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Der Satz des Tages steht in der «Basler Zeitung»

Er ist eigentlich eine Interviewfrage, richtet sich an die Leiterin des Basler Zentrums Gender Studies und lautet: «Es gibt sicher kaum männliche Geschlechterforscher, und wenn, dann sind sie homosexuell». Und das war erst der Anfang…

Von Clack-Team

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Dass die SVP nicht viel mit Gender Studies am Hut hat, ist ja bekannt. Entsprechend kritisch feiert der SVP-nahe Chef der «Basler Zeitung», Markus Somm, das zehnjährige Jubiläum des Zentrums Gender Studies der Universität Basel.

Er macht nämlich ein konfliktives Interview mit der Leiterin des Zentrums, Andrea Maihofer – eine durchaus spannende Sache, wobei am Ende die Fragen der «Basler Zeitung» vielsagender sind als die Antworten. Fragen sind es allerdings gar nicht so sehr, sondern einfach Behauptungen, welche der Interviewten aufgetischt werden.

Da weiss die «BaZ» also zum Beispiel: «Bei der Geschlechterforschung ist es doch wie bei den African Studies in den USA. Diese Wissenschaft wurde geschaffen, um eine Minderheit ruhigzustellen. Bei den Frauen ist es ähnlich. Jetzt haben sie ihren Sandkasten, da können sie spielen. Damit hat man den Druck auf die restlichen Fächer genommen und die Geschlechterforschung wird zu einer reinen Frauenveranstaltung.»

Oder: «Männer wollen gar nicht Teilzeit arbeiten. Sie entscheiden sich im Gegensatz zu den Frauen im Zweifelsfall immer für den Beruf – das liegt am biologischen Unterschied. Aber die Akademiker, die zu Zeiten der Frauenbewegung in den 70er-Jahren studiert haben, wissen, dass sich das nicht gehört als aufgeklärter Mann. Darum sagen sie: “Die Bank erlaubt mir nicht, mehr für die Familie zu tun.”»

Oder: «Ist doch klar, Frauen identifizieren sich mehr mit der Familienarbeit als Männer.»

Oder: «Die Arbeitsteilung hat sich viel weniger verändert, als wir denken. Seit Menschengedenken haben wir die Arbeit rational aufgeteilt: Männer jagten, Frauen sammelten. Das gilt noch heute: Frauen kochen und arbeiten Teilzeit, Männer bringen die Brötchen heim.»

Und so weiter. Die Antworten von Frau Maihofer lesen Sie in der «Basler Zeitung» (leider nicht online verfügbar)

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