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Adieu, Chef, adieu!

Es war der Traumjob - vor langer Zeit. Jetzt ist er nur noch langweilige Routine. Oder macht gar Kopfschmerzen. Gehen oder doch bleiben?

Von Clack-Team

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Brisante Zahlen sind es, die im Frühling eine Studie im Auftrag des amerikanischen Talent Management-Unternehmens Plateau zu Tage förderte: Ganze 31 Prozent der Angestellten in den USA sind unglücklich in ihrem Job. Und gar 73 Prozent würde sich bei einem guten Angebot den Stellenwechsel überlegen.

Weitaus zufriedener sind Schweizerinnen und Schweizer: 62 Prozent sind glücklich mit ihrer Arbeit, wie vor einigen Monaten eine Untersuchung des Managementsberatungs-Unternehmens Accenture gezeigt hat. Und wirklich gar nicht zufrieden waren laut einer Studie des Stellenportals Job.ch im Jahr 2009 nur 3 Prozent.

Dennoch lohnt es sich immer wieder mal, sich grundsätzlich zu überlegen, ob’s der aktuelle Job noch bringt, wenn auch die Wirtschaft schon besser lief. Denn warten und hoffen, vielleicht auch auf ein gutes Angebot, das ist nicht immer die beste Strategie. Und ein Fehler, den vor allem Frauen begehen, stellt die amerikanische Karriere-Expertin und Buchautorin  Nicole Williams fest.

Doch ist es nur eine momentane Unzufriedenheit, eine kurze Durststrecke? Oder viel grundsätzlicher? Für die meisten Karriereberater jedenfalls sind die Signale klar, wann es Zeit wird, sich nach einem neuen Job umzuschauen:

  • Sie langweilen sich: Als sie angefangen haben, gabs viel zu lernen. Jetzt nichts mehr.  Und neue, interessantere Aufgaben sind nicht in Sicht. Ist übrigens einer der meistgenanntesten Gründe für einen Stellenwechsel.
  • Sie werden wieder nicht befördert: Auch wenn ihre Leistungen gut sind. Alle Alarmglocken sollten spätestens schrillen, wenn gar ein früherer Untergebener Ihr Vorgesetzter wird. Nichts wie weg, sagen Karriereberater unisono.
  • Sie bekommen keine Anerkennung: Der Chef lobt Sie nie, niemand fragt nach Ihrer Meinung. Und wichtige Sitzungen finden sowieso ohne Sie statt.
  • Sie gehen nicht gern zur Arbeit: Schon morgens ist ihre Laune im Keller. Und Sie wünschen sich, der Tag im Büro wäre schon vorbei.
  • Sie kommen mit dem Chef nicht klar: Wirklich überhaupt nicht. Und Sie können es auch nicht (mehr) ändern. 
  • Sie passen nicht ins Umfeld: Sie nerven sich über ihre konventionellen, wenn nicht stieren Bürokolleginnen und -kollegen. Oder kommen mit der Laisser-faire-Stimmung im Betrieb nicht zurecht.
  • Ihr Umfeld hat sich verändert: Vielleicht haben sie ein Kind bekommen – und sind auf flexiblere Arbeitszeiten angewiesen. Oder wollen mehr für Ihre kranke Mutter da sein.
  • Ihr Lohn stagniert: Und zwar schon lange. Bisher für die Schweizerinnen und Schweizer nicht so wichtig, fragen sich die Arbeitnehmenden hierzulande laut dem sogenannten HR-Barometer 2011 der Universität Zürich und der ETH neuerdings vermehrt, ob sie wirklich genug verdienen.
  • Dem Unternehmen geht es schlecht: Dunkelrote Zahlen, Verkaufsgerüchte, Entlassungen. Abspringen, so schnell wie möglich.
  • Der Job macht sie krank: Und zwar buchstäblich. Migräne, Rückenschmerzen, chronisch. Und jeder Virus zwingt Sie ins Bett.

Auch wenn Ihnen inzwischen klar geworden ist, dass Sie reif sind für einen neuen Job – eines sollten Sie auf gar keinen Fall tun: Kündigen, bevor Sie eine neue Stelle gefunden haben. Auch das ein – sicher weiser – Rat sämtlicher Karriereberater.

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Karriere Job Kündigung


Kommentare

  • Ria Eugster

    Noch wichtiger: Was wollen Sie wirklich?

    Denn Sie brauchen keinen Schuldigen, um sich die Kündigung zu erlauben! Den finden Sie auch am nächsten Arbeitsort wieder 🙁

    Wer wollen Sie sein? Welche Fähigkeiten einbringen? Wollen Sie das wirklich?

    Die Arbeit in meiner Praxis zeigt, dass die grössten Hindernisse zu Erfolg in uns selber stecken. In Form von innersten Überzeugungen. Und die nehmen wir mit! wink
    Es lohnt sich, sich selber auf die Schliche zu kommen und inspiriert neue Ziele zu setzen und zu erreichen.

    http://www.coacheria.ch

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