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Das verbotene Interview

Annina Frey, Moderatorin von «Glanz & Gloria», sprach an der Bar ganz entspannt über so spannende Themen wie Polizei und Pornografie. Doch dann kam alles ganz anders.

Von Christian Nill

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In der Reihe «Ein Drink an der Bar mit…» treffen Christian Nill und der Fotograf Mischa Scherrer regelmässig auf VIPs oder interessante Persönlichkeiten, trinken mit ihnen etwas an einer Bar und plaudern ungezwungen über Gott, die Welt und andere persönliche Dinge. Die Gespräche – samt stimmungsvollen Fotos – sowie weitere spannende Storys werden regelmässig auf Bar-Storys.ch veröffentlicht.


Aus dem Drink an der Bar mit der Moderatorin von Glanz & Gloria, Annina Frey, wurde nichts. Also: Das Treffen fand statt und der Text steht geschrieben. Aber das Schweizer Fernsehen SRF gibt unser Gespräch mit Frau Frey nicht frei. Damit die schönen Fotos von Mischa Scherrer nicht umsonst geschossen wurden, verrät Annina Frey einige Restaurant-Tipps. Diese, immerhin, dürfen wir publizieren.

Von Christian Nill (Einführung & Aufzeichnung) und Mischa Scherrer (Fotos).

Es hätte so schön sein können: Das Gespräch mit der Moderatorin von Glanz und Gloria, Annina Frey, fand in gelöster Stimmung statt. Frau Frey erzählte viel und viel Spannendes. Das Gespräch wurde wie üblich aufgezeichnet, transkribiert und verdichtet. Ein Text entstand, der die Frey von einer direkteren Seite zeigte, als man sie vom Fernsehen her kennt.

Unverblümt nahm sie Stellung, zu ihrem Anti-Polizei-Blog (in dem sie einige Polizisten beleidigte, die sie aus dem Verkehr zogen), zum Thema Pornografie (die sie mit ihrem Partner guckt, wenn sie von Andrew Blake gemacht ist), zum Thema Beziehung (wenn man wie sie acht Jahre mit dem Partner zusammen sei, müsse man sich auch genügend Freiraum zugestehen) oder über ihre Rolle als Witzopfer bei Giacobbo/Müller (man dürfe ja über fast sonst nichts mehr Witze machen, da halte sie als Fashion-Victim gerne hin).

Aber eben. Dürfen wir nicht veröffentlichen. Von wegen Meinungsfreiheit: Das Schweizer Fernsehen hat die Veröffentlichung des langen Gesprächs mit Annina Frey untersagt. Über die Gründe müssen wir den Mantel des Schweigens legen. Und zähneknirschend akzeptieren, dass dieses spannende Gespräch das Licht der Welt wohl erst dann erblicken wird, wenn die Frey nicht mehr zu 40 Prozent beim Schweizer Staatsfernsehen angestellt ist, zu 60 Franken pro Sendung.

Aus diesem Grund dürfen wir nur den Teil des Gesprächs publizieren, der garantiert frei von allenfalls heiklen Aussagen von Annina Frey ist. Und das sind Restaurant-Tipps zurzeit noch. Also huschhusch, raus mit dem Text. Ehe es sich die Verantwortlichen bei SRF anders überlegen.

Nachdem wir uns eine Stunde lang angeregt mit Glanz&Gloria-Moderatorin Annina Frey unterhalten hatten, wollten wir von der charmanten Baslerin wissen, in welchen Lokalen man sie regelmässig antrifft und was sie gerne trinkt. 

Frau Frey, weshalb trafen wir uns eigentlich hier?

Ich bin extrem neugierig und entdecke auf meinen Reisen gerne immer wieder neue Lokale. Aber wenn ich wieder zuhause bin, dann zieht es mich regelmässig in zwei, drei Betriebe, in denen ich mich schlicht heimisch fühle.

Wie zum Beispiel hier im altehrwürdigen Kindli mitten in der Zürcher Altstadt.

Genau. Hier im Kindli * bin ich Stammgast, fühle mich wohl und werde auch mit Namen begrüsst wenn ich hereinkomme. Man kennt sich.

Wie haben Sie das Kindli entdeckt?

Mein Partner ist Innenarchitekt beim Innenarchitekturbüro P.5 und hat hier, wenn ich mich recht erinnere, das WC umgebaut.

Irgendwo muss man ja anfangen.

Aber auch die dazugehörenden Privatwohnungen. So entstand die Bekanntschaft mit Gisela Lacher, der Inhaberin des Hotel Kindli. Sie kennt einen Haufen Leute, und das gibt dann immer lustige Treffen hier.

Was trinken Sie da genau?

Klassisch.

Champagner. Gibt es auch einmal eine Abweichung davon?

Ja, durchaus. Aber nach einem strengen Tag, und wenn ich ohne Auto unterwegs bin, …
 

…man lernt ja dazu…

…dann nehme ich immer ein Cüpli (für Nicht-Schweizer: ein Glas Champagner; die Red.). Ich mag es nicht, zu viel zu mischen, nur schon wegen der Kopfschmerzen.

Verstanden. Sie haben ja auch eine Barkeeper-Ausbildung gemacht.

Die habe ich leider nicht abgeschlossen. Aber das ist schon ewig her.

Was für einen Drink oder Cocktail würden Sie denn für Fotograf Scherrer und mich mixen?

Einen Gin Fizz.

Frau Frey, wir würden gerne noch etwas essen gehen. Was empfehlen Sie?

Sie können direkt sitzen bleiben: Hier im Kindli (in Zürich, die Red.) ist das Essen wunderbar und die Bedienung sehr nett. Das liegt auch an der Inhaberin Gisela Lacher.

Welches Lokal in Zürich mögen Sie ausserdem?

Zum Kindli gehört auch das Lumière, quasi hier um die Ecke. Das ist ebenfalls ein tolles Lokal. Oder dann der Bederhof, den würde ich zwingend empfehlen.

Der Bederhof ist eines der Lokale, die der Gastro-Hansdampf Erik Hämmerli betreibt, nebst der Fischstube am Zürichsee und der Old Fashion Bar beim Paradeplatz. Weitere Lieblinge von Ihnen?

In Miami das Prime One Twelve. In Paris das neue Hotel Von Philippe Starck: Le Royal Monceau. Er hat ja schon zuvor welche gemacht, das Le Meurice oder dann das Mama Shelter.

Das seit April 2012 auch einen Ableger in Marseille hat. Weiter?

Es gibt so viele! Zum Beispiel in St. Tropez gibt es hinten links ein ganz reizendes Fischlokal.

Hinten links ist einfach zu merken.

Ach ja, das Zuma, ebenfalls in Miami.

Das Zuma gehört zur Lionstone Group, deren Senior Vice President übrigens ein Schweizer namens Rolf Sprecher ist. (siehe GastroFacts Businessmagazin 2/10, ab Seite 46; die Red.)

Frey: Das Zuma ist auf jeden Fall super. In Los Angeles kann ich das Ivy empfehlen. Nur schon, um sich dort etwas umzusehen. Grosses Kino!

Und noch ein paar, die etwas näher liegen?

In Klosters gehe ich gern ins Alpenrösli. Und dann kommt mir auch gleich die Chässstube Rehalp in Zürich in den Sinn, immer gut für Fondue. Oder das The Hotel in Luzern.

Von Stardesigner Jean Nouvel. Dort hat es verschiedene Hotel-Restaurants, u.a. das Bam Bou, wo der junge Nachwuchskoch Pascal Schmutz seit Ende 2011 wirkt.

Und dann fällt mir noch das L’Agapé Substance in Paris ein. Und eines in Barcelona, aber da habe ich den Namen vergessen.

© www.bar-storys.ch, 2012

 * Links:

http://www.anninafrey.com
http://kindli.ch/restaurants-kindli.html
http://restaurant-lumiere.ch/
http://www.bederhof.ch/
http://www.prime112.com
http://www.mylesrestaurantgroup.com  -> Prime One Twelve
http://www.leroyalmonceau.com/#/home/
http://www.starck.com/en/architecture/categories/hotels.html#le_royal_monceau
http://www.lemeurice.com/
http://www.mamashelter.com/paris/
http://www.zumarestaurant.com/
http://www.theivyla.com/
http://www.seeing-stars.com/dine2/ivy.shtml
http://www.alpenroesli-klosters.ch/
http://www.the-hotel.ch/deutsch/07_restaurants/html/bambou.htm
http://www.agapesubstance.com

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Barstories

Christian Nill

Initiant von Bar-Storys.ch, Journalist und Inhaber der Agentur Storyline – Die Content-Redaktion. Er zeichnet für den gesamten Content auf Bar-Storys.ch verantwortlich, schreibt, redigiert und organisiert.


Kommentare

  • Joyce

    Audra,  I feel that same as you.Its a constant btatle for me.One week I will be ok and able to think of her and what we had then other weeks I cry myself to sleep thinking of how she was cheated of life from the day she was diagnosed.I miss her dearly but the pain is there and the littlest things can bring them to the surface.A huge peice of my heart died the day Kayden did and it is true you are not the same person we were before. Its hard to cope and find a new norm when youve lost something so special and you know you wont have that back until your time in heaven comes.If youd like to talk anytime Im here as I really have no one close to me that can relate to my pain.Thanks for posting it.

  • Benedict

    Audra,This is such a powerful post. Thank you for witirng it.  We lost our daughter Georgia to SMA in April of 2009.  I too remember how many of my friends wanted me to start acting normal’ because they were so afraid of who I had become.  Personally, I think that I am a more compassionate and a stronger human being who doesn’t take the little things for granted.  I am a better person because of Georgia and I am grateful for her each and every day.  All this to say that it doesn’t take away the pain of losing her and the grief that I struggle with every day.  I will never be the person that I once was nor would I ever choose to be.((((HUGS))))  I will be thinking about you in the next couple of weeks.

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