Clack

Dünger für die Grünen

Ihre politische Ampel sprang direkt von Rot auf Grün: Sabine Reber, «Die Gärtnerin der Nation», gärtnert nicht nur wild, sondern kandidiert auch wild für die Grünen. «Kann man jeden Bock zum Gärtner machen?», fragt sich Clack-Autorin Daniela Dambach.

Von Daniela Dambach

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Vom Nüsslisalatbeet in den Nationalrat stolpert womöglich Sabine Reber, durch die Medien als «Gärtnerin der Nation» bekannt: Sie soll für die Grünen das Land mitgestalten.  Mit diesem überraschenden Vorschlag degradiert die Partei die verwurzelte Polit-Persönlichkeit Jo Lang zum Fallobst. Eigentlich bot er sich zur Wahl an, doch er stach sich an den Dornen der Parteitaktik: Jetzt ist der eigentlich Chancenreiche wohl oder übel Zaungast, während eine «Neu-Grüne» in ihr unbekannten Gärten jätet.

Statt des Evergreens soll also das Greenhorn für die Grünen in die Bresche – beziehungsweise den Drescher – springen. Die «Gärtnerin der Nation» hat Jo Lang einen Kopf kürzer gemacht (mit der Gartenschere?). Sie war Punk-Teenie mit Hanfzucht, Blick-Reporterin, Gärtnerin in Irland und mutierte zum Gartenguru der Schweiz.

Die Art, wie die Grünen ihre wackligen Sitze verteidigen und Bisherigen-Artenschutz ausüben, treibt seltsame Blüten. Die Nominierte hat unbestritten einen grünen Daumen – politisch gesehen ist sie aber auch grün hinter den Ohren. Bisher zog sie die Pflanzenerde dem politischen Parkett vor und trat nie in Erscheinung.

Bis vor kurzem, nein sagen wir bis vor der Beackerung durch die grüne Parteileitung, war vielleicht ihr Daumen grün, ihr Herz aber rot: Just bis vor der Nomination war sie SP-Mitglied. Offenbar kehrte ihr Fähnlein im Wind der Karriereaussichten: SP-Mitglied seit April 2010, steht auf ihren Linkedin-Profil. Noch heute.

Das Politischste was sie wohl je herangezüchtet hat, ist das «Gartenmanifest» in dem sie schreibt, jeder Mensch brauche einen Garten und «Gärtnern ist wie Sex, oder wie kochen» – mit Verlaub: Salatgurke oder Karotte…? «Es lebe die Anarchie im Garten!» verkündet sie. Was blüht uns da bloss?

Gärtnern sei ein politischer Akt, betont sie. Stimmt: Rote Erdbeeren verstehen sich schlecht mit grünem Kohl, Salat langt sich ab dem Gekräusel der Petersilie an den Kopf und zu viel Unkraut löst Dichtestress im Beet aus.

Zurück auf den Nährboden der Kritik – was zeichnet eine Frau, die gerne in Gummistiefeln für torffreie Erde wirbt, für den verantwortungsvollen Nationalratsjob aus? Dass das Vitamin B in ihrem Garten besonders gut gedeiht? Ihr politisches Portefeuille (wobei das auch schon wieder nach Blättern klingt – verflixt und zugegärtnert!) jedenfalls nicht – es ist nicht vorhanden.

Schaufel beiseite: Es geht um Grundsätzliches. Ist es legitim, dass Parteien für solche Positionen Leute aufstellen, die von Politik so viel verstehen, wie eine Sonnenblume von der Mondlandung?

Die Idee welkt. Natürlich qualifizieren nicht nur Sachkenntnis und Erfahrung für ein solches Amt – es ist ein bunter Strauss an Eigenschaften. Dennoch sollten sie den soliden Stamm bilden, wie bei anderen Berufen schliesslich auch. Welcher Frau würde ihre Karies von einem Schauspieler behandeln lassen, nur weil sie ihn aus der Oral-B-Werbung kennt? Und welcher Mann würde bei einer Mathelehrerin Französisch lernen, nur weil sie medienwirksam ein «Seitensprüngli» in Luxemburg hatte? Eben. Gegen die Anbiederung von Y- und Z-Promis bei den Wählern ist wohl kein Kraut gewachsen.

Würde ein unbedarfter Landwirt, bekannt durch ein heu-heisses Bauernkalender-Shooting, für die Rechten nominiert, die Schmach der Linken ginge auf keine Kuhhaut. Fairerweise muss man bei jeder Couleur denselben Ellen-Messer zücken. Bleibt also zu hoffen, dass für Cervelat- und Gemüse-Promis ein Raum mit Sicht auf den Polit-Garten allemal drin liegt, nicht aber der Zugang zu diesem.

Schon Goethe wusste: «Wer sich allzu grün macht, den fressen die Ziegen» – in diesem Fall also Rytz und Trede. Sollte dies geschehen, wird die Verliererin viele wehrlose Zuhörer haben: Ihre Pflanzen.

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Kommentare

  • Bürger

    Frau Dambach, wir haben in der Schweiz ein Milizparlament, d.h. es sind Bürger wie du und ich, die uns politisch in Bern vertreten. So solls sein. Wir haben überdurchschnittlich viele Landwirte im Parlament, bei denen hat noch nie jemand Zweifel gehabt, dass deren IQ nicht reichen könne….
    Ich lasse mich also lieber von einer wachen Gärtnerin vertreten, als von einem dumben milliardärsgelenkten SVP-Bauern oder einem aalglatten FDP-Banker, der zugunsten des eigenen Boni die Bürger über den Tisch zieht.

  • Bürger

    Tomas, es sind heute nicht die Linken, die anderen ihre Meinung aufzwingen.
    Lesen sie den Artikel: Die Selbstüberschätzung der Ökonomen
    http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/konjunktur/Die-Selbstueberschaetzung-der-Oekonomen/story/25845717
    und überlegen sie, welche politischen Parteien das gegenwärtige wirtschaftliche Regime vertreten (Tipp: Es sind nicht die Linken).

  • Sportpapi

    “Ist es legitim, dass Parteien für solche Positionen Leute aufstellen, die von Politik so viel verstehen, wie eine Sonnenblume von der Mondlandung?” Klar. Sie stellen die Leute zur Wahl, und die Wahlberechtigten entscheiden. Wo ist das Problem?
    Es kann ja offensichtlich auch jedermann (oder hier frau) über Politik schreiben, ohne dass dafür eine besondere Qualifikation nötig ist.
    Übrigens: Es geht um den 25. Listenplatz bei den Grünen…

  • Daniela

    Weil ich es problematisch finde, Leute ausschliesslich wegen ihrem «bekannten Gesicht» zu wählen – der Bachelor hätte diesbezüglich gute Chancen.  wink Weil es Politikerinnen und Politiker gibt, die sich seit Jahren aktiv engagieren und für ihre Partei «kämpfen», um dann von Vitamin-B-gedopten Prominenten überholt zu werden.
    Ich müsste also Politikerin sein, um über politische (hier eher gesellschaftliche) Themen zu schreiben? Ihrer Ansicht nach könnte kein Journalist über feministische Themen schreiben, weil er keine Frau ist und keine Journalistin über Bärte, weil sie keinen hat. wink

  • Daniela

    Übrigens: Klar wird kommuniziert, es gehe um den 25. Listenplatz. Wer sagt, dass die Reihenfolge so bleibt? grin

  • Tomas

    Was war schon genau der Zweck von ihrem Artikel?
    Grüne, also die grün angemalten Kommunisten, sind so oder so unwählbar, egal wen sie aufstellen. Ich habe ihnen einmal geraten, ihre Texte politikfrei zu gestalten, sie sollten meinen Rat beherzigen.
    Und ja, wenn ich schon dabei bin: manchmal machen sie den Eindruck, als ob sie selbst dermassen von der eigenen Wortmalerei bezirzt wären, dass es der einzige Zweck der Übung wäre. Es ist wie mit Gewürzen: mehr ist nicht immer mehr.

    Und der Herr Lang, naja. Kennen sie das hier?

    https://etwasanderekritik.wordpress.com/2013/02/21/josef-jo-lang-historiker-und-verschworungstheoretiker/

  • Daniela

    Wenn Sie nicht gerne pikant essen, wählen Sie ein anderes Menü.

  • Sportpapi

    @Daniela: Die Parallele von Ihrem Gärtnern in fremden Äckern und dem dieser mir völlig unbekannten “Promi” sehen Sie nicht? Üblicherweise finden sich übrigens auf den hintersten Listenplätzen ja irgendwelche Studenten, die gerade gar nichts vorzuweisen haben. Und deren schlimmstes Szenario wäre, dass sie tatsächlich gewählt würden. Was zum Glück nicht passiert.
    Hier ist klar: Es geht gegen Lang, und nicht für irgendjemanden. Und dafür gibt es gute Gründe.

  • Sportpapi

    @Daniela: Sagen Sie das dann bei der “Blattkritik” auch? Wobei: das gibt es bei euch eher nicht, oder? Ich schliesse mich hier für einmal tomas an.
    @tomas: Es ist allerdings zu einfach, einen Israel-Kritiker einfach als Antisemiten abzustempfeln. Oder in zumindest in diese Richtung zu schieben, um die durchaus auch berechtigte Kritik zu entwerten.

  • David

    @Tomas: Wer Grüne als Kommunisten betitelt hat sowieso keine Ahnung. An ihrer Stelle würde ich somit auf Ratschläge an die Autorin verzichten…

  • Tomas

    Daniela: ja, genau das habe ich bei meinen ersten Kochversuchen den Gästen auch immer gesagt. Es dauerte ein bisschen, bis ich gemerkt habe dass der Szegediner nachdem ich es hoffnungslos verbrannte nicht zu retten war, egal wieviel Paprika ich reingeschüttelt habe.
    Sie schreiben gut, keine Frage. Aber eben, sie sind manchmal so sehr von sich selbst und ihrer Sprachgewalt begeistert, dass sie nicht merken wieviel Paprika schon drin ist. Verstehen sie es nicht als Kritik – ich habe kein Interesse daran, ob sie jetzt gute oder schlechte Texte schreiben. Es ist eher ein gutgemeinter Rat.

    SP: das war nur ein Link. Wer sucht der findet wink Das Problem von allen Linken ist, dass sie zuerst sich selbst zum einzigen Bewahrer DES GUTEN erklären, und dann nicht merken, dass die Widersprüche mit der realen Welt sie viel schlimmeres tun lässt, als wovor sie die Welt retten wollten. Da wird man sogar Antisemit der Attentate auf zivile Bevölkerung befürwortet, wenn das die eigene Ideologie verlangt.

    David: Naja, wissen sie… auf die Übernamen kommt es natürlich nicht an, da haben sie Recht. Aber wenn etwas watschelt wie eine Ente, quackt wie eine Ente und schwimmt wie eine Ente, ist es meistens auch eine Ente. Und mit Enten kenne ich mich aus, glauben sie mir, ich musste in deren Teich einige Jahrzehnte gezwungenermassen überleben. Haben sie auch einen Hochschulabschluss in Marxismus-Leninismus wie ich?

  • David

    @Tomas: Ich habe einen Hochschluabschluss in Geschichte, aber um das zu beurteilen, wäre der auch nicht nötig. Nur weil Sie als Rechter einen Hass auf alles haben, was links ist, können Sie noch lange nicht Grüne und Kommunisten in einen Topf werfen. Auf diese Weise tönen vielmehr Sie selber wie eine quakende Ente…

  • Reto B.

    Ist doch Hans was Heiri, da ist das selbe drin, egal obs nun ein grünes oder rotes Mäntelchen anhat. Und ist auch nicht die oder der erste, der die Partei wechselt, weil dort eher Chancen auf Plätze und Pöstchen zu erwarten sind.

  • marie

    und weshalb argumentieren und wiederholen sie ständig rechte argumente? und dabei würde mich wunder nehmen was für sie selbstverantwortung heisst (dieser begriff wird inflationär und ad nauseam missbraucht und von hinten gefi**t…)
    …jetzt überstülpen sie aber all denen, die nicht mit ihnen einig sind ihre sicht. und btw, ihre sicht richtet mindestens so viel schaden an, wie allenfalls der ihrer feinde… wink und damit benutzen sie eine strategie, die sie ihren gegenern vorwerfen. smile

  • Jorge

    @marie: Jo, das stimmt natürlich auch… einigen wir uns darauf, dass, abgesehen von den Leuten die wir mögen, alle unglaubwürdig sind smile

  • marie

    ich mag sie jorge:) …ich mag sogar tomas; dann scheint er glaubwürdig zu sein.
    so schnell geht das bei uns gutmenschen. kein wunder geht alles vor die hunde. und das nur weil man sich mag. dann gehen wir uns-gegenseitig-mögend vor die hunde, so richtig dichtestressmässig (das freut dann die frottöre).
    hunger, ich sollte endlich mal was essen.

  • Sophia Lanfranchi

    Verschonen Sie uns bitte mit Ihrem naiven Rechtfertigungsgeschreibsel, Frau Dambach, und deklarieren Sie das nächste Mal ganz einfach Ihre Interessenbindung, wie das eigentlich state of the art wäre. Dann könnten alle selber beurteilen, für wie glaubwürdig sie Ihre Geschichten halten.

  • Klause

    besten dank den lesern für die offenlegung der interessensbindung der autorin.
    geschmacklose sache.

  • Marianne

    Wo ist das Problem? Wenn eine Klavierlehrerin und eine unbedeutende Scheidungsanwältin es bis in den Bundesrat schaffen, wieso soll dann nicht eine Gärtnerin in der Politik mitmischen?

  • Reto B.

    Ich finde das weder gut noch schlecht – es ist gang und gäbe und mir schlicht egal… ich wählte sie so oder so nicht.

  • Miriam

    Für mich passt diese gruusige Abrechnung a là SP gegenüber ‘ungehorsamen’ Mitgliederinnen einfach wie das Tüpfli auf dem i. Passt genauso dazu wie das die grösste Steuerhinterzieherin in der SP Politik macht. Unappetitlich, unglaubwürdig, SP.

  • Jorge

    Mh, aber wenn sich zu viele mögen, fallen ja all die tollen Feindbilder weg! :O

    Können wir uns nicht auf einen gemeinsamen Unmöglichen einigen? Eine Art FC Basel der Forenkommentatoren… ^^

  • Urs

    Seit wann ist der eigene Partner eine Interessensbindung? Was hier gewisse grüne Exponenten (von einem offengelegt, von den anderen nicht) aufführen, ist schon eher geschmackslos. Ein bisschen Kritik müssten sich die Grünen doch auch gefallen lassen nach dieser “feindlichen Übernahme”.

  • marie

    klar, hier sind meine feindBILDER, wählen sie sich eines/mehrere aus:
    – diät
    – tschortsch dabliu busch, tschunior
    – spinnen (aber nur die gaaaaanz grossen, ab ca. 5 mm)
    – chippendale puTina (aber nur im chippendale-tenue, sonst ist er einfach ein doofer machtgeiler politiker wie viele andere auch)
    – dauerwelle
    – rassisten
    – fledermausärmel
    – menschenhasser
    – (hier können sie sich sonst noch austoben)
    …nun, fcb ist einfach so wie bayern: leider führen sie immer die tabelle an und das ist langweilig und deswegen haben sie viele feinde. die forenkommentatoren wollen einfach action und dafür eignen sich langweiler wie basel/bayern optimal. o_O (hopp yb!)

  • Reda Philippe El Arbi

    Ich finds witzig, dass die Leute bei einer Kolumne von “Interessensbindung” sprechen.

    Checken Sie doch bitte mal die verschiedenen Gefässformen medialer Auftritte. Hier, bei uns im Clack, wird persönliche Meinung gemacht, mit persönlichem Hintergrund. Wir geben niemals vor, objektiv zu sein, wir heucheln nicht, wir stehen einfach für unsere Meinung ein.

  • Reda Philippe El Arbi

    Ich finds witzig, dass die Leute bei einer Kolumne von “Interessensbindung” sprechen.

    Checken Sie doch bitte mal die verschiedenen Gefässformen medialer Auftritte. Hier, bei uns im Clack, wird persönliche Meinung gemacht, mit persönlichem Hintergrund. Wir geben niemals vor, objektiv zu sein, wir heucheln nicht, wir stehen einfach für unsere Meinung ein.

    Meine Partnerin arbeitet als Biologin für eine sehr grosse Institution. Darf ich jetzt niemals mehr über Tiere, Bäume oder Forschung schreiben?

  • Reda Philippe El Arbi

    Ok, mal kurz zu Interessensbndung:

    Ihr denkt, weil Frau Daniela Dambach mit einem SP-Funktionär liiert ist, kann sie nicht mehr selbst denken und argumentieren?

    Ok, dann kann ich ja behaupten, weil ihr mit “X” liiert seid, könnt ihr euch nicht mehr unabhängig zu “Y” äussern.

    Ich persönlich finde es eine ungeheure Frechheit, jemandem zu unterstellen, er sei Sklave der Meinung seines Partners. Ich warte nur darauf, dass das mal jemand bei mir macht.

    So viel Arroganz und Herblassung bekäme einen ganz netten Aufwisch mit ein paar Ausdrücken, die treffen würden.

    Blasiertes, selbstgerechtes Pack. Ihr könnt ohne eure Partner nicht denken? Schliesst nicht von Euch auf andere.

  • Miriam

    Reda, ich denke, die Leser sind alt genug, sich selbst ein Urteil zu bilden, wenn sie die Fakten kennen. Du darfst eine Frechheit finden was du willst, aber den Lesern musst nicht vorschreiben, was sie zu denken haben. Ich persönlich finde Danielas und deine Statments ‘arrogant und herablassend, blasiert und selbstgerecht’, ok?

  • Reda Philippe El Arbi

    Liebe Miriam,

    ich denke nicht, dass das Deine Meinung ist. Ich denke, dass ist die Meinung deines Partners, deiner Mutter, deines Chefs oder deiner Partei.

  • Reda Philippe El Arbi

    Nachtrag: Im Übrigen kann man, wenn die Kommentatoren auf die Autorin schiessen anstatt auf den Inhalt, davon ausgehen, dass sie keine Argumente mehr haben.

  • Miriam

    Wie gesagt, du darfst jetzt schon ein bisschen Verwirrung stiften mit deinen Statements, aber die informierten Lesenden machen sich ihre Meinung selbst. Ich persönlich bin übrigens parteipolitisch nicht aktiv, kenne niemanden der Beteiligten und wohne im Kt. Zürich.

    Sachverhalt:
    Partnerin von SP Sekräter Kanton Bern, David Stampfli,
    http://www.davidstampfli.ch
    zieht in einem Blog unflätig über Sabine Reber, just Ex-SP Kanton Bern,
    http://www.sabinesgarten.ch/
    her.
    Zufall? Zickenkrieg? … Popcorn, please!

  • Daniela

    Verschonen ist ganz einfach: Lesen Sie es nicht. «State of the Art»? Tönt ganz gut. Können Sie mir ein Beispiel von einer Publikation nennen, wo der Autor einen Kurzabriss seiner Biografie plus Steckbrief mit Interessen inkl. seiner politischen wie sexuellen Vorlieben platziert, ehe der Artikel folgt…? Es ist genau andersrum: Andere Medien geben «neutrale» Berichterstattung vor, wir stehen zur Subjektivität unserer Autorinnen.

  • David Stampfli

    Liebe Miriam, liebe weitere Kommentierende

    Da nun so viel über mich geschrieben wurde, möchte ich gerne auch etwas dazu sagen! wink

    Ich möchte folgendes klarstellen: Der Artikel meiner Partnerin ist weder von mir noch von der SP Kanton Bern in Auftrag gegeben worden. Alles andere ist pure Verleumdung, die ich scharf von mir weise. Sie müssen wohl oder übel das Popcorn wieder einpacken.

    Im Übrigen habe ich keine Probleme damit, dass Sabine Reber für die Grünen antritt. Als Parteisekretär bedauere ich vielmehr, dass die SP auf diese Weise ein Mitglied verloren hat.

    David Stampfli, Parteisekretär SP Kanton Bern

  • Reda Philippe El Arbi

    Ja, offenbar bist du mehr am People-Aspekt als am Inhalt des Blogposts interessiert.

    Du lenkst vom Blogpost ab und versuchst, die Person anzugreifen. Aber zum Thema hast du nichts zu sagen. ja, das nenn ich Verwirrung. smile

    Was meinst du zur Befähigung der im Blogpost angegriffenen? Hast du da eine Ahnung? Bist du für sie, und wenn ja warum (so in Kt Zürich und so)?

    ja, und noch immer: Du denkst, Daniela darf keine eigene Meinung haben, wenn sie mit irgendwem liiert ist.

    Das ist dümmlich.

  • Miriam

    David, das ist ja selbstredend, dass unsere Politiker nie von was gewusst haben wink
    In dem Sinne: Schöner Abend noch.

  • Daniela

    Liebe Marianne, der Unterschied ist, dass die Klavierlehrerin und die Scheidungsanwältin eine politische Karriere hingelegt haben, ehe sie es in den Bundesrat geschafft haben. Es geht in meiner Kritik nicht um den erlernten Beruf spezifischer Personen, sondern um politisches Knowhow, das meiner Meinung nach bei der Listenzusammenstellung mehr zählen sollte als der Faktor Popularität. Das ist der eigentliche Inhalt der Diskussion – das geht bei den Abschweifungen der anderen Kommentatoren etwas unter… wink

  • David Stampfli

    Allgemeines Politiker-Bashing macht es nun nicht gerade besser…
    Aber ich wünsche dir auch einen schönen Abend! grin

  • daniela p.

    ich lese daniela dambachs texte immer lieber smile

  • Peter Sigerist

    Frau Dambach – haben Sie dieses geschmacklose und für das RotGrüne-Bündnis nicht gerade erspriessliche Elaborat am Frühstückstisch mit Ihrem Lebensphasenpartner, dem SP-Sekretär und SP-Wahlkampfmanager D. Stampfli, ausgebrütet? Transparenz zur Erklärung dieser peinlichen Heftigkeit wäre gegenüber den Leserinnen nichts als korrekt. Peter Sigerist, Bern, Gründungsmitglied des GB, der Grünen Bern und von RotGünMitte

  • daniela p.

    der smiley ist für jorge. nieder mit dem sexismus.

  • Sophia Lanfranchi

    Wer im realen Leben über Themen wie “Schamhaare und teigige Hundekot-Würstchen” schreibt oder Ratschläge wie “Ich soll meine Taille betonen, damit du meinen Körper optisch nicht copperfieldmässig halbierst” von sich gibt, sollte nicht die Frage stellen, ob man jeden Bock zum Gärtner machen kann, Frau Dammbach. Dass es sich bei der Geschichte offenbar um eine Auftragsarbeit Ihres SP-Generalsekretär-Partners handelt, macht die Geschichte nur noch peinlicher.

  • Daniela

    Reto B, nur weil es «schon immer» so war, muss ich bzw. müssen wir das doch nicht gut finden! grin

  • Jean-Claude Mürner

    Entspannen Sie sich, Frau Dambach. Sex hilft übrigens über so einiges hinweg (und ist vielleicht eher ihr Ressort als Politik). http://dev-clackch.pantheon.io/ressort/artikel/frau/5630/ich_will_sex_trotz_fussball_wm

  • Daniela

    @Frau Lanfranchi: Danke, dass Sie sich Zeit genommen haben für andere Artikel von mir! Ich staune immer wieder, dass sich Leute in der Position fühlen, anderen vorzuschreiben, über was sie zu reden haben und über was nicht. Und ich wusste nicht, dass ein Faible für Mode eine politische Meinung ausschliesst – vielleicht räumen Sie mal Ihre Schubladen auf… Die «Auftragsarbeit» ist eine Unterstellung, die ich scharf zurückweise. Nur weil ich mich daran stosse, heisst das noch lange nicht, dass dies mein Partner tut. Trotz Zusammensein behält doch jeder Mensch seinen eigenen Kopf, können Sie sich das vorstellen?

  • Daniela

    Danke für den Tipp, da haben Sie sicher recht! grin Gerne gebe ich Ihnen auch einen: Das eine Thema schliesst das andere nicht aus.

  • Tomas

    David: nun, ich kommentiere jetzt lieber nicht, welche Assoziationen in mir ihr “Abschluss in Geschichte” hervorgerufen hat. Ich möchte mich nur zu der Behauptung äussern, dass ich “als Rechter einen Hass auf alles habe, was links ist”.

    Zuerst einmal: ich bin weder ein Rechter, noch sonst etwas. Ich mache regelmässig Auswertungen der Parlamentariervoten und kann ihnen versichern, dass in beiden Kammern kein einziger Politiker sitzt, der durchs Band meine Interessen vertritt. Sie vertreten ihre Parteien, und keine davon kann sich immer und vollständig von ihren jeweiligen Ideologien lösen.

    Ebensowenig verspüre ich gegenüber egal welcher Politischen Partei oder Richtung einen Hass. Es sind vielmehr ein Bedauern, oder eine Verachtung, je nach dem in welchem Masse sie versuchen, ihre jeweiligen Ideologien anderen Menschen aufzuzwingen. Und ja, da es praktisch ausschliesslich die Linken sind die überzeugt sind dass man dem dummen Individuum vorschreiben muss was gut, moralisch oder richtig ist, sind sie bei mir halt besonders verachtenswert.
    Sie können sich ruhig weiter über Begriffe echauffieren, das machen die Linken im Westen schon seit immer – die beliebteste Aussage ist, dass all die linken Regimes rund um den Erdball, die in Massenmord und einer Abschaffung von elementaren Menschenrechten reüssiert haben nur ein Zufall sind, dass “die Idee immer noch gut sei” und dass “es eben darauf ankommt, wie man sie umsetzt” grin Dabei merken sie nicht, dass es eben die Idee selbst ist, die toxisch ist. Es kommt überhaupt nicht auf die Umsetzung an, es scheitert grandios in jedem Fall, der Mensch funktioniert einfach anders. Genausogut könnte man jetzt den Nationalsozialismus für seine vorbildliche Haltung gegenüber Arbeitslosigkeit loben, oder für seine Verdienste beim Ausbau des deutschen Autobahnnetzes, mit der Fussnote dass es halt bei der Umsetzung ein Paar lästige Probleme mit den Juden gegeben hat.

    Man müsste meinen, jemand wer Geschichte studiert hat würde sowas wissen, aber nach meiner bisherigen Erfahrung haben die “Historiker” in der Schweiz ein sehr selektives Wissen, was manche Phänomene betrifft.

  • marie

    stillos; das was grundsätzlich die (heutige) politik und vieles in der öffentlichkeit kennzeichnet.
    tipp: nicht mitmachen!

  • Tomas

    Hoho, das erklärt halt so einiges grin

  • Daniela

    @Herr Siegrist: Ihre Unterstellung weise ich ebenfalls zurück. Ich stosse mich seit jeher daran, wenn Popularität vor politischem Know-how kommt – und das, wie im Artikel beschrieben, fairerweise unabhängig von der politischen Couleur. Ich habe meine Prinzipien und die gelten für andere Parteien ebenso wie für die eigene.
    Weiter war die Tatsache, dass die Protagonistin just auf die Nomination hin die Partei gewechselt hat, offensichtlich: Eine Recherche in Internet (Linkedin) und die Aussage in einer Zeitung, sie sei neu in die Partei eingetreten, genügten.
    Die anderen Medien hätten das längst aufgreifen können (und sollen)!
    Auch Sie suggerieren, dass eine Frau keine eigene Meinung hat, sondern nur jene ihres Mannes vertreten kann (- oder darf?) Das stösst mir irgendwie besonders sauer auf, dass Sie als Gründungsmitglied einer Partei, die sich Frauenförderung auf die Fahne geschrieben hat, so auffahren. … Schon bald ist 2015!

  • marie

    wie funktioniert denn der mensch, tomas?

  • Tomas

    Bürger: in dem Artikel wird über Überschätzung einer Berufsgattung geredet. Ich könnte ihnen eine Reihe ähnlicher Artikel verlinken, bei denen ebenso von anderen Berufen die Rede sein wird. Es ist ein Phänomen, das beinahe universelle Gültigkeit hat: je spezialisierter und je abgekoppelter von dem Rest der Welt ich etwas betrachte, umso überzeugter ich bin, was meine Kompetenz betrifft.

    Ansonsten, es gibt Ökonomen jeglicher politischer Couleur, gerade das was jetzt in der EU abläuft würde ich alles anders als “rechts” nennen.  Also was genau wollten sie mir da sagen?

  • Tomas

    marie, wie der Mensch funktioniert erfahren sie am besten dann, wenn er seine Komfortzone verlassen muss, wenn es ums nackte Überleben geht. Zuerst kommen immer die eigenen Kinder, die nächste Familie. Dann lange nichts. Und dann vielleicht eine kleine, eng begrenzte Gruppe von handverlesenen Gleichgesinnten. Irgendwann rechtfertigt der Zweck die Mittel, immer. Egal wie die Konsequenzen ausfallen. Egal wie sie die äusseren Bedingungen einstellen: es läuft immer auf das gleiche hinaus.
    Kommunistische Ideologie verkrüppelt die Menschlichkeit, ich habe es erleben dürfen an einer ganzen Nation. Die Folgen sieht man immer noch, vielleicht werden sie nie ganz verschwinden. Früher dachte ich, es sei eine Frage der Intelligenz und des Wissen um die Geschichte. Heute weiss ich, dass es komplizierter ist – manche Ideen sind wie Gift, können unter Umständen jedem Mensch gefährlich sein, gerade weil es jedem unmöglich ist seine menschliche Natur auf die Dauer zu leugnen.

  • Tomas

    Naja, Daniela, wer im Glashaus sitzt, sollte keine Steine werfen.

  • marie

    wie sehen denn diese giftigen ideen aus, tomas?
    (réda!!!! irgendwie ist die kommentarfunktion kaputt – könnten sie diese flicken lassen? an und für sich habe ich heute wenig zeit zum posten, aber mich juckt es ab und zu unter den nägeln ; ). herzlichen dank, ihre marie.)

  • Tomas

    marie, ich habe gerade keine Zeit, und wenn ich ehrlich bin, auch keine Lust ausführlich zu werden. Aber sobald jemand versucht den Einzelnen der Verantwortung für sich selbst zu entbinden – was praktisch eine Zusammenfassung aller linken Ideologien ist – ist eine Katastrophe vorprogrammiert, nur das Ausmass steht noch offen.

  • Daniela

    @Glas-Experte Tomas: Wieder so ein «gutgemeinter Ratschlag» von einem, der anonym und bequem auf dem Bürostuhl sitzt? Bloss: Wer fürchtet sich denn vor Scherben?

  • marie

    und rechte ideologien haben keine keine katastrophen erzeugt?
    zum nachdenken: nicht die menge der massakrierten und ermordeten ist auschlaggebend – es ist grundsätzlich ein problem mit dem “verachten von menschen(leben)”, was verwerflich ist. da steht die rechte der linken in nichts nach (wie umgekehrt).
     
    (sie schreiben ständig von linker ideologie. das impliziert ja förmlich, dass es eine rechte ideologie gibt; was sie hier ja schon mehrmals geleugnet haben. aber gut gibt es ein linke, die als feind gilt. schade, dass sie keine zeit haben, ich hätte sie mir nämlich genommen, obwohl auch ich keine habe.)

  • Tomas

    Daniela, schwurbeln bringt ihnen nichts, es macht es nur noch schlimmer. Wenn sie tatsächlich mit einem linken Parteifunktionär (sic!) liiert sind, wird alles was sie zu linken Parteipolitik veröffentlichen nicht einfach als nur ihre private Meinung verstanden. Machen sie nur weiter, und die Gutmenschen in seiner Partei werden ihm daraus noch einen Strick machen, so läuft es unter Genossen. Lektion gelernt? grin

  • Tomas

    ja, marie, die Nazis haben es genauso gesehen wie die linken rund um die Welt. Es sind die gleichen Ansätze, und man muss beides auf die gleiche Stufe stellen, bzw. ich sehe die Unterscheidung zwischen “rechts” und “links” als nicht aussagekräftig genug, siehe meine Formulierung auf die sie antworten. Ausschlaggebend ist die Haltung zu der eigenen Verantwortung, nicht ob es rechts oder links ist. Nur, die Linken haben ohne Ausnahme eben die Haltung, dass nicht die eigene Verantwortung zählt. Bei den “nicht linken” sieht es differenzierter aus. Besser so?

  • Sportpapi

    Aber Daniela, es schreibt Ihnen doch niemand vor, worüber Sie zu reden haben. Und eine politische Meinung haben dürfen Sie jederzeit auch. Aber wenn Sie in Ihrem Job über Politik schreiben, obwohl Ihre Schwerpunkte offensichtlich andere sind, dann ist das doch mindestens so seltsam wie wenn jemand sich zu einer Wahl stellt, der bisher politisch nicht aktiv war. Vielleicht mit dem feinen Unterschied, dass in der Politik die fehlende Kompetenz meist zu einer Nichtwahl führt.

  • Sportpapi

    Transparenz ist gut. Aber tatsächlich wertet die private Beziehung die Argumentation von Frau Dambach nicht prinzipiell ab. Das wäre zu billig.
    Andererseits: Weshalb ist jemand, der bei einer Kleinpartei bei den Wahlen einen hinteren Listenplatz belegt und kaum Aussichten hat, gewählt zu werden, eine Recherche und einen Bericht wert?

  • marie

    nope – definitiv nicht nicht NUR. greift zu kurz und ist nicht zu ende gedacht. die rechte pocht zwar auf eigenverantwortung, aber sie schiebt die verantwortung genauso gerne auf andere ab, wenn sie mit ihrer “differenziertheit” nicht mehr wirklich weiterkommt (milde ausgedrückt). schon mal darüber nachgedacht? oder fällt es ihnen schon nicht mehr auf?

  • David

    @Tomas: Sie haben ja ein zeimlich einfaches Weltbild. Alle sind böse – egal ob links oder rechts oder gleich Nazis. Das ist für Sie anscheinend sowieso dasselbe. Genauso wie sie von “den linken rund um die Welt” schwafeln, als ob es keinen Unterschied zwischen den Grünen in der Schweiz, einer SPD in Deutschland oder einer KP in China geben würde. Somit erstaunt es mich nicht besonders, dass Sie mit Geschichte nichts anfangen können. Wahrscheinlich stört die Geschichtsschreibung nur Ihren eigenen Verschwörungstheorien.

  • Anna

    @Sportpapi: Wenn man(n) mit einer Frau nicht gleicher Meinung ist, wirft man(n) ihr am besten zuerst einmal mal fehlende Kompetenz vor. Würde einem Mann wohl kaum passieren. Aber es ist auch echt ein Frechheit von Frau Dambach über Politik zu schreiben – einfach so als Frau und dann noch ohne vorher Politikwissenschaften studiert zu haben!
    Was ich eigentlich sagen wollte: gahts no?!?

  • Sportpapi

    @Anna: Nehmen Sie es nicht böse. Aber wenn ich Ihnen nun fehlende (Lese-) Kompetenz unterstelle, weil ich nicht davon ausgehe, dass sie das böswillig missverstehen, dann hat das nichts mir Ihrem Geschlecht zu tun.
    Es war aber Frau Dambach, die einer Frau, die sich zur Wahl stellt, fehlende Kompetenz vorwarf – einfach nur, weil sie bisher politisch nicht sehr aktiv war. ICH habe ihr nur den Spiegel vorgehalten, da die Parallele zu ihrer eigenen Tätigkeit hier offensichtlich ist.  Mindestens für Leute, die sich die Mühe machen, überhaupt zu lesen, was sie kommentieren.

  • Sportpapi

    “Zuerst kommen immer die eigenen Kinder, die nächste Familie. Dann lange nichts. Und dann vielleicht eine kleine, eng begrenzte Gruppe von handverlesenen Gleichgesinnten. Irgendwann rechtfertigt der Zweck die Mittel, immer.” Wunderbare Zusammenfassung der Gesinnung, die tomas hier ja immer wieder demonstriert.  Kein Wunder, beschimpft und belächelt er alle, die irgendwie noch Werte verteidigen, Fairness propagieren und Anstand einfordern. Jedem das seine. Aber ich habe eine andere Haltung.

  • Jorge

    Ok, jetzt hast du mich… *verfall*

    Buh, Sexismus!

  • Jorge

    Wir sollten aus der Geschichte lernen, weil sie wichtig ist. So weit, so gut.

    Zum Thema Hochschulabschluss kann ich mir ein Grinsen aber nicht verkneifen. Nicht das ich alle Akademiker abwerten will, aber so einen Abschluss kann man sich schon seit Jahrzehnten kaufen oder erschwindeln. Sprich; Es gibt heutzutage nichts uncooleres, als mit einem Hochschulabschluss zu wedeln. Da ist Tomas, aus der Ferne betrachtet, als ehemaliger Regimebewohner einfach glaubwürdiger, sorry.

    Vom CH-Geschichtsverständnis fang ich dafür gar nicht erst an, ist ja schliesslich Adventszeit

    Grundsätzlich sind alle politischen Richtungen irgendwie sinnvoll, nur die Umsetzung scheitert in 99% der Fälle an unfähigen Politikern.

    #nosexism

  • marie

    bisher habe auch ich nur über dieses eierschaukeln gegrinst. aber: “Da ist Tomas, aus der Ferne betrachtet, als ehemaliger Regimebewohner einfach glaubwürdiger, sorry.” …tomas ist auch der, der von sich immer wieder hier behauptet, dass sein iq exorbitant hoch ist, um andere klein zu machen und sich aufzuwerten. iq-tests kann man auch “linggä” ; )
    ergo: finde ich beide nicht gerade glaubwürdig aus dem gleichen grund… sorry.

  • Tomas

    Mal sehen, Sportpapi, wie ihre Haltung aussieht, wenn es einmal hart auf hart steht. Ich wünsche ihnen und mir umso mehr, dass es dazu nie kommt und sie sich selbst gegenüber nie einen Beweis ihrer moralischen Überlegenheit erbringen müssen – und dass sie in ihrer Fantasiewelt glücklich bis an Ende ihrer Tage leben können. Meine Erfahrung diesbezüglich – und ich weiss, dass ich über relevantere Erfahrungen verfüge als jeder Schweizer – geht eher in die Richtung, dass je grossmauliger die Moral gepredigt wird, umso schneller schaut man nur zu sich wenn es brenzlig wird. Es ist etwas zu bequem, entweder die Realität um sich auszublenden, oder zu meinen, man selbst ist etwas besseres als die ganze Welt. Haha, ich werde nie vergessen, wie die Regale in der Migros aussahen, einen Tag nach dem der erste Irakkrieg anfing.

    Daniel, ich fürchte, dass nicht mein Weltbild das einfachere hier ist. Böse sind die, die anderen ihre Sichtweise einzwingen, egal ob sie Savonarola, Robespierre, Lenin, Stalin, Mao, Pol Pot, Chavez oder Hitler sind. Und es spielt dabei keine Rolle, welche Gründe sie dabei vorschieben – weil es immer “gute” Gründe sind. Dass es die linke gar nicht anders kann, wissen sie als “Historiker” hoffentlich auch. Also was genau ist ihr Problem?

    Wenn sie Tatsächlich die Geschichte studiert hätten, wie sie vorgeben – es würde mich schon wundern, was heutzutage an Wissen bereits reicht um sich “Historiker” nennen zu dürfen – wäre ihnen klar, dass alle linken Parteien auf der gleichen Lehre aufbauen, die ich im Unterschied zu ihnen wirklich studiert habe – und das unabhängig davon wie sie sich nennen, in welchem Land sie agieren und wie sie ihr Vokabular den örtlichen Gegebenheiten angepasst haben. Klar, man muss die Basisintelligenz besitzen, um die Absichten hinter den geschwurbelten Ergüssen über die schöne neue Welt zu verstehen, mit denen ihre Ziele verkündet werden. Und man muss sich die Mühe machen sie erst überhaupt zu lesen.

  • Tomas

    marie, mich interessiert “die rechte” Parteipolitik genausowenig wie “die linke”. Parteipolitik dient immer dem befriedigen der Interessen einer Klientel, das interessiert mich nicht. Aber wenn ich mein Handeln auf das Konzept abstütze, dass jedes Individuum in erster Linie für sich selbst verantwortlich ist und sein soll, komme ich damit der Funktionsweise der realen Welt näher als alle anderslautenden Settings, und der Schaden den ich mit solchem Ansatz anrichten kann ist praktisch inexistent im Vergleich mit allen weltverbesserischen Ideologien.

  • Reto B.

    Nun, ich habe es schon sehr häufig gesehen, dass auf Listen ein “liebe Cheib”, eine “D-Promi-Verwandte” oder sonstwie bekannte Leute (Wirtschaftsführerin, Dorfbeizer, Sportlerin, etc.) draufwaren, obwohl sie keinen Finger für die Partei krümmen würden. Einfach, weil jeder weiss, dass diese Person ein paar Stimmen holt bei Leuten, die sonst nicht für die Partei stimmen würden…

  • Mann

    Kaum engagiert sich eine Frau für ein Amt oder einen Job, wird sie von neidischen Weibern runtergeschrien und schlechtgemacht. Wie errreichen wir da je eine ausgeglichene Frauen/Männervertretung in Politik, Wirtschaft, Gesellschaft?

  • Reto B.

    “Zuerst kommen immer die eigenen Kinder, die nächste Familie. Dann lange nichts. Und dann vielleicht eine kleine, eng begrenzte Gruppe von handverlesenen Gleichgesinnten. Irgendwann rechtfertigt der Zweck die Mittel, immer.”

    Nun, erst mal kommt imho das Individuum selber. Erst kommt das Fressen, dann die Moral. Ich versuche, nicht so zu sein, und Selbslosigkeit, Moral>Fressen ist löblich. Allerdings bin ich Realist genug um zu wissen, dass der Durchschnitt über Leichen gehen wird, bevor er selbst zu Schaden kommt. Und der Rest wird es gleichtun müssen, da die Regeln dann bestimmt sind.

    Die Gesellschaft in wirtschaftlicher und politischer Weise hat imho die Aufgabe, genügend sozialen Frieden herzustellen, dass “das Fressen” für die Einzelpersonen sichergestellt ist. Kurz: Kein Dach über Kopf und kein Essen aufm Tisch für alle und es gibt Krieg. Deswegen braucht es ein Netz und einen doppelten Boden – damit der soziale Frieden gewährleistet wird. Dennoch darf es nicht übertrieben werden, da sonst initiative und leistungsfähige Personen im weniger schlimmen Fall ihre Leistung herunterfahren oder einstellen und im schlimmeren sich aus der sozialen Gesellschaft ausklinken; welche dann einbricht (nur Bezüger, keine Nettozahler) – was dann zu eben diesem kein Dach, kein Fressen, also Krieg führt.

    Und ja, auch ich finde, dass es bisweilen schlimm ist, wie Leistungsfähigkeit und daraus resultierender Wohlstand generell als “Machtmenschentum, Karrieregeilheit und unverdienter Reichtum” verunglimpft wird. Ja, es gibt schwarze Schafe – die gibt es immer – aber zuviele Leute haben mittlerweile das Gefühl, dass eh genug Geld vorhanden ist und man dieses nicht erst noch wertschöpfen müsste, respektive, dass Sozialwerke einfach nur noch ein Fass ohne Boden seien, Finger geben – ganze Hand weg.

  • marie

    jorge, ich habe keine feinde, nicht mal gegener. und kompetitives verhalten ist nicht so mein ding.  sonst wäre ich politiker oder investmentbanker wink

  • Lichtblau

    Sehe ich auch so, Bürger. Übrigens: Warum wird Sabine Reber immer “Gärtnerin” genannt? Sie ist Schriftstellerin und Journalistin, deren gute Schreibe (nicht nur über Gärten) mir schon vor Jahren auffiel. Zudem hat Reber eine interessante Biografie, die sie befähigt, übers eigene Gärtchen hinaus zu blicken.

  • Tomas

    hmm, hübsche Frise und Ohrringli Herr Stampfli grin

  • Jorge

    Da hätte ich jetzt aber spektakulärere Feindbilder erwartet, holde Marie…

  • Jorge

    Keine Feinde? Da haben Sie, werte marie, aber etwas falsch gemacht wink

    Viel Feind, viel Ehr!

  • marie

    mein ritter ohne fehl und tadel, ich bleibe trotzdem ehrbar! denn zumindest erachten mich einige als feind wink

  • Jorge

    Nun gut, holde Maid… dann belassen wir es dabei und einigen uns darauf, dass Politiker mit all ihren Profilierungs-Ämtchen und Super-Networking-Cüpli-Anlässen einfach nur nerven.

    Denn egal wie unsexy die Verbindung zwischen der Autorin und diesem Herrn ist, genauso ekelig ist das übermässige Opfergehabe einiger Polit-Kommentatoren hier drin. Kann mir grad vorstellen, wie sie “empört und schockiert” wie nach einem Terrorattentat in ihren Büros hocken, den Beitrag an Gesinnungsgenossen weiterleiten und sich in kämpferischer Solidarität suhlen. Da weiss man immerhin wieder, weshalb es einen reut, Steuergelder zu zahlen…

  • Texted

    Testerino Commenterino:-)

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