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Für sportliche Kopftuchträgerinnen

Ein Sport-Hoodie für Musliminnen findet auch bei andersgläubigen Frauen und Männern Anklang.

Von Seraina Mohr

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Immer wieder werden gläubige Musliminnen vom Wettkampfsport ausgeschlossen, weil sie Kopftuch tragen. So erging es letztes Jahr der Luzerner Basketballerin Sura Al-Shawk. Ihr wurde von der schweizerischen Basketball-Liga verboten mit Kopftuch zu spielen.

Dabei ist sie kein Einzelfall, weltweit führt das Kopftuch beim Sport zu Diskussionen und zahlreiche muslimische Sportlerinnen werden von Wettkämpfen ausgeschlossen. Die Kopfbedeckung gilt als unhygienisch und auch gefährlich für gewisse Sportarten.

Eine französisch-kanadische Designerin, Elham Seyed Javad hat nun Abhilfe geschaffen. Im Iran geboren, trägt sie zwar selber kein Kopftuch, fand jedoch, dass es einen einfachen Weg geben sollte, das Problem zu lösen. Sie kreiierte ResportsOn, eine enganliegenden Hoodie aus atmungsaktivem Material. Das Teil findet guten Absatz auf der ganzen Welt, nicht zuletzt auch bei Männern und Frauen mit langen Haaren, die sie sich auf diese Weise aus dem Gesicht halten, ganz ohne religiöse oder politische Ambitionen, sondern ganz einfach weil es praktisch ist.
Noch ungewiss ist, ob etwa die Basketball-Liga oder auch andere Verbände die sportliche Kopfbedeckung auch tatsächlich zulassen oder mit dem Verweis darauf, dass Sport religiös neutral bleiben soll, auch diese Variante verbieten.

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Seraina Mohr

Seraina Mohr ist Leiterin des Competence Center Onlinekommunikation am Institut für Kommunikation an der Hochschule Luzern Wirtschaft. Sie studierte Germanistik und Geschichte an der Universität Zürich und arbeitete anschliessend mehr als 10 Jahre in verschiedenen Funktionen in der Medienbranche.