Clack

Lieber Single als einen Handwerker

Die Gesellschaftsstruktur mag sich verändern - nicht aber die Partnerwahl von Frauen: Runterschlafen bleibt tabu.

Von Michaela Kozelka

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Noch nicht lange ist es her, seit Studien aus den USA einen neuen Trend bei  gutausbildeten und -verdienenden Frauen ausmachten: Statt weiterhin allein im teuren Loft zu sitzen und auf den finanziell mindestens gleichwertigen Mann zu warten, holen sich immer mehr erfolgreiche weibliche Singles halt einen Handwerker oder so ins Schlafzimmer.

Mag sein, dass es in den USA tatsächlich so ist – denn dort haben bereits deutlich mehr Frauen einen Universitätsabschluss in der Tasche als ihre männlichen Pendants.

Zwar holen auch in anderen Teilen der Welt die Frauen ausbildungsmässig immer mehr auf, sogar in der Schweiz. Doch was die Schlafzimmertür angeht: Die öffnet sich nach wie vor nur für Männer, die mindestens den selben Ausbildungsgrad vorweisen können.

Wiel pickelhart solche Beuteschemen in Stein gemeisselt sind, beweist einmal mehr eine neue Studie der österreichischen Online-Datingplattform Elite Partner: Befragt nach den attraktivsten Männerberufen landeten Architekten (32 Prozent) und Ärzte (31 Prozent) auf den beiden ersten Plätzen – Jobs, die für eine hohes Bildungsniveau und ein gutes Einkommen stehen. Obwohl viele der gutausgebildeten Frauen selbst genug auf dem Konto haben. Oder anders gesagt: Für eine Akademikerin ist nur ein Akademiker gut genug.

Zwar wünschen sich laut der Studie mit über 12’000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern gutausgebildete Männer auch am liebsten eine Ärztin (32 Prozent) oder eine Journalistin (25 Prozent) an ihrer Seite. Doch die Krankenschwester (25 Prozent) tuts genauso. Was den Männern die Frauensuche um einiges einfacher macht – denn sie verlieben sich oft und gern nach unten. Aber möglichst nicht nach oben:  Denn um eine Managerin machen Sinlge-Männer lieber einen grossen Bogen – sie belegt mit 17 Prozent das Schlusslicht der Top-Ten.

So dürften die entsprechenden letzten Statistiken aus der Schweiz nach wie vor aktuell sein – auch wenn sie schon einige Jahre alt sind: Nur rund die Hälfte der Akademikerinnen ist verheiratet. Und 40 Prozent der Uni-Absolventinnen bleiben kinderlos – nicht immer freiwillig.

Denn laut der letzten Volkszählung im Jahr 2000 heiraten nur 30 Prozent der Akademiker eine Uniabsolventin. Ansonsten führt der Arzt wie gehabt die Krankenschwester vor den Traualter, der Chef die Sekretärin. Wer auf dem Standesamt aber die Chefin mit dem Sachbearbeiter sucht, der findet nicht.

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Kommentare

  • Stefan Häusler

    Es gibt einen Film “Idiocracy” bei welchem genau dies das Thema ist. Je intelligenter das Paar desto weniger Kinder haben diese. Und je dümmer desto mehr Kinder. Diese machen sich nämlich keine Gedanken über die Zukunft. Und so wie es scheint wird diesers Science Fiction Film bald Realität.

  • Meier

    Sciensfiction? Die ist bereits Realität, denn nicht erst Filme steuern dort und dahin,sondern viel bestätigen uns was bereits ist. Aufwachen.
    Ach und noch was, ein Uniabschluss deutet zwar auf eine Portion Lernintelligenz hin und auch dies nicht mal zwingend, denn oft war alles nur genügend Ehrgeiz und oder Durchhaltevermögen und Glück.

  • Kevin Ochsner

    Ich findes immer wieder lustig, wenn ich lese, Architekt ist bei Frauen der attraktivste Männerberuf und das mit dem “guten” Einkommen begründet wird. “Arzt, Anwalt, Architekt” heisst es doch. Dumm nur, dass der Beruf Architekt der schlechtest bezahlte Beruf aller akademischen Berufe ist. Mir soll’s egal sein, solange die Frauen mich also meines Berufes wegen noch zusätzlich attraktiv finden, umso besser.

  • John Smith

    @Kevin Ochsner. Kevin ist kein Name, sondern eine Diagnose.

  • Franz Nembrini

    So,so die Männer taugen nichts mehr. Seit 17 Jahren pflege ich meine Frau von morgens bis abends und nachts steh ich auf gehe in ihr Zimmer und helfe ihr eine andere Lage einzunehmen. Sie ist im Rollstuhl, hat lahme Beine. Täglich 8 Transfer /Bett-Rolstuhl u. umgekehrt. Seit 1993 hatte ich nie Ferien und nie einen ganzen freien Tag.Als Jurist musste ich kochen, waschen bügeln und Garten pflegen, Reparaturen am Haus erlernen. Jetzt weiss ich’s, als Mann tauge ich nichts mehr. Wohl, wohl !l

  • Carl

    wenn ich mir an der Uni manche meiner Kommilitoninnen so anschaue, dann würde ein Handwerker eigentlich ganz gut passen.
    Bei einem Teil dieser Frauengeneration ist Hysterie schon beinahe ein Dauerzustand, ein bodenständiger Kerl zuhause der sie abends von ihrem hohen Ross runterholt würde denen gut tun.

  • Jasmin

    ich bin zwar keine akademikerin aber in leitender position. und: mein partner ist handwerker. er ist weniger gebildet als ich und er verdient weniger als ich. es gibt sonst auch diskrepanzen zwischen uns. ein handwerker z.b. ist nach der arbeit körperlich müde, während ich als bürogummi zwar im kopf müde bin aber der körper noch bewegt werden will. wieso es seit 10 jahren trotzdem funktioniert? wir ergänzen uns super, was auch sehr bereichernd sein kann. fehlt mir etwas? manchmal anregende gespräche (die ich halt mit anderen führen darf). was uns aber am meisten unterscheidet ist, dass ich mich stetig weiter entwickeln will und er ganz zufrieden ist mit seiner momentanen situation ist. aber das positive daran ist, dass er mir den rücken frei hàlt. wir haben sozusagen die umgekehrte rollenverteilung.

    mir haben handwerker schon immer gefallen. ich mag es, wenn ein mann anpacken kann und fähigkeiten auf einem ganz anderen gebiet hat als ich. ich mache seine steuererklärung, regle alles administrative, plane ferien und ausflüge und er flickt alles, was kaputt ist, mäht den rasen, hängt bilder auf und schraubt möbel zusammen. in dieser beziehung kann jede/r seine fähigkeiten einbringen ohne dass ein konkurrenzkampf entsteht.

  • Baumann Jakob

    Bravo! Ihnen und Ihrem Parnter wünsche ich weiterhin alles Gute.

  • Nina

    auch bei uns ist die rollenverteilung wie von dir beschrieben und wir sind seit 8 jahren glücklich zusammen. es funktioniert einwandfrei. mein mann ist – und hier ein weiteres vermeintliches vorurteil – 14 jahre älter und was ihm vielleicht an “akademischer” erfahrung fehlt, macht er mit lebenserfahrung wett. ich bewundere ihn sehr für alles was er schon erlebt und durchgemacht hat. ehrlich gesagt – würden wir uns heute trennen – würde ich mich wieder nach einem handwerker umschauen; bodenständig, ehrlich, lebenserfahren und – sorry, dies geht nicht allgemein gegen die studies – männlich. was kann ein 30jähriger master-absolvent, der noch nie eine festanstellung hatte und bis anhin zuhause wohnte, einer frau ausser geld und vielleicht akademisch hochstehende gespräche bieten? mag es sein wie es will; ich wünsche jedem, dass er das passende pendant findet, mit oder ohne uniabschluss oder lebenserfahrung. schlussendlich muss das jeder für sich selber wissen und entscheiden.

  • Markus

    Was heisst weniger gebildet? Kann er kein Latein? Können Sie dafür beim Auto Öl nachfüllen. Was ist Bildung? Wie kommt ein Akademiker/eine Akademikerin dazu zu sagen, man habe eine bessere Bildung? Man hat vielleicht eine höhere Bildung, dies jedoch gleich mit einer besseren Bildung gleich zu setzten ist falsch. Wie sagte doch Mal ein Chef von mir: “Vor lauter Studierten braucht es auch Leute die studieren bei der Arbeit.”

  • I. Nowak

    Das Thema ist nicht neu, aber die Varianten dazu zum Teil sehr unterhaltsam: http://www.youtube.com/watch?v=QAp7PmrjP7I

  • Rose

    Es klingt sicher vollkommen krank aber ich bin genau so. Ich könnte nie mit einem Handwerker zusammen sein. Ich habe es sogar ausprobiert aber die Interessen gingen zu weit auseinander und es fand einfach keine richtige Komunikation statt.

  • Marcello

    Genau lieber ein Handwerker als jung dinamisch und erfolglos! Bin selber in leitender position und habe keine probleme mit weiblichen vorgesetzten. Übrigens bin mit einer Detailhandelsangestellten seit 30 Jahren glücklich verheiratet!

  • Babs

    Lernt man in leitender Position keine Rechtschreibung mehr???? Peinlich!

  • Jorge

    Ok, nennen wir es halt “von den aktuellen Themen nicht gefordert” *selbstbauchpinsel* … wobei es mir an Ihrer Brust auch sehr gut gefällt *anschmieg*

    Urlaub? Bei dem Wetter? Sie Glückspilzin! Gibt wohl keine bessere Gelegenheit zu Hause mit gutem Gewissen rumzuhängen, als bei diesem Wetter smile

    Von was für einer Tragödie sprechen wir?

    Immerhin, für Tomas, vergleichen Sie ihn mit einem richtigen Berg und nicht einem Pseudohügel wie dem Üetliberg *rolleyes*

    Vorwärts Marie! *skandierundplakatehochhalt*

  • Jorge

    @Babs: Oh, ein Schuss aus der Hüfte – Grossartig!

  • marie

    Für die Rechtschreibung hat man(N) in leitender Funktion den Vorzimmerdrachen (sprich Tippse), die schlecht verdient, aber dann die leitende Funktion mit Schreibfehlern heiratet, aber nur, wenn sie gut aussieht… wink
    jorge geht’s gut? grin

  • Jorge

    Hey Lady Marie!

    Mjaja, geht wunderbar, auch wenn ich mir angesichts der aktuellen Clackthemen (Abtreibung, Reiseberichtli aus Münschen, o.ä) hier etwas nutzlos vorkomme. Oder hab ich ein interessantes Thema übersehen?

    Wie ist das eigene Befinden? Hoffe sie wurden von Tomas nicht zu sehr geärgert wink

    Habe die Ehre
    Dein Jorge

  • marie

    mein ehrwürdiger jorge, sie sind nicht nutzlos. *ganzfestandiebrustdrück*
    geht bestens, habe urlaub. der 2. akt meiner tragödie geht nächste woche wieder los.
    keine angst, andere gehen nackt auf den mount everest, um adrenalinschübe zu kriegen. ich habe tomas dafür. wobei er sich. glaube ich mehr über mich ärgert, als ich mich über ihn wink
    ist mir ebenso eine ehre sowie grosse freude, ihre primadonna marie.
    grin

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