Clack

Bianca Sissing

Sie begnügt sich nicht mit dem Beruf der Exmiss, sondern macht jetzt eine Lehre als Floristin.

Von Ralph Pöhner

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Bianca Sissing war schon von Beginn an eine besondere «Miss Schweiz»: Als sie 2003 gewählt wurde, fiel sie durch ihre eigenartige Anwendung der Landessprachen auf – die Tochter eines Schweizers und einer Südafrikanerin war in Kanada «aufgewachst», wie sie fröhlich erklärte, und man hörte sogleich: Ihre Muttersprache ist Englisch.

Das führte damals zu allerlei Diskussionen, wie sehr eine Miss Schweizer Sprachen beherrschen müsse; aus der SVP-Ecke wurde moniert, die Schöne mit den dunklen Haaren sei nicht gerade eine ideale Landesrepräsenantin.

Aber nichts da: Bianca Sissing gefiel danach durch ein durchaus helvetisches Understatement, und diesen Zug hat sie sich bewahrt.

Denn Missen haben ja normalerweise zwei Berufsziele: Entweder Model & hauptamtliche Exmiss – oder aber Hollywoodstar (weshalb sie mit ihrem helvetischen Akzent in irgendwelchen Actor’s Schools in New York oder L.A. vortraben und dort ihre Einnahmen aus dem Miss-Jahr reinvestieren, siehe Lauriane Gilliéron, Nadine Vinzenz, Melanie Winiger oder aktuell Xenia Tchoumitcheva).

Ausgerechnet Bianca Sissing, die Englischsprachige, blieb auf dem Teppich der helvetischen Realität: Natürlich machte auch sie Model- und Moderationseinsätze, arbeitete als Radiosprecherin und trat insbesondere auch auf Musical-Bühnen auf. Aber einfach als Ex-Miss machte sie selten auf dem Boulevard von sich reden, sie begann auch ein Masters-Studium in Psychologie – und jetzt, so erfahren wir aus dem «Blick», hat sie sogar eine ganz praktische Lehre begonnen: Im Alter von 31 Jahren lässt sie sich in der Luzerner Blumenhandlung «Blütenblatt» zur Floristin ausbilden. 

Das spiegelt ganz vernünftig, dass es immer auch ein Leben jenseits der drei M – Miss, Model, Moderatorin – geben muss. Und dabei ist das Scheinwerferlicht für Bianca Sissing noch lange nicht abgelöscht: Ab 22. Oktober ist sie wieder auf der Bühne zu sehen: als Darstellerin in einer Neuauflage des Musicals «Space Dream» in Winterthur.

Floristin plus Musicalstar: Da hat sie, auf Schweizerdeutsch gesagt, «de Füfer und’s Weggli».

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