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Falsche Torschluss-Panik?

Mit 35 gehe die Fruchtbarkeit massiv zurück – das wird den Frauen seit Jahrzehnten gepredigt. Bloss: Stichhaltig belegen lässt sich dies nicht.

Von Nicole Althaus

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Es gibt Zahlen, die verfestigen sich zu sogenannten Wahrheiten, die wiederum nachhaltig nachhallen. In den Ohren von ganzen Menschengenerationen. Weil sie in den Medien häufig zitiert werden. Und alle irgendwie etwas angehen. Die Fruchtbarkeitsstatistiken gehören dazu: «Ist eine Frau 20 Jahre alt», heisst es etwa auf der Site Kinderwunschzentrum.ch, «beträgt die Wahrscheinlichkeit innerhalb eines Monats schwanger zu werden 20 Prozent. Bereits mit 35 Jahren ist sie bloss noch halb so fruchtbar. Mit 40 Jahren halbiert sich die Chance noch einmal um die Hälfte.» Sätze, scharf wie eine Guillotine. Sätze, die das Ticken der biologischen Uhr bei manch einer Frau mit Kinderwunsch zu einem Domgeläut anschwellen lässt.

Immer und immer wieder werden diese Zahlen zitiert. Sie haben viele Frauen verunsichert, ihre Überlegungen zu Karriere, Partnerschaft und Kinder wenn nicht geprägt, dann doch beeinflusst.  Diese zur Wahrheit verfestigten Zahlen lösen auch heute noch Babypanik aus.

Wahrhaftig fragwürdig

Aber wissen Sie was? Gerade diese Fruchtbarkeitsstatistiken werden häufig falsch zitiert: Die oft kolportierte Zahl etwa, dass eine von drei 35- bis 40-Jährige auch binnen Jahresfrist nicht schwanger wird, wurde ursprünglich 2004 im Wissenschaftsjournal «Human Reproduction» veröffentlicht. Selten oder gar nicht erwähnt wird die Datenbasis der Zahl: Französische Geburtseinträge zwischen 1670 und 1830. Ja, sie haben richtig gelesen: Die Berechnung, dass ein Drittel der über 35-Jährigen Fruchtbarkeitsprobleme hat, basiert auf einer Statistik aus einer Zeit, in der es weder Elektrizität, Antibiotika – geschweige denn eine Kinderwunschmedizin gab.

Gemäss Jean Twenge, US-Psychologin und Wissenschaftsautorin, gibt es erstaunlich wenig Studien zur weiblichen Fruchtbarkeit, welche auf Daten von Frauen beruhen, die im 20. Jahrhundert erhoben wurden. Aber die wenigen, die existieren, zeichnen, wie sie im Atlantic schreibt, ein wesentlich optimistischeres Bild. So etwa hat die Studie, welche David Dunson 2004 im Journal «Obstetrics&Gynecology» publiziert hat und auf den Daten von  770 zeitgenössischen Europäerinnen basiert, gezeigt, dass die Fruchtbarkeit von Frauen Mitte Dreissig und Ende Zwanzig sich bloss um 4 Prozentpunkte unterschieden, wenn sie ein Jahr lang zwei Mal pro Woche Sex hatten. Ein Resultat, welches Anne Steiner, Assistenzprofessorin an der North Carolina School of Medicine, eben erst gerade bestätigt hat: «Aus unseren Zahlen können wir keinen grossen Fruchtbarkeitsabfall vor dem vierzigsten Lebensjahr der Frau feststellen.»

Fragwürdig unhinterfragt

Warum, fragt man sich da, wurden diese Daten denn nicht von Medizinern richtiggestellt? Warum bloss lässt man Zeitungen, Ärzte, Broschüren die ewig gleichen Statistiken zitieren, obwohl sie offenbar kein realistisches Bild des Abfalls der weiblichen Fruchtbarkeit ab Mitte Dreissig zeichnen? Ein offensichtlicher und total unideologischer Grund ist die Heuristik, also, das, was die Menschen aus der erfahrbaren Realität schliessen. Die Fruchtbarkeitsmedizinier etwa haben nur Frauen in ihrer Sprechstunde, bei denen es nicht klappt. Kommt dazu, dass die Eier einer jüngeren Frau tatsächlich einfacher zu stimulieren und eine Invitrofertilisation erfolgreicher ist als bei einer älteren Frau. Das gilt aber bloss für eine medizinische Behandlungsform von fruchtbarkeitsbeeinträchtigten Frauen, nicht für die weibliche Fruchtbarkeit schlechthin. Tatsache ist ausserdem: Die meisten IVF-Behandlungen werden nicht aufgrund des Alters der Frauen vorgenommen, sondern weil etwa die Eileiter verstopft sind, das Spermiogramm des Mannes ungenügend ausgefallen ist. Kommt dazu, dass Studien über die natürliche Fruchtbarkeit äusserst schwierig durchzuführen sind: Der Grund, warum meinst historische Daten verwendet werden, ist die Pille. Sie verfälscht jegliche Statistik. Und auch bei den historischen Daten darf man davon ausgehen, dass frischvermählte Pärchen mehr Sex hatten, als solche, bei der die Frau bereits 35 und vielleicht schon Mutter mehrer Kinder war. Weniger Sex, weniger Kinder, weniger Mäuler zu stopfen. Und schliesslich: Weniger Geburten nach dem 35 Geburtstag. Die Indizienkette mag viele Wahrheiten aufdecken. Nicht jedoch die, dass Mitte Dreissig die Guillotine zu fallen droht.

Und jetzt?

Was aber heisst das nun für Frauen, die über den richtigen Zeitpunkt für Nachwuchs nachdenken? Nichts weniger als dass die kolportierten Chancen und Risiken nicht viel über die tatsächliche Fruchtbarkeit mit fortschreitendem Alter aussagen. Jedenfalls nicht mehr als, dass erstens die Fruchtbarkeit abnimmt und zweitens, dass trotz  dieses Fakts die grosse Mehrheit der Frauen über 35 auf ganz natürlichem Weg schwanger wird.

Und das Schüren der ganzen Babypanik? Die sagt mehr über das Funktionieren unserer Gesellschaft aus als das nachlassende Funktionieren der weiblichen Eierstöcke. Oder um es mit einem Sketch der Amerikanischen Top-Komödiantin Tina Fey zu sagen: «Ladys, wenn Sie zu den Frauen gehören, die denken sie müssen Karriere machen, dann seien Sie gewarnt. Die Fruchtbarkeit sinkt rapide. Und zwar schon ab 27. Also bitte beeilen Sie sich etwas mit der Karriere. Glauben Sie mir, Ladys, ich hätte damals mit 27 unbedingt Babys machen sollen. Ich wohnte in einem kleinen WG-Zimmer, verdiente fast nichts, hatte keinen Partner. Damals hätte es bestimmt wunderbar geklappt. Und alle hätten sich gefreut.»

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Feminismus Fruchtbarkeit


Kommentare

  • alam

    Dachte ich es mir doch! Fehlt nur noch, dass auch die Mär vom exponentiell zum Alter der Mutter steigenden Risiko für behinderte Kinder widerlegt wird.

  • alam

    Aha, deine Mama wusste also schon Bescheid, bevor sie die Kinder überhaupt gesehen und untersucht hatte. Genau das nennt man ein Vorurteil, und genau darin, diese Vorurteile abzubauen, dient wohl der Artikel.

  • Tomas

    nein, sie hat nur während mehrerer Jahrzehnte und etwa vier Generationen von Patienten und Patientenkindern ein bisschen Überblick über das Thema bekommen, an der Front quasi. Dass da ein höheres Risiko zu Geburtsdefekten und Komplikationen besteht hat sie praktisch tagtäglich erfahren, deshalb die Bemerkung wenn sich eine alte Schwangere bei ihr angemeldet hatte. Kommt hinzu, dass unter Kommunisten Pädiatrie fast militärisch organisiert war, mit vielen Statistiken und Präventivprogrammen… Der Aufwand vor der Geburt und auch danach dürfte in etwa fünfzigmal höher als hier zu liegen kommen. Als sie die schweizer Verhältnisse im Zusammenhang mit der Geburt meines ersten Kindes kennenlernte, meinte sie leicht schockiert nur lakonisch, dass die Kindermedizin hier etwa auf dem Niveau von Nordafrika sei, weil nicht einmal alle WHO Empfehlungen hier bekannt, geschweige denn befolgt werden. Was ich damit sagen will: sie wusste recht genau wovon sie geredet hat.

  • alam

    Ob eine militärisch organisierte Kinderheilkunde besser für die Kinder ist als die unsrige sei dahingestellt. Ausserdem waren wohl gerade in kommunistischen Ländern gefälschte Statistiken sehr verbreitet, weil das gemeine Volk nur sehr eingeschränkten Informationszugang hatte. Davor waren auch Akademiker nicht gefeit.

  • Tomas

    http://www.imabe.org/index.php?id=499

    Das Problem der Statistik ist gerade im Bereich der älteren Mütter eine unbekannte und sehr hoch vermutete Korrektur durch Abtreibungen bei frühzeitig diagnostizierten Geburtsfehlern.

  • Tomas

    Sorry, alam, aber sie reden Blech.
    Was das Regime mit den Statistiken anstellte ist völlig irrelevant, denn meine Mutter war diejenige die die Daten erfasste, sie kannte alle ihre Familien – und es waren mehrere Tausend, über mehrere Generationen.
    Ob die damalige Kindermedizin besser oder schlechter war als das was die Kinder hier erfahren sei dahingestellt – ich vergesse nie, wie man mir den Hüftgelenkultraschall meines Neugeborenen ausreden wollte als etwas “überflüssiges” grin
    Aber das ist natürlich Meinungsfrage, und je weniger man davon versteht, desto anfälliger ist man. Wer nicht weisst, der muss glauben, hier wie auch anderswo.

  • Ylene

    Also nur weil 1 Frau mit 50 problemlos schwanger wurde, gilt dies nun plötzlich für alle Frauen oder was will der Artikel jetzt sagen? Mit 35 verdoppelt sich das Risiko auf ein behindertes Kind im Vergleich zu 30 und drunter, d. h. 6% statt 3% Wahrscheinlichkeit. Klar ist das für die einzelne 35-jährige immer noch ein sehr kleines Risiko, aber auf die Gesamtbevölkerung betrachtet gibts dann halt mehr behinderte Kinder – resp. dann grösstenteils Abtreibungen. Das Sperma des Mannes wird zudem auch nicht besser mit dem Alter. Heute haben wir sicher massiv mehr zu essen und bessere medizinische Versorgung, dafür hatten die früher weniger chemische und hormonelle ‘Umweltgifte’. Zumindest die Anzahl Spermien beim Mann soll ja deswegen im Sinkflug sein. Nun ja, am Schluss muss jeder selber entscheiden.

  • alam

    Genau aus diesem Link http://www.imabe.org/index.php?id=499 entnehme ich aus Punkt VII Abschließende Überlegungen folgendes, was meine Sicht bestätigt: “Vor allem, wenn es sich um gesunde, normalgewichtige Frauen handelt, kann es kein besonderes Problem sein, sogar mit 40 oder mehr noch ein Kind zu bekommen.” und “Aus dem Dargelegten ist klar ersichtlich, dass die so genannte ältere Frau (ab 35) auf die Freuden der Mutterschaft keinesfalls verzichten muss, oder dass sie, sollte sie nicht darauf eingestellt gewesen sein, erwarten darf, durch eine Schwangerschaft keine unverhältnismäßigen Strapazen aufgebürdet zu bekommen.”

  • alam

    Nein, es gilt nicht für alle Frauen, aber die Panikmache ist eben auch nicht angebracht. Warum hat es die Natur denn eingerichtet, dass wir auch in diesem Alter noch schwanger werden können?

  • alam

    Hüftultraschall machen bei uns schon seit langem alle Kinderärzte grundsätzlich bei allen Kindern. Ich habe noch nie gehört, dass jemand davon abgeraten wurde.

  • Tomas

    Ja. Sie muss nicht verzichten. Das tönt angesichts der dort zuvor aufgelisteten Risiken für Mutter und Kind nicht gerade euphorisch. Es bleibt ihnen halt keine Wahl, wenn sie doch noch zu ihrem Baby kommen wollen.

    Finden sie das gut?

  • alam

    Ja, ich finde es gut, dass in einer seriösen Untersuchung die Vorurteile relativiert werden, und das werden sie definitiv: “Bei westlichen medizinischen Standards scheint ein Abraten von der Schwangerschaft ab 35, vor allem dann, wenn es sich um gesunde Frauen handelt, nicht gerechtfertigt.”
    Es gibt sogar Risiken für die Kinder, die bei Müttern “im richtigen Alter” höher sind. Auch das steht im Text. Man müsste halt vielleicht alles lesen.

  • Tomas

    Bis heute smile dabei zahlt es die allgemeinversicherung, der Arzt hielt es trotzdem für verzichtbar, obwohl bei rechtzeitigem Befund nur eine doppelte Windel als Behandlung reichen würde und dem Bebe eine spätere Operation ersparen würde.

    Und das war lange nicht alles. Ich empfinde die schweizer Kindermedizin als eine Art Aschenbrödel des Gesundheitssystems. Man schaut so ein bisschen aus der Entfernung zu und hofft, dass die Kids von alleine klarkommen, Prävention ist hierzulande ein Witz smile ich habe erst auf dritten Versuch einen Kinderarzt gefunden, der mir meine zehn Testfragen richtig beantworten konnte. Die davor, das war einfach hanebüchen, und auch sie haben ihre nichtsahnenden Patienten smile

  • Tomas

    Ich kann schon noch lesen, was ich verlinke smile
    Ich kann sogar selber Schlüsse ziehen.
    Ich frage mich, was sie so aufstachelt. Sind sie vielleicht selber persönlich betroffen? Den Eindruck macht es ein wenig. Nun ja, das ist nicht mein Problem.

  • mira

    @Tomas
    Mein erstes Kind habe ich in der Schweiz bekommen, das zweite in Deutschland. Meine hiessige Frauenärztin hat auch mehrmals die Augen hochgezogen, als ich ihr erzählte, was bei der ersten Schwangerschaft gemacht wurde. Ich selber verstehe keine Details, doch mir ist in Erinnerung geblieben, dass sie mehrfach meinte “das ist eine veraltete Vorgehensweise”…. Für mich war es egal, hatte zwei komplikationslose Schwangerschaften…

  • Ylene

    Ihre Frage begreife ich nicht ganz. Die Natur hat auch Krebs, Überschwemmungen und eine steigende Wahrscheinlichkeit für Missbildungen beim Fötus abhängig vom Alter der Eltern eingerichtet, wenn Sie so wollen – nebst all den Regenbögen, hübschen Blümchen und Mietzekätzchen.

  • alam

    Es ist weder ihr Problem, noch ist es überhaupt ein Problem. Und meins schon gar nicht. Ich sehe einfach in meinem Umfeld viele “alte” Mütter, die gesund und fit und für ihre Kinder wirklich verfügbar sind. Keine hat kranke, behinderte oder sonstige Problemkinder. Deshalb bezweifle ich allmählich die Panikmache. Warum möchten Sie denn weiterhin so vehement Vorurteile betonieren? Was wenn ihre Mama doch falsch lag?

  • eliane mayer

    wenn die medien müll kolportieren, so ist dies kein freispruch vom biologischen terminus des menschen an sich. kein biologe würde die fruchtbarkeit des weiblichen organismus auch im alter ab 40ig bestreiten. noch würde er von einer rapiden abnahme sprechen. doch jede ärztin und jeder arzt mit verstand weist frauen auf ein erhöhtes komplikationsrisiko bei schwangerschaften hin, das tatsächlich mit dem alter teilweise sogar rapide zunimmt. studien, die solche risiken belegen gibt es zu hauf, vor allem aus neuerer zeit. die korrelation zwischen den trisomien und dem alter der frau ist nur ein beispiel dafür. dieser artikel suggeriert, dass dem menschlichen organismus keine grenzen gesetzt sind. sie sind daher genau so falsch und unausgewogen, wie die berichte, die dieser artikel kritisiert.

  • Jorge

    Völlig aussen vor lässt der Artikel auch, ob man etwas tun soll, nur weil man es kann.

    Hier spiegelt sich wieder die Maxime “dir steht alles zu”, wobei sich auch in diesem Themenbereich wieder ideologische Plagegeister rumtreiben. Dieser und ähnliche Artikel sollen doch suggerieren, dass man noch einen Haufen Zeit zum Kinder kriegen hat und auch kann. Ob das allerdings sinnvoll ist steht anderswo geschrieben.

     

  • marie

    am ende entscheidet doch jedes paar (oder frauen) für sich, wann sie kinder in die welt setzen.

  • Tomas

    Ich muss zugeben, dass ich keine Ahnung habe, was genau Zweck des Artikels sei.
    Dass eine ältere Frau hin und wieder ein Kind bekommt weisst man ja. Dass die Wartesäle in Fertilitätskliniken eher von Frauen die der 40 näher sind als der 30 bevölkert sind auch. Dass die Frauen heute immer später Kinder bekommen und dass immer mehr Frauen Probleme mit dem schwanger werden haben auch. Also, was ist genau die Botschaft? Frauen, wartet ruhig und macht last minute Babies?
    In der Wissenschaft gibt es vieles, was “nicht stichhaltig belegt” ist. Dennoch heisst es deshalb lange nicht, dass damit das Gegenteil gilt.
    Meine Mama war jahrzehntelang Kinderärztin, jedes mal wenn ein Nachzügler bei ihrem Patientenstamm auf dem Weg war, hat sie das kommentiert dass “die Leute es halt wissen wollen, ob sie der liebe Gott mag”. Das Risiko dass etwas mit dem Kind nicht gut kommt steigt mit dem Alter der Mutter exponentiell, aber eben, manche wollen es wissen.

  • Tomas

    Sie entscheiden höchstens, wann sie es versuchen, marie.
    Und wenn sie damit bis 38 warten und es dann auf Anhieb nicht klappt, was eher der Normalfall mittlerweile ist, können sie sich diesen Artikel ausdrucken und über dem Kinderbettchen aufhängen.

  • marie

    hm… bei den heutigen medizintechnologischen mitteln.
    ich meinte es eigentlich in ihrem sinne wie: “wann sie bereit sind… ob es dann klappt ist eine andere frage”. mein kommentar oben ist in der tat nicht korrekt verfasst, sorry dafür.

  • Tomas

    Ok. Sie kennen in ihrem Umfeld “viele” alten Mütter und bei allen hat es geklappt. Das ist toll. Wieviele sind es denn? Was ich ihnen zu sagen versuche ist nicht, dass es jedesmal schiefgehen muss, sondern dass die Wahrscheinlichkeit mit dem Alter der Mutter offensichtlich steigt. So wie es in der Studie die ich ihnen verlinkt habe konstatiert wird. Und so wie es meine Mama an der Front selber festgestellt hatte. Sie dürfte während ihrer aktiven Zeit um die 50 Tausend Kinder von Geburt bis zu deren 18 Lebensjahr betreuen, viele kamen später mit eigenen Kindern zurück. Und vor allem hatte sie – gezwungenermassen – über vieles Aufzeichnungen machen müssen, was die Zusammenhänge etwas besser sichtbar machte. Auch damals hat es bei den meisten Müttern gut funktioniert, aber hin und wieder nicht. Und zwar je älter, desto eher. Ist jetzt der Groschen gefallen? smile

  • alam

    Ja, die Wahrscheinlichkeit steigt, aber eben nicht so dramatisch, wie es immer dargestellt wird! Ist jetzt bei Ihnen auch der Groschen gefallen?

  • alam

    Es geht ganz einfach darum, dass wir die späte Mutterschaft weder zu schön noch zu schlecht reden sollen.  Zur Zeit wird sie zu schlecht geredet und dies wird im Artikel relativiert.

  • Tomas

    Schön- oder schlechtreden?
    Alam, ich glaube, dass sie sich mal die Bedeutung des Begriffes “Wahrscheinlichkeit” genauer anschauen sollten.
    Glauben sie, dass es für eine Frau die unbedingt ein Kind will eine Rolle spielt, ob in ihrer Altersgruppe die Chance ein mit Trisomie betroffenes Kind auf die Welt zu bringen 1:30 oder 1:60 ist? Ist es besser oder schlechter zu wissen, dass ihr missgebildetes Kind eins von dreissig ist oder eins von hundert? Sie wird sich bis an ihr Lebensende vielleicht fragen, ob wenn sie zehn Jahre früher schwanger geworden wäre ihr Kind vielleicht gesund wäre, aber auch das ist nur eine Statistik, Sicherheit wird sie nie haben.
    Statistik an sich ist eine emotionslose Geschichte, da geht es nicht um Schlecht- oder Schönreden. Oder doch – sie können sagen: “Super! Nur jedes dreissigste Kind einer 45 jährigen Mutter wird mit Down Syndrom auf die Welt kommen – sofern es nicht zuvor abgetrieben wird! Toll, das ist nämlich viel besser als wenn es jedes fünfte wäre!”
    Verstehen sie, was für ein Scheiss das ganze ist? Am Ende sind sie entweder betroffen oder eben nicht.
    Einer Frau, die 38 ist und keine Kinder mehr kriegen kann nutzt es herzlich wenig dass es einmal im Clack stand, dass es nicht restlos geklärt ist wie die weibliche Fruchtbarkeit im Alter abnimmt.

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