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Die Orgasmus-Verantwortung

Der Quotenmann fragt sich, weshalb der klitorale Orgasmus nicht zählt. Und wieso Männer die Verantwortung für den vaginalen tragen.

Von Réda Philippe El Arbi

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Die ganze Welt dreht sich um den weiblichen Orgasmus, scheints mir manchmal. Hochglanz-Magazine, Hollywood-Filme, US-Serien – nichts geht mehr ohne die Orgasmusdiskussion. Mit dem weiblichen Orgasmus lassen sich inziwschen nicht nur ganze Bücherregale füllen, damit könnte man eine eigene Bibliothek eröffnen. Zum männlichen Orgasmus gibts dagegen nur soviel zu sagen: *Pfft. Ah. Grunz.* Bei Männer handeln die Bücher höchstens von vorzeitigem Orgasmus oder erektiler Disfunktion, und dies natürlich, weil Frauen dadurch zu kurz kommen.

Aber wieso ist der weibliche Orgasmus das beherrschende Thema? Aufholbedarf? Oder sind Frauen einfach unheimlich orgasmusfixiert? (Lesen Sie auch: «Der Vagina-Komplex»)

Ich hab neulich in einem Artikel über eine Studie gelesen, dass nur drei von zehn Frauen Orgasmen erleben. Entweder sind alle Frauen, mit denen ich mich unterhalte, ausgesprochen gute Lügnerinnen oder gehören dem glücklichen Drittel an. Aber ich würde ja verstehen, wenn sie mit mehr Orgasmen angeben, als sie wirklich haben. Machen wir Männer ja schon seit Jahrhunderten. Und inzwischen setzen sich Frauen ja auch schon gegenseitig unter Druck, was die Orgasmusfähigkeit angeht.

Nimmt man die Aussage des Artikels unter die Lupe, kommt man drauf, dass nur der vaginale Orgasmus beim Beischlaf mit einem Mann gemeint ist. Klitorale oder selbstgemachte Orgasmen zählen also nicht. Dabei gibts eine ganze Spielzeugindustrie, die nur auf den weiblichen Orgasmus ausgerichtet ist. Mit Senso-Vibromassage, 3-Point-Hit und umweltfreundlichen, wiederaufladbaren Akkus anstelle von Batterien. In allen Farben. Für Männer gibts sowas nicht. Und die Spielsachen, die für Paare entworfen wurden, sind eigentlich so gemacht, dass der Mann zwar mitspielen darf, dass sie aber durchaus auch ohne ihn auskommen. Aber egal. Zurück zum Thema. (Lesen Sie auch: «Frauen suchen im Bett das Abenteuer»)

Jedesmal, wenn eine Frau beim Sex keinen vaginalen Orgasmus hat, schwingt da eine Spur von Vorwurf an den Mann mit. Wir Männer müssen nicht unseren eigenen Erwartungen, die ja schon hoch genug sind, nachkommen, nein, wir sind auch für die Befriedigung unserer Partnerinnen verantwortlich. Oft ohne jegliche Hilfe. So stehen Männer als Schlappschwänze da, wenn sich keine Erektion einstellt, sind Versager, wenn sie den Orgasmus nicht zurückhalten, bis es der Dame gefällt zu kommen. Und wenn sich Hardcore-Rammler Viagra-gestützt Stunden abrackern, ohne die Partnerin zum angestrebten Orgasmus zu bringen, sind sie auch irgendwie schuld.

Liebe Damen, ihr seid selbst für euren Orgasmus verantwortlich. Männer helfen Euch gerne dabei, wenn ihr uns sagt, wie, wo und was. Aber eben nur bis zu einem bestimmten Punkt. Wenn der Gedanke an Sex bereits mit Stress und einem Leistungsplan verbunden ist, müsst Ihr euch nicht wundern, wenn Männer lieber auf eindeutigen Internetseiten herumsurfen und euch aus dem Arbeitzimmer zurufen, sie hätten noch zu tun. (Lesen Sie auch: «Die Ponografinnen»)

Réda Philippe El Arbi ist Mitinhaber der Kommunikationsagentur SeinSchein, Autor, Geschichtenerzähler, Stadt-Blogger bei Züritipp/newsnet.ch, Haustiersitter und war kurze Zeit Herausgeber des Zürcher Satiremagazins «Hauptstadt».  Er schreibt, weil er nicht anders kann.

  

Quotenmann


Kommentare

  • Oliver Flesch

    Für mich zählt der klitorale Orgasmus auch nicht. Ein richtiger Mann ist in der Lage eine Frau vaginal zum Kommen zu bringen.

  • Nathalie Sassine-Hauptmann

    Mein lieber Oliver, Sie vergessen,, dass es beim Orgasmus einer Frau um die FRAU geht und nicht um Sie. Oder sonst einen Mann. Deshalb faken Frauen ihren Orgasmus wohl öfter, als manchem lieb ist.

  • Reda El Arbi

    Lieber Oliver,
    Sie sind einer der Männer, die Ihren Penis als Ausdruck Ihrer Persönlichkeit verstehen. Nennen Sie ihn “Dampfhammer” oder “Bohrturm”, wenn Sie mit ihm alleine sind?

    Im Ernst, wenn jemand mit “ein richtiger Mann” argumentiert (ja, ich lasse den obenstehenden Schwachsinn als Argument durch), seh ich immer Magnum mit Schnauz und Hawayhemd vor mir.

    Legen Sie sich einen Selbstwert zu, dann hängt nicht alles an Ihrem Gehänge. Das istr nämlich so peinlich, dass man sich als Mann fremdschämt.

  • Oliver Flesch

    Sehe ich anders, Nathalie. Sex ist kein Solo, Sex ist ein Duett. Mir bringt es keinen Spaß, wenn ich eine Frau nicht zum Kommen bringe. Von daher geht es beim weiblichen Orgasmus auch um mich.

    WAS für ein Hemd, Reda? Im Übrigen war Tom in seiner Rolle kein Macho und niemand stand Schnauzer besser als ihm. Zum Rest sage ich lieber nichts. Behalten Sie gern Ihr vollkommen falsches Bild von mir. 

  • Nathalie Sassine-Hauptmann

    Oliver, wenn es Ihnen keinen Spass macht, wenn Ihre Frau nicht kommt, dann bescheren Sie Ihr doch den Orgasmus, bei dem sie nicht Sie glücklich machen muss, sondern umgekehrt. Und wenns halt ein klitoraler ist! Ich kenne keine Frau, die zu grosse Anstrengungen für einen “richtigen” Orgasmus besonders sexy finden. Womit wir wiederum beim-so-tun-als-ob wären.

  • Oliver Flesch

    Was ist das hier eigentlich für ein Land, indem man sich mit Vornamen anspricht, dabei siezt? Wie Supermarktkassiererinnen untereinander. 
    Sei’s drum, Nathalie: Worin liegt Ihr Problem, dass zu meinem Verständnis von gutem Sex ein weiblicher Orgasmus gehört? Worin liegt Ihr Problem, dass es mir Spaß bereitet, wenn eine Frau kommt? Dass ich es – auch – als Bestätigung meiner “Leistung”, und/oder ihrer Gefühle für mich sehe?
    Ich brauche mich dafür nicht anzustrengen. Sie sich auch nicht. Es artet nicht in Stress aus. Sie kommen einfach. Punkt. Und wenn Sie glauben, die Damen würden mir etwas vorspielen, glauben Sie es gern. Es ist doch so simpel, in drei Punkten zu erklären:
    1. Sie muss auf mich stehen.
    2. Ich muss ein guter Liebhaber sein.
    3. Sie braucht einen klaren Kopf. Gedanken, ob sie vergessen hat den Herd auszustellen, stören.
    That’s it. Verstehe Eure Probleme nicht. 

     

  • Karla

    Meines Wissens ist die Unterscheidung verschiedener Orgasmusformen ohnehin antiquierter Mist, der anatomisch nicht nachzuvollziehen ist -es ist sogar sexistischer Mist, wenn man/frau es genau nehmen möchte.  Vielmehr ist es ein Mythos, der seit Jahren durch die Medien geistert. Vielleicht, um männliches Leistungsdenken zu stimulieren? Scheint ja zu funktionieren, s. u.
    @Réda, jetzt aber bitte keine Suche nach dem G-Punkt im nächsten Artikel…

  • Katharina

    Tia, der Mythos des vaginalen Orgasmus… Anatomie-Lektionen würden vielleicht helfen. Eher peinlich, dieser Artikel.

    3D Animation of Vulva &
    Clitoris 1 – 360 Degree
    Horizontal Rotation

    3D Animation of Vulva &
    Clitoris 2 – 360 Degree
    Horizontal Rotation

    http://www.3dvulva.com/

  • Katharina
  • Katharina
  • Oliver Flesch

    Immer diese Ungläubigen. Sie glauben mir bestimmt auch nicht, dass ich fast jeder Frau (und mir selbst) einen multiplen Orgasmus verschaffen und fast jede Frau zum Spritzen bringen kann. Egal,
    Ihre Begrifflichkeiten spielen keine Rolle. Ein vaginaler Orgasmus ist für mich der, bei dem sie einzig durch eine Rein/Raus-Bewegung kommt. Dass der Kitzler dabei mitstimuliert wird, ist mir bewusst. Aber erklären Sie mir nach Ihrer Theorie bitte mal einen weiblichen analen Orgasmus. Gibt’s auch nicht, sagen Sie? Was ist bloß los bei Euch in der Schweiz? wink

  • Katharina

    Flesch, you dumbshit, I live in California and I am lesbian.  Now go back to your anatomy lesson.

  • Katharina

    yup

  • Katharina

    bei Flesch kommt mir sowieso die Assoziation zu fleshlight…. lustiges Duett im Schraubstock und so.

  • Cédi

    Orgasmus ist orgasmus.., ob vaginal oder klitoral, egal

  • Oliver Flesch

    tja, wenn ich Disclaimer und e-mail von Oliver Flesch löschen könnte, um selbst dazwischenzuquatschen, wäre ich dankbar, so ist die Verlockung der fiktiven multiplen Persönlichkeitsstörung zu gross für mich…für Multiples biste ja Spezialist – sorry von Karla (die sich ein wenig über die miese Technik hier wundert)

  • Oliver Flesch

    Weiß ich doch, Katharina. Das betonen Sie in jedem zweiten Kommentar: Sie leben in Kalifornien, Sie sind eine Lesbe.  WOW! WAS für eine Leistung! 
    Und was für eine Legitimation für dieses Thema. Echt süß.

  • Karla

    @flesch: da muss ich Katharina recht geben: Der war echt billig.
    Und wieso glaubst Du aus Deiner eigenen Erfahrung her alles über weiblichen Orgasmus zu wissen? Es ist auch langweilig, sich mit jemanden über’s Vögeln zu unterhalten, der vorgibt, schon alles zu wissen – da fragt frau sich, was an dem Geprahle über eigene Liebhaberqualitäten so dran ist.  Oder laufen jetzt die Telefondrähte/Mailbox heiss? Dann hat es sich rentiert.

  • Cassy

    Bei dem Artikel bin ich in schallendes Gelächter ausgebrochen.

    Infos aus “Hochglanz-Magazine, Hollywood-Filme & US-Serien”? Wie wäre es denn mal mit eiiner Umfrage in der realen Welt?

    “Und die Spielsachen, die für Paare entworfen wurden, sind eigentlich so gemacht, dass der Mann zwar mitspielen darf, dass sie aber durchaus auch ohne ihn auskommen.”
    Tatsächlich? Was ist denn mit Cockring & Butt-Plug? Oh! Natürlich! Enschuldigung! Männer können das ja schließlich alles ohne Hilfsmittel. Und etwas einführen geht schon gar nicht. Ihr seid ja schließlich nicht homosexuell.

    Und was den kommentierenden Superhelden betrifft, der “allen” Frauen vaginale, multiple Orgasmen verschafft: Einen vaginalen Orgasmus gibt es nicht, da sich in der Vagina kaum Nerven befinden. Wenn, ist es ein indirekter, klitoraler Orgasmus, da sich die Nervenstränge der Klitoris bis an den Eingang der Vagina ziehen. Es sei denn, es gibt neue biologische Erkenntnisse, die mir bisher verborgen blieben.<

  • Oliver Flesch

    Der war nicht billig, der war logisch. Es sei denn für Dich gibt es keinen Unterschied zwischen einem Finger oder einem Dildo und einem Schwanz.
    Billig und peinlich ist dagegen sich hier, wie Katharina es tat, unter meinem Namen einzuloggen.
    Wieso ich glaube, alles über den weiblichen Orgasmus zu wissen? Gegenfrage: Wieso nicht? Ganz unabhängig davon, dass ich mich mit Sexualität beruflich beschäftige, wäre es doch ein Armutszeugnis in meinem Alter nicht Bescheid zu wissen.

  • karla

    nee, sorry,@ flesch, falsches Feindbild, ich hatte bereits Abbitte geleistet, det war ick mit dem Namensklau – weil mir Dein Ton mächtig auf den Sack ging, und Deine Zugangsdaten – Disclaimer und Mail immer wieder in meinem Feld auftauchen – Frage nochmal an die Technik: Kann man das nicht besser hinkriegen?!  Aber jetzt geht’s mir besser, danke.
    Zum Unterschied: Nun, der Schwanz hängt an einer Person mit im besten Fall Herz und Hirn, das ist das einzige, was dieses Teil interessant macht, rein technisch ist es den anderen genannten Werkzeugen nicht überlegen.

  • Oliver Flesch

    Oh, dann entschuldige ich mich bei Katharina, Karla.
    Und Cassy: Ich schrieb bereits, wie ich es meinte, wiederhole es aber gern für Dich: Ein vaginaler Orgasmus ist für mich der, der ohne direkte Stimulation der Klitoris, einzig durch eine Rein/Raus-Bewegung des Schwanzes erreicht wird. 
    Und was das nicht einführen wollen angeht: Du kennst augenscheinlich die falschen Männer. Welcher Mann mit Verstand sagt zu einem analen Orgasmus nein?

  • Oliver Flesch

    PS Nicht “allen”, “fast allen”. Bei den komplett gestörten habe selbst ich keine Chance. wink

  • Karla

    also jetzt lass mal gut sein, @Flesch. Falls das ein Anflug von Ironie ist, mache es bitte kenntlich. Was bedeutet komplett gestört? Wenn Du Dich so gut auskennst. Nur, um das mal präzise von Dir ausgesprochen zu bekommen, und damit ich an Deinem reichen Erfahrungsschatz teilhaben kann. Bedeutet “komplett gestört” – sie fanden Dich scheisse? Das geht ja gar nicht. Oder die Püppchen funktionierten nicht richtig?
    Wenn Deine zahlreichen Erkenntnisse stimmen, müsstest Du übrigens steinreich sein.  Wenn Du nicht steinreich bist, tja. Vielleicht hat Dir doch mal eine ‘nen Fake-Orgasmus untergejubelt? Aber das kann nicht sein. Nein. Niemals. Du irrst nicht. Oder?
    Und: Wen oder was möchtest Du hier provozieren? Denn dieser letzte winzige Kommentar ist nun wirklich mehr als abtörnend.

  • Katharina

    wenn ein schwanz dran hängt bin ich ganz einfach nicht interessiert. es ist dann lachhaft, wenn ein tripode wie flesch meint, der einzige weg zu divinen aahs und ohhs sei über das rein raus gestungge das er hier beschrieb.

    er demosntriert da nur eine unglaublich beschränkte ansicht darüber, wie frau kommt, die seine ‘professionalitaet sehr in frage stellt. naja. mit beruflich meint er vielleicht dass er pro stunde gemietet werden kann. a call boy. richtig, billig. gute selbstreflektion, fleshlight.

  • Redaktion Clack

    Liebe Clack-Userinnen und -User
    Der Zweck des Kommentieren besteht auf dieser Siten nicht darin, sich gegenseitig zu beschimpfen. Die Redaktion wird künftig Userinnen und User, die sich nicht an einfachste Regeln einer gepflegten Diskussion halten, sperren. Dies im Interesse der grossen Mehrheit der geschätzten Clack-Community. Wir danken Ihnen fürs Verständnis.

  • Katharina

    Die Klitoris ist halt ein recht weitverzweigtes Organ, weit grösser als der männliche Schwellkörper. Anatomielektionen .. sagte ich ja. die sind nur neidisch dass ihr Multifunktionsrüssel mit etwas Hydraulik und einer mangelhaften Pneumatik anscheinend nur rudimentäre und krude Erfahrungen bringt. Vor allem wenn es nur um Fleshlight-Duette im Schraubstock geht. Das schliesse ich aus dem hier geschriebenen eines pneumatisch überforderten.

    Meine Wenigkeit amüsiert sich köstlich wie einige Männer zu hyperventilieren anfangen, wenn es um Lesbianismus geht. Dies, weil sie nur ihren Ärger darüber auslüften, dass das halt jenseits der männlichen Domäne ist. Und beim Auslüften sind wir bei seinen verstopften analen ‚Phantasien‘. tia. Dulcolax könnte helfen, und jetzt muss ich das Fenster öffnen ob all den Lüftchen aus seinen Annalen.

  • Katharina

    Ohne als registierter Nutzer gekennzeichnet zu sein, ist nicht gewährleistet, dass Ihre Meldung hier tatsächlich von der Redaktion stammt.

  • Katharina

    Sie sollten beim eitel sich betupft fühlen beim Reda in die Schule gehen. er kann das besser.

  • Oliver Flesch

    Mach ich, Katharina. Aber nur, wenn Sie in Sachen vaginaler und analer Orgasmus bei Männern in die Lehre gehen. Es ist relativ langweilig sich mit dem Papst übers Vögeln zu unterhalten. wink

  • Oliver Flesch

    was rede ich nur für einen Schwachsinn?

  • Katharina

    Der ist nun billig.

  • Oliver Flesch

    Ach, ist das süß! Da benutzt jemand meinen Namen um unsinnige Kommentare zu schreiben. So etwas kennt man sonst eher von 11-jährigen.

  • Cassy

    @Oliver Flesch:
    “Ein vaginaler Orgasmus ist für mich der, der ohne direkte Stimulation der Klitoris, einzig durch eine Rein/Raus-Bewegung des Schwanzes erreicht wird.”
    Das ist doch genau der Grund für die ständigen Diskussionen im RL sowie im Netz und die Reihen von Büchern, die darüber geschrieben werden. Nochmal: Es gibt KEINEN vaginalen Orgasmus, selbst wenn er durch Reibung verursacht wird. Diesen Ausdruck sollte man aus allen Medien löschen, da er irreführend ist.
    Sie bringen die Frauen, mit denen Sie Sex haben, durch Penetration zum Orgasmus? Gratulation! (Und das meine ich nicht ironisch!) Aber ein anderer Mann, der genauso ausgestattet ist und die gleiche Techik anwendet, schafft das unter Umständen nicht. Weil mehr dazu gehört, als mechanisches “Rein-Raus”.
    Aber davon mal abgesehen: Was machen denn all die “armen Kerle”, die nicht “gut ausgestattet” sind und bei denen das einfach nicht funktioniert? Die zu dieser “Leistung” nicht fähig sind? Sind das schlechtere Liebhaber? Ist ein anders herbeigeführter Orgasmus schlechter? Ich versichere Ihnen: Das ist nicht der Fall. Weil es – Gott sei Dank – keine Messlatte für guten Sex gibt.

    @Katharina:
    “Andersartige” erhalten in unserer heutigen Zeit immer noch nicht die nötige Akzeptanz. Leider! Dabei kommt es doch letztendlich nur auf den Menschen an.

    Den Frauen kann ich nur den guten Rat geben: Verabschiedet Euch von diesem Mythos. Guter Sex ist von Vorfreude, Kopfkino und dem Wissen, was bei Euch dafür notwendig ist, abhängig. Verbrennt die Ratgeber und lasst Euch auf keine Vergleiche ein. Ihr kommt vaginal nicht zum Höhepunkt? Drauf gepfiffen! Es geht um beiderseitiges Vergnügen. Und nicht darum, was im Bett “funktioniert” und was nicht. Dann klappt’s auch mit dem Orgasmus.

  • Katharina

    Cassie, ich suche keine Akzeptanz. Ich bin glücklich mit meiner Sexualität und dass ich diese mit einer Frau teilen kann, die ich vor langer Zeit traf und die mich ‘swept off my feet’.  langweilig wurde es uns nie im Tanz der Intimität. ich liebe mich so wie ich bin und das wirkt sich auf meine Partnerschaft aus. mein Rat an die Schwestern: seid offen und kommuniziert was ihr gerne macht, was nicht usw. vorbehaltlos und lasst euch nicht abschrecken von Dünkel. und vor allem, lernt euch selber, euren Körper, eure Sehnsüchte kennen und lasst zu, was eure Phantasien euch sagen.  jeder Mensch funktioniert sexuell auf seine/ihre Weise und es ist sehr wichtig, sich selber in der Beziehung zu kennen. und vor allem: habt keine Angst dies auch dem Partner, der Partnerin zu sagen.

  • Oliver Flesch

    „Komplett (Orgasmus) gestört“ sind für mich Frauen, die beim Sex mit einem Mann nicht kommen, Karla.
    Ich habe mit Lesben überhaupt kein Problem, Katharina. Du kennst doch den Frauensatz: „Fuck, WIESO sind so viele schöne Männer schwul?!“ Hast Du den Satz schon mal von einem Mann über Lesben gehört? Ich auch nicht. Und da ich ausschließlich auf hübsche Frauen stehe, deren Anteil unter Lesben verschwindend gering ist, kommen wir beiden Süßen uns nicht in die Quere. Und damit beende ich unsere Konversation. Such Dir jemand anders für Deine durchschaubaren Provokationsversuche. wink 

  • Irene

    LOL! Hey Leute, tief ein- und ausatmen! Es geht nur um das Thema Orgasmus. Eine Seite behauptet, dass der Mann verantwortlich ist, die andere das Gegenteil. Können wir die Schuld 50/50 aufteilen und Frieden schliessen? wink

  • Katharina

    “Und da ich ausschließlich auf hübsche Frauen stehe, deren Anteil unter Lesben verschwindend gering ist, ” der meint tatsächlich ernst, was er hier schreibt.

  • Oliver Flesch

    Augenhöhe? Gern? Und gern auch nicht stets so geifernd. Hat auf diesem Portal eigentlich schon einmal jemand gelächelt? wink
    Also los: Ich beleidigte nicht DICH, sondern Deine These, für Dich nur Verachtung übrig habe. Sorry.
    Und selbstverständlich ist ein Fake-O kein Forschritt. Im Gegenteil. Finsterndes Mittelalter.  Und dumm. Und kontraproduktiv. Wie soll ein Mann daraus lernen? Ihr schneidet Euch damit ins eigene Fleisch. So wird Euer Sex nie besser. Ihr müsst weiter vorspielen. Teufelskreis. 
    Glaub’s oder glaub’s nicht, aber ich kenne das Problem nur vom Hörensagen. Nicht weil ich der weltbeste Ficker bin, sondern weil ich ausschließlich Frauen anziehe, die sehr frei mit ihrer Sexualität umgehen. Die verklemmten, oder wie immer Du sie nennen willst, landen erst gar nicht bei mir.
    Was die Altersgruppe angeht: Die „Generation Porno“, also die 14- bis 24-jährigen, haben einen ganz anderen Zugang zur Sexualität, als wir seinerzeit. Ich wiederhole mich gern, wenn ich sage: Eine durchschnittliche 21-jährige versteht heute mehr vom Sex als eine 41-jährige. Sie sind viel freier, offener, versauter. Ob sie deshalb auch weniger O-Probleme haben? Ich weiß es nicht.

  • Oliver Flesch

    Oh, falsche Kolumne. Der letzte Kommentar. Sorry.

  • Tom

    Hauptsache beide haben spass mit echten oder falschen orgasmus, schlimm ist nur wenn man dem andern was vortäuscht und danach entäuscht ist

  • tosca

    Gibt es wirklich so unmündige Leute, die die Verantwortung für den Orgasmus an den Partner abgeben? Selber schuld.

  • Katharina

    *lol*
    Réda, Sie sollten wirklich mehr von Schwarzer lesen. Die schrieb schon in den 1960er Jahren, dass der vaginale Orgasmus nur ein Gerücht ist grin
    Offenbar erlegen sich da Männer ein wahnsinns “Erfolgsdruck” auf.
    Ich weiss nicht, mit wem sie schlafen, aber ich persönlich kenne mehr Männer, die sich beleidigt fühlen, wenn Frau während des Aktes von Hand nachhilft, als Frauen, die meinen, er müsse ihr zum vaginalen Orgasmus verhelfen.

  • Marius Schlöndorf

    “ch persönlich kenne mehr Männer, die sich beleidigt fühlen”
    und wie drückt sich das denn aus? beleidigte Männer? echt?

  • Réda Philippe El Arbi

    @Katharina: Ich war grad an einem Workshop bei http://www.clitcare.ch . Die Damen, denen der Laden da gehört,  sprechen von vaginaler Stimulation – was natürlich die subkutanen Ausläufer der Klitoris rechts und links an den Scheideninnenwänden, den Gebärmuttermund und den Punkt an der Innenseite des Schambeins betrifft, der bei inwendigem Druck (Geburt z.B.) Endorphine freisetzt – und klitoraler Stimulation, womit die direkte Klitoris-Massage gemeint ist. Und es macht einen Unterschied, wie mir die Damen beim Workshop versichert haben.

  • Rebekka

    Interessant, interessant, was da alle so wissen und schreiben – klar ist doch, dass wir Frauen es in der Hand haben, ob wir nun eine Show mit vorgetäuschten Orgasmen loslassen oder ob wir uns darauf einlassen, dass ein Mann uns auf den Weg in die diese wunderbare Welt der Orgasmen mitbegleitet – jawohl mitbegleitet… denn schlussendlich bin ich diejenige, die ihm zeigen kann, was mir gefällt, was in mir das Kopfkino noch verstärkt und v.a. keine Show anfangen – ehrlich sein und auch nein sagen, wenn es nicht stimmt, dafür aber eine andere Alternative aufzeigen, miteinander spielen und einander erforschen – was gibt es Schöneres, das Gegenüber zu entdecken und zu erobern – Stück für Stück, Zentimeter für Zentimeter erkundigen…
    Ich kann ja noch einen drauf geben: es gibt Orgasmen, die “unten” (lassen wir nun die Diskussion vaginal/klitoral) explodieren und solche, die sich das Rückgrat hocharbeiten, dein Herz zum Rasen bringen und dann im Hirn absolut genial explodieren, dass… jo – dazu gehört, dass frau sich auf den mann einlässt und mit ihm zusammen diese Reise macht, ihn mitgehen lässt und ihm somit zeigt, dass Sextoys ihn nicht vollends ersetzen können. Seine Haut, sein Geruch, seine Stimme, seine Zärtlichkeiten – einfach sein Helfen bei unserem Spass und machen den Sex so genial….

  • kat

    bravo! so ähnlich hätt ich’s auch gesagt. rein persönliche erlebe ich schon einen unterschied zwischen klitoral und vaginal O. der vaginale ist “deeper” smile hallt länger nach, ist “wärmer”. das hat aber nichts mit alleinigem rein raus wam bam zu tun. als frau ist man mitaktiv und liegt nicht wie ein brett da, hüftkreisen hilft smile sowieso geht es im das gesamtempfinden, liebesspiel, was dann schlussendlich auch wieder viel mit kopfkino zu tun hat, und loslassen.

  • adrian

    Herrlich, diese Diskussion, einfach nur herrlich sich hier durchzulesen. Rebekka bringt ja auf den Punkt was Reda sagen will. Es ist wohl fast jeder Mann froh wenn er gewisse Hinweise erhält. Aber durch erforschen und einfach zusammen spass haben findet man ja die “hot spots” meistens schon. Und meiner Meinung nach gibt es definitiv einen vaginalen Orgasmus, aber da scheinen sich die Geister zu scheiden…

  • Marco

    Rebekka, schöner hättest Du es nicht umschreiben können.

  • andrea

    treffsicher, geni(t)al und treffsicher! wunderbarer Artikel!

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