Clack

Flexisexy

Flexisexuell: Ein neuer Trend-Begriff soll das Sexualverhalten von Frauen beschreiben, die sich nicht festlegen mögen.

Von Marie Dové

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Bi war gestern. Heute heisst es: Ein bisschen flexi schadet nie. «Flexisexuell»: Die britische «Daily Mail» will das Wort erfunden haben. Es ist gemünzt auf Frauen, die eigentlich hetero sind, zuweilen aber sich in bisexuelle Abenteuer stürzen, will heissen, mit Frauen rummachen. Das ist bekanntlich so neu nicht, aber flexisexuell klingt einfach gut, sexy eben. Und so fragt mittleile auch schon «Times of India»: «Are you flexisexual?»

Lindsay! Drew! Katy!

«Daily Mail» ihrerseits steckt in diese neueste Sextrend-Schublade Frauen wie Lindsay Lohan, Drew Barrymore, Katy Perry oder Britney Spears. Sodann zitiert die Zeitung einen Psychologen, der flexisexuelle Frauen folgendermassen typologisiert: Frauen über 40, selbstsicher in ihrer Sexualität. Das klingt ganz okay, passt allerdings nicht zu den Fallbeispielen, die «Daily Mail» ins Feld führt – diese sind deutlich jünger. Aber womöglich frühreif.

Ein Szene-Phänomen?

Wie auch immer: Wer im Internet sucht, der findet heraus, dass der Begriff flexisexuell nicht heute erfunden worden ist. In Blogs tauchten Flexisexuelle schon vor Jahren auf, und der urban dictonary hält auch schon seit einiger Zeit fest: «A person of flexible sexual orientation. Whereas they flirt with and try to attract both sexes, yet refuses to identify as bisexual. This person will constantly alter which gender they are more attracted to. Often they will appear to be very androgynous, and hang out with the scene crowd.»

Sapperlot! Womöglich alles nur ein Szene-Phänomen, so wie Kunstpelz, XXL-Brillen und Erdbeer-Poppers? Sorry, Clack kann dies nicht abschliessend beantworten. Sicher allerdings ist: Gut, haben wir darüber geredet.

 

 

 

 

 

 

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Kommentare

  • Katharina Buholzer

    Naja…. ich sagte neulich mal:

    IF I HEAR THE TERM “SHE’S NOT BISEXUAL, SHE’S BI-CURIOUS” ONE MORE TIME I’M GOING TO GET BI-FURIOUS wink

    Zur Sache:

    Kinsey Skala? ist ja uralt.

    Es liegt ja in der natur bisexueller, eben in variablem grad an maennern und frauen angezogen zu sein. konsequenterweise halt mit dem oder halt mit der. meist eben nicht gleichzeitig, das ist nun mal in der meist dualen privatheit menschlicher intimitaet begruendet. anedert nchst and er orientierung bzw. dann auch den phobien, was die kinsley-skala ja auslaesst.

    “Frauen über 40, selbstsicher in ihrer Sexualität.”
    Ich bin eigentlich seit etwa 16 selbstsicher…

    stubborn sexual wohl. and happy with it.

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