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Herrscher verschiedener Planeten?

Geschlechtsunterschiede werden gemeinhin übertrieben. Das hat Clack längst gewusst. Jetzt wurde es wiedermal bewiesen.

Von Clack-Team

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Frauen sind von der Venus, Männer vom Mars – und wers glaubt wird selig. Obwohl Psychologen, Neurowissenschafter und auch Biologen gerne propagieren, dass Frau und Mann anders verdrahtet sind und dementsprechend anders funktionieren, lässt sich das nur schwer beweisen.

Für ihre Studie, die im Journal of Personality and Social Psychology erschienen ist, haben die Psychologen eine Metaanalyse von 13 Studien über Geschlechtsunterschiede bei 13 301 Männern und Frauen durchgeführt. Über 122 Eigenschaften, Neigungen und Verhaltensweisen – von Empathie über Sexualität, Intimität und Partnerwahl bis zur wissenschaftlichen Orientierung oder zum Unabhängigkeitsstreben, zur Offenheit und Extravertiertheit, emotionaler Stabilität und Gewissenhaftigkeit – ermittelten sie mögliche geschlechtsspezifische Unterschiede. Methodisch umgesetzt über eine Befragung beider Geschlechter über das, was sie am liebsten tun. Statistische Unterschiede gibt es zwar schon, so das Ergebnis, aber man könne nicht generell von zwei verschiedenen Gruppen sprechen.

Es gebe zwar klare Unterschiede. So würden Männer eher Pornografie zuneigen und Boxkämpfen zuschauen, während Frauen Kosmetik wichtig finden und gerne Scrapbooking machen. Ansonsten werden die eindeutigen Stereotypen aber eher rar. Die Geschlechtsidentität ist, was die psychologische Seite anbetrifft, also multidimensional und multifaktoriell, wie die Wissenschaftler es mathematisch ausdrücken würden.

Oder anders gesagt: Die männlichen und weiblichen Eigenschaften überschneiden sich, so dass Männer und Frauen nicht auf verschiedenen Planeten leben, um in der Metapher zu bleiben, sondern beide auf der Erde.

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