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«Führungskraft ist weiblich»

Microsoft-Chefin Petra Jenner beschreibt in ihrem Buch den «Female Shift». Denn die Frauen sind in Wirtschaft und Gesellschaft im Anmarsch - Quote hin oder her.

Von Clack-Team

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Petra Jenner, Country Managerin bei Microsoft Schweiz, feiert die «beherzte Chefin». In ihrem Buch «Mit Verstand und Herz – Authentisch und erfolgreich: Führungskraft ist weiblich» behauptet sie, der Macho-Chef sterbe aus. Die provokoanten Thesen der Vorzeigefrau sehen die Wirtschaft scheitern, sollten weiterhin vorwiegend Männer die Teppichetage besetzen.

Frauen sorgten nämlich dank mehr Empathie und Toleranz für ein angenehmeres Arbeitsklima, was in der heutigen Hektik die Mitarbeiter zu mehr Loyalität und Produktivität motiviere. Und somit führten sie zu mehr Erfolg. Wichtig bei dieser Diskussion ist Petra Jenner Authentizität: Frauen sollen sich nicht wie Männer benehmen, um Erfolg zu haben, sondern ihre eigenen Stärken hervorheben. Jenseits von Frauenquoten und «Gleichberechtigung» entfacht Jenner eine Debatte über Führungskultur, denn sie weiss, wovon sie spricht. Seit letztem Jahr führt sie ein männerdominiertes Unternehmen.

Trendforscher nennen diese Thesen den «Female Shift», Hanna Rosin nennt es «The End of Men». Eines scheint sich auf jeden Fall abzuzeichnen: Der weibliche Einfluss in Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur nimmt zu. Das ist auf gute Ausbildung, ein gestiegenes Selbstbewusstsein und weiterführende Ambitionen zurückzuführen. Jenner ist deshalb überzeugt, dasss Frauen – ob mit oder ohne Quote – in Zukunft vermehr Spitzenpositionen in Wirtschaft und Gesellschaft übernehmen werden.

Dass sie sich mit ihren Worten nicht nur Freunde schaffen wird, scheint vorprogrammiert. Zuhören sollte man ihr auf jeden Fall, am besten an ihrer Buchpremière vom 24. Oktober 2012, im Kaufleuten Zürich.

Lesen Sie dazu auch das clack.ch-Interview mit Petra Jenner vom April 2012.

Gesellschaft Microsoft News Petra Jenner Wirtschaft


Kommentare

  • Katharina

    Genau wie Rassismus mit der Wahl Barack Obamas symbolisch überwunden wurde, und der Nomination eines Herman Cain auf Republikainscher Seite,  ist Gender Diskriminiation erst dann überwunden wenn Hillary Clinton Präsidentin wird.

    Nur sind solche Aussage wie “Frauen sorgten nämlich dank mehr Empathie und Toleranz für ein angenehmeres Arbeitsklima” genauso Gendersteroetypischer Quatsch wie was zum Thema seitens der Tripoden gesagt wird.

    “Seit letztem Jahr führt sie ein männerdominiertes Unternehmen.” wirklich? Vielleicht in Helvetistan.

  • poisonthewell

    “Frauen sorgten nämlich dank mehr Empathie und Toleranz für ein angenehmeres Arbeitsklima….” Natürlich wird es zu einer Angleichung zwischen w & m auf den Führungsetagen kommen, was auch sehr wünschenswert und richtig ist. Leider ist es aber so, dass vor allem Frauen sich Schlammschlachten liefern (klar, subjektiv und so). Deshalb kann ich diese Behauptung nicht zu 100 % unterstrichen. Ich glaube es ist nicht einmal der Mix zwischen Mann und Frau, sondern es herrscht ein gutes Arbeitsklima, wenn die Kolleginnen & Kollegen die gleichen Einstellungen, Ziele, Vision etc. teilen – unabhängig vom Geschlecht.

  • Carl

    Sie sollten sich mal mit Ihrer Angst vor Penissen auseinandersetzen und sich den Begriff Tripoden sparen. Ist irgendwie creepy.

  • Katharina

    Wie kommen Sie denn auf Angst? Auch funktionslose Appendixe werden mit der Baumschere entfernt. Snip. wink

  • Tim

    Und warum genau entlässt diese Frau dann die Angestellten, die bei Microsoft Schweiz Teilzeit arbeiten?

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