Clack

Diese Nazi-Sache

Der Quotenmann begrüsst das Hitlergruss-Urteil des Bundesgerichts. Er würde jedem dieser Nazi-Idioten sogar Geld geben, damit er sich in der Öffentlichkeit zu erkennen gibt. Wie soll man sonst wissen, wem man Eine reinhauen soll?

Von Réda Philippe El Arbi

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Grundsätzlich ist die Gesinnungsfreiheit zu schützen. Nicht, weil es keine menschenverachtenden, kranken und bösen Gesinnungen gibt, sondern weil die Gesellschaft wissen muss, dass es sie gibt. Wie sonst könnte man diese Idioten erkennen und ächten?

Es ist nicht so, dass ein Verbot des Hitlergrusses irgendwas gegen Nazis bewirken würde, ausser, dass sie sich ihre Reichskriegsflaggen im Geheimen im Keller aufhängen würden. Sie würden vielleicht etwas vorsichtiger, sich weniger schnell als die Kotzbrocken zu erkennen geben, die sie sind. Aber was hätte das für eine Wirkung auf die Gesellschaft? Es wäre wie eine versteckte Seuche, unerkannt und einem Heilmittel nicht zugänglich.

Nun könnte man anführen, dass es notwendig ist, solche Gesinnungen gerichtlich zu ahnden, weil man sonst die Taten und die geschichtliche Realität herabsetzen würde: Eine Verharmlosung des Holocoust. Aber leider sind diese Leute bereits weit über den Punkt einer Verharmlosung hinaus. Nazis, die den Hitlergruss zeigen, sind nicht mit Gesetzen belehrbar, da sie den Staat und die Rechtsprechung bereits ablehnen. Sie sehen sich als Revolutionäre, als Verfolgte, als Märtyrer in ihrer kranken Sache. Sie verherrlichen Massenmord und planen, wieder einen zu begehen, sie sind von Hass getrieben. Da ist das Verbot des Hitlergrusses so, wie wenn man ein Pflaster auf einen offenen Schädelbruch klebt und sich dann sagt, es sei jetzt alles wieder in Ordnung.

Nein, nur wenn sich diese Leute auf der Strasse zu erkennen geben, nur wenn sie laut aussprechen, was in ihren kranken Köpfen vor sich geht, sind sie als Gefahr erkennbar und man kann gemeinsam gegen sie vorgehen. Der Skinhead, der noch Haare trägt und Kampfstiefel gegen Lackschuhe getauscht hat, kann plötzlich im Parlament auftauchen, wie man gerade an den Europawahlen gesehen hat.

Ausserdem lullen wir uns in eine vermeintliche Sicherheit: «Antisemintismus? Rassismus? Bei uns doch nicht. Ich hab heute noch keinen Nazi gesehen.» Achtsam werden wir, wenn solche Leute die Möglichkeit haben, öffentlich aufzutreten. Und auch nur dann können wir ihnen etwas entgegensetzen. Drängen wir sie in den Untergrund, lassen wir ihnen alle Freiheiten. Wir lassen ihre Weltsicht unwidersprochen und erlauben ihnen, im Dreck ihre Wurzeln zu schlagen. Das Gesetz? Das Gesetz achten diese Leute sowieso nicht. Sie werden ihren Hitlergruss und ihr Gedankengut weiter pflegen und ungestört verbreiten, ohne sich dem Gegenwind stellen zu müssen.

Die gesellschaftliche Verantwortung, gegen solche Gesinnungen vorzugehen, kann nicht mit Gesetzen erwirkt werden. Diese Leute scheuen keine Straftat. Die gesellschaftliche Verantwortung liegt hier für einmal in der Zivilcourage und in der gemeinsamen Ächtung solcher Leute: Es gibt keine Jobs, keine Wohnungen und kein Bier für solche Leute. Man zeigt mit den Finger auf sie und erklärt seinem Kind: Das ist ein Vollidiot.

Nachtrag: Es wäre auch zu bedenken, ob eine 300-Franken-Busse für einen Hitlergruss die Ungeheuerlichkeit dieser Geste nicht bagatelisieren würde.

Jedem Nazi, der mir seinen Namen schickt, spendier ich einen Kaffee (in der Krankehaus-Caffeteria).

Réda Philippe El Arbi ist Co-Chefredaktor bei clack.ch, Autor, Geschichtenerzähler, Stadt-Blogger bei Züritipp/newsnet.ch, Haustiersitter und Mann aus den üblichen Gründen. Er versucht, hier seine männliche Sicht der alltäglichen und der wichtigen Dinge zu vermitteln.

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Kommentare

  • marie

    ich bin da ziemlich zwiespältig, aber ich bin mit ihnen einig réda, dass mittels gesetze man menschen nicht erziehen kann.
    doch in anbetracht des ausmasses dieser gesinnung stellt sich mir die frage, was zu einem solchen menschen- und weltbild führt und ob/was man dagegen tun kann. denn in allererster linie sind ja genau diese “bilder” mehr als nur bis ins groteske verzerrt. und da scheint mir bildung eines der guten, probaten mitteln zu sein, um entgegenwirken zu können. aber da man heute bei der bildung spart, wird sich dieses phänomen halten und m.e. sogar vergrössern.
    ich versuche mein bestes!

  • Fäberer

    Ein provokanter Artikel, der den Anspruch, zum Nachdenken anzuregen, ein gutes Stück übertrifft.
    Zu Bedenken aber: Da müsste man die ganze Rassismus-Strafnorm aufheben. Denn solange es diesen Paragraphen gibt, wirken solche Urteile wiederum verkehrt rum! Es widerspricht doch jeder Logik, wenn das Gericht trotz aller Presseartikel über die Nazi-Versammlungen auf dem Rütli verharmlost, dass sei bloss ein “privates Biertreffen” ohne jede Absicht, für die politische Gesinnung zu werben….

  • Toerpe Zwerg

    Zustimmung.
    1. Gesinnung lässt sich nicht ausrotten (Idiotie auch nicht).
    2. Meinungsäusserungsfreiheit kann nicht hoch genug gewichtet werden.
    3. Nur im Diskurs können fehlgeleitete Ideologien als solche entlarvt werden.
    4. Man weiss nie, wann der Wind dreht und plötzlich andere Ideologien unerwünscht sind – siehe Kommunistenhatz der 60-er und 70-er.

  • Joel

    es ist auf jedenfall wichtig das sich der braune Dreck nicht gänzlich in den Untergrund zurück zieht, sonst hat man bald überhaupt keinen Überblick mehr wie viele dieser unterbelichteten Idioten es ungefähr gibt, die Aktiv sind. Jedoch sind wir alle in der Pflicht, uns in unserem Alltag gegen jede art von Rassismus/Faschismus oder irgendwelcher Art von Ausgrenzung zur wehr zu setzten. Es ist nun mal leider so, dass durch solche Gerichtsurteile und Abstimmungen wie die MEI sich auch sogenannte Stammtisch/“Internet-Kommentareleiste” Rassisten immer wie mehr bestätigt fühlen und Rassismus in der Schweiz schon (fast?) Gesellschaftstauglich ist… In dem sinne:
    Augen auf!

  • Tomas

    “stellt sich mir die frage, was zu einem solchen menschen- und Weltbild führt und ob/was man dagegen tun kann”

    Am Anfang jeder Katastrophe stehen immer gute Absichten die Welt zu verbessern. Das wollten sie alle, Hitler, Stalin, Mao, Pol Pot.
    Interessant finde ich nur, dass während man als “rechtsextrem” bald alles was rechts von Wermuth steht verteufelt, ist politische Gewalt seit Jahren eigentlich praktisch nur von Links existent und als solche von dem ganzen Mediengeschwurbel toleriert (weil “sie meinen es eigentlich gut”, gell smile. Dass sogar der Strehle einst als Marxist für Terror warb und heute Chefredakteur von einer der grössten Tageszeitung sein darf ist nur symptomatisch. Und dass Reda wieder einmal Mainstreammässig ganz tapfer nur die Faschos verkloppen will und den schwarzen Block lieber nicht erwähnt eigentlich auch grin

    Ob man was dagegen tun kann? Eine Idee kann man nicht töten oder ausmerzen. Eine gute nicht, und eine böse auch nicht. So sind wir nun mal.

  • marie

    tomas, extreme berühren sich, so intelligent dies zu erkennen, bin ich. aber im moment feiert die rechtsextreme szene relativ grossen zulauf und parteien grasen an diesem spektrum und gewinnen damit auch noch wahlen, oder ist das ihnen etgangen? oder finden sie es sogar gut? …dass sie noch “angst” vor marxisten haben, finde ich dann schon putzig.
    aber ihr post an mich erstaunt mich nicht – ich bin gutmensch, ergo dumm und dann noch eine frau mit stark limitierer intelligenz. nun, bin mir das ja gewohnt.
    und ach ja, der schwarze block ist apolitisch, zumindest die mehrheit. das ist meist eine gelangweilte jugend, die mit ihrer freizeit nichts besseres zu tun weiss, als bronx zu spielen und “zu feige” sind, den merzli ihres herrn papa zu sprengen – mehr nicht.

  • marie

    …und joel, darüber hinaus mit noch weiteren angenommenen initativen den rechtsstaat anfangen zu untergraben (artikel der verhältnismässigkeit, das demokratische grundprinzip, verankert in der verfassung, dass alle menschen vor dem gesetz gleich sind…)
    es ist dieser schelichende prozess, der mit zum beispiel mehr kummer und sorge bereitet als diese armzucker.

  • Georg

    Und eine 10.000 Franken Busse?

  • Denis Simonet

    Auch damit machst du nur das Pflästerli auf den Schädelbruch. Lies den Text smile.

  • Oliver Burkardsmaier

    Deine Argumentation ist gut. Ich würde gern dagegen stellen:
    Wenn man solches tun erlaubt, leistet man auch der Verbreitung solchen gedankenguts Vorschub.
    Die gesellschaftliche Ächtung von Faschos, ihrem Gedankengut (ja, mir bricht jedes mal fast ein Fingernagel ab, wenn ich das Wort in diesem Kontext verwende), ihren “Erkennungszeichen” sind auch dazu geeignet, Mitläufer abzuschrecken.
    Die Erfahrung zeigt, dass die Annahme, die breite Masse könnte hier nicht zum Mitläufer werden, falsch ist.
    Da der Mensch regelmässig in seiner Umgebung seine Vorstellung des Normalen überprüft und auch anpasst, hätte ein Verbot, ein zurückdrängen in die Kloaken, aus denen sich die Faschos rekrutieren, den Vorteil, dass ihre dann-nicht-mehr-Präsenz nicht das Bild des Normalen in der breiten Bevölkerung verändern würde.
    Was jetzt der bessere Ansatz ist, kann ich allerdings nicht beurteilen.

  • Reda El Arbi

    Ja, das wäre ein Punkt, wenn diese Leute nicht bereits in etablierten Parteien sässen (Reichskriegsflagge im Keller) und am Nachbartisch sässen. Nazis ohne Nazisymbole sind um Welten gefährlicher als die erkennbaren. Aber die Erkennbaren ziehen die Getarnten mit runter.

    Eine Veranstaltung gegen Überfremdung ist doch akzeptiert. Eine Veranstaltung gegen Überfremdung mit Nazi-Skinheads auf der Besucherliste ist politisch erledigt.

  • Oliver Burkardsmaier

    Das ist (leider) sehr wahr.
    Dennoch habe ich den Verdacht, dass dieses Urteil dazu führen kann, dass der Pöbel am rechten Rand das so interpretiert, dass es ja nicht so schlimm (also: gesellschaftlich akzeptiert) sei, Nazi zu sein.
    Natürlich bin ich hier auch stark davon beeinflusst, dass ich als Deutscher in einer Kultur aufgewachsen bin, wo dieses Verhalten jenseits jeder Grenze des akzeptablen ist, und ich mir deswegen etwas schwer damit tue, die Geschichte objektiv zu betrachten.
    In meinen Augen ist das Urteil (und besonders seine doch etwas dünn anmutende Begründung) einem friedlichen miteinander der Menschen in der Schweiz nicht zuträglich. Eine Höchstrichterliche Legitimation von Nazis kann mir einfach nur falsch vorkommen.

  • Reda El Arbi

    In Deutschland ist es nicht weniger akzeptiert als in der Schweiz. Es ist nur gerichtlich geahndet. Was aber niemanden an Nazi-Aufmärschen vor Ausländerheimen hindert. Sie zeigen da nur nicht die Flagge und den Gruss. Verwässern also ihre Hass-Aussage.

  • Reda El Arbi

    Wo wir einig sind, ist, dass die richterliche Begründung reiner Schwachsinn ist.

  • Karla Grüninger

    Man muss schon fast sagen LEIDER, aber es ist einfach nicht möglich, mind. straffrei, einem Mitmenschen (nein ich nenne diese rechtsradikalen Arschlöcher auch nicht gerne so…) einfach mal eins auf die Fresse zu geben. Am Schluss hat man dann selbst die Anzeige am Hals.
    Es ist durchaus ein ehrenvoller Gedanke, leider nicht in der Realität umsetzbar.

  • Reda El Arbi

    Man muss sie nicht hauen. Auslachen reicht meist völlig. Das schmerzt die martialischen Spinner sowieso mehr als Prügel. Mit Prügel kennen die sich aus. Mit Humor nicht.

  • Oliver Burkardsmaier

    Ich wollte nicht andeuten, dass es in Deutschland keine Probleme mit Nazis gäbe. Ich bezog mich nur auf das Zucken im Arm.

  • Karla Grüninger

    An ihrer kranken Einstellung ändern tuts aber auch nichts, das Auslachen…. Fakt ist er wird mich dann ja auch nur auslachen.
    In dubio pro Schlägerei: Dann bevorzuge ich schon lieber, dass er mit einem sichtbaren Schaden aus dem Scharmützel geht.

  • Reda El Arbi

    Bei verblendeten Menschen schmerzt Lächerlichkeit mehr als Haue.

  • Irene feldmann

    Von der persönlichen Schwäche her tendenzieren diese Geschöpfe zum rudelverhalten in Hoffnung die Macht der Anerkennung und Wertschätzung zu erreichen. Man sollte hitlers nachgeschwüre nicht ignorieren sondern ernsthaft in die Zange nehmen. Millionen von Menschen sind krepiert über die Ignoranz, Furcht und krankhafter selbstmasturbation von einigen wenigen. Kann der Holocaust wieder passieren? Ich denke schon.

  • Reto B.

    Ich weiss, dass es Rassisten gibt. Auch in meinem Umfeld, auch in meiner (erweiterten) Familie. Und diese Leute sind lustigerweise eigentlich sonst ganz in Ordnung. Ich weiss nicht so recht, was ich mit denen machen will. Ich helfe mir damit, dass sie gesellschaftlich gesehen in der Minderheit sind.

    Wenn die SVP zum Beispiel aber eine Abstimmung gewinnt, oder die FN in Frankreich die Europawahl, dann sehe ich das nicht so, dass es immer mehr Rassisten gibt in der Schweiz oder in Frankreich, oder diese verblendet sind und belogen werden, sondern dass die etablierten Parteien ein Problem missachten, so dass die Mehrheit dann halt auf eine Partei zugeht, die ihnen dort eine Lösung anbietet.

    Ich sehe es wie Voltaire: Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich würde mein leben dafür geben, dass du es sagen darfst. Und wenn die Meinung einer Person ist, dass Menschen einer Nationalität, Herkunft, Hautfarbe oder Religion grundsätzlich schlechter seien als andere, dann ist das eine Meinung. Ich stimme dieser überhaupt nicht zu und verachte sie zutiefst – aber ich bin nicht so blauäugig, zu denken, dass es das nicht gäbe, oder dass man dies mit Verbieten unterbinden könne. Nein ich denke sogar, dass Rassismus etwas ist, was dem Mensch ureigen ist – etwas, was nur durch Aufklärung gemildert werden kann. Ich versuche, meinen Teil zur Aufklärung beizutragen. Ein Problem zu ignorieren hat noch nie zu deren Lösung beigetragen. Eine Schlägerei anzufangen auch nicht – denn ich hätte irgendwie auch Mühe, wenn Réda meinen Cousin vermöbeln würde. Auch wenn ich weiss, dass er komische und bisweilen rassistische Ansichten hat (so einen Gruss würde er zwar wohl nicht machen, aber er schimpft ab dem zweiten Bier über Muslime, so dass es mir ablöscht). Daneben ist er aber eben auch ein guter Arbeiter, Vater und Ehemann – as good as any, auf jeden Fall.

  • Tomas

    Naja marie. Das Problem ist, dass sie für “rechtsextrem” so ziemlich alles halten was kein rotes Parteibuch hat. Das gehört sich heute halt so, unter den Gutmenschen zu denen sie sich offensichtlich zählen. Und ja, es ist dumm. Würde gerne etwas anderes schreiben, geht aber nicht.

    Es ist trotzdem interessant sich mal so unverbindlich vor Augen zu führen, was die Rechte heute überall in Europa will: sie wollen mehr Selbstbestimmung, mehr Demokratie. Also keine Diktatur oder ähnliches, sondern das Gegenteil, mehr Kontrolle durch das Volk.
    Die Linke will wiederum genau das Gegenteil: sie ist immer noch der Meinung, das Volk sei zu dumm um “richtig” zu entscheiden. Sie will “für das Volk das Beste” selber bestimmen. Wozu das in der Geschichte bisher IMMER geführt hat, in 100% aller Fälle, überall wo dies zustande kam, das wissen wir. Warum gerade jetzt, wo Sozialisten in Frankreich regieren die FN einen historischen Sieg feiert, ist auch nachvollziehbar. Wenn sich das rote Kasperli dort noch länger an die Macht klammern wird, gibt es am Ende eine FN Präsidentin – ob es jetzt gut oder schlecht ist, clack müsste es eigentlich als ein Schritt für Gleichberechtigung feiern grin
    Ich persönlich gebe die Schuld für die Entwicklung sowohl der Politik selbst, die überall auf der Welt quer durch alle Epochen dazu neigt, sich selbst arrogant und die Wähler verachtend zu wichtig zu nehmen. Politiker betrachten sich durch die Wahl als etwas Besonderes, sie meinen dass ihnen mehr zusteht als dem einfachen Bürger. Es ist mehr als bewiesen, dass sobald ein Mensch oder eine Partei Macht bekommt, tut er sie früher oder später missbrauchen falls nicht eine wirksame Kontrolle dies verhindert. Schauen sie sich doch beliebige Politiker in jedem beliebigen Land an, im speziellen in der EU: so viel Arroganz und Missachtung von Volkswillen, so viel Selbstbeweihräucherung grin
    Noch mehr Schuld tragen aber die Medien, die nicht imstande sind nüchterne und neutrale Analysen vorzutragen. Sie weigern sich Dinge beim Namen zu nennen und normale Menschen fühlen sich nicht ernstgenommen. Wenn praktisch alle Medien nach der Annahme der MEI nur von “Abschottung” und “Fremdenfeindlichkeit” schrieben, obwohl es genau darum überhaupt nicht ging, sagt es bereits eigentlich alles. Und sie wissen es, je mehr die Menschen das Gefühl haben ignoriert zu werden, desto mehr Gegensteuer generiert es mit der Zeit. Die linken Medien glauben immer noch daran, mit dem verdrehen der Tatsachen “das Volk zu erziehen”. Was für eine Ironie, sie bewirken das Gegenteil davon grin Die Geschichte wiederholt sich immer und immer wieder, nichts gelernt.
    Es gibt in ihrem Beitrag Aussagen, bei denen ich ihnen aber nicht widersprechen werde, sie haben mich überzeugt. Tut mir Leid für sie.
    Sie können sich ruhig lustig machen über meine “Angst vor Marxismus”. In Unterschied zu Ihnen weiss ich wovon ich rede, sowohl theoretisch, wie auch praktisch. Ausserdem, es sind die Linksextremen die in der Schweiz Gewalt als politisches Mittel verstehen, immer wieder. Von Rechts hört man gar glücklicherweise nichts. Und sogar unser Reda rennt empört eine offene Tür ein mit seiner Entrüstung gegenüber heilenden Glatzköpfen, und will sich prügeln. Wie süss grin
    Für mich hat das Bundesgericht richtig entschieden. Sobald die Meinungsfreiheit beschnitten wird, sobald man anfängt, “gute” und “schlechte” Meinungen zu definieren und allenfalls ahnden, ist der erste Schritt zu einer Katastrophe getan.

  • marie

    leider habe ich keine zeit, ihren erguss zu kommentieren; obwohl es unter meinen nägeln brennt. aber soviel ganz klar:
    1. ihre unterstellungen mir gegenüber sind INFAM
    2. hitlergruss IST rechtsextrem

  • Zynisch

    Ich bin sicher, dass die Franzosen sich über das Schweizer Urteil empörten. ‚Da schaut mal wieder diese alpinen Faschos‘. Und dann gingen die Franzosen hin und gaben ihrem Front National 1/5 ihrer Stimmen.

    Das BG musste entscheiden wie es entschied, wegen der Meinungsfreiheit. Denn ansonsten müsste es die Wahlplakate der SVP, die in ihrer Ikonographie diejenige der NSDAP nachahmt, verbieten. Diese Ikonographie, genauso wie die Sprachbilder oben und in einigen Kommentaren, funktionieren nur, wenn das Meme des ‚Wir gegen Euch‘ weitverbreitet ist.

    ‚Kann der Holocaust wieder passieren? Ich denke schon.’ Sicher. Das geht ganz einfach: Durch Resourcenverknappung Dichtestress erzeugen, eine beliebige Gruppe als Parasiten brandmarken – ächten – und bei den danach geschehenden Gewaltausbrüchen wegsehen. Es ist also nicht so, dass Faschismus irgendwo im Untergrund einer Kloake (ein Sinnbild für die parasitäre Ratte – wurde von der NSDAP Propaganda benutzt und Juden Ratten gleichgestellt, und sie wurde von der SVP benutzt in einem Plakat, das Grüne mit Ungeziefer gleichstellte) entsteht, sondern durch systemisch geschickt eingefädelte Manipulation – von oben. Die armzuckenden Proleten sind unwissentliche Handlanger der Manipulatoren oben, die der Plebs das Wohlfühlplacebo geben, auf der ‚richtigen‘ Seite zu ächten, ihre Sprachbilder der Ausgrenzung gegen die ‚richtigen‘ Feinde einzusetzen, ihnen die Pfründe der geächteten, ausgegrenzten und enteigneten als Lohn für den Kadavergehorsam zu ihrer Gesinnung zu geben. Deshalb schwiegen sie, schauten weg und meldeten sie den Behörden.

  • Irene feldmann

    Gut! Lösungen bitte um das Schiff zu drehen…..

  • Jorge

    Solange die gemässigte Linke nur die Rechtsradikalen verurteilt, aber die Linksradikalen dabei vergisst, gibt man der gemässigten Rechten die Legitimation, das Selbe auch zu tun.

    Jeder ist irgendwo ein Extremist und so, wie wir heute unsere Kinder erziehen, wird sich daran auch nichts ändern.

    Was fehlt, ist moralische Führung, aber unsere “Elite” ist links wie rechts auf jeweils einem Auge blind.

    Sprich: Wir sind selber schuld.

     

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