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Der platonische Betrug

Der Quotenmann fragt sich, wieso Frauen keine Mühe haben, Intimstes ausserhalb der Beziehung zu teilen – aber Fremdgehen moralisch verwerflich finden.

Von Réda Philippe El Arbi

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«Wir sind beste Freunde/Innen, seit Jahren. Ihm/ihr kann ich alles anvertrauen» ist eine dieser Phrasen, die ich oft von Frauen im Bekanntenkreis höre. Gemeint ist damit entweder die beste Freundin oder ein männlicher Freund, bei denen sie zu jeder Tages- und Nachtzeit anrufen oder vorbeigehen kann, um ihren emotionalen Balast abzuwerfen.

Ist er männlich (vom Geschlecht her) hat dieser Freund immer Verständnis, kann alles supergut nachvollziehen und nimmt die beste Freundin natürlich auch mal in den Arm, um sie über Krisen mit dem jeweiligen Freund/Lebenspartner/Lover hinwegzutrösten. Und grundsätzlich ist er unsterblich in genau diese beste Freundin verliebt. Oft schon seit Jahren, was ihn emotional daran hindert, mit einer anderen Frau eine Beziehung einzugehen. Aber darüber wollte ich nicht schreiben, ich wollte über den emotionalen Betrug schreiben. (Lesen Sie auch: «Freundschaft ist besser als Sex. Oder?»)

Offenbar ist es moralisch ok, seine tiefsten Geheimnisse, seine sexuellen Sehnsüchte und Frustrationen, Ängste und Freude (oft auch die Geheimnisse, Freuden und Ängste  des Partners) mit einem/r intimen FreundIn ausserhalb der Beziehung zu teilen. Eine tiefe seelische Verbundenheit, eine Intimität zu leben, die oft das Mass an Vertrauen und Offenheit innerhalb der Beziehung übersteigt. Oft ist es aber für genau diese Frauen moralisch nicht in Ordnung, eine kurze, oberflächliche sexuelle Intimität mit einem Menschen ausserhalb der Beziehung zu erfahren.

Kurz, emotional Fremdgehen ist super, sexuell Fremdgehen ist böse. Der partnerschaftliche Besitzanspruch erstreckt sich also exklusiv auf den Körper. Die Männer dieser Frauen werden sich hüten, irgendwas gegen den besten Freund (den sie insgeheim für schwul halten) oder die beste Freundin zu sagen. Auch wenn Sie wissen, dass in den Gesprächen ihre emotionale, soziale und sexuelle Leistung in der Beziehung diskutiert wird. (Lesen Sie auch: «Frauen suchen im Bett das Abenteuer»)

«Ja, aber genau dieser emotionale Austausch ist oft ein zusätzlicher Halt, der die Beziehung stützt und als Ventil dient», erklärt mir eine Bekannte. Dasselbe würden mir wohl einige Männer über einen One Night Stand mit einer Bürokollegin oder der Fitnesstrainerin erzählen. «Ja, aber Fremdgehen ist anders, Sex ist in einer Beziehung die Bestätigung der tiefen Verbundenheit.» Na und? Sind Vertrauen, ehrlicher Austausch und intime Geständnisse nicht genauso Ausdruck tiefer Verbundenheit – und vor allem – sind sie nicht genau so wertvoll, oder sogar noch wichtiger als Sex?

Liebe Damen und Herren, überprüfen Sie doch wiedermal ihren moralischen Kompass auf Heuchelei. Jede/r wird sofort zugeben, dass kein Mensch allein alle Bedürfnisse des Gegenübers abdecken kann. Aber wenns ums Sexuelle geht, kommen plötzlich mittelalterliche Besitzansprüche und Moralvorstellungen hervor. Treue ist relativ und setzt sich meines Erachtens nicht aus körperlichen Ausschliesslichkeit, sondern aus emotionaler Verlässlichkeit und gemeinsamer verbindlicher Lebensplanung, zusammen. Frei von Besitzansprüchen.

Réda Philippe El Arbi ist Mitinhaber der Kommunikationsagentur SeinSchein, Autor, Geschichtenerzähler, Stadt-Blogger bei Züritipp/newsnet.ch, Haustiersitter und war kurze Zeit Herausgeber des Zürcher Satiremagazins «Hauptstadt».  Er schreibt, weil er nicht anders kann.

  

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Quotenmann


Kommentare

  • Nathalie Sassine-Hauptmann

    Erstaunlich, dass sogar ich für einmal die Sichtweise des Quotenmanns teile, voll und ganz. Meines Erachtens hat es vielleicht auch etwas mit Reife zu tun, ob man Fremdgehen ertragen kann, sexuell oder emotional. Je älter die Beziehung, desto weniger schlimm scheint der sexuelle Betrug, der emotionale dafür umso gefährlicher für die Beziehung. Oder geht das nur mir so?

  • mira

    Ein sexueller Seitensprung kann zu Empfängnis und Kindern führen, emotionaler Austausch nicht. Logisch, dass unser Hirn da anders reagiert.
    Wegen dem Alter: Je älter eine Person ist, desto unfruchtbarer ist sie auch. Irgendwann ist es wohl tatsächlich egal ;=)

  • Réda Philippe El Arbi

    @Mira: Erstens würde das biologische Argument wirklich ziehen, wenns da nicht schon seit einige Jahren sowas wie Verhütung gäbe.

    Und zweitens: Wenn ich dem biologischen Argument folgen würde, würden Männer mit sovielen Frauen schalfen wie möglich, um das Erbgut zu verteilen. Frauen würden sich aber vom Stärksten schwängern lassen, dafür aber die Kinder dann mit dem Fürsorglichsten aufziehen.

    Nur wir leben im 21. Jahrhundert. Zeit, unsere Sexualität nicht mehr Moralvorstellungen unterzuordnen, die sowieso nie funktioniert haben und nur dem Manne und seiner Kontrolle über die Gebärmutter der Frauen dienten.

  • DerDa

    Ich finde beides nicht toll und was immer dieses Mittelalter gerede soll.
    Als wär da alles schlecht gewesen im bösen Mittelalter:)
    Damals zählte die Ehe wohl noch ein bisschen mehr.

    Wenn Sie auf “ultra Hipp funky fresh & full of life” stehen und fremdgehen wollen, oder auch mit anderen Leuten ihr privat Zeugs von Ihrer BEziehung erzählen wollen..
    ok.. dann suchen Sie sich doch einfach auf der nächsten webplatform einen netten Swinger oder sonst was..
    Führen Sie eine lockere “Freundschaft” und streichen Dinge wie Beziehung und Ehe aus ihrem Wortschatz.
    Wichtige Grundideen davon scheinen sie ja abzulehnen und wir sind eben nicht bei wünsch dir was.
    Ehe und PArtnerschaft heissen eben auch machmal verzicht, Opfer, zurückstecken usw usw.
    Wer lieber mach wonach ihm gerade der Sinn steht ist da halt falsch.
    Viel Spass mit sich selbst

  • Hansjörg

    Einige meiner jahrzehntelangen Kernsätze:

    “Treue hat mit Sex nichts zu tun! Treue ist wenn die Eisenbahn Dir beide Beine wegfährt und Dein Partner Dir sagt: -mach Dir keine Sorgen, von jetzt an trage ich Dich-.”

    Es gibt nichts Schöneres als seine Frau aus den Armen eines Freundes glücklich entgegenzunehmen.

    Ich habe noch keine monogamen Männer gesehen, bloss Männer die mehr oder weniger gut lügen könne.

    Warum denn immer diese üble Verlogenheit?

    Wären Frauen in einer Beziehung phantasievoller und spielerischer was die Sexualität anbelangt, die Prostitution würde auf marginale Restbestände schrumpfen. Gleiches gilt für die Männer (Phantasie und Spielfreude), mit dem Unterschied, dass Frauen der Gang ins Puff verwehrt bleibt.

  • Réda Philippe El Arbi

    @DerDa: Leider nützen diese mittelalterlichen Moralvorstellungen, von denen Sie so tiefst überzeugt sind, nichts. Schon im Mittelalter sind die Leute fremd gegangen, Der Herr mit der Magd, die Dame mit dem Hauslehrer etc.

    Naja, eigentlich haben die Leute schon in der Antike rumgevögelt, sonst hätten wir die klassische Dichtung nicht. Da sind sogar die Götter fremdgegangen.

    Nur weil striktere Moralvorstellungen herrschten, heisst das noch lange nicht, dass die Menschen damals weniger menschlich waren. Vielleicht haben sie sich fürs fremdgehen eher mal umgebrachtr, duelliert oder ausgepeitscht. Aber auch das erscheint mir keine Lösung.

    Also sollten wir unser Wesen als Mensch erkennen und dem in unseren Moralvorstellungen und vorallem in unserer Lebensgestaltung Rechnung tragen.

  • Caìtline

    Die Moralvorstellung ist nicht irgendetwas, was der Übermensch, dem Untermensch eingepflanz hat, sondern ein wichtiger biologischer Grundstein des sozialen Zusammenlebens. Mensch, die das Gefühl haben, sie können mit der Naturwissenschaft moralisches Fehlverhalten entschuldigen, missbrauchen die wunderbare Wissenschaft. Sie sind bestimmt kein Neurochemiker, ich kann ihnen nun tausend Dinge aufzählen, wieso eine Moralvorstellung, ein Schönheitsideal, Konkurrenzdruck etc nicht etwas ausgekotztes von den Medien ist, sondern eben menschlich! Genauso menschlich wie ihr heiss geliebtes Fremdgehen! Mein Gott diese doofen Aussagen “Heute in der modernen Zeit hat man halt ONS, heute in der modernen Zeit ist man halt nicht mehr so prüde und heute in der modernen Zeit, wo man nicht mehr der bösen Bibel glaubt, geht der Mensch fremd” Aber dabei vergessen sie, dass eben der Mensch die Bibel geschrieben hat, dass eben der Mensch, den Knigge verfasst hat und so lauft alles schön darauf aus, dass der Mensch gewisse Moralvorstellungen braucht, um gut leben zu können! Menschen die Moralvorstellungen übergehen, werden meist unglücklich aus verschiedenen Gründen! Ich will niemals sagen, dass Fremdgehen unmenschlich/unnatürlich ist, was ich sagen will, ist dass ihr ganzer Quatsch Moralvorstellung stehe dem Menschen im Weg unnatürlich ist (natürlich doch ein natürlicher Vorgang ihres Hirns).
    Kurzes Beispeil: Alles braucht einen Sinn, damit es sich bewegt, es gibt keine Bewegung ohne, dass das Etwas in einen energetisch günstigeren Zustand kommt. Die Elektronen bewegen sich nur aus dem Grundzustand, wenn sie mit hv bearbeitet werden. Also sie brauchen immer etwas für jegliche Bewegung. Nehmen wir das Prinzip im grossen Rahmen. Der Mensch braucht eine Idealvorstellung, damit er Handeln kann. Hätten sie keine Idee, keinen neurologischen Sinn, etwas zu tun, würden sie nicht handeln. Sie handeln erst, wenn sie einen Anstoss dafür haben. Wenn es nun kein Richtig und kein moralisches Falsch geben würde, gäbe es keinen Sinn zur Bewegung, da weder die eine noch die andere Seite günstiger ausfallen würde! Sie würden sich also nicht von der Stelle rühren. Da ihr Hirn aber vorgibt, was gut und was schlecht ist, in jedem Lebensbereich, leben sie! Also dieso doofe unnütze Argumentation, die Moralvorstellung sei etwas Unnatürliches kann ich echt nicht mehr höhren! Und all die Menschen, die glauben sie stehen über der Natur, sind meistens gerade die Banalsten. Für mich ist die Ehe auch nichts, und ich verteufle Fremdgehen wegen diversen Gründen nicht allzu sehr, aber ganz bestimmt ist es nicht “gut”. Gut ist es, wenn man der Freundin einen Kuchen backt (wenn sie nicht schon übergewichtig ist), gut ist es, wenn man der alten Frau über die Strasse hilft und gut ist es, wenn man fleissig auf eine Prüfung lernt, weil es einem Freude macht! Oder wenn man einen positiven Gedanken hat. Wegen irgendeinem Grund, wird ihre Frau traurig, wenn sie ihr fremdgehen, dass können wir nun lange ausschlachten wiesoooo das nun so ist. Aber es ist so,  (ausser ihre Frau ist gottenfroh endlich einen Scheidungsgrund zu haben). Und wenn sie nun mit einem solchen Mist-Argument “wer sagt denn was gut und böse ist” kommen, sage ich: Wenn das nicht klar definiert wäre, würden die Menschen niemals ein Gericht erfinden, man könnte aus Spass seinen Nachbar erschiessen, kleine Kinder mit Arsenschokolade vergiften etc….Oh und plötzlich sehen sie auch, dass es koomischerweise Dinge gibt, die als “schlecht” gelten.

    Mich nerven die Menschen die sagen: Natürlich ficken wir herum, wir sind halt doch nicht mehr als Tiere (aber wollen nicht im Tierspital untersucht werden). Tiere ficken nebenbei nicht einfach herum, sondern haben meist eine gewisse Paarungszeit. Wenn wir wie Tiere wären, würden wir uns nur “paaren” um Nachwuchs zu zeugen. (Der Mensch ist schon ein Tier, aber ein sehr spezifiziertes) Der Sex als Beitrag zur Artenstärkung, hinkt aber auch, da wir genug Menschen auf dem Planeten sind. Auch bei Männer hat Sex eine Oxytocin-Ausschüttung zur folge, was man nicht verhindern kann, dies führt zum Wunsch von sozialer Bindung, man nennt es ja auch Kuschelhormon. Sex kann man also nicht vollständig von sozialen Komponenten trennen. Ich bin deswegen überzeugt, dass ein Mann der nur herum bumbst, mit vielen unterschiedlichen Frauen, genauso frustriert wird, wie die ungeliebte Frau. Da der Wusch nach “Zärtlichkeit, Freundschaft, Geborgenheit” durch das Oxytocin gänzlich missachtet wird. Kurzum, es gibt einen biologischen, neurologischen Grund wieso das Fremdgehen nicht so gut ist, wie Blumengiessen oder im Schwimmbad, das Bienchen aus dem Pool zu retten. Also nervt mich nicht weiter mit irgendwelchen Bibeldiss und Moral-ist-langweilig-Geplänker… Die Bibel/Moral/Mittelalter ist genauso menschlich wie der Mensch mit seinem Fremdgehen!

  • Irene

    Der Vergleich im Artikel ist unlogisch.

    Vertrauensbruch a)
    Frauen, die intime Dinge der Beziehung an Freudinnen (sind meist Freundinnen, selten Freunde) weitererzählen, machen einen grossen Fehler. Männer, die ihren Freunden intime Dinge aus Beziehung erzählen, machen denselben Fehler. Und ich weiss, das tun die Männer auch!!

    b) Männer, die ihre Frau betrügen, betrügen… Frauen, die ihre Männer betrügen, betrügen auch… Und ich weiss, das tun die Frauen auch.

    Mira liegt richtig…eine ältere Frau denkt möglicherweise pragmatischer als eine sehr junge… Kann vielleicht eher verzeihen, weil Lebenserfahrung hat und die Dinge nicht mehr so tragisch nimmt.. Und wenn nicht mehr gebärfreudig (Verhütung hin oder her; jung und alt ist einfach ein anderes Mindset) oder bzw. schon Kinder hat, denkt daran, dass nicht alles wegen XY beenden will (hat vielleicht keinen Job). Eine junge Frau hingegen hat andere Anforderungen. Ist doch völlig ok! Wir müssen ja nicht alle gleich sein. Ist doch keine Beleidigung. Weder für jung, noch für älter.

  • Réda Philippe El Arbi

    @Catline: Moral ist kein biologisches Muss. Sonst gäbs in allen Kulturkreisen dieselbe Sexualmoral. Gibt es aber nicht. Die Bibel ist mir eigentlich gar nicht in den Sinn gekommen. Weil im alten Testament zum Beispiel Polygamie durchaus noch rechtens war.

    @Irene: Für mich stehen emotionaler Vertrauensbruch und körperlicher Betrug auf der gleichen Höhe. Beides verzeihlich, weil menschlich. Und die Verletzung entsteht aus Besitzansprüchen, nicht aus der Hundlung selbst

  • Irene

    @Réda: Ich denke, am Ende sind es nicht die Worte, sondern die Taten, die zählen. Nun Du wertest X, eine Frau wertet Y. Anthropologen würden es in Zusammenhang mit der Evolution und dem Fortpflanzungswettbewerb erklären/entschuldigen. Ich denke, was in beiden Fällen schmerzt ist, der Betrug der Privatsphäre, dass der Partner X oder Y nicht mit dem anderen Partner teilt, sondern eine dritte Partei hinzuziehen muss. Zeigt, dass in der Beziehung was falsch läuft, aber korrigiert werden kann. Ich denke, die “perfekte” Liebesbeziehung ist, dass man beste Freunde ist und auch die Sexualität teil. Wenn allerdings X die Männer mehr verletzt und Y die Frauen, dann sollten sich beide gegenseitig respektieren und X sowie Y einfach unterlassen.

  • Réda Philippe El Arbi

    @I. Nein, ich werte weder X noch Y. Ich find beides ziemlich ok. Was ich beanstande ist, dass das Eine als moralisch verwerflich gilt, das Andere aber ok ist.

    Ich persönlich bin der Überzeugung, dass kein Partner alle Bedürfnisse des anderen abdecken kann. Viele glückliche Paare, die ich kenne und die schon jahrzehntelang zusammen sind, haben das nur geschafft, indem sie einen Teil der Bedürfnisse, sexuell und emotional, ausserhalb der Beziehung gelebt haben. Mit Wissen und Einverständnis des Partners. Die Vorstellung, dass der Partner für mein Glück zuständig sein soll, kommt nicht mal aus dem Mittelalter (damals gabs Mätressen und Gigolos), sondern aus den Hollywood-Happyends der 50er Jahre.

  • Sepp Trütsch

    Warum Frauen das (tendenziell eher) so betrachten weiss ich nicht, dass es als gesellschaftliche Norm gilt rührt vermutlich daher, dass sich Männer bis ins 20. Jahrhundert nur wenige Gedanken über umsetzbare Moral gemacht haben und wir daher die “Frauensicht” übernommen haben.

  • Beziehungen

    Es gibt vier Möglichkeiten in einer Beziehung:

    1. Betrügen

    2. Sexuelle Bruder und Schwester Beziehung.

    3. Serielle monogam, alle fünf bis zehn Jahre eine Trennung mit neuen Sexualpartner.

    4. Ehrlich mit einander über die Notwendigkeit der sexuellen Abwechslung, Abenteuer, Exploration und finden eine einvernehmliche respektvolle Art und Weise (soft swinger, Dreier, Viere, Offen, Affaire etc.), um die Grenzen des Partners zu überschreiten, so dass beide Partner genießen können, inspiriert sind und sich frei und glücklich fühlen!

    Sexuelles Abenteuer (Gegenteil von Langeweile!) ist etwas aufregendes, am Leben zu sein, Verführung, Flirt, Liebe, Zuneigung, sexuelle Glückseligkeit, Lust, Vorsicht, Erotik, Fantasie, Gefahr, Abenteuer, Exploration und die entschiedene Weigerung zu wachsen alt anmutig.

  • Irene K.

    @Reda…als moralisch verwerflich kann man beides bezeichnen.
    Dass Frauen oft Alles einer besten Freundin oder einem besten Freund (der übrigens meist für sie sexuell unattraktiv ist/gewählt wird) erzählen (platonische Betrug), zeigt wie unsicher sie sind bzw. es spricht nicht für sie. Mit ihrer Unsicherheit und der “Entblössung” der Privatsphäre zerstören sie nur das “Geheimnis ihrer Liebe”.

    Allerdings kann der körperliche Kontakt (Betrug) zur Geburt eines Kindes führen, die platonische Beziehung dagegen nicht. Das würde wohl ein Anthropologe sagen. Die Tatsache, dass es Verhütungsmittel gibt, ist da evolutionstechnisch nicht relevant bzw. hat sich nicht vollends in unser Verhalten “programmiert”.
    Natürlich kann niemals eine Person sämtlich Bedürfnisse einer andere befriedigen.
    Allerdings ist der Wunsch nach der vollkommenen Befriedigung wieder typisch für uns Menschen. Es gibt sie einfach nicht. Genau so wie es das perfekte Aussehen nicht gibt, etc.
    Der Wunsch nach der vollkommenen Befriedigung hat oft mit nehmen bzw. konsumieren (lat. consumere = verbrauchen, verzehren, aufbrauchen, vernichten, etc.) zu tun.

  • a woman, a word

    Sind Sie für sämtliche Anliegen Ihrer Partnerin gleich offen; gehen Ihnen gewisse, sich ewig wiederholende Themen einfach manchmal auf die Nerven? Seine Sie froh: Genau da sind die Freunde nützlich und genau durchs Zuhören dieser relativieren sich so viele “Probleme”, die wir nunmal in jeder Beziehung haben. Das hat nichts mit “mentalem” oder sogar “emotionalem” Fremdgehen zu tun. Wer so denkt, sollte sich überlegen, wieviel davon eigene Unsicherheit ist, wieviel davon ein “nicht zu seinen Fehlern stehen können” ist. Okay, man ist da nicht mit dabei und kann sich nicht äussern – so what? Geht ja nicht um “bashing” des eigenen Partners, sondern darum, Ballast abzuwerfen. Davon profitieren sie dann, wenn Ihre Partnerin wieder entspannter ist um sie herum. Sexuelles Fremdgehen kann man gutheissen oder nicht. Persönlich kann ich damit nicht sehr gut leben (trotz mehrjährigem Versuchen) – meine Einstellung halt. Da kommen Dinge hoch wie Demütigung, Vertrauensverlust, ja auch ein gewisser Ekel halt. Dann die Fragen über Fairness etc. Schlussendlich und ehrlicherweise sicher auch besagte eigene Unsicherheit. Aber irgendwie kann ich damit leben…;)

  • Sohn des Mars

    Sorry, aber das ist nicht ganz richtig. Man kann sich durchaus über Jahre und Jahrzehnte treu sein und dennoch eine erfüllte, abwechslungsreiche Sexualität haben ohne sich dabei zu langweilen. Dafür braucht man noch nicht einmal verklemmt zu sein; ein bisschen Phantasie und der feste Wille, diese mit dem Partner zu erfüllen, reichen schon. Es ist vielleicht etwas anstrengender, aber nicht weniger wert.
    Und es existiert, auch wenn du es offenbar nicht für möglich hälst. Deshalb sind es nicht nur vier Möglichkeiten, sondern fünf. Auch wenn mir persönlich Loyalität wichtiger ist als Treue. Beidseitig.

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