kommt eine Studie aus den USA, die nachweist, dass bestimmte Hirnregionen nach der Geburt an Volumen zulegen. Das Hirn von Müttern wurde vor und nach der Geburt gescannt, dabei konnte ein Wachstum der Hirnsubstanz nachgewiesen werden.

Die Studie widerspricht damit der Alltagserfahrung vieler Neu-Mütter, die über Zerstreutheit, Vergesslichkeit und eine reduzierte Verlässlichkeit des Gedächtnisses berichten.Vielleicht handelt es sich dabei aber auch um Mütter, die sich nicht mit voller Euphorie ins Abenteuer Mutterschaft stürzen.

Denn die Studie zeigte auch: Je grösser die Begeisterung für die Mutterschaft und je positiver der Nachwuchs beschrieben wurde, desto markanter war auch die Grössenzunahme der grauen Masse. Vermutet wird, dass die hormonellen Veränderungen, das Hirn empfänglich für strukturelle Veränderungen machen. Weitere Studien, die das belegen, sollen folgen, denn die Anzahl Teilnehmende war mit 19 Müttern sehr klein.

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Geburt News

Seraina Mohr

Seraina Mohr ist Leiterin des Competence Center Onlinekommunikation am Institut für Kommunikation an der Hochschule Luzern Wirtschaft. Sie studierte Germanistik und Geschichte an der Universität Zürich und arbeitete anschliessend mehr als 10 Jahre in verschiedenen Funktionen in der Medienbranche.