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Chic im Beruf: 10 wirklich gute Tipps

Ausschnitt?Schritt? Schwarz? Hier kommen Tipps für den Geschäftslook, die brauchbar sind.

Von Ralph Pöhner

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Den besten Anlass zur Heiterkeit bot in den letzten Tagen ja die UBS: Die Grossbank hat für ihre Frontangestellten einen «Dresscode» erarbeitet, der alles regelt, was einem zum Thema Business Look überhaupt einfallen kann – ob das Maximum der zu tragenden Schmuckstücke (bei Frauen: 7 Stück), die Häufigkeit des Coiffeurbesuchs (1 x monatlich), die Maximalhöhe der Absätze (7 Zentimeter) oder die Ideallänge des Jupe (bis 5 Zentimeter unter Kniemitte).

Wir wollen hier nicht auch noch mit der Weltpresse heulen und uns darüber lustig machen; erwähnt sei sogar eine positive Stimme: Elena Berton vom «Wall Street Journal» befand, das UBS-Papier sei doch ganz nützlich. Was es empfehle (beziehungsweise vorschreibt), sei mehr oder weniger dasselbe, was auch in manch teurem Hochglanz-Lifestyle-Magazin zu finden ist. Das belächelte Dokument finden Sie hier – urteilen Sie selbst.

Auffällig ist allerdings schon, dass die UBS ihren Leuten einen extrem konservativen Look predigt, beispielsweise NUR dunkle Farben (konkret: schwarz, grau, dunkelblau, anthrazit); IMMER weisse Bluse; IMMER einfarbige Strümpfe (auch im Hochsommer). Und so weiter.

Um Ihr Leben auch diese Woche etwas zu erleichtern, folgt hier der Business-Stiltipp in einer angepassten Version:

• Man nehme erstens gesunden Menschenverstand (Richtig, liebe UBS: Tatoos und Piercings sind nicht ideal hinter dem Bankschalter. Und jawohl: Knoblauchgeruch ist fürs Vis-à-vis unangenehm).

• Und dann nehme man die zehn Tipps für den Businesslook, welche der amerikanische Stil-Medienpapst Clinton Kelly soeben in «Forbes» veröffentlicht hat. Und die haben es wirklich in sich; denn im Gegensatz zum Vorschlag, die Unterwäsche nicht zu zeigen (UBS) gehen die «10 häufigsten Lookfehler am Arbeitsplatz» eben gern vergessen.

1. Zu viel schwarz (Nein, schreibt Kelly: Schwarz macht Sie NICHT unauffällig).

2. Zu klobige Schuhe.

3. Zu tiefer Ausschnitt (hier herrscht für einmal Einigkeit mit der UBS).

4. Turnschuhe oder Sandalen für die Strasse (okay, das ist ohnehin ein amerikanisches Ding).

5. Zu weite Hosen.

6. Zu enge Blusen (so dass die Knöpfe beim Sitzen an einzelnen Stellen auseinandergedrückt werden)

7. Sichtbarer Abdruck der Unterwäsche.

8. Zu eng in die Hose oder den Rock gestopfte Hosen.

9. Blazer, die schlecht schliessen.

10. Immer nur schwarze Hose, weisse Bluse…

Karriere Knigge Stil


Kommentare

  • Daniel

    Am besten man versucht gar nicht mittels Kleidung professionell zu wirken. In der Informatik gibt es dazu einen Spruch wenn jemand mit Krawatte daher kommt: “Der muss fehlendes Können mittels Kleidung ausgleichen”. Das dabei trotzdem nur Mist rauskommt sieht man ja in der Bankenwelt. Keine Konventionen. Sauber daherkommen.

  • Hansi

    “8. Zu eng in die Hose oder den Rock gestopfte Hosen.”

    Hat das irgendjemand mal genau gelesen?! … Das ist dann 100prozentig total daneben!

  • Miss PrettySuit

    Wer mehr über Modesünden im Job lesen möchte

    http://prettysuit.blogspot.de/2012/05/ohhhh-wie-furchtbar-modesunden-im-job.html#

    wer mitdiskutiert kann bis zum 20. Mai ein sehr hübsches Tuch gewinnen.

    Viel Spaß dabei!

  • manreet

    ich kann nicht sagen, dass ich erstaunt bin. wohl aber errohsccken, wie strunzebfcrgerlich und langweilig immer grf6dfere teile der kf6lner szenen werden vielleicht sollten einfach mf6glichst viele schwule und lesben NICHT hingehen, vielleicht merken sie’s dann   aber das ist wohl nur ein traum.und alternativen, wie wir sie in berlin mit dem transgenialen csd haben, sind ja leider bisher in kf6ln meist gescheitert wenn schon die organisatoren des etablierten klust-csd auf politische botschaften verzichten wollen   warum ist denn dann dieser csd noch eine politische demonstration (mit entsprechenden vorteilen, zb gebfchren abfallbeseitigung) ???

  • MarIna

    Schwarz ist keine Farbe, zieht negative Schwingungen an. Wie kann man also seine MA dazu zwingen? Das begreife ich nicht! Ausserdem sieht doch das schrecklich aus, wenn alle Frontleute in den Schalterhallen und Gängen schwarz/weiss rumlaufen. Wer mag da noch freundlich den Kunden anlächeln? Wie kann man nur so furchtbare Ideen haben? Was haben sich da die Marketingleute beim brainstorming nur reingezogen? :-(
    Arme MA der UBS!

  • lukas

    die schwarz-weissen arbeiten eben und widmen sich nicht esoterischen negativen schwingungen

  • Heidi Müller

    Das habe ich mir jetzt gerade auch bildhaft vorgestellt…. also die Unterhose, die ist eigentlich in die Hose oder unter den Rock gestopft, wenn man so will… Und A frisst H auf ist ja schon nicht so schön.

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