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Frühreife Mädchen ohne Vater

Mädchen, die ohne Vater aufwachsen kommen früher in die Pubertät. Über die Gründe wird spekuliert.

Von Seraina Mohr

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Der Anblick von Elfjährigen, die wie 15 aussehen, ist irritierend. Allerdings auch immer öfter Realität. Das Alter, in dem Mädchen die Pubertät erreichen, ist in den letzten Jahrzehnten gesunken. Bei der Ursachenforschung zeigt sich eine Auffälligkeit: Mädchen, die ohne leiblichen Vater aufwachsen, sind besonders frühreif. Dies zeigte eine Studie, die kürzlich im «Journal of Adolscent Health» veröffentlicht wurde.

Die Ursachenforschung ist noch im vollen Gang. Eine Hypothese ist, dass sich die Mädchen möglichst schnell unabhängig machen wollen, um eine eigene Familie zu gründen. Eine andere geht davon aus, dass Mädchen, die ohne Vater aufwachsen, möglichst früh den Kontakt zu erwachsenen Männern suchen. Mitschuld können aber auch die Mütter sein. Frühere Studien deuten darauf hin, dass eine schwache Mutter-Kind-Beziehung, eine frühe Pubertät begünstigt, dies ist vor allem bei berufstätigen Müttern der Fall.

Wichtig ist eine Antwort, weil eine frühere Pubertät gemäss der Studienleiterin Julianna Deardoff auch ein höheres Risiko an Krebs zu erkranken oder Drogen zu nehmen mit sich bringt.

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Seraina Mohr

Seraina Mohr ist Leiterin des Competence Center Onlinekommunikation am Institut für Kommunikation an der Hochschule Luzern Wirtschaft. Sie studierte Germanistik und Geschichte an der Universität Zürich und arbeitete anschliessend mehr als 10 Jahre in verschiedenen Funktionen in der Medienbranche.