Clack

Zu blöd für eine eigene Meinung?

In den Kommentarspalten der Medien sind Frauen krass untervertreten – Schuld daran sind sie selber.

Von Michael Marti

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Clack hat das Problem im Weblog von Clack-Autor Michael Marti thematisiert: In den Threads von Blogs zu politischen und gesellschaftlichen Themen melden sich ungleich weniger Frau zu Wort als Männer. In den USA wird derzeit eine eigentliche Debatte geführt über das Schweigen der Frauen in Blogs und auf den Meinungsseiten der nationalen Medien. So berichtet beispielsweise die Journalistin Mallary Jean Tenore auf pointer.org über das sogenannte OpEd-Project, womit in traditionellen Medien, aber auch auf Internet-Sites die Präsenz von Frauen auf Meinungs- und Kommentarseiten gefördert werden soll.

Der Befund in der Byline

Interessant ist nur schon die Statistik, die auf OpEd-Project präsentiert wird: die «Byline Survey». Die Auswertung zeigt den Anteil Autorinnen auf den Kommentarseiten der wichtigsten US-Medien während eines bestimmten Zeitraumes; in der Untersuchungsperiode Oktober 2010 bis Dezember 2010 ergibt sich folgendes Bild:

  • «New York Times»: 20 Prozent Frauen bei den kommentierenden und analysierenden Beiträgen
  • «Washington Post»: 19 Prozent Frauen
  • «Wall Street Journal»: 18 Prozent Frauen
  • Salon.com: 25 Prozent Frauen
  • «Huffington Post»: 24 Prozent Frauen

Huhh! Ich doch nicht!

Die Frauen sind mithin markant untervertreten, obwohl ihr Anteil auf den Redaktionen viel grösser ist, zuweilen bei 50 Prozent liegt. Die Gründe für dieses Missverhältnis liegen offenbar in erster Linie bei den Frauen selbst:

  • Journalistinnen würden sich kaum von sich aus melden, wenn Stimmen für die Kommentarseiten gesucht würden. Männer hingegen drängten sich geradezu vor.
  • Würden Frauen explizit aufgefordert, lehnten sie oft mit der Begründung ab: «Ich versteh von der Sache zu wenig. Ich bin keine Expertin.» Männer kennen solche Zweifel viel seltener.
  • Und wenn Journalistinnen sich mal zu einem Kommentar durchringen können, dann – so die Ausführungen von Mallary Jean Tenore – würden sie oft zu den Themen Familie und Kindern schreiben.

Der Anteil der Autorinnen auf Meinungsseiten könne am besten damit gesteigert werden, dass mehr Frauen in journalistische Kaderpositionen gehievt würden, so ein Zwischenfazit des OpEd-Project.

Bei der «New York Times» zumindest ist dieser Schritt bald vollzogen – mit Jill Abramson wird bekanntlich ab September erstmals eine Frau die Traditionszeitung führen.

Was denken Sie? Haben Sie eine Meinung? Diskutieren Sie mit hier im Weblog.

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Medien News


Kommentare

  • Herbert Hiller

    Ja ja, der feministisch-sozialistische Schrei der Frauen nach der Quote, aber bitte nur in genehmen Bereichen.

    Nach wie vor massiv unterrepräsentiert sind Frauen auch noch ganz woanders:

    – in allen gefährlichen Todes-Berufen (Berufsunfalltote zu 94% Männer),
    – bei sämtlichen Geschlechter-spezifischen Zwangsdiensten BW und ZIVI, die immer noch im GG festgeschrieben sind (0% Frauen),
    – Obdachlosen-Zahlen der Männer (ca 10 % Frauenanteil)
    – Selbstmordrate (ca 20 % Frauenanteil)
    – Erwerbsquote!
    – Risiko-Tod-in-Afghanistan (0% BW-Soldatinnen)
    ……

    Dafür massiv sind Frauen überrepräsentiert:

    – im Öffentlichen Dienst
    – im Kindergarten
    – in allen Schulen
    – in der ABI-Quote Mädchen 60%,  Jungs nur noch 40 Prozent mittlerweile!
    – in sämtlichen GLEICH-Stellungsbüros (100% Frauenanteil)
    – in sämtlichen Altersheimen wegen ihrer höheren Lebenszeit
    – in der Frauengesundheits-Industrie (100 Prozent Frauenquote bei Gesundheitsberichten)
    – in der Lebenserwartung, statistisch.
    – Teilzeitanteil ca. 80% Frauen
    – Konsumhoheit über ca. 80% des verfügbaren Einkommens haben die Frauen

  • Gudrun Habersetzer

    Ich bin der Meinung, daß Frauen sozial kompetenter sind und dadurch für Führungsaufgaben besonders geeignet sind. Dem können sich auch die Mächtigen dieser Welt nicht mehr verschliessen. Das nächste Jahrhundert wird weiblich!

  • Herbert Hiller

    Natürlich, Gudrun Habersetzer Frauen sind sozial kompetenter, täglich kannst du das an Angela Merkel erkennen!
    wink

    Natürlich sind und dadurch für Führungsaufgaben besonders geeignet, daher brauchen sie Quoten, um als QuotHilden dann Erfolg zu haben.
    Erfolg ist wenn man selber macht!

    Natürlich Frau Herabsetzer,das nächste Jahrhundert wird weiblich!

    Dann haben wir ja noch fast 90 Jahre Zeit!
    wink

  • Ines Fritz

    Es macht einfach keinen Spaß mit bornierten Idioten zu diskutieren, die auch noch aggressiv werden, wenn sie erklärt bekommen, wie dumm sie sind.  Lieber führe ich meinen eigenen Blog, schreibe Artikel für Blogs und Zeitschriften, als mich ohne Not auf fremden Blogs anpöbeln, sperren oder ausgrenzen zu lassen.

  • Ines Fritz

    Das Netz wimmelt nur so von Herren wie Hiller und allesamt haben sie ein Problem mit Meinungsfreiheit und mit Frauen und sie rasten komplett aus, wenn eine Frau eine eigene Meinung hat, die auch noch anders lautet als die eigene. Sobald aber irgendein Blogbeitrag in den einschlägigen Chauviforen verlinkt ist (für diesen Beitrag übernahm das Oliver mit dem Kommentar “Feuer frei, Kommentare ohne Anmeldung möglich Männers! wink” in gleich zwei Foren) ist eine Teilnahme an der Diskussion für Frauen fast schon selbstzerstörerisch, denn dann fallen die Frauenhasser, Chauvinisten, Antifeministen und andere Trottel in Horden ein und zerstören jede Diskussionskultur und machen eben nicht bei Gepöbel auf dem Blog halten, sondern verfolgen die Frauen bis ins Privatleben und deren Familien gleich mit. Als Frau im Internet die eigene Meinung auf fremden Blogs zu veröffentlichen, ist immer ein Risiko, weil man nie weiß, was der Betreiber mit diesen Daten anstellt und wie auf offenen Sexismus, Gewaltandrohung und Gepöbel reagiert werden wird.

  • Herbert Hiller

    Frau Ines Fritz, Sie beklagen die Diskusionskultur, selbst jedoch unterstellen Sie:

    – Problem mit Meinungsfreiheit
    – rasten komplett aus
    – Frauenhasser, Chauvinisten, Antifeministen und andere Trottel
    – Gepöbel
    – bornierte Idioten
    – aggressiv werden, wenn sie erklärt bekommen, wie dumm sie sind. 

    Eine reife Leistung feministischer Realitätsferne!
    wink

  • Rechtlos

    Na, dat Troll-Ines darf mitspielen? Jemand, der in jedem Forum gesperrt wird, sollte gar nicht so laut rumtröten. Ratzfatz hat man das nächste Forum gesperrt für Trolline aus Magdeburg. Wenn man sich das Gesamtbild anschaut, sind eingige Nänner und einige Frauen privilegiert, der rest ist benachteiligt, und Männer mehr als Frauen. Da ändert auch das Führungspositions- und sonstige Geblöke der Trollk..h aus Magdeburg noch der hunderte Journalistinnen nichts. Aber Fakten werden nachhaltig ignoriert, daher ist mit IF aus M kein Wortwechsel die Mühe wert. Ich will mich nicht an einer lernresistenten Xantippe abarbeiten, dafür ist mir die zeit zu schade.

  • Ines Fritz

    Nun sehen Sie, was ich meine…

    wink

  • ChickenJoe

    Diese Frau Fritz ist eigentlich das beste Beispiel dafür, dass Frauen doch in erheblichem Umfang in den Kommentarfunktionen der Medien vertreten sind. Der Unterschied allerdings ist, dass die Kommentare dieser Frau völlig sinnfrei sind. Es ihr zu erläutern, wäre vergebene Mühe und ich setze da eher auf die biologische Lösung als auf Vernunft. Ein Bild von Frau Fitz musste ich mir sogar mal unverpixelt ansehen. Ein traumatisches Erlebnis, was mich noch heute belastet! Frau Fitz, auch Sie werden, wie Frau Schwarzer, noch erleben, dass der Feminismus von der Bildfläche verschwindet. Schauen Sie sich ruhig schon mal in Europa nach einem neuen Wohnort um. Denken Sie mal an den Umgang der Öffentlichkeit mit ehemaligen Angehörigen der Staatssicherheit. Sie haben sich namentlich so fest im Netz verankert, ein Identitätswechsel allein wird da nicht mehr helfen. Vielleicht bringen Sie es ja übers Herz und entschuldigen sich offiziell auf http://www.wgvdl.com bei den von Ihnen so geschmähten Männern, ohne die Sie Ihre Kinder sicherlich nicht hätten.

  • ChickenJoe

    “Das nächste Jahrhundert wird weiblich!”

    Ja, Frau Habersetzer, wenn Sie dabei unten liegen, dann gebe ich Ihnen recht! Gerne können Sie sich mal bei mir melden! grin

  • knn

    @Ins Fritz (((“Lieber führe ich meinen eigenen Blog, schreibe Artikel für Blogs und Zeitschriften, als mich ohne Not auf fremden Blogs anpöbeln, sperren oder ausgrenzen zu lassen.”)))

    Ach, wie schnuckelig. Aber warum so bescheiden?

    fritz,i. führt nicht nur einen eigenen Blog, sondern VERKLAGT auch noch andere Blogs:

    http://www.leutnant-dino.com/?p=6500

    http://www.leutnant-dino.com/?p=5701

    Am besten diese Frau (ich schätze mal, dass eine Frau ist, ich habe noch keinen Beweis gesehen) sofort hier sperren. Die nächste Klage ist um die Ecke.

  • knn

    @Gudrun Habersetzer (((“Ich bin der Meinung, daß Frauen sozial kompetenter sind und dadurch für Führungsaufgaben besonders geeignet sind.”)))

    1) Hmm, komisch. Es gibt immer mehr Frauen überall (Politik, Schulen, Wirtschaft) und seltsamerweise geht es mit all diesen Gebieten bergab.

    2) Frauen sind die viel unbeliebteren Chefs als Männer. Sogar innerhalb der weiblichen Belegschaft. Frauen sind also mitnichten die sozialkompetenteren.

    @Gudrun Habersetzer (((“Dem können sich auch die Mächtigen dieser Welt nicht mehr verschliessen. Das nächste Jahrhundert wird weiblich!”)))

    Nicht mehr verschließen ist gut: Nur mit Zwang (Frauenquoten) schaffen es Frauen anscheinend. Ich jedenfalls werde jede Frau in Zukunft verdächtigen, nur eine Quotte zu sein.

  • Marcel

    Huch, wurde dieser Artikel etwa irgendwo in feministischen oder maskulistischen Foren verlinkt?

    Die Quintessenz, mehr Frauen in den Chefetagen der Medien würde auch die Kommentarzahl der Frauen in die Höhe treiben, ist etwas vom Dümmsten, was ich je in meinem Leben gelesen habe! Und gäbe es mehr Scheffinnen bei der Müllabfuhr, dann gäbe es natürlich auch mehr Müllfrauen. Wo soll hier eine Korrelation bestehen (von einer Kausalität ganz zu schweigen)?

    Bullshit, wirklich. Gut, andererseits: Irgendeine Gleichstellungsbeauftragte wird sich schon finden lassen, die hier ein Millionen schweres Förderpaket für Frauen aufgleist. Die muss man ja irgendwie beschäftigen, sonst geht ihnen die Arbeit bald ganz aus.

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