Clack

«Du bist zu dick für ein Model!»

Die Teilzeitprinzessin wundert sich über das Scheitern der «Plus Size»-Bewegung in der Mode. Und fragt sich, was in den Köpfen von Modedesignern vorgeht.

Von Meret Steiger

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Ein Aufschrei ging durch die Webgemeinde, als letzte Woche Marie, Kandidatin bei Germanys Next Top Model, für ihren etwas vorstehenden Bauch kritisiert wurde. Sie sei zu dick. Die User in diversen sozialen Netzwerken sind entsetzt. Wie kann es sein, dass sowieso schon dünne Mädchen als zu dick bezeichnet werden? Klar, vielleicht hat Marie einen Bauch. Und Christine hatte Oberschenkel. Aber von dick sind die Mädels etwa so weit entfernt wie eine Katze vom Seepferdchenabzeichen! Sie alle haben wunderbare Figuren. Aber sie sind halt mehr als nur ein Strich in der Landschaft.

Doch was nützt den angehenden Models denn der Rückhalt im World Wide Web, wenn die Realität ganz anders aussieht? Schon während früheren Staffeln wurden jeweils Vorbehalte laut, die Mädchen seien für internationale Standards sowieso alle zu dick und während dieser Staffel gab es bisher kein Klatschblatt, dass die (angeblich) breiten Hintern der Mädchen (die sind alle 16, die Bezeichnung «Mädchen» ist also gerechtfertigt.) nicht mindestens einmal im Heft thematisierte. Der Presseverantwortliche von Versace, Emilio Franceschini, lässt sich in der InTouch zitieren: «Was in Heidis Show passiert, hat mit der realen Modewelt nichts zu tun – für Modenschauen wird in Größe 34 geschneidert, und da passen sie nicht rein.»

Dabei gäbe es ja eigentlich einen Markt für Models mit durchschnittlichen Kleidergrössen. Sogenannte Plus-Size-Models sind Frauen mit Kleidergrössen zwischen 38 und etwa 42. Also sind auch die von PLUS SIZE (!) weit entfernt, aber im Vergleich zu den Magermodels wirken sie natürlich gerade zu massig. Diese Models erhalten aber nur einen Bruchteil der Aufträge – das sieht man auch daran, dass die Plus-Size-Models bei den Modelagenturen in der Regel keine eigene Kategorie haben. Sie tummeln sich unter «Special Bookings» mit älteren Models, Kindern und Models mit Behinderungen.

Nach dem Hungertod der beiden Magermodel-Schwestern Luisel und Eliana Ramos im Jahr 2006 bzw. 2007 ging ein Aufschrei durch die Medien weltweit. Teile der Mode- und Werbebranche bemühten sich daraufhin wirklich sehr, aktiv gegen den Magerwahn im Modelbusiness vorzugehen. Bekannte Marken wie Dove starteten europaweite Kampagnen mit normalgewichtigen Models. Drei Jahre später kam der Trend auch in Deutschland an, und die Frauenzeitschrift Brigitte lancierte die Initiative «ohne Models», in der sie versprach, nur noch mit normalen Modellen zu arbeiten.

Doch die Plus-Size-Bewegung hielt nicht lange an: 2010 gewann bei America‘s Next Topmodel eine Kandidatin, die bei 1.88 nur noch 43 Kilogramm wiegt. Das die Arme noch alleine stehen kann, ist ein Wunder. Und auch, dass ihr beim coolen Tasche-in-der-Armbeuge-tragen noch nie das zarte Unterärmli abgebrochen ist. Ausserdem ist der Abstand zwischen ihren Beinen bestimmt gross genug für ein zweites Magermodel. Aber anyway, die Plus-Size-Bewegung ist gescheitert und noch immer müssen Models in den meisten Fällen für ihre Figur massiv hungern.

Da stellt sich doch die Frage, weshalb das so ist. Warum wandeln auf den Laufstegen weltweit so viele Models ohne Busen, Hüften oder sonstige Formen von Weiblichkeit? Warum hängen die Designer ihre Klamotten eigentlich nicht gleich an schwebende Kleiderbügel? Und warum werden Kleider nur in solchen Mini-Grössen geschneidert? Die Mainzer Designerin Anja Gockel meint, den Grund für den anhaltenden Schlankheitswahn zu kennen. «Ein Modedesigner kann wie jeder andere Mensch auch nur von sich selbst ausgehen. Und das Idealbild eines homosexuellen Mannes ist eine knabenhafte Figur.»

Da tatsächlich eigentlich alle grossen Modedesigner schwul sind (das ist ja kein Geheimnis), könnte an dieser Theorie etwas dran sein. Als Konsumentin frage ich mich dann aber trotzdem, weshalb die Designer nicht Kleider für normalgewichtige Frauen entwerfen, die definitiv in der Mehrheit sind. Kleider sollten sich doch den Menschen anpassen und nicht umgekehrt. Oder mit anderen Worten: Ich will ein Kleidungsstück anziehen und nicht mich hineinhungern müssen.

Meret Steiger, 21, Autorin, ist sowohl Mädchen als auch neugieriger Mensch und arbeitet zur Zeit bei Fernsehsender Tele Züri als Inputerin. Wenn sie nicht gerade in der Badewanne sitzt, ihre Schuhe zäauml;hlt oder George Clooney anhimmelt, richtet sie ihren scharfen Blick und ihren Sinn für Humor auf die kleinen Alltäglichkeiten, mit denen sie sich herumschlagen muss.

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Teilzeitprinzessin


Kommentare

  • Martina

    @Reda Es ist immer die Frage wie man Esstörung definiert, was aus dem Artikel nicht hervorgeht. Wenn jeder dieses Kriterium erfüllt, der unter der staatlichen Normaufnahme von KHen liegt, sollten besser weit mehr der Menschen bei heutigem Bewegungsmangel “essgestört” sein und auf KH verzichten. Erinnern sie sich noch an die Ernährungspyramide aus der Schule? Die gilt glaube ich heute immer noch offiziell, wonach die Menschen am meisten von allen Lebensmitteln KH verzehren sollen. Unter Ernährungsaspekten völlig abwegig, da zu viele billige KHe und Zucker nachweislich Zivilsationskrankheiten wie Diabetes, Krebs etc. fördern. Man sollte weit mehr Eiweis, Gemüse, Obst und gesunde Fette verzehren. Denn das hatten auch nur unsere Vorfahren zur Verfügung und keine Unmengen verarbeiteter KHe. Dann klappt es mit dem Schlanksein ganz von selbst und die Menschen sehen eines Tages wieder normal statt zu fett aus.

  • Meret

    Dafür, dass die Dünnen nie lästern hat es hier aber erstaunlich viele Frauen, die die Chance nutzen um auch ja ein bisschen auf den Dicken herumzuhacken…

  • Sarah

    Falsch, sie sind intelligent und wollen schlanke, gesunde und flexible Akademikerinenn werden, was auch der richtige Weg ist. Würden sie dick und unbeweglich sein wollen wäre das extrem abwegig.

  • Bea

    Im Gegenteil, die Dicken fangen an zu lästern und abwegige Weltbilder etablieren zu wollen, um ihre Ausmasse selbst stärker zu legitimieren und die Schlanken müssen dann dieses verzerrte Weltbild wieder etwas zurechtrücken. grin

  • Claas

    Claudia macht nichts, nicht jeder ist mit wissenschaftlicher Intelligenz zu überzeugen, vielleicht auch eine Auswirkung der Körpermassedifferenzen. grin

  • Meret

    Und warum können die Dünnen nicht einfach dankbar sein, das sie dünn sind? Ist es wirklich nötig, auch noch auf den Dicken herumzuhacken?

    (Übrigens schliesse ich aus deiner Argumentation, dass ich eine der Dicken bin. Oh well. Und ich dachte bisher immer, dafür müsse man irgendwo gewisse Mengen Fett am Körper haben. Wie man sich täuschen kann.)

  • Bea

    Nein Meret, sie lasse ich da mal aussen vor. Aber die unzufriedenen Prodickykommentiererinnen scheinen selbst betroffen zu sein. Wenn die Schlanken von ihnen als anormaler Zustand dargestellt werden, dann ist das abwegig und folglich muss man ihnen einfach mal darlegen, dass das ein Trugschluss ist, dem sie unterliegen, weil sie vielleicht selbst nur von zu vielen unnatürlichen Dicken umgeben sind oder was auch immer die Ursache der Fehlleitung ist.

  • Meret

    Ich deklariere das hungern als unnatürlich. Wenn du kotzen oder hungern musst, um dein Gewicht zu halten, dann ist das krank. Es spricht ja nichts gegen schlank sein. Ich verlange auch nicht, dass künftig nur noch dicke auf Laufstegen wandeln. Ich hätte einfach gerne etwas mehr Frauen mit normalen Figuren. Also von Schlank bis kurvig. Und nicht nur diese Hungerhaken.

    (Ich habe mich miteinbezogen, weil ich ja auch über die mageren lästere im Text.)

  • Sarah

    Nicht zu vergessen ist, dass es in den meisten Medien gar keine unterernährten Darstellerinnen oder Werbebotschafterinnen gibt, sondern normale optimal schlanke Menschen. Die wenigen wirklich dürren Topmodels können nicht als Massenphänomen herangezogen werden.

  • Sarah

    “kotzen oder hungern” ist nicht der Regelfall, ebensowenig wie beim Fliegen der Absturz der Regelfall ist. Die meisten Menschen schaffen es durch gesunde Ernährung und Sport schlank zu bleiben.

  • Meret

    eben. Aber DAS deklariere ich als unnatürlich und DARÜBER lasse ich mich auch im Text aus. Gegen normales Schlank sein sagt ja niemand was. Aber wenn du 188cm gross bist, dann erreichst du deine 42kg nicht durch gesunde Ernährung und Sport. Und die Dame, die bei ATM gewonnen hat ist nicht unbedingt die einzige mit diesen Massen.

  • christy

    @ Marie

    “und dell’orefice fing in einer zeit an, als die frauen, im vergleich zu heute, weit über einem bmi von 16 / 17 waren! und ihre karriere fand auch während dieser zeit statt, und eine dieser schönheitsdiven von dieser zeit war jayne mansfield… dell’refice war “nur” mannequin. und das entsprach nicht dem gleichen status eines heutigen models (das fing erst mit twiggy an).”

    Du hast einiges gelesen, wie sich beim Hinweis auf Twiggy zeigt, das erkenne ich an, allerdings hast Du wenig Wissen über Models in früheren Jahren.

    Wenn Du Dir die Models, die für Diors New Look von 47 entstanden, anschaust, so siehst Du eine Taille, die Du mit den sogenannten Normalmaßen nicht haben kannst. Es waren enorm dünne Frauen, die noch dünner waren als die Nachkriegsfrauen, die meist ohnehin dünner waren als die heutigen Wohlstands-Normalos, was schon aufgrund der Mangelsituation nachvollziehbar ist. Hier ein Bild von Dior und es gibt noch mehr:

    http://www.vintageconnection.net/HarpersBazaar1952nodior.jpg

    Und Dell’Orefice war mitnichten eine normalaussehende und normalgewichtige junge Frau, als sie mit Fotos anfing. Sie war groß und dürr, wie sie selbst sagte und auch einige Fotografen. Und genau das machte sie attraktiv für diesen Job.

    http://www.flickr.com/photos/vintagevogue/7311721492/

    Ich finde es interessant, was zum Teil über die Geschichte gesagt wird, denn wenn man mal Originalkleider dieser Kollektionen sieht, sind sie für Figuren geschneidert und wurden von Frauen getragen, dass die meisten Frauen weder damals und auch nicht heute hinein passen könnten.

    Die Idee, die im Netz auch gern verbreitet wird, Marilyn Monroe hätte eine 42er Größe gehabt, ist ebenfalls Legende und leider nicht mehr. Sie hatte eine 36 und trug für die Oberweite Kissen drin, weil sie die Kleider nicht einmal obenrum ausgefüllt hätte. Die Brustkissen kamen irgendwann vor Jahren in eine Versteigerung, weil einer der Ersthelfer nach ihrem Tod sie gemopst hatte….

    Ich finde es sehr seltsam, was es an ideologisch gefärbtenInformationen so gibt und wundere mich etwas, wie leicht es weiterverbreitet wird.

    Das, was ich hier schreibe, kommt nicht von einer superdünnen Frau und ist auch nicht dazu gedacht jemanden zu kränken.

    Wir sollten nur langsam mal die Ideologie-Brille abnehmen oder zumindest ab und zu drüber hinweg schauen, denn helfen tut das falsche Engagement auch den Jugendlichen mit gestörtem Körperbild nichts. Sie durchschauen es, soweit ich sie verstehe.

  • rainer kuhn

    liebe meret,

    das problem ist ja nicht, dass frauen (oder wenn du willst “mädchen”), die model werden wollen, dünn sein müssen. (ist nun mal so, dass die designerkleider an dünnen stangen besser aussehen als an bäumen). abgesehen davon ist auch die grösse ein kriterium (kate moss ist da die kleine ausnahme). wenn du unter 1.70 bist, wird dir gesagt, dass du zu klein bist. jockeys über 160cm hören “du bist zu gross”. schmalbrüstige rugby-aspiranten “du bist zuwenig kräftig”. sonderschüler, die physiker werden wollen hören “du bist zu dumm”.
    so hat fast jede berufsgruppe ihre anforderungen an die ausübenden dieses berufes. beim beruf “model” ist es nun mal gross und schlank. so wie es bei den anderen berufen auch so ist (jockey: klein, basketballesr: gross, schwinger: schwer, usw.

    natürlich kann man jetzt hingehen und die mode- und modelbranche kritisieren. das kommt zwar in der regel gut an, macht aber wenig sinn. man könnte auch hingehen und den mädchen mal sagen, dass sie nicht model werden müssen, um gut auszusehen oder beliebt zu sein. dass es eine ganze menge anderer kriterien sind, die die attraktivität einer frau ausmachen. “dünn sein” ist da nicht mal zuoberst auf der liste. wenn sie aber umsverrecken model werden will, dann bekommen nun mal jene die jobs, die den kriterien dieses spezifischen berufes entsprechen. das ist nicht nur bei models so, das ist in jedem job so. jeder beruf hat voraussetzungen, die die berufstätigen mitbringen sollten. als brillenträger kann ich mir den berufswunsch “pilot” auch abschminken. und obwohl “pilot” in der attraktivitästs-skala ganz oben rangiert, muss mein selbstbewusstsein nicht darunter leiden. und ich muss mich deswegen auch nicht gleich mit allen blinden solidarisieren und gegen die fluggesellschaften wettern.

    drum mal an alle Mädchen da draussen, die eine oder ein paar nummern grösser als 34 tragen: seid fröhlich, habt eine gute zeit, lacht, spielt, tanzt, macht, woraufimmer ihr lust habt. das ist es, was euch sexy macht. und kümmert euch nicht um den ganzen “modelscheiss”. das leben bietet eine menge mehr als den satz “ich habe ein foto für dich”.

    abgesehen davon sehen in wirklichkeit nicht mal die models so aus wie die models.

  • Meret

    Ich habe auch irgendwo gelesen, dass das mit 40 ein Gerücht gewesen sei. Aber wenn man sich Fotos von der Monroe ansieht, dann ist das niemals eine 36. Never ever. Und im Vergleich zu den letzten Bildern von Eliana Ramos ist sie regelrecht fett.

    Die Taille bei dem Diorbild ist allerdings weder angehungert noch ausgekotzt (wenn du weisst, was ich meine) sondern gewaltsam so in Form gequetscht. Ähnlich wie mit den Füssen bei vielen asiatischen Frauen früher. Und ich finde es ehrlich gesagt grauenhaft. Das sieht so krank aus. Warum will man mit sowas Kleidung verkaufen?

  • marie

    christy, damals waren korsetts in. meine mutter trug sie auch (handgemachte und handbestickte aus seide) und war eine fifties/sixties prä-twiggy frau.
    christy, lassen sie es gut sein – denn genau mit ihren bilder bestätigen sie mir was ich längst vermute. dass frauen bilder so sehen, wie sie eben HEUTE gedacht sind. aber damals war es ALLLEN klar, dass diese vespen-taillen meistens (mehrheitlich) nur mit korsett möglich war. weil alle, die eine vespentaille trugen, eben korsett trugen.
    die sahen so aus:
    http://img1.freundin.de/image-inlineImage-deaf4d02-64.jpg

     

  • Meret

    Ich leide nicht. Ich habe mich mit dem abgefunden was ich habe und hin und wieder gefällt mir das sogar sehr. Ändert aber nix daran, dass ich gerne Frauen mit normalen Figuren (alles von schlank bis kurvig) auf Plakaten, Laufstegen und Werbespots hätte. Einerseits, weil ich ja sehen will, wie das Kleidungsstück an MIR aussehen könnte und nicht, wie es an einem Kleiderbügel aussieht. Andrerseits weil ich befürchte, dass es zu viele Mädchen (jep, Teenager) gibt, die meinen so sein ZU MÜSSEN. Dabei, wie du es sagst: Man muss nicht dünn sein, um hübsch und/oder beliebt zu sein.

    UND, besonders wichtig: Ich finde halt auch Models müssen in erster Linie schön sein. Und dann, je nachdem in was für Kleider man sie stecken will, ist schlank sicher von Vorteil. Aber ein wunderschönes Model sieht in einem tollen Outfit gut aus, egal ob sie 32 oder 42 trägt. so. und letzteres würde ich persönlich einfach gerne öfters sehen.

  • marie

    36? SIE SCHERZEN! aber ich finde es interessant, wie man durch “suggestion” verzerren kann!
    http://girlfridayfilms.files.wordpress.com/2010/09/some-like-it-hot-i-wanna-be-loved-by-you1.jpg

  • Réda Philippe El Arbi

    @Rainer: Mädchen kommen nicht ins Spital, weil sie nur 1.70 sind. Aber sie kommen ins Spital, wenn man sie zwangsernähren muss, wenn Mangelernährung die Nieren geschädigt hat oder wenn die kognitive Leistung des Gehirns durch Unterversorgung eingeschränkt ist. Nicht weil die Girls Model werden wollten, sondern weil sie wie Models aussehen wollten. Es geht nicht um den Beruf, es geht um die scheisskranke Attitüde, die übrigens weit verbreitet ist, auch bei IT-Girls und Club-Griiten.

  • MadMenna

    Seltsam ist: Massiv untergewichtige Frauen (und Männer) gelten als schlank (=normkonform), starke Magerkeit wird mithin als “Spezialfall des Normalen” angesehen. Dagegen wird man schon leicht übergewichtige Frauen nicht mehr als schlank, sondern als dick oder gar fett bezeichnet. Gesellschaftlich bedeutet das, dass stark untergewichtige Menschen schlimmstenfalls bemitleidet, übergewichtige dagegen verachtet werden.

  • rainer kuhn

    nun ja, reda, ich lese hier wenig über die attitüden, aber viel über das böse böse modelbusiness, welches dicke mädchen ins verderben treibt. das ist natürlich unsinn, auch wenn es populär ist und clicks bringt. und vor allem: es hilft niemandem. schon gar nicht den verirrten seelen, die glauben nur dann glücklich zu sein, wenn sie aussehen, wie jemand anders.

    und meret, glaub mir, auch ich würde eine menge anderer sachen lieber sehen, als das was an den plakatwänden hängt. und das hat nicht mal etwas mit den models zu tun.

  • Heinrich

    Das kann man auch diplomatischer ausdrücken, schlanke Menschen werden als gesunder Normalfall der Gesellschaft respektiert, Dicke bemitleidet und toleriert jedoch nicht verachtet.

  • Heinrich

    Mädchen kommen weit eher ins Spital weil sie durch ihre Fettheit an Herz-Kreislauf-Erkrankungen leiden, Diabetes oder Krebs haben und träge oder verhaltensauffällig sind. Die Symptome dicker sind im Verhältnis zu schlanken schwerwiegender und vor allem weit verbreiteter. Die Menschen fressen in Industriestaaten zu viel, im Verhältnis zu dieser Gruppe essen aber kaum Menschen zu wenig.

  • Beatrice

    Und wieder geht es mal nur um Oberflächlichkeiten, das Menschen zu schlank und gesund aussehen. Für welchen Müll zumeist geworben wird, interessiert keinen, der Industriespam ist akzeptiert, die ungesunde Nahrung ebenso, wie die Schizzophrenie, dass schlanke gesunde Menschen für Industrienahrung, Fertigsuppen, Schokoladen, Cola etc. werben – dabei sind sie gerade gesund, weil sie auf diesen ganzen Müll verzichten und müssen schon deshalb ein Vorbild sein!

  • Maria

    Aber warum über die wenigen Damen mit 188 und 42kg diskutieren? Das macht keinen Sinn, denn das will auch der figurbewusste Nachwuchs nicht erreichen, es ist nur ein exotisches Bsp. und eben nicht der Regelfall der gesunden schlanken Frau mit KF 32 oder 34, die zudem jeder Mann attraktiv findet.

  • MadMenNa

    Fragt sich bloss, was man unter schlank versteht. In der regel heisst es einfach “nicht dick”. Und das schliesst massiv Untergewichtige mit ein. Und doch, nicht schlanke Menschen werden sehr oft verachtet und lächerlich gemacht. Sehr dünne nie.

  • Schandmaul

    Herr Kuhn, bitte entschuldigen Sie, dass ich das so direkt sage, aber Ihr doch eher herablassender Kommentar geht völlig am Thema vorbei. Frau Steiger mag jung und hübsch sein, doch ist sie kein Teenie, deren Selbstzweifel mit ein paar väterlichen Floskeln aus der Welt zu schaffen sind sondern eine Journalistin die hier ein soziokulturelles Phänomen thematisiert welches sehr wohl diskutiert werden sollte. Es ist nämlich tatsächlich so, dass einengende, verstümmelnde oder gar lebensbedrohende gesellschaftliche Normen und Schönheitsideale (Burkas, Perüken, Giraffenhälse, eingebundene Füsse etc.) schon immer zu 99% Frauen betrafen oder hat schon einmal jemand davon gehört, dass in irgend einer Kultur ein verstümmelter Penis die Heiratschancen erhöht hätte? In manchen Teilen Afrikas gehören aber verstümmelte Genitalien zu den Anforderungen an eine Braut – wollen sie all den beschnittenen Mädchen auch sagen “Hört auf zu jammern, tanzt, lacht, seid fröhlich und geniesst das Leben, der Rest wird sich schon geben”? Nun ist es sicher so, dass in unserem Kulturkreis Frauen die Wahl haben, ob sie sich gewissen Schönheitsidealen unterwerfen wollen oder nicht, aber die Basis für eine informierte Entscheidung ist und war seit jeher die Diskussion und das Aufzeigen von Alternativen – insofern gehören solche Themen durchaus aufs Tapet und verdienen es, ernst genommen zu werden. Sonst können wir grad zurück ins 19. Jahrhundert und den “physiologischen Schwachsinn des Weibes” diskutieren. Was sie ja andererseits bereits getan haben, wenn ich es mir recht überlege….

  • Réda Philippe El Arbi

    @Rainer: Ja, wenn du dir die Mühe machen würdest, die Anorexie-Häufigkeit unter Schülerinnen und Studentinnen nachzuschlagen, wär das vielleicht nicht schlecht. Wir haben ja einen gemeinsamen Bekannten, dessen beide Töchter darunter litten. Und es sind nicht ein paar tragische Einzelfälle, es ist ein Phänomen.

    Ausserdem kenn ich nun wirklich genug Models und Modeleute, um mir eine Meinung bilden zu können.

    Hier noch zum Körperbild von Kindern und Jugendlichen:
    http://www.akademie-hofgeismar.de/Vortraege/07039_Sixt.pdf?PHPSESSID=9ede4f1088deb1dcda95f77428403972

  • Runnersmeeting

    Wie verächtlich sehr dünne Menschen gemacht werden sieht man an diesem Beitrag und Diskussionsstrang. Vielmehr ist ungesundes Dicksein heute als Massenphänomen in Industriestaaten akzeptiert. Siehst Du nicht aus wie ein gemütliches Kaffeekränzchenmodell oder ein massiver Fussballer, sondern ein/e Triathletin bist Du in der neidvollen Massengesellschaft gleich dürr, obwohl Du das biologisch eigentliche gesunde Ideal der Gesellschaft bist, das zudem Sozial- und Gesundheitssystem massiv entlastest. Verrückte degenerierte Welt!

  • rainer kuhn

    @reda, kein mensch findet anorexie etwas gutes. aber das mode- und modelbusiness dafür verantwortlich zu machen, scheint mir im wohlwollendsten fall etwas kleingeistig. und dass du die töchter meines freundes für diesen artikel hier instrumentalisierst, ziemlich pietätlos. wärst du mit diesem fall besser vertraut, du hättest es kaum geschrieben. hoffe ich zumindest.

    @schandmaul: hätten sie meinen kommentar richtig gelesen, würde ich ihnen gerne auf ihre zeilen antworten. ihr letzer satz zeigt mir aber, dass sie das nicht haben. abgesehen davon halte ich wenig von diskussionen mit leuten, die zu feige sind, mit ihrem richtigen namen hinzustehen. auch wenn ich sie dann und wann trotzdem gerne führen würde.

  • The Damned

    Diese Plus-Size-Models sind mit Photoshop nachbearbeitet worden, ja, auch die! Trau keiner Photografie über den Weg! Das nur so als Fussnote.

  • Animaxima

    Leider F**kin Perfect sollen, wollen alle sein.
    http://wp.me/pvaTK-ut

  • christy

    Tut mir leid, Marie, aber das sehe ich anders, nach allem, was ich dazu weiß.

    Du und die, die Dir hierin zustimmen,  wollt wenige Bilder und die Abgebildeten für etwas verantwortlich machen, was wesentlich komplexer ist und da sehe ich ein massives Problem, denn ihr bekämpft die Falschen.

    Ich jedenfalls mag diese Bilder und begeistere mich für Mode, Haute Couture und die Schauen, ohne dabei dünn oder hungrig sein zu müssen wie viele andere auch.

  • Meret

    Tja Christy. Sie sind (nehme ich an) eine Erwachsene Frau, die sich mit ihrem Körper arrangiert hat. Aber können Sie sich nicht vorstellen, was diese Bilder für einen Einfluss auf verunsicherte Pubertierende haben kann? Hier übrigens der Link zur Spiegel-Studie: http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/studie-ueber-model-castings-perfekte-duerre-a-806127.html

  • marie

    …christy ich nähe selber. dieser zirkus darf durchaus stattfinden. aber dieser zirkus hat nun mal einfluss auf pubertierende – wenn schon 16 jährige (und z.t. jüngere) auf dem laufsteg rumstaksen, werden diese von denen auch noch bewundert.
    meine beiden schwestern eiferten diesen models nach – sie hatten beide deswegen immer wieder phasen von magersucht. deren ziel: genausoviel zu wiegen wie ihre vorbilder, die ähnlich gross waren. DAS hat einen einfluss und zusammenhang! aber wenn sie sich für mode und den ganzen zirkus interessieren (mich durchaus auch), dann wäre es, sich mit der kehrseite dessen zu beschäftigen, m.e. angebracht.

  • christy

    @Meret

    Ich habe den Spiegel-Artikel gelesen und wundere mich etwas, dass eine “Studie” des Bayerischen Rundfunks nicht einmal hinterfragt oder genauer betrachtet wird.

    Aber richtig, ich bin erwachsen, wie vermutlich alle, die hier schreiben. Aber auch ich war vor einigen Jahren ein Mädchen, während Models in Paris überirdisch aussahen und ich ihre Kleider betrachtete.

    Wenn die Bilderflut das entscheidende wäre, hätte ich ihnen nacheifern müssen, denn sie umgaben mich quasi. Es gibt aber entscheidendere Faktoren, zu denen ich z.B. das Bild der Müttergeneration dieser Mädchen und auch ganz konkret der Einfluß des Umfelds auf die Kinder…

    Aber vermutlich führt das zu weit und es ist schön einfach, einen Schuldigen zu haben, von dem man sich erwartet, dass es einen einfachen Mechanismus gibt “Bilder weg- Magersucht besiegt und positives Körperbewußtsein bei Teenagern erzeugt”

    Ich befürchte aber, dass es nicht mal im Ansatz so funktionieren würde, selbst wenn man tatsächlich diese Idealbilder der Überflußgesellschaft mit ihren vielen Übergewichtigen vom Kind bis Greis und den Nebeneffekten wie Diabetes-Epidemie löschen könnte.

    Ideale bilden nun einmal etwas ab, das kaum jemand erreicht wie Wespentaille und vieles, was früher Menschen betrachteten und doch nicht erreichten….

  • christy

    @Marie “wenn schon 16 jährige (und z.t. jüngere) auf dem laufsteg rumstaksen, werden diese von denen auch noch bewundert. “

    Dann schau mal zu einem der Oldies in dem Metier Carmen Dell’Orrefice und lies, ab wann sie als Model arbeitete.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Carmen_Dell’Orefice

    Das ist nichts Neues und gibt es so lange wie es das “moderne” Model gibt, soweit ich weiß

  • marie

    damals nannten sich models ja auch noch nicht models sondern schlicht: mannequins. sie wussten, dass sie mannequins waren. so nennt man in der fachsprache die schaufensterPUPPEN. und die menge macht es aus. heute ist nicht nur die mode massenware, nein, auch die mädche, die da rumstaksen. ein mannequin zu sein war damals NICHT erstrebenswert für eine breite masse, das waren ausnahmen.
    und dell’orefice fing in einer zeit an, als die frauen, im vergleich zu heute, weit über einem bmi von 16 / 17 waren! und ihre karriere fand auch während dieser zeit statt, und eine dieser schönheitsdiven von dieser zeit war jayne mansfield… dell’refice war “nur” mannequin. und das entsprach nicht dem gleichen status eines heutigen models (das fing erst mit twiggy an).

  • marie

    wieso spricht niemand von nebenwirkungen von zu tiefem gewicht? die liste wäre mindestens so lang… aber darüber schreibt niemand.

  • marie

    hab noch vergessen anzumerken: in der hochblüte der hautecouture, waren die botschafterinnen dieser sparte grundsätzlich immer schauspielerinnen und prinzessinen (MERET, das wäre deine zeit gewesen!!!!). die mannequins haben nur vorgeführt!

  • Sarah

    Marie weil das kein Alltagsphänomen ist. Gehen Sie mal durch die Städte und sie werden kaum zu dünne aber extrem viele zu dicke und breite Menschen sehen.

  • Franziska

    Interessant ist das meist die unzufriedenen Frauen in Grösse 34+ über angeblich zu dünne lästern, umgekehrt ist dies jedoch kaum der Fall, woran liegt das wohl? grin

  • marie

    sarah …so viele übergewichtige, wie ihr alle meint, gibt es nicht. in der schweiz ist das sehr ausgewogen. der bmi 25 als höchste grenze wurde willkürlich gezogen – wissenschaftlich ist aber belegt, dass mit einem bmi von 28 der mensch am gesündesten und am ausgewogendsten ist. in der ch ist die absolute mehrheit völlig normalgewichtig! massiv übergewichtige sowie massiv untergewichtige, halten sich die schale… bei massiv untergewichtigen kann man das untergewicht besser kaschieren (wie tomas weiter unten sehr gut beschrieben hat!), bei den massiv übergewichtigen geht das eben nicht, die sieht man immer.

  • Meret

    Oh come on, dieses “nur Dicke lästern über Dünne” ist ein Klischee. Wie Sie auf meinen Fotos sehen können bin ich keineswegs dick und wie auch schon erwähnt bin ich mit meinem Körper eigentlich mehr oder weniger zufrieden.
    Abgesehen davon, dünne lästern nicht?! Wo haben sie DAS denn her? Ich kenne reichlich schlanke Frauen, die sich über “angebliche” Fettpölsterchen bei Normalgewichtigen auslassen.

  • Claas

    Ganz im Gegenteil, die Menschen sind heute einfach zu fett und bewegen sich nicht mehr, sitzen zu viel und sich damit ihre Gesässe und Hüften breit. Daher haben sie ein degeneriertes Bild von gesunden humanen Volumen bekommen. Wir müssten uns genetisch alle weit mehr bewegen, täglich mindestens 10km laufen, dann würde man über KF36 nicht hinauskommen. Nach meinem sportlichen natürlichen Menschenbild ist KF36 somit leicht dick.

  • Franziska

    Dünne Frauen lästern weit weniger über dünne Frauen, eher über die berechtigterweise viel zu dicken. Die Dicken lästern eben über die Dünnen, obwohl sie die eigentlich degenerierten sind und kaum Berechtigung dazu haben

  • Meret

    Claas, ganz ehrlich, ich könnte jeden Tag laufen gehen und mein Gesäss würde nicht in eine 36 passen (Frauenärzte nennen sowas ein “Gebärfreudiges Becken” und das ist imfall angeboren.).

    Und das mit dem “gesunden humanen Volumen” ist ja wohl der grösse Quatsch, den ich je gehört habe. Übrigens lässt sich Gesundheit (genau wie Schönheit & Fitness) nicht in einer Kleidergrösse definieren. Das geht schlicht nicht, genau wie der BMI nicht für alle allgemeingültig ist.

  • Meret

    Also ich finds ja ziemlich degeneriert, wenn bei den Models einen Pelz auf dem Arm wächst, weil ihr Körper so ausgehungert ist, dass er sich nicht mehr anders zu wärmen weiss. Wir müssen dringend davon wegkommen, dass nur die Dicken die degenerierten sind. Hungern ist genau so schädlich wie dick sein, aber dünn ist halt gesellschaftlich akzeptiert. Und klar lästern Dünne nicht übers Dünnsein anderer. Sie würden dann ja über ihren eigene Figur lästern, was ziemlich dämlich wäre.

  • Franziska

    Dünne Frauen haben auch keinen Grund über sich zu lästern, denn alle Männer wollen schlanke sportliche Frauen, da sie wissen, dass diese im Alter meist eh noch etwas aufgehen. Bei Dickeren habe ich sofort die Assoziation, dass darin immer die Stoffwechselprodukte vor sich hin gammeln ob deren übermässiger Nahrungsaufnahme und schlechten Stoffwechsels, dann wird mir immer ganz schlecht und ich bleibe lieber schlank. grin

  • Claas

    Da hast Du Dich noch nicht so umfassend mit Sport befasst. Wir sind genetisch immer noch auf Bewegung eingestellt, unsere Vorfahren vor 10.000 Jahren liefen noch 30km am Tag bevor sie was zum futtern fanden oder das eiweissreiche Tier erlegten, der Kohlenhydratanteil an der Nahrung war noch gering. Heute spielt Sport eine unzureichende Rolle, es wird gesessen und zu viel gefressen. Das macht viele fette Menschen mit vielen Zivilsationskrankheiten. Für Ihre anatomische 36+ können sie freilich nichts, bei hinreichendem Sport ist das ja auch kein Problem und es muss sich nicht mehr Fett ansammeln als bei schlankeren. Das entwicklungsbiologische Normalbild ist jedenfalls schlank, dick ist anormal und muss daher auch nicht durch Medien transportiert werden.

  • claudia

    Claas, im Ernst jetzt? Ich bin sprachlos. Du hast keine Ahnung. Verwechlse nicht Jeansgrössen mit Konfektionsgrössen, bitte. Und was du über Bewegung erzählst, mag ja stimmen, aber ich mache dich gerne darauf aufmerksam, dass rein evolutionsbiologisch Frauen mit Hüftpolstern eher überlebt haben als Frauen ohne – sie konnten ein Kind ernähren und auch mal von ihren Reserven zehren. Nur so als Einwurf. Wenn du schon mit der Evolution kommst. Wer 36 als leicht dick bezeichnet ist krank. Sorry.

  • Tomas

    Christy: genau.

    Marie: und warum tun sie und Meret sich eigentlich so entrüsten? Weder sie, noch Meret seid magersüchtig, ihr seid beide schöne Frauen. Sie haben offensichtlich das Problem verstanden und ihr lässt euch nicht manipulieren. So geht es bis auf Paar Ausnahmen den meisten, und entschuldigung, aber psychisch labile Menschen wird es immer geben.
    Abgesehen davon, die meisten Models sind nicht “ungesund dünn”. Die grösste Mehrheit ist einfach nur sehr schlank. Das neue Ideal ist sowieso nicht das zittrige Knochengerüst, sondern eine schlanke, trainierte Figur mit durchaus Substanz. Wenn sie die Frauen zehn Jahre später sehen, sind die meisten wie jede Frau zwar vielleicht immer noch schlank, aber durchaus gesund kurvig. Also warum dieses hyperventillieren wegen ein paar psychisch labilen Kids? Ich meine, die stellen sonst noch Dinge an, sie ritzen sich, nehmen Drogen, kleiden sich wie Volltrottel, werden kriminell… Wen wollen sie für das verantwortlich machen?
    Man müsste eher bei den Eltern ansetzen, überlegen was kann man mit einer pubertierenden Tochter anstellen, damit sie nicht Esstörungen entwickelt. Die Schuld der Modelindustrie zu geben ist ziemlich billig und etwas zu bequem.

  • Meret

    Danke Claudia! Und ja, ich denke auch, dass er Jeans- mit Konfektionsgrössen verwechselt. Konfektionsgrösse 28 gibt es nämlich nicht, die sogenannte “Size Zero” ist eine 30.

    Und zu untergewichtige Frauen werden übrigens je nach dem nicht mal mehr schwanger, weil der Körper zu wenig hat, um nur schon zu bluten. Sehr evolutionsfeindlich, wenn man mich fragt.

  • marie

    danke für das kompliment tomas.
    man nennt das schlicht und einfach: empathie.
    mädchen werden zur massenware, um mode (die meist ohnehin scheusslich ist!) vorzuführen und dafür muss die mehrheit hungern, obwohl es kleiderbügel dafür gäbe, damit diese (scheussliche) mode als exklusiv gilt. ich finde das widerlich. sie nicht?
    (mütter haben übrigens ganz ähnliche probleme, mittlerweile auch väter. es gilt als leistung diszipliniertes ess- und bewegungsverhalten an den tag zu legen. aber es ist offenbar keine leistung, so etwas wie empathie zu entwickeln.)

  • Sarah

    Marie, wir gehen anscheinend durch sehr unterschiedliche Städte. Ich sehe ab 30 sehr viele zu dicke aber keine zu dünnen Menschen, bei Ihnen scheint das andersrum zu sein, kurios. grin

    Der BMI 20-25 mag seine Kritiker haben, jedoch sind die Werte schon bei blosser Ansicht der meist sportlicheren Menschen sehr nachvollziehbar. Von Ihrem Wert von nun plötzlich 28 habe ich noch nie gehört, bitte daher also um Quellen, dass dies angeblich heute eindeutig bewiesen und gängige wissenschaftliche Theorie ist. Glaube ich nämlich keineswegs! grin

  • daniela p.

    meret, es gibt ja doch einige frauen, die sind schlank bis dünn ohne zu hungern. ich kenne auch nur dicke frauen die über andere frauen runterziehen, ob nun wegen fettpolstern oder angeblich hässlich hervorstehenden knochen

  • Sarah

    Marie das ist eine Erziehungsfrage. Kinder aus Familien mit stabilen Werten haben selbst andere und komplexere als nun gerade Model zu werden. Wenn die Familien jedoch keinen ausreichenden Bildungshintergrund haben, erziehen sie ihre Kinder anders und diese lassen sich leichter fremdbestimmen.

  • Réda Philippe El Arbi

    Naja, ich kenne nur ganz wenige dünne Frauen, die mir nicht den Kopf volljammern, wie schwierig es ist, die Linie zu halten.

    Es geht wohl auch nicht darum, ob jemand dünn oder nicht so dünn ist. Es geht darum, welchen Glamour man um krankhaftes Essverhalten und ungesundes Untergewicht macht.

    Niemand würde eine riesige Show daraus machen, Kleider an McDonalds-überfütterten, Cholesterin-geschädigten Super-Übergewichtigen zu hängen, weil man weiss, das das ungesund ist. Trotzdem gibts riesige Shows mit Frauen, deren Essverhalten krankhaft ist -und sie werden als Stars gefeiert.

  • Claas

    Claudia und genaus das Gegenteil ist heute der Fall. Wenn die Frauen der Steinzeit mit angeblichem Hüftgold ihre Kinder ernährten, was ausser im Winter unrealistisch ist, da sie sich weit umfangreicher bewegen mussten, gilt dies heute erst Recht nicht mehr. Denn heute gibt es erstens keine Hungersnöte in Zentraleuropa und zweitens müssen wir nicht mehr laufen und jagen um das Futter zu holen. Also müssten die Menschen heute erste recht weniger essen und schlanker sein. Tun sie aber nicht, sie fressen vielmehr alle die billigen Industriekohlenhydrate bis zum erbrechen und werden unnatürlich immer fetter.

    Sie sehen also Claudi, krank ist vielmehr Ihre Weltsicht der Dicken als gesunder Normalzustand, denn dem ist nicht entfernt so, die Gesellschaft ist physisch und damit zusammenhängend oft auch psychisch degeneriert. Dass muss sich ändern, dann nehmen auch die Wohlstandskrankheiten ab.

    Und glauben Sie mir, Models für die eine 30 zu gross ist wird auch eine 28 gefertigt. grin

  • Martina

    Das Essverhalten vieler schlanker Frauen ist nicht krankhaft, vielmehr dass der dominierenden zu fetten Frauen in der Gesellschaft. Die wenigen Hungerhaken auf hochklassigen Modeevents die zum Kulturprogramm dazugehören müssen als Teil des Kunstbetriebs akzeptiert werden. Fette ungesund Gemästete möchte ich erst Recht nicht sehen.

  • Réda Philippe El Arbi

    @Martina: ich weiss ja nicht, wo Sie leben, aber hier (in der Schweiz) leiden 2% der Frauen an Anorexie und nimmt man die anderen Essstörungend dazu (Bulimie, Binge Eating) sinds 5.3 %

    Und meistens sinds Teenager.

    http://www.beobachter.ch/leben-gesundheit/medizin-krankheit/artikel/essstoerungen_zu-viele-haben-das-essen-satt/

  • MadMenNa

    Man sollte aber schon auch unterscheiden zwischen dem, was in der artifiziellen Welt der Topmodels passiert, und dem, was unseren Alltag bestimmt. Ich stimme dir zu, das “Schönheits”-Ideal auf Laufstegen ist aberwitzig. Aber es betrifft eine ganz bestimmte Sphäre und ganz bestimmte Menschen, die sich für diesen Weg entschieden haben. Das ist in anderen Bereichen nicht anders. Ob jemand sich wegen der rhythmischen Sportgymnastik die Seele aus dem Leib kotzt, als Spitzensportler mit leistungssteigernden Substanzen die Gesundheit dauerhaft ruiniert, als Sumo-Kämpfer möglichst viel Fett ansetzt oder eben als Laufsteg-Model nur noch von Watte und Servietten ernährt – das ist deren Entscheidung. It’s part of the game, und wer diesen Weg nicht einzuschlagen gedenkt, soll das getrost ignorieren.
    Im Alltag ist es ja keineswegs so, dass die erwähnten Konfektions-Nichtgrössen zwingend sind. Es gibt genügend “normale” Frauen, die als schön betrachtet werden. Klar, nicht von allen. Manche Männer stehen auf dünne oder magere Frauen, andere haben gern etwas mehr Substanz an ihrer Partnerin, andere wiederum fühlen sich durch gewaltige Körpermasse angezogen. Und auch die Herren unterliegen solchen Einschätzungen. Klar, eine Frau von 130 kg wird etwas mehr Mühe haben, jemanden zu finden; auch ein Mann von 170 kg hat es in der Regel wohl nicht so leicht. Aber in solchen Fällen ist das Problem ja tatsächlich eher gesundheitlicher Natur. Eine Frau oder ein Mann mit “normalen” Massen (was immer das heissen mag), täte aber gut daran, an den Proportionen der Top-Models keinen Gedanken zu verschwenden. Oder glaubst du wirklich, dass eine Frau mit Körpergrösse 1.70 und einem Gewicht von – sagen wir mal – 65 bis 75 kg wird deswegen nie einen Typen abkriegen? Das glaube ich nicht. Es werden ihr wohl einfach die Typen nicht zur Verfügung stehen, um die es wohl eh nicht so schade ist.
    Die meisten Menschen sind mit ihrem Aussehen nicht sonderlich zufrieden. Ich glaube, das gehört zu unserer Natur. Man sollte das dann aber nicht an irgendwelchen Rollen-Vorbildern festmachen, die gar keine sind und auch gar keine sein sollen.

  • Réda Philippe El Arbi

    Ja, aber ab einem Punkt wirds auch im Alltag krankhaft. Das Problem ist, dass sich Teenagermädchen an Models orientieren, oder an Zeitschriften und Sendungen, in denen das Model-Ideal propagiert wird. “Du bist fett” ist in der Oberstufe und an der Uni noch immer eines der schlimmsten Schimpfworte von Mädchen für Mädchen. Nicht umsonst haben 5.3 Prozent der Schweizer Frauen eine Essstörung. Wenn man davon ausgeht, dass es die wenigsten über 30 betrifft, tun sich Abgründe auf, was die jüngere Generation betrifft.

    Es geht nicht um die Frauen, die da und dort ein Fettpölsterchen weghaben wollen. Es geht um eine Selbstbild, das in die Köpfe der Heranwachsenden geprägt wird und in schweren Fällen zum TOd führen kann.

  • MadMenNa

    @ Réda – Ja, da ist sicher was dran. Aber ich bin nicht überzeugt, dass tatsächlich dieses Model-Rollenbild so entscheidend ist. Teenager gehören mit zu den grausamsten Wesen überhaupt. Das war zu meinen Zeiten nicht anders, als es noch keine GNTM-Müllsendungen gab und das Top-Model noch gar nicht existierte. Und das war auch gegenüber Jungs nicht anders. Mal ist es die Körperfülle, mal die dicke Brille, mal die “falsche” Haar- oder Hautfarbe, mal die falsche Kleidung, die falschen Eltern, die abstehenden Ohren, …

  • MadMenNa

    Oder anders gesagt: «Du bist zu dick für ein Model!» – «Und du zu klein für ein Basketballspieler», «Zu wenig intelligent für einen Neurochirurgen», «Zu dusselig für einen Schreiner», «zu fett für einen Jockey». Oder soll jede Frau ein potentielles Top-Model sein? Manche Frauen (die allermeisten) haben mehr in ihrem Leben zu bieten als ein paar spärlich bedeckte Knochen).

  • marie

    @sarah
    der link zum ursprünglichen artikel in der JAMA ist im artikel integriert. das JAMA ist übrigens nicht irgend ein käseblatt.

    …ja sie schreiben ja genau wovon hier ja die rede ist. “kinder und jugendliche lassen sich leicht beeinflussen”, genau darum geht es ja.

  • marie

    nein, tun wir nicht.

  • Réda Philippe El Arbi

    Klar waren Teenager schon früher verrückt. Aber früher nahmen sie Drogen, um Spass zu haben. Heute nehmen sie Drogen gegen das Hungergefühl. wink

  • claudia

    Mit so viel Ignoranz und – sorry – offensichtlich fehlender Intelligenz diskutiere ich nicht.

  • marie
  • Réda Philippe El Arbi

    Ja, aber bevor sie wissen, was sie wollen, werden sie geprägt. Sie wollen dann schon individuelle Leben führen. Aber sie wollen nicht Tierärztin sein. Sie wollen schlanke Tierärztin sein. Schlanke Neurochirurgin, dünne Juristin oder magere Philosophieprofessorin.

  • Réda Philippe El Arbi

    @Sarah: Ja, die Mädchen mit guter Bildung und Perspektive wollen sicher nicht unebdingt Model werden. Sie wollen vielleicht studieren, Juristin, Zahnärztin, Kinderärztin oder sonswas werden. Aber sie wollen DÜNNE Kinderärztinnen werden.

  • Réda Philippe El Arbi

    Lieber Beat,
    wenn man die Entwickung der Schönheitsideale nur schon in den letzten 150 Jahren anschaut, weiss man, was für einen %&ç(ç) Sie hier posten. Aber ich dachte, es wäre gut, wenn Ihnen das auch noch jemand sagt.
    Lieber Gruss

  • marie

    richtig bemerkt réda!

  • Berthold

    Ich schaue auch nur den schlanken knackigen Frauen beim Yoga gerne mal auf den Hintern, bei den dicken schaue ich weg. grin

    Diese Bewegung hin zu schlanken und gesunden Menschen finde ich grossartig, weiter so, dann kriegen wir auch die Dicken auf den Pfad der Tugend und Gesundheit.

  • Seb

    “Shitstorm gegen Mr. Gutaussehend” passt doch irgendwie zum Thema https://www.taz.de/Video-der-Woche/!116471/  , wobei es hier um den Verkauf geht, man wollt wohl auch keine Übergrössen für massige Frauen anbieten.

  • Schandmaul

    Tja – wie sagt man so schön: wer persönlich werden muss hat ganz offensichtlich keine sachlichen Argumente mehr. Wies scheint habe ich einen Nerv getroffen, danke für Ihre Bestätigung.

  • Joseph

    Wer alles auf dicke Frauen steht votet heute für Germany beim ESC. grin

  • Tomas

    Genau auf den punkt gebracht.

  • Tomas

    Christy: gut zusammengefasst.

    Marie: ich besitze in meinem Fundus einige Korsetts. Wollen sie tatsächlich meinen, die zwei fetten Frauen rechts auf dem Bild oben müssten nur ein Korsett tragen und schon Schwupps wäre eine Wespentaille da? Korsett ist – wenn es Frau nicht übertreibt – ein wunderbares Spielzeug, aber es kann höchstens ein bisschen die Volumen vorteilhafter umverteilen, zum verschwinden bringt es sie nie smile))

  • Tomas

    Reda, hören sie doch mit dem generalisieren auf. Das Problem ist nicht, dass sich Teens an magersüchtigen orientieren, sondern dass sich psychisch labile womöglich daran (oder an sonst einem Scheiss) orientieren. Wir werden sicher nicht aufhören Brücken zu bauen nur deshalb, weil hin und wieder jemand runterspringt. Magersucht ist eine Krankheit, sie muss therapiert werden. Gesunde Menschen werden nicht magersüchtig. Ich finde die ewigen Weltverbesserer die alles am besten wissen und unbedingt ihre Meinung der dummen sie umgebenden Welt als ihre künftige Norm unterjubeln wollen zum kotzen, wenn ich einmal so direkt sein darf.

  • Tomas

    Genau. Dünn und schwächlich mager ist out, schlank und trainiert ist in.

  • Tomas

    Marie: niemand muss hier irgendetwas.

  • Tomas

    Meret, sie haben den Test nicht bestanden, ich werde sie leider nicht heiraten smile
    Niemand argumentiert hier mit “Magermodels sind gut”. Und niemand findet 188cm bei 42kg gut. Dass eine solche Frau ein Schönheitswettbewerb gewann glaube ich nicht – spätestens bei der Bikinirunde wäre sie raus. Ich hatte so ein Model vor der Linse, und weiss genau wie das aussieht. Also haben sie wohl falsche Informationen.

  • Tomas

    Marie, hmm, der Stoffwechsel. Ich sage ihnen jetzt ein Geheimnis. Als ich so um die achtzehn war, war mein Stoffwechsel so, dass ich kiloweise alles reinschaufeln konnte und wenn es einmal trotz zweimal täglich training fünf kilo mehr gab, waren sie in einer Woche wieder weg, meistens merkte ich es nicht einmal. Im kommunismus reichte es dass der Name paarmal auf irgendeiner Ergebnisliste auftauchte, schon wurde man mit Esszuschüssen eingedeckt, bei den Trainingslagern gabs es immer zwei volle Holzfäller- Portionen und wir hatten trotzdem immer Hunger. Nun, ich bin jetzt über fünfzig und wenn ich nur eine Woche so leben würde, würde ich an der Intensivstation landen. Ja, der Stoffwechsel ist anders geworden. Was heisst das jetzt? An der Physik ändert sich weiterhin nichts. Die Energie die reingekommen ist, muss wieder raus, sonst wird man irgendwann dick. Es ist so simpel wie es tönt. Und da ich nicht dick werden will, nie und nimmer, bleibt mir nur eines übrig. Entweder nicht zuviel Energie reinfuttern, oder genung Energie bei der Bewegung loswerden. Und da ohne Bewegung mein Körper einfach nicht so funktioniert wie er soll, mache ich beides smile ich esse was ich will, besser gesagt nur das was ich WIRKLICH will. Und nur soviel, womit mein Körper mit seinem Stoffwechsel und der Menge an Bewegung die ich ihm zufüge fertig wird. Eine andere Option gibt es nicht.

  • Anna

    Was mich ärgert ist insbesondere, dass PLUS Size Models meist Grösse 38 oder 40 tragen. Also eher die Grösse von normalgewichtigen Frauen. Und diese werden dann PLUS Size genannt!!!!! Ich trage Grösse 42, 44 bei Hosen manchmal auch 46 bin also schon viel zu stark übergewichtig für Kleider, obwohl ich gemäss BMI einfach am oberen Rand bzw nur ganz leicht übergewichtig wäre. Aber schöne Kleider in meiner Grösse zu finden ist fast unmöglich, so bis 42 gehts noch so, obwohl die meisten schönen Sachen nur bis Grösse 40 erhältlich sind, und Grösse 44,46 kann man vergessen, die Sachen sind oft hässlich und oft auch viel zuwenig lang. Tshirts mögen breit genug sein, aber da ich 175 gross bin, sind sie nie lang genug. Und in noch grösseren Grössen, für wirklich übergewichtige Menschen findet man nur noch Säcke, währenddem es in der entsprechenden Grösse von untergewichtig also 34, 36 stets eine riesige Auswahl hat. Dickere Menschen (die oft noch gar nicht wirklich übergewichtig sind) werden systematisch diskriminiert von der Kleiderindustrie. Und richtig übergewichtige Menschen werden sogar noch abgezockt, da es wirklich absolut keine Auswahl hat in diesen Grössen und die wenigen Kleider die es gibt extrem hässlich sind und auch noch viel kosten.

  • marie

    anna, ich hatte auch mal ihre kleidergrösse und zu meinen zeiten waren die klamotten noch hässlicher. ich habe sie einfach dann selbst gemacht.
    besuchen sie einen nähkurs, besorgen sie sich eine gute occasion nähmaschine (tipp: bernina, die halten EWIG und bernina bietet übrigens nähkurse an) und dann ran an anna! grin braucht geduld, aber es lohnt sich!

  • The Damned

    Das sieht nach einer echten Marktlücke aus: Kleider für Übergewichtige, Mollige, Vollschlanke, auch Unter- und Reizwäsche. Bei Letzterer weiss ich es sogar mit Bestimmtheit!

  • Hanna

    Europe mag es auch lieber schlank und hat diesmal mit Dänemark gestimmt. grin

  • mira

    Wie Marie schon geschrieben hat: Models sind sich bewegende Kleiderstangen. Sie dürfen auf keinen Fall hübsch/wohlproportioniert sein, denn das würde den Blick der Zuschauer auf die Schönheit der Frau/des Frauenkörpers anstatt auf die Kleider lenken. Und das ist für eine Modeschau nicht gewollt. Ein Model als Schönheitsideal zu nehmen ist also höflich gesagt ungeschickt wink
    Anstonsten kann man für jedes Mädchen, dass keine Model-Masse hat dankbar sein: es hat die Chance, einen richtigen Beruf zu erlernen und ein glückliches Leben zu führen…
    Ich selber lege viel Wert auf eine gesunde Lebensweise und einen trainierten, schlanken Körper: dh weder mager noch fett, sondern eben schön smile

  • Franziska

    Die Überschrift sagts doch schon, die meisten Menschen sind zu einfach dick für ein Model, also eines zu sein und eines an ihrer Seite zu haben.

  • Erich Küng

    Liebe Meret, ich glaube mitreden zu dürfen mit meinen 81 Jahren. Ich habe als Turnierdirektor bei int. Damenturieren erlebt, dass eine sehr gute und sehr hübsche Spielerin auch als Modell gute Figur machte 182 und knapp 50 kg. Als sie wieder zu uns kam, hat Sie mir erzählt, dass Sie mit modeln aufgehört weil man Ihr angeraten hat noch 2 KG abzuspecken !!!!

  • Beatrice

    Wenn Models nicht hübsch sein dürften, gäbe es ja nur dicke Models, ist aber zum Glück nicht so.

  • Tomas

    Gott, was für ein Schwachsinn.

  • mira

    @Beatrice
    Natürlich liegt Schönheit im Auge des Betrachters. Aber Models sind meistens nicht hübsch: die Gesichter sind ausgemagert, der Köper ausgemergelt. Dadurch fallen die Kleider fliessend nach unten und der Blick wird nicht durch Rundungen auf den Körper der Frau (ab)gelenkt. Ein frauliches Gesicht würde ebenfalls ablenken, daher die starren Puppengesichter.
    Die entsprechenden Frauen haben den passenden Körper für ihren Job. Schön sind sie aber definitiv nicht und wenn man als FRAU schön sein will, dann sollte man tunlichst nicht Models nacheifern… wink

  • Weltfrieden

    Tomas stimme Dir zu. Sorry Mira, ist aber völlig abwegig, denn wären Models nicht hübsch, würde sie keiner buchen und nicht jeder Hollywoodstar etc. klebte ihnen am Röckli…

  • mira

    @Weltfrieden
    Schönheit liegt tatsächlich im Auge des Betrachters…

  • adrian

    eine angeregte diskussion, aber meiner meinung nach ohne lösungsansatz. was tun gegen die Magermodels? Keine Modeschauen besuchen, verfolgen, am TV gucken, ebenfalls GNTM boykottieren.
    Und die Diskussion ob nun unter- oder übergewichtige Menschen bemittleidenswerter sind bzw. wer nun mehr diskriminiert wird ist doch total hinfällig, jeder ist selber für seinen Körper verantwortlich und sollte sich selber darin wohlfühlen… wenn man sich für seinen Körper schämt, dann sollte man was ändern, aber wenn man diskriminiert wird und sich im eigenen Körper wohl fühlt dann who cares???

    Ich äussere mich nun doch auch zu dieser Diskussion. Ich denke dass übergewichtige Menschen mehr diskriminiert werden da bei diesen das Vorurteil herrscht, dass sich diese Menschen einfach “gehen lassen”, keine Disziplin haben, faul sind usw. Das wird doch automatisch mit festeren Menschen assoziiert oder nicht? Und bei sehr dünnen Menschen denkt man eher, dass er/sie vielleicht ein Leistungssportler ist oder aber dass er/sie an einer psychischen oder physischen Krankheit leidet und nichts für das Dünnsein kann. Zumindest wären das so meine offensichtlichsten Vorurteile, aber ich versuche diese nicht zu haben…

  • Marietta

    Die meisten Dicken diskriminieren sich selbst und sind destruktiv, weil sie sich in ihrem Körper unwohl fühlen und nicht die Disziplin aufbringen, etwas zu ändern.

  • Ernst H. Gäumann

    Weiss nicht was Ihr zu motzen habt sind doch hübsche Mädis auf der ersten Foto.
    Lieber mit so einer in den Armen einschlafen als mit einem Gnagi. Rundlichere Frauen sind meinstens auch viel witziger und lachen mehr.

  • Heiko Schmid

    Wie wahr. Wann hört der Wahnsinn endlich auf.

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