Clack

Die 5 Dating-Fehler von Frauen

Beruflich sind sie top - aber ihr Privatleben ist ein Flop: Gutausgebildete Frauen sind überdurchschnittlich oft allein und kinderlos. Clack kennt die Gründe.

Von Nicole Althaus

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Das Liebesleben von Alpha-Frauen ist ein Dauerbrenner in Partnerschaftsbörsen und Medien, denn es gehorcht einer eigentümlichen Regel: Je erfolgreicher die Frau, desto schwieriger gestaltet sich die Partnersuche. Längst lässt sich statistisch belegen, dass  Kaderfrauen überdurchschnittlich häufig unverheiratet, ungebunden sind und kinderlos bleiben. Und mittlerweilen untersuchen auch  Soziologen den Fakt, dass Frauen ihren Erfolg im Beruf und an den Unis offenbar mit dem Misserfolg in der Liebe bezahlen.

Kein Wunder ist das neue Buch von Lori Gottlieb mit dem Titel «Marry Him. The Case for Settling for Mr. Good Enough» seit Monaten Gesprächsthema Nummer eins: An Weiberabenden, in Blogs und auch auf Partnerschaftsforen. Denn die amerikanische Autorin stimmt nicht in  das altbekannte feministische Klagelied ein, dass die Welt einfach ungerecht sei und den Männer der weibliche Hintern wichtiger als das Hirn. Sie sagt schlicht «selber schuld!» und behauptet, Frauen müssten sich vom Traumprinzen verabschieden und nach dem Herrn Gutgenug Ausschau halten.

Nein, liebe Single-Frauen, Lori Gottlieb verrät damit die Emanzipation nicht. Das wird zwar von vielen Kritikerinnen behauptet. Aber Gottlieb schreibt nirgends, dass Frauen heiraten und Kinder kriegen müssen, um glücklich zu werden. Sie stellt bloss fest, dass a) Frauen, die sich Kinder wünschen, stärker unter Zeitdruck stehen als Männer. Dass b) sie deshalb unter Handlungsdruck stehen, weil Männer auch mit der nächsten Generation von gebärwilligen Frauen noch eine Familie gründen können und c) die Traumprinz-Sucherinnen meist auch nur eine Frau Gutgenug seien. Das zu lesen mag weh tun, aber es ist wahr.

Und weil auch in meinem Freundeskreis einigen Töchtern der Emanzipation die biologische Uhr so laut in den Ohren tickt, als litten sie an einem Tinitus, habe ich mir das Buch angeschafft und möchte hier die 5 Dating-Fehler, die Lori Gottlieb bei Frauen in den Dreissigern diagnostiziert, zur Diskussion stellen:

 

  1. Frauen glauben, sie verdienen mehr: Frauen bestärken einander gegenseitig darin, dass sie eine Super-Partie sind und deshalb wie geschaffen für Mr. Perfect. Sie vergessen dabei, dass auch sie Seiten haben,  die ein zukünftiger Mann grosszügig übersehen muss, um sich zu verlieben. 
  2. Frauen halten ihre Optionen für  unlimitiert: Dating funktioniert ein bisschen wie Shopping – Jede Frau hat natürlich das Recht, ewig nach der Jeans zu suchen, die den Bauch kaschiert, den Hintern in Szene setzt und nicht zu viel kostet. Aber man muss damit rechnen, dass man dieses Exemplar nicht findet.  Und dass während der Suche die Jeans, die nur sehr gut, aber nicht perfekt gesessen ist, ausverkauft wird. 
  3. Frauen setzen die falschen Prioritäten: Nicht jedes Attribut, das auf weiblichen Checklisten erscheint, ist für eine Partnerschaft überlebenswichtig. Grösse, Haarqualität, und Muskelkraft sagen nichts über die Qualität eines Mannes als Liebhaber oder Vater oder Partner aus. Nur weil der Kandidat auf der Onlineplattform geschrieben hat, er sei ein Fan von Madonna, sollte man ihn nicht ausmustern, bevor man ihn getroffen hat.  Man könnte sich vielleicht in ihn verlieben. 
  4. Frauen überschätzen die Romantik: Rosen, Candle-Light-Dinners, Sonnenuntergänge sind schön. Aber davon hat man weder gegessen noch sind deswegen die Kinder gewickelt. 
  5. Frauen wollen alles teilen: Sie interessieren sich nicht für Fussball und halten sich trotzdem für attraktiv? Sie liegen goldrichtig, aber gewähren Sie dasselbe Recht auch den Männern. Man teilt in einer Partnerschaft weder jede Sekunde noch jedes Interesse. Und das ist gut so.

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    Kommentare

    • Angelina

      Oh, sooo treffend! Wie vielen “Beurteilungsgesprächen” habe ich schweigend zugehört und bei mir gedacht, dass es offensichtlich zu viele Prinzessinnen und zu wenig Prinzen gibt.

    • Eric Cerf

      Es ganz gewiss keine allgemein gültige Aussage über Beziehungen über Partner mit grossen Altersunterschiede.Es kann gut gehen, es kann sicher auch schief herauskommen. Es kommt immer drauf an, aus wessen Gründen eine Beziehung eingegangen wurde. Falls nur sexuelle Gründe den Ausschlag gaben, ist das Fiasko vorprogrammiert. Die Basis für eine gute Beziehung bildet doch die gleiche geistige Wellenlänge, das machts dann aus. Oft greifen Suchende nach jedem Strohhalm wenn sie einsam sind. Vor allem dann wenn der Beruf zur zentralen Lebensmitte wurde. Je erfolgreicher jemand ist, umso mehr rücken private Interessen in den Hintergrund. Weil wir Menschen nur in Ausnahemfällen zur Einsiedelei neigen, brauchen wir soziale Kontakte aller Art. Das sexuelle Interessen nicht nur in jungen Jahren oft unser Tun und Handeln bestimmen, steht fest. Es ist auch so, dass ältere Männer sehr oft sexuelle Schwächlinge sind, weil sie ihren Körper in jungen Jahren ruinierten, durch zuviel Alk, Tabak und keinerlei sportliche Tätigkeiten. Viele ernährten sich über Jahre oder gar Jahrzehnte völlig falsch, bekommen dann Diabetes und Bluthochdruck. Frauen mögen Männer, die auch noch im Alter sexuell einigermassen eine Leistung erbringen können. Kein Wunder, dass dann halt jüngere Männer zum Zug kommen, weil die Alten saft und kraftlos daherkommen. Ausnahmen bestätigen bloss die Regel. Kenne einige ältere Männer, die mit jüngeren Partnerinnen zusammenleben. Soviel mir bekannt ist, beklagen sich die Frauen nicht, sie kommen auf ihre Rechnung- ohne Fremdgängerei!

    • mike

      Offensichtlich haben die 2 Kommentatoren den Artikel nicht ganz verstanden. Erstens ist der Altersunterschied nämlich nur ein kleines Detail und kommt bei den 5 Fehlern nicht vor. Zweitens ist das Prinzessinnensyndrom gerade das Hauptargument. Die meisten Frauen meinen nur sie seien Prinzessinnen und hätten Anspruch auf einen Prinzen, den es auch nicht gibt…

    • Eremit

      Wie kommt es eigentlich, dass Frauen sich zu den Prinzessinnen aus der Geschichte von König Drosselbart entwickeln mit “Frauen glauben, sie verdienen mehr” und “Frauen halten ihre Optionen für unlimitiert”?
      Ist etwa heute das Wertesystem in der Kindheitserziehung falsch?

    • andreamizzi

      Selbstplagiat!
      Dieser Artikel kam mir bekannt vor – und siehe da, er wurde bereits im Februar 2010 im Mamablog veröffentlicht: http://blog.tagesanzeiger.ch/mamablog/index.php/8618/die-5-dating-fehler-von-frauen/
      clack scheint mir immer öfter bloss (manchmal die Übersetzungen) bereits veröffentlichte(r) Artikel zu publizieren. Sehr schade! Besonders, da die Themen an sich enorm spannend und relevant sind!

    • Nana

      Heyyyy!!!!Ich freue mich seeeehr ffcr euch Gewinner und bin schon geanpnst, wie Eure Geschichten weitergehen.@Bloodymary: Na bitte!!! Di rockt, sag ich doch!@pixie: Freue mich auf den Ausgang der Story mit den leicht Gestf6rten , wenn ich sie liebevoll mal so betiteln darf.

    • Melissa

      tja, das internet speichert halt gnadenlos alles ab, was irgendwann veröffentlicht wurde. ich hoffe, es handelt sich um eine ausnahme aufgrund mangelnder inspiration oder eines kranken kindes oder zu schönem wetter draussen. smile

      finde ich aber an sich nicht so schlimm, ohne clack wäre ich nie auf den artikel gestossen, obwohl er schon lange verfügbar wäre. danke also. und er ist immerhin nicht abgeschrieben, sondern nur ein zweites mal veröffentlicht worden.

    • Tina

      Wir Frauen suchen nicht den Macho oder den Softie sondern den Emanzipierten! Bitte Männer emanzipiert euch, es wäre höchste Zeit!

    • mimmo

      EmanNzipiert? 15 Jahre Alleinerziehender von 2 Kindern. Kinder wohlerzogen und jetzt Ausbildung beendet. Haushalt mit kochen, waschen usw. im Griff. 100% Job. Was will Frauen noch mehr? Ach ja, furcht vor Arbeit mit nicht eigenen Kindern, abschreckend für Frau ich weiss. Es ging auch ohne, für ein zufriedenes, angenehmes Leben. Vielleicht war ich ZU selbständig. damit sich Frau als “Königin” fühlen konnte.

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